Motorrad fahren in Nordeste ???

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Re: Motorrad fahren in Nordeste ???

Beitragvon Colono » Di 22. Dez 2015, 20:51

jorchinho hat geschrieben:Stahlbeton ist so nicht richtig. Beton wird für die rechte Spur eingesetzt ( LKW etc.), die anderen sind Asphaltspuren. Stahlbeton findest du höchstens bei Autobahnkonstruktionen, Brücken etc. Habe ich mich oft mit meinem Kumpel von strassen.nrw drüber unterhalten....

Sämtliche Fahrspuren dieses Bauabschnitts der
101 sind sehr wohl aus Stahlbeton Jorchinho. Die horizontalen Dehnungsfugen machen beim darūberfahren immer ganz leise "plog...plog" Achte mal beim nächsten Brasilienurlaub drauf. Ausserdem habe ich hin und wieder angehalten und bei den Bauarbeiten zugeschaut. Da wurde komplett verschalt. Siehe Infofilm des Millitär vom Bau der 101. Wer ko der ko :mrgreen:

http://m.youtube.com/watch?v=7DeBHlYaYQw
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Re: Motorrad fahren in Nordeste ???

Beitragvon Itacare » Di 22. Dez 2015, 22:06

Auf ein paar Dinge sollte man schon gefasst sein.
Ein entgegen kommendes Motorrad ist für einen brasilianischen Autofahrer kein Grund, nicht zu überholen.
Üble, plötzlich auftauchende Schlaglöcher sind mit dem Auto leichter zu meistern.
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Motorrad fahren in Nordeste ???

Beitragvon Colono » Mi 23. Dez 2015, 01:02

Itacare hat geschrieben:Ein entgegen kommendes Motorrad ist für einen brasilianischen Autofahrer kein Grund, nicht zu überholen.
Fūr den einen oder anderen interressiert ein entgegen kommendes Auto ebenfalls nicht :shock: Wer beim verbotswidrigen ūberholen ūber die durchgezogene Linie erwischt wird kann schon mal ein paar Salarios bei Seite legen.
Oft sind Drogen im Spiel. Diese Irren brauchen den Kick.
Da hilft nur eins, Reise-Geschwindigkeit reduzieren, Sicherheitsabstand einhalten, möglichst rechts fahren.

http://m.radioagencianacional.ebc.com.br/geral/audio/2015-07/especialistas-alertam-sobre-perigo-de-ultrapassagens-indevidas
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Re: Motorrad fahren in Nordeste ???

Beitragvon angrense » Mi 23. Dez 2015, 02:30

quebra mola sind ja für autofahrer schon ein horror.... da stelle ich mir motorradfahrer regelrecht vor.... spiegeleier....aua. :mrgreen:
é deus quem aponta a estrela que tem que brilhar
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Re: Motorrad fahren in Nordeste ???

Beitragvon pejowi » Mi 23. Dez 2015, 12:44

danke für eure Antworten,

das klingt für mich, wie in Bulgarien oder Rumänien zu fahren, da muß man auch gewaltig aufpassen. :mrgreen:

...... ein "Tourenfahrer" scheint hier nicht im Forum zu sein ???
tudo bem
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Re: Motorrad fahren in Nordeste ???

Beitragvon ktmexc » Mi 23. Dez 2015, 18:52

Hoi Pejowi

Bin selber auch passionierter Motorradfahren und viel gereist in Europa und Afrika.
Nach Bahia habe ich auch schon meine Klamotten mitgenommen, mit dem Ziel, ein Motorrad zu mieten und ein paar Touren zu machen. Ist dann jedoch alles ungebraucht geblieben.
- Das tollste, was ich an Mietmotorrad zu akzeptablen Bedingungen fand, war eine 150er Honda Bros Enduro. Nicht grad
der Feger...

- Der Verkehr ist für Motorradfahrer echt gefährlich, gefährlicher als ich es in Rumänien / Bulgarien erlebt habe.
- Die Schutzausrüstung, welche sinnvoll und unbedingt zu empfehlen ist (auch wegen dem vielen Sand auf den Strassen)
passt einfach schlecht zu Ferien in Brasilien. Du fährst an den Strand und Du kannst das Zeugs nirgends verstauen.
Die Brasis nehmen die Helme immer mit in den Sand, mir graut da schon vom hinsehen ;-).

Natürlich soll jeder machen, wie er will. Ich empfehle Dir aber eher mal ein Auto zu mieten, statt ein Moped. Hast bestimmt mehr davon.

Grüsse luk
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Re: Motorrad fahren in Nordeste ???

Beitragvon Itacare » Do 24. Dez 2015, 00:33

Brasilien ist wenigstens geringfügig größer als Bulgarien (kenne die Straßen in BG, zumindest regional).
Die Autobahnen in Brasilien sind, soweit mir bekannt, alle gut in Schuss. Auch die mir bekannten Bundesstraßen BR 101 und 116. Das Problem ist topografisch und klimatisch bedingt. Da kann dann mal aufgrund der verwegenen Böschungswinkel mit einem Abgang nach einem Platzregen schon mal eine prekäre Situation für ein Motorrad entstehen. Natürlich nicht, wenn man sich an die vorgeschriebenen 80 km/h hält, aber wer macht das schon : :shock:
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Re: Motorrad fahren in Nordeste ???

Beitragvon Aehne » Mi 15. Jun 2016, 11:21

Ich bin vor 25 Jahren mal die Panamericana von USA runter und fahre seit 15 Jahren Motorrad in Minas Gerais und habe es bislang ueberlebt. Man muss es ja nicht den Brasilianern nachmachen. Da sind einige Kamikaze darunter. Die Brasilianer habe es eben immer eilig und vom defensiven Fahren halten sie nicht viel. Rate dir auch immer in der Mitte des Fahrstreifens zu fahren. Sonst ueberholen sie dich mit geringstem Seitenabstand auf dem rechten Fahrstreifen. Und halt dich fern von Pickups und SUVs. Das sind die DAIMLER Fahrer von Brasilien. :lol: Von wegen Vorrechte fuer die wohlhabendere Schicht. Ansonsten gibt es keine wirklichen Probleme.
Theologie ist der Versuch, in einem dunklen Zimmer eine schwarze Katze zu fangen, die gar nicht drin ist, und dabei zu rufen: "Ich hab' sie!"

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Re: Motorrad fahren in Nordeste ???

Beitragvon Saelzer » Mi 15. Jun 2016, 16:14

Mir fehlt es leider an der Fahrpraxis für eine Biketour und kann deshalb keine eigenen Erfahrungen beitragen. Selbst würde ich auch lieber mit einem PKW reisen.

Im letzten Jahr habe ich in Montevideo einen Bekannten getroffen, der mit seiner BMW F650 von Chile über Argentinien, Uruguay, Brasilien, Paraguay, etc. hoch nach Alaska wollte. (Lebenstraum: Panamericana eben ;) ). In Peru hatte er aber die Faxen dicke, weil die Fähre von Kolumbien nach Mittelamerika außer Betrieb war. Da hat er dann abgebrochen.

Bis Uruguay war er schon ziemlich runter mit den Nerven. Er erzählte mir, dass er nach drei bis vier Stunden in seinem Anzug vollkommen durchgegart sei, aber Tagesetappen von rund sechs Stunden eingeplant habe. Außerdem befände er sich mit seinem Bike offensichtlich am "unteren Ende der Nahrungskette", denn auf ihn nähme niemand Rücksicht. Die LKW-Fahrer würden mit einem Abstand von wenigen Zentimetern an ihm vorbei rauschen. Wenn er abends ins Bett ginge wäre er vollkommen fertig - bereits in Uruguay! ;)

Er hatte viel zu viel Gepäck dabei, obwohl er bereits in Chile einiges verschenkt kätte. Insbesondere der ganze Campingkram wäre vollkommen nutzlos für ihn, weil er bislang immer in einer Herberge übernachtet habe. Das Netz an Unterkünften sei hinreichend dicht und durch Buchungsportale leicht erreichbar.

Würde ich selbst mit einem Bike reisen wollen, dann unter den folgenden Bedingungen:
* Eine leichte Enduro (bis max. 250ccm) mit kleinen Gepäcktaschen
* Kurze Tagesetappen, die in maximal drei Fahrstunden absolvierbar sind (ich will schließlich etwas von der Gegend sehen und nicht nur Kilometerfressen ;) ).
* Lieber Nebenstrecken als Autobahnen und Hauptverkehrswege.
* Lieber einige Tage an einem Ort übernachten und mehrere Schleifen durch die Gegend ziehen.
* Große Städte und Ballungszentren meiden
Zuletzt geändert von Saelzer am Mi 15. Jun 2016, 16:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Motorrad fahren in Nordeste ???

Beitragvon frankieb66 » Mi 15. Jun 2016, 16:42

Ola,

vorweg: ich bin kein besonders erfahrener Motorradfahrer, kenne allerdings einige, die schon sehr viel rumgekommen sind ...

Ein Cousin von mir, Deutscher und mit gar keinem (Latein-)Amerika-Bezug, aber durchaus sehr erfahrener Biker, hat vor zig Jahren mal im Alleingang auf einer dicken Maschine (BMW 1300) die Panamericana versucht (in Alaska startend) ... musste allerdings unterwegs krankheitsbedingt aufgeben ... ich glaube er hat es bis zur Atacama-Wueste geschafft ... in Brasilien war er nur kurz und Probleme mit dem Verkehr hatte er keine (war irgendwo im Norden, also Amazonas, etc.), Problem waren die Strassen bzw. deren Zustand (insbesondere Schlamm) und die Ersatzteilbeschaffung ...

Einer meiner Schwager ist Brasilianer und hat schon fast alles in Brasilien mit dem Moto besucht, bis auf die schlechten Strecken (weil: bislang hatte er eine dicke Harley), und er war insbesondere vom Nordosten begeistert, also in diesem Sinne mit dem Zustand der Hauptverkehrsstrassen ... jetzt hat er seine Harley gegen eine BMW 800 Enduro getauscht und will die restlichen Regionen bzw. die schlechten Strassen noch erfahren ...

Und ich selbst habe eine kleine Enduro (Honda Bros 160) und werde demnaechst versuchen damit von Brasilia nach Rio zu fahren ... immerhin ca. 1400 km ... mal schauen ob ich das ueberlebe ...

Frankie
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