brasilblog hat geschrieben:
Die MST hält sich nicht an die Grundsätze eines Rechtsstaates. Wiederholt haben sie auch auf richterliche Anordnung besetzte Gebiete nicht geräumt. Sie haben in der Vergangenheit auch schon mutwillig staatliche Einrichtungen verwüstet und Polizeikräfte angegriffen. Dieser Aktionismus ist kriminell.
Du schreibst: MST hält sich nicht an die Grundsätze eines Rechststaates.
Das ist richtig – aber es ist genau so richtig, dass Bestechung und Korruption den brasilianischen Rechtsstaat unterhöhlen?
Großgrundbesitzer haben die Macht und die Mittel sich ihr Recht zu erkaufen. Das ist ebenso illegal.
Dann kommen wir also zu einer moralische Frage: Darf man mit illegalen Mitteln gegen Entscheidungen vorgehen, die nicht auf einer legalen Grundlage getroffen wurden?
brasilblog hat geschrieben:
Zudem lassen die Eltern ihre Kinder unter solchen Bedingungen wie auf dem Foto aufwachsen, meist fern von Städten entlang der Bundesstrassen, anstelle sie zur Schule zu schicken oder sich selbst Arbeit zu suchen. Dies nenne ich Gelumpe.
Das ist harter Tobak,
Das die Kinder unter solchen Bedingungen aufwachsen suchen sich die Eltern doch nicht aus.
Was wäre denn die Alternative: Sollen sie in die Favelas der Städte ziehen, wo die Kinder mit 10 Jahren anfagen Drogen auf der Straße verkaufen? Meinst Du das mit arbeiten gehen?
Ein politisches Ziel von MST ist die Zuwanderung in die Städte zu verhindern.
Zuwanderung die dadurch einsteht, dass Bauern von ihrem Land vertrieben werden oder das ihr Land zu wenig zum Leben hergibt.
Ich stimme mit dir überein, dass es nicht ausreicht den Leuten Land zu Verfügung zu stellen und natürlich läuft auch viel schief bei MST.
Aber Gelumpe ist das nicht.
Gelumpe, das ist die politische Kaste in die Du deine Hoffnungen setzt:
Politiker die nur nur ein Ziel verfolgen - sich selber zu bereichern.