Mord und Totschlag in Brasilien

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon 007 » Do 27. Nov 2008, 11:44

Heute im "Diario do Nordeste" einen Artikel gelesen der zum Nachdenken auffordert.

"O governo suíço encomendou estudo recente e que foi entregue ao ministro da Justiça, Tarso Genro. De acordo com a pesquisa, o Brasil tem 3% da população mundial e é responsável por 10% dos homicídios no mundo. “A maioria deles, quase em 70%, é relacionada à violência e consumo de álcool”, garante a pesquisa."

weiter :

"O estudo aponta que dos 480 mil homicídios/ano ocorridos no planeta, 48 mil são praticados no Brasil. “O conflito no Iraque vitimou 52 mil pessoas”."


abraço

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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon por que » Do 27. Nov 2008, 12:19

Anscheinend ist es jetzt wieder an der Zeit, dass die immer wieder aufflammende Diskussion über die Sicherheit in BRA turnusmäßig aufgewärmt wird....
Ich warte mal ab, ob auch hier wieder jemand aufkreuzt und die Meinung vertritt, in D ist es "gefährlicher" als in BRA.... anscheinend können nackte Zahlen nicht immer überzeugen.

Aber Alc. habe ich auch als einen wesentlichen Faktor der Gewaltkriminalität in BRA kennengelernt.
Überall, wo der Alc. in Strömen fließt, wird früher oder später ein Messer gezückt und auch eingesetzt...
Ist die Änderung gelungen, ändern wir die Änderungen...
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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon Boli » Do 27. Nov 2008, 13:16

por que hat geschrieben:...Ich warte mal ab, ob auch hier wieder jemand aufkreuzt und die Meinung vertritt, in D ist es "gefährlicher" als in BRA.... anscheinend können nackte Zahlen nicht immer überzeugen...

Das werden wir nicht behaupten, ABER mit Sicherheit die Kriminalität in DE hat auch mit Armut, fehlende Bildung und Alkohol zu tun. Für die die Zahlen und % lieben, wäre eine Chance hier was zu beweisen: Vergleich - alles Prozentual aber keine média estatística nach dem Motto Jeder Deutscher trinkt jählich 100 L Bier, ich trinke keinen. Estatistisch gesehen trinke ich 50 L. So nicht! [-X
Es muss in BR und in DE Banana mit Banane verglichen werden, bitteschön! :cool:
- Kriminalität (Totenzahl)
- Armut (wieviele der Kriminellen leben unter der Armutsgrenze)
- fehlende Bildung (wieviele der Kriminellen haben überhaupt einen
Schulabschluss und welcher)
- ob und wieviel Alkohol trinken diese Kriminellen, etc

Da bin ich gespannt :o
Vermeintlich Glück ist sich Dinge zu kaufen die man nicht braucht, von einem Geld das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken die man nicht mag
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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon lobomau » Do 27. Nov 2008, 16:40

por que hat geschrieben:Ich warte mal ab, ob auch hier wieder jemand aufkreuzt und die Meinung vertritt, in D ist es "gefährlicher" als in BRA.... anscheinend können nackte Zahlen nicht immer überzeugen.

Da gab es doch den Schill. Ist der noch im sicheren Rio oder wieder im gefährlichen Hamburg? :D
(http://www.zeit.de/online/2007/45/schill)
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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon donesteban » Do 27. Nov 2008, 19:40

Es interessiert doch in erster Linie, wie hoch ist das Risiko für uns und nicht für irgendein Saufbruder an der Peripherie.

a) Strassenverkehr: Sehr hoch. Für mich Nummer eins.

b) Abends/Nacht auf dem Pagode. Für mich Nummer zwei und schon etwas riskanter als in DE ins Kino gehen. Ich muss in die Innenstadt. Ist nicht ohne. Je nach Pagode fließt viel Alk und das Risiko steigt. Ich habe das Gefühl, es hält sich in Grenzen.

c) Sonst z. B. nach dem Geld abheben, Einkaufen oder sonst auf der Strasse. Eher Risiko auf Raub mit geringerem Risiko für Leib und Leben.

Unter dem Strich. Wer in Brasiliens Metropolen lebt oder viel Auto fährt geht ein wesentlich höheres Risiko ein. Wer Zuhause bleibt geht auf Grund der schlechteren medizinischen Versorgung ebenfalls ein höheres Risiko ein. No Risk no Fun. Ich hoffe es geht für alle gut aus. Ich könnte mir vorstellen, dass der verstorbene Neto in DE eine höhere Überlebenschance gehabt hätte.
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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon Laurita » Do 27. Nov 2008, 19:57

donesteban hat geschrieben:Wer Zuhause bleibt geht auf Grund der schlechteren medizinischen Versorgung ebenfalls ein höheres Risiko ein.


Hum. Ich bin da anderer Meinung. Im europäischen Vergleich der Gesundheitssysteme liegt Deutschland bei den Ausgaben an der Spitze – bei den Ergebnissen dagegen nur im Mittelfeld. Mit weniger Geld kann man in Brasilien bessere medizinischen Versorgung haben.
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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon 007 » Do 27. Nov 2008, 20:22

Wir haben hier in Fortaleza Spitäler (deren zwei) die es mit jedem Spital in Europa aufnehmen können mit der Versorgung.

Das hat allerdings seinen Preis. Nur ausgewählte Krankenversicherte werden da aufgenommen. In der MONTEKLINIKUM, nicht einmal UNIMED-Versicherte.

Neto hat einen gravierenden Fehler gemacht. Er hatte keine Krankenversicherung, nur die staatliche SUS, leider.

Darum wieder einmal den Ruf in den Wald ; wer auch immer hier leben möchte, eine private KK ist unerlässlich, ausser man hat Geld wie Heu. Gute Spitäler sind nicht nur in A/D und CH teuer, nein auch hier in Brasilien. Kommen doch die meisten technischen Einrichtungen aus den USA und Europa, gekauft mit harten Devisen.

abraço

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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon ptrludwig » Do 27. Nov 2008, 20:31

Laurita hat geschrieben:
donesteban hat geschrieben:Wer Zuhause bleibt geht auf Grund der schlechteren medizinischen Versorgung ebenfalls ein höheres Risiko ein.


Hum. Ich bin da anderer Meinung. Im europäischen Vergleich der Gesundheitssysteme liegt Deutschland bei den Ausgaben an der Spitze – bei den Ergebnissen dagegen nur im Mittelfeld. Mit weniger Geld kann man in Brasilien bessere medizinischen Versorgung haben.

Was genau meinst du jetzt mit Ergebnissen und wie werden die gemessen?
Was ist in Brasilien, wenn man kein Geld für die medizinische Versorgung hat?
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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon cabof » Do 27. Nov 2008, 21:54

Was ist in Brasilien, wenn man kein Geld für die medizinische Versorgung hat?

Dann kannst Du nur hoffen, daß Du in Niteroi auf die Station meiner Freundin kommst, die kämpft gegen
die Verwaltung an und mit inkompetenten Kolleginnen usw. Sie bringt schon mal privat was mit, hilft mit
eigenen Mitteln auch schon mal über den Krankenhausaufenthalt hinaus. Im letzten Fall waren es Windeln
für Erwachsene und ein Päckchen Einmalhandschuhe für sich. Übrigens was den Verdienst angeht, 25 Jahre
im Dienst, alter Vertrag.... da träumt eine deutsche Krankenschwester von... sage ich mal so.
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Re: Mord und Totschlag in Brasilien

Beitragvon Laurita » Do 27. Nov 2008, 22:13

ptrludwig hat geschrieben:Was genau meinst du jetzt mit Ergebnissen und wie werden die gemessen? Was ist in Brasilien, wenn man kein Geld für die medizinische Versorgung hat?


Es ist unmöglich, komplexe Gesundheitssysteme von politisch, gesellschaftlich und ökonomisch verschiedenen Ländern miteinander vergleichen zu können. Ich persönlich habe den Eindruck, dass mit dem selben Geld, das wir in Deutschland für unsere gesetzliche Krankenkasse bezahlen, uns eine TOP Krankenversicherung in Brasilien leisten könnten.

Wenn man in Brasilien kein Geld für medizinische Versorgung hat, dann ist man fast genauso gut wie schon gestorben. Aber in Deutschland, selbst wenn man seinen (höhen) Betrag ganz brav bezahlt, bekommt man nicht eine super Leistung.
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