Mord und Totschlag in Brasilien

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon 007 » Fr 28. Nov 2008, 00:46

Laurita hat geschrieben:
ptrludwig hat geschrieben:Was genau meinst du jetzt mit Ergebnissen und wie werden die gemessen? Was ist in Brasilien, wenn man kein Geld für die medizinische Versorgung hat?


Es ist unmöglich, komplexe Gesundheitssysteme von politisch, gesellschaftlich und ökonomisch verschiedenen Ländern miteinander vergleichen zu können. Ich persönlich habe den Eindruck, dass mit dem selben Geld, das wir in Deutschland für unsere gesetzliche Krankenkasse bezahlen, uns eine TOP Krankenversicherung in Brasilien leisten könnten.

Wenn man in Brasilien kein Geld für medizinische Versorgung hat, dann ist man fast genauso gut wie schon gestorben. Aber in Deutschland, selbst wenn man seinen (höhen) Betrag ganz brav bezahlt, bekommt man nicht eine super Leistung.



Das meine ich auch, und könnte mit nicht vorstellen, ohne solchen hier zu leben.
Dank meiner KK, die CASSI lebe ich noch, wurde mir doch vor Jahren ratz-fatz ein Stent eingebaut. Imagina so etwas bei der SUS.......!!!!!!?????

Was das ganze kostet habe ich hier mal gegoogelt. Bradesco-Saúde ist sehr gut und deckt das ganze Land ab, was man z.B. von UNIMED nicht sagen kann. Das ist regional bei denen sehr verschieden.

http://www.corretor-de-plano-de-saude.c ... belabr.htm

Ich kann mich noch errinern, das bei UNIMED São Paulo das Rettungsflugzeug (Lear-Jet )vorJahren vor den Gläubigern versteckt wurde, um einer Beschlagnahmung zuvorzukommen.

abraço

James
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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon Männlein » Fr 28. Nov 2008, 11:41

007 hat geschrieben:
Laurita hat geschrieben:
ptrludwig hat geschrieben:Was genau meinst du jetzt mit Ergebnissen und wie werden die gemessen? Was ist in Brasilien, wenn man kein Geld für die medizinische Versorgung hat?


Es ist unmöglich, komplexe Gesundheitssysteme von politisch, gesellschaftlich und ökonomisch verschiedenen Ländern miteinander vergleichen zu können. Ich persönlich habe den Eindruck, dass mit dem selben Geld, das wir in Deutschland für unsere gesetzliche Krankenkasse bezahlen, uns eine TOP Krankenversicherung in Brasilien leisten könnten.

Wenn man in Brasilien kein Geld für medizinische Versorgung hat, dann ist man fast genauso gut wie schon gestorben. Aber in Deutschland, selbst wenn man seinen (höhen) Betrag ganz brav bezahlt, bekommt man nicht eine super Leistung.



Das meine ich auch, und könnte mit nicht vorstellen, ohne solchen hier zu leben.
Dank meiner KK, die CASSI lebe ich noch, wurde mir doch vor Jahren ratz-fatz ein Stent eingebaut. Imagina so etwas bei der SUS.......!!!!!!?????

Was das ganze kostet habe ich hier mal gegoogelt. Bradesco-Saúde ist sehr gut und deckt das ganze Land ab, was man z.B. von UNIMED nicht sagen kann. Das ist regional bei denen sehr verschieden.

http://www.corretor-de-plano-de-saude.c ... belabr.htm

Ich kann mich noch errinern, das bei UNIMED São Paulo das Rettungsflugzeug (Lear-Jet )vorJahren vor den Gläubigern versteckt wurde, um einer Beschlagnahmung zuvorzukommen.

abraço

James


Hallo

Ja James Du schreibst ratz fatz war ein Stent eingebaut .Auf meine Person bezogen kann ich da nur sagen ratz fatz waren es vier Bypässe die eingebaut waren.
Man schreibt das so einfach Stent eingebaut oder Bypässe . Immerhin sind das Operationen am Herzen doch schon kleine Sahnestückchen für einen Chirurgen . Die sehr viel handwerkliches Können und Erfahrung vom Chirurgen verlangen .
Das Ganze ging bei mir innerhalb von drei Tagen über die Bühne .
Herzstillstand und Reanimation Gott sei Dank in einer Klinik . Am nächsten Tag Herzkathederuntersuchung wo dann Gefäßverschlüße bis zu 85 % festgestellt wurden . Und am nächsten Tag lag ich für etwas über vier Stunden m UNIMED Krankenhaus auf dem OP Tisch . Sowas in Deutschland unmöglich . Bis zu dem Zeitpunkt wo ich hier bereits operiert war , wäre das ja in Deutschland noch garnicht ans Ohr des Herrn Prof. gedrungen . Ganz zu Schweigen von der Diskussion über die Kostenübernahme durch die Krankenkasse vor der Operation . Hier war das nur ein Blatt eines Formblatvordruckes der zur UNIMED gebracht wurde .
Ja und zu den Ärzten wäre zu sagen aller erste Sahne ein vier Mann Team zwei davon sind deutschstämmig und sprechen auch noch etwas Deutsch . Es war schön zu hören als ich aus der Narkose aufwachte noch im OP als der Anesthesist sagte " Oh hallo jetzt haben sie einen neuen Motor "
Und das andere Beispiel erlebe ich im Moment . Ein Neffe meiner Frau der keine KK hat und an Lungenkrebs erkrankt ist . Bereits schon zweimal operiert in einem Krankenhaus der SUS .Der dort nicht bleiben kann den man notdürftig verbunden wieder auf die Strasse entlassen hat . Ich glaube das ist eher die Realität inm Brasiland das ja auch bekannter Maßen im Jahr 2008 ist .

Bis denne und neulich
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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon donesteban » Sa 29. Nov 2008, 17:03

Bevor ihr weiter lamentiert, ein konkretes, anonymisiertes Beispiel. Brasilianerin bekommt in der Nähe von Stuttgart eine Hirnblutung (laienhaft ausgedrückt). Hausarzt, Regionalkrankenhaus und eine Stunde später Intensivstation Katarienenhospital in Stuttgart. Fall war mittelschwer und konnte mit einer modernen Behandlungsmethode über einem Katheder durch die Hauptschlagader ohne öffnen des Schädels behoben werden. Nach 4 Wochen Intensivstation, zwei Wochen Krankenhaus und 4 Wochen Reha 100% Genesung. Versicherung AOK. Jedoch wurden zwei weitere, kleine Schwachstellen festgestellt, die innerhalb eines Jahres behandelt/verschlossen werden sollen. Brasilianerin geht zurück nach Recife. In Recife gibt es diese Behandlung gar nicht. In keinem der privaten Krankenhäuser. Null, nix. Alternative. Schädeldecke auf und traditionell operieren. Erfolgswahrscheinlichkeit 70%. Das Mädchen muss also zurück nach DE, dort den kleinen, unproblematischen Eingriff machen lassen (zwei Tage Krankenhaus) und kann eine Woche später zurück fliegen.

oder

Unfall (Verkehr oder sonst was). Es kann bis zu Stunden dauern, bis ein Krankenwagen kommt. 30 bis 60 Min ganz normal. In Deutschland flächendeckend maximal 10 Minuten. Schon alleine diese schlechte Notfallversorgung kostet Hunderttausende Menschenleben jährlich in Brasilien.

Das meine ich mit höherem Risiko und schlechterer Versorgung. Dass es in Brasilien auch Krankenhäuser gibt, die unseren überlegen sind, will ich nicht in Frage stellen. Zähne, Plastische Chirurgie und vieles mehr für Reiche und Superreiche. Da können manche Deutsche nur davon träumen aber mir geht es nicht um meine Titten sondern um ein langes, gesundes, lebenswertes Leben und daher meine Behauptung: Doch! In DE sind die Chancen besser für Leute wie ihr und mich.
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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon 007 » Sa 29. Nov 2008, 18:25

Ich wollte eigentlich nur feststellen, dass wer in Brasilien keinen "Plano de Saúde" hat ist hier meistens verloren. Die SUS (Systema unica de Saúde = Gratiskrankenkasse durch die Regierung offeriert) ist leider nicht sehr effizient.



@Männlein
Mit Raz-Faz meinte ich eigentlich nur die Möglichkeit eine solche Behandlung überhaupt rasch zu erhalten. Bei der SUS biste schon lange Tot wenn der Stent eintrifft........
Bei der SUS hat es sicher kompetente Mediziner, aber ohne die Hilfsmittel, die oft fehlen, kann auch der beste Arzt nichts machen.

abraço

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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon Frarry » Sa 29. Nov 2008, 22:25

Neueste Zahntechnik schon ab ca. 2006
Implantate z.B. im ges. zahnlosen Unterkiefer.
Dauer ein Tag...... unmittetbar danach Sofortbelastung , Schmerzfrei, und kaum sichtbare Schwellungen.

Zähne werden im Vorfeld nach dreidimensionalen Computerbild
aus einem Block auf 1/1000 mm gefräst,

Auch in sachen schöne Busen u.s.w. gibts jährl. was neues,
Sie haben das Recht zu Schweigen denn alles was
Sie zitieren, kann gegen Sie verwandt werden .
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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon Bastos » Sa 29. Nov 2008, 22:46

Frarry hat geschrieben:Neueste Zahntechnik schon ab ca. 2006
Implantate z.B. im ges. zahnlosen Unterkiefer.
Dauer ein Tag...... unmittetbar danach Sofortbelastung , Schmerzfrei, und kaum sichtbare Schwellungen.

Zähne werden im Vorfeld nach dreidimensionalen Computerbild
aus einem Block auf 1/1000 mm gefräst,

Auch in sachen schöne Busen u.s.w. gibts jährl. was neues,


Hast Du Erfahrungswerte, was so ein Spass kostet? Und evtl. Kontaktadressen?
Gruss
Bastos
Diskutiere nicht mit dem Idioten,denn er zieht dich auf sein Niveau
und schlaegt dich dort mit seiner riesigen Erfahrung.
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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon Männlein » Sa 29. Nov 2008, 23:25

007 hat geschrieben:Ich wollte eigentlich nur feststellen, dass wer in Brasilien keinen "Plano de Saúde" hat ist hier meistens verloren. Die SUS (Systema unica de Saúde = Gratiskrankenkasse durch die Regierung offeriert) ist leider nicht sehr effizient.



@Männlein
Mit Raz-Faz meinte ich eigentlich nur die Möglichkeit eine solche Behandlung überhaupt rasch zu erhalten. Bei der SUS biste schon lange Tot wenn der Stent eintrifft........
Bei der SUS hat es sicher kompetente Mediziner, aber ohne die Hilfsmittel, die oft fehlen, kann auch der beste Arzt nichts machen.

abraço

James


@ James

Dem SUS oder die SUS egal wie man es sieht im gleichen Atemzug zu nennen oder gar als Vergleich heran zuziehen . Und ihn wie eine normale Krankenkasse zu betrachten. Das wäre Perlen vor die Säue geworfen . Mehr zum Thema SUS ist reine Zeitverschwendung .

Bis denne und neulich
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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon 007 » Sa 29. Nov 2008, 23:34

Wollte einfach darauf aufmerksam machen wie de Hase läuft, da es immer noch Leute gibt die auswandern wollen nach Brasilien und sich keine KK leisten wollen (können).

Ist wie ein Salto ohne Netz und doppeltem Boden..............

abraço

James
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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon amarelina » So 30. Nov 2008, 00:00

das öffentliche gesundheitssystem in Brasilien ist ohne frage nicht sehr effizient, aber das hat auch sehr viel damit zu tun, dass oft ganze ladungen medikamente und andere medizinische mittel "verschwinden" oder schlecht oder gar nicht verteilt werden. aber viele ärzte in den öffentlichen spitälern machen einen guten job, einen harten job und das menschenmögliche mit äusserst knappen mitteln. ich spreche aus erfahrung....
die grosse mehrheit der bevölkerung kann sich ein plano de saude gar nicht leisten.
gute medizinische versorgung ist eine frage der finanzen, gute und schlecht ärzte gibt es überall, auch in teuren spitälern.

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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon Männlein » So 30. Nov 2008, 12:44

amarelina hat geschrieben:das öffentliche gesundheitssystem in Brasilien ist ohne frage nicht sehr effizient, aber das hat auch sehr viel damit zu tun, dass oft ganze ladungen medikamente und andere medizinische mittel "verschwinden" oder schlecht oder gar nicht verteilt werden. aber viele ärzte in den öffentlichen spitälern machen einen guten job, einen harten job und das menschenmögliche mit äusserst knappen mitteln. ich spreche aus erfahrung....
die grosse mehrheit der bevölkerung kann sich ein plano de saude gar nicht leisten.
gute medizinische versorgung ist eine frage der finanzen, gute und schlecht ärzte gibt es überall, auch in teuren spitälern.

amarelina


Hallo

Alle diejenigen Menschen hier im Brasiland die bei gesundheitlichen Problemen einzig und allein auf den SUS angwiesen sind können einem leid tun . Hier wäre echter Handlungsbedarf für staatlichen Organe wie Justiz und Polizei Und das nicht nur bezogen auf die Medikamentenverteilung Aber diejenigen die als Zuwanderer nach hier kömmen und meinen ohne KK auszukommen sind gelinde gesagt Idioten . Bei denen ist für alles andere Geld vorhanden . Die aber dann wenn es notwendig wird genau wie jeder Brasilianer beim SUS vorstellig werden und Hilfe verlangen .
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