brasilblog hat geschrieben:
Hat sich jemand eigentlich schon mal Gedanken gemacht, wo diese Flächen teilweise liegen? Nicht selten 50 Kilometer von der nächsten Steckdose entfernt, nirgendwo Wasser (tiefe Brunnen müssten erst einmal aufwendig geschaffen werden) - null Infrastruktur. Wenn das Land - und selbst im Bundesstaat São Paulo gibt es ja diese Besetzungen - so einfach und mit Gewinn zu bewirtschaften wäre, warum machen es die Fazendas dann nicht? Gibt es keinen Markt für die Flächen? Und die MST suggeriert immer, dass die Fazendeiros das nur machen, um die Armen zu ärgern.
Und wenn es tatsächlich nur Spekulationsobjekte sind? Gut, dann gehen wir getreu dem Motto vor: "Eigentum verpflichtet!" Dann soll der Staat den Besitzer auffordern, es zu bewirtschaften oder es wird enteignet. .
Habe es gelesen, aber genau letzteres passiert ja de facto nicht. Es ist schon Bodenspekulation. Mal abwarten, ob es in zehn Jahren nicht einen Mehrwert hat, und mit Blick auf eine oft unrühmliche Vergangenheit: Man ist ja billigst drangegekommen, oderhats geerbt, was soll man da bewirtschaften, warum denn?
Das Problem ist doch, dass reiche Braslianer oft genug genau so faul sind wie arme. Das ist doch das eigentliche Problem: Ihr Reichtum wächst auch ohne dass sie was dafür tun und ohne dass sie dafür je etwas tun mussten. Ihr seid doch nicht so blöd, genau das zu verkennen?
Schaut Euch doch mal die Leute an, wie sie sich haben, in Cancun, in Miami, beliebt auch der Club Montelimar, Nicaragua, lkann man von Deutschland aus kaum buchen, kann sich auch kaum ein deutscher Normalo leisten, aber die brasilianische Schikaria trefft ihr genau da!!! (nicht zufällig ein Insidertipp in diesen Kreisen, nur so für den der sich mit Geschichte wirklich beschäftigt (!!). Und die wenigsten wissen, überhaupt, dass dort einer der exclusivsten AI-Hotelkomplexe Lateinamerikas liegt. Also ich war da schon überall, äh außer Cancun, da bin ich erst nächste Woche, aber ich weiß wovon die dort reden, da braucht mir keiner mit ehrlicher Arbeit zu kommen, die verrichtet ihr, vielleicht, aber nicht die) Die lassen alles verrichten, sowohl die Arbeit als auch alles andere und das sage ich durchaus ohne Neid, aber nicht mit Hochachtung. Für mich sind sie mindestens genau so scheiße wie für Euch MST.
In Montelimar hatte ich das Vergnügen (das meine ich ernst), eine Brasilianin, ein wirklich außergewöhnlich schönes Stück, am Pool kennen gelernt, in- und auswendig zu studieren, und so hatte ich gute Gelegenheit, auch den Herrn Papa näher kennen zu lernen. Und die ganze Familie. Das war durchaus interessant, eine schöne Zeit, vor allem im Casino der Abend, ja Alohol macht redselig, da haben wir mal fernab aller Sozialromantik Techeles geredet. Und so wurde mir einiges klarer, über Strippenzieher, Medien und Nachrichten und das Machtgefüge. Als Deputado hatte der Mann eine Offenheit, die mich plättete. Hab sogar Verständnis für die Oberschicht, aber kein Verständnis, für die, die für die Unterschicht kein Verständnis haben. Fernab jeglicher Sozialromatik, wie gesagt.