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Soll man MST- unterstützen?
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 Betreff des Beitrags: MST - Unterstützung
BeitragVerfasst: 04 Feb 2008 19:37 
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THEMA AUS wohnen-in-der-favela-salvador-t9797.html HIERHER VERSCHOBEN!



Schliesse mich an. Das ist mit Sicherheit das kriminelle MST-Gelumpe, welches auf kostenloses Land hofft, wofür normale Brasilianer ihr Leben lang arbeiten müssen.



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 Betreff des Beitrags: Re: wohnen in der favela - salvador
BeitragVerfasst: 04 Feb 2008 20:05 
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brasilblog hat geschrieben:
Schliesse mich an. Das ist mit Sicherheit das kriminelle MST-Gelumpe, welches auf kostenloses Land hofft, wofür normale Brasilianer ihr Leben lang arbeiten müssen.

Wie die letzten Beiträge hat meine Frage zwar nichts mit dem Ausgangsthema zu tun.

Aber was ist denn MST-Gelumpe und warum ist es kriminell, bzw, welche Beweise gibt es dafür, was habt ihr diesbezüglich genau beobachtet oder erlebt???

Und überhaupt - wer hat wann wem wann das Land geraubt und warum muss jetzt ein Durchschnittsbrasilianer auf das sparen, was ihm womöglich sowieso kostenlos zusteht??



_________________________________
Schöne Grüße,
tinto


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 Betreff des Beitrags: Re: wohnen in der favela - salvador
BeitragVerfasst: 04 Feb 2008 23:17 
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tinto hat geschrieben:
brasilblog hat geschrieben:
Schliesse mich an. Das ist mit Sicherheit das kriminelle MST-Gelumpe, welches auf kostenloses Land hofft, wofür normale Brasilianer ihr Leben lang arbeiten müssen.


Und überhaupt - wer hat wann wem wann das Land geraubt und warum muss jetzt ein Durchschnittsbrasilianer auf das sparen, was ihm womöglich sowieso kostenlos zusteht??



Wer zuviel 'taz', Hysterie- und linke Sensationspresse liest, kommt eindeutig zu folgendem Schluss:
- Jeder Landbesitzer in Brasilien hat das Land irgendwann geraubt!
- Jedem Brasilianer, der kein Land besitzt, steht irgendwo Land zu, denn es ist ihm irgendwann geraubt worden.
Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche!


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 Betreff des Beitrags: Re: wohnen in der favela - salvador
BeitragVerfasst: 04 Feb 2008 23:26 
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brasilblog hat geschrieben:
Schliesse mich an. Das ist mit Sicherheit das kriminelle MST-Gelumpe, welches auf kostenloses Land hofft, wofür normale Brasilianer ihr Leben lang arbeiten müssen.


Ihr habt natürlich recht - ich wollte aber mit dem Bild lediglich andeuten, dass das Wort 'favela' nur dann richtig echt ist, wenn die favela ('Slum' i.e. Sinne) nicht stilvoll direkt am Yachtclub liegt, oder wenn man von dort nicht romantisch den Sonnenuntegang über der Bucht von Guanabara geniessen kann. Favelaromantik führt nämlich sonst auf die falschen Pfade!


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 Betreff des Beitrags: Re: wohnen in der favela - salvador
BeitragVerfasst: 05 Feb 2008 05:21 
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Auf den ersten Blick sieht man, dass das Bild von takeo ein acampamento des MST ist.
Übrigens eine Bewegung der man nicht über deutsche Zeitungen auf die Spuren kommen sollte.
Hier übrigens eine guter Link zum Thema MST:

http://desciclo.pedia.ws/wiki/MST

Diese vila brandão ist höchstens eine Novelafavela.



Com as palavras todo cuidado é pouco, mudam de opinião como as pessoas. (J. Saramago)


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 Betreff des Beitrags: Re: wohnen in der favela - salvador
BeitragVerfasst: 05 Feb 2008 14:55 
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brasilblog hat geschrieben:
Schliesse mich an. Das ist mit Sicherheit das kriminelle MST-Gelumpe, welches auf kostenloses Land hofft, wofür normale Brasilianer ihr Leben lang arbeiten müssen.


Ist hier der Chefe vom Troll befallen worden?

Zur sachlichen Darstellung eine kurze Zusammenfassung des Wikipedia-Eintrags zum Thema MST:

Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra

Die Bewegung der Landarbeiter ohne Boden (portugiesisch Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra), häufig kurz Bewegung der Landlosen (Movimento dos Sem Terra), abgekürzt MST, ist eine Massenbewegung in Brasilien, welche sich für eine radikale Landreform einsetzt und darüber hinaus auch soziale und politische Forderungen stellt. Die Bewegung erhielt 1991 den Alternativen Nobelpreis.

Ursache ist die extrem ungleiche Landverteilung in Brasilien, wo etwa 10 % der Bevölkerung rund 80 % des Landes besitzen. So gehören 20 Großgrundbesitzern 20 Millionen Hektar Land, während 3,3 Millionen Kleinbauern zusammen ebensoviel Land gehört. Von den Böden, die Großgrundbesitzern oder Konzernen gehören, sind etwa die Hälfte ungenutzt. Häufig sind sie nur Spekulationsobjekte.
...

Popularität verschafft sich die MST vor allem auch durch Aktionismus. Dazu gehören
Landbesetzungen von brachliegendem Land oder Land, auf welchem schlecht gewirtschaftet wird, wobei immer wieder die Forderung zur Enteignung durch den Staat erhoben wird.
...

Bis Ende der 1990er Jahre konnte die MST für ca. 350.000 Familien Land erkämpfen. Verglichen mit den geschätzten 4,5 Millionen landlosen Familien ist dies jedoch eher wenig. Mitte der 2000er Jahre ist die MST in 23 der 26 Bundesstaaten Brasiliens aktiv und betreut rund 1,5 Millionen Landlose.
...


So viel zum Thema kriminelles Gelumpe .


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 Betreff des Beitrags: Re: wohnen in der favela - salvador
BeitragVerfasst: 05 Feb 2008 15:22 
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Beiträge: 1805
liebste edelmütigen Europäer,

bruzundanga hat alles gesagt! Der Wikipediabericht ist auf deutsch geschrieben worden, ergo, er führt mal wieder auf die typischen falschen Pfade, wo es nur den armen ausgebeuteten armen Bauer und den ausbeutenden reichen Mann gibt. Wer MST, ihre fast immer vollkommen zielverfehlenden chaotischen Randale kennt, ihr Schindluder mit ihren eigenen Privilegien, ihre völlige Ignoranz gegenüber Recht und Kultur jeglicher Art, kommt zu vollkommen anderen Ansichten.


Liebe Europäer - Eure Presse erzählt Euch nicht die Wahrheit... Unsere zwar auch nicht, wir sehen aber viel mit eigenen Augen... hört endlich mit eurer bescheuerten und kontraproduktiven Armutsromantik auf!


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 Betreff des Beitrags: Re: wohnen in der favela - salvador
BeitragVerfasst: 05 Feb 2008 15:49 
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Ich bin nicht vom Troll befallen worden. Der Wikipedia-Eintrag ist ein Witz und spiegelt nur bedingt die Realität wieder.

Die MST hält sich nicht an die Grundsätze eines Rechtsstaates. Wiederholt haben sie auch auf richterliche Anordnung besetzte Gebiete nicht geräumt. Sie haben in der Vergangenheit auch schon mutwillig staatliche Einrichtungen verwüstet und Polizeikräfte angegriffen. Dieser Aktionismus ist kriminell. Zudem lassen die Eltern ihre Kinder unter solchen Bedingungen wie auf dem Foto aufwachsen, meist fern von Städten entlang der Bundesstrassen, anstelle sie zur Schule zu schicken oder sich selbst Arbeit zu suchen. Dies nenne ich Gelumpe.

Zusammen genommen sind die "Aktionisten" daher für mich kriminelles Gelumpe.

Nur die wenigsten unter ihnen sind zudem Bauern, die mit dem Land auch etwas anfangen könnten. Betrachtet man sich die zugewiesenen Flächen und die errichteten Siedlungen, steht da ein Häuschen mit ein bisschen Maniok im Garten. Läuft ein Projekt positiv an, findet man dort immer externe Organisationen, die den landlosen Bauern erst einmal Nachhilfe gegeben haben.

Fakt ist, wir haben in Brasilien dadurch nicht mehr Agrarwirtschaft, lediglich einige hunderttausende Anhänger einer marxistischen Organisation haben vom Staat ein Stück Land geschenkt bekommen - mit dem sie nichts anfangen können.

Die MST und die radikalere Splittergruppe MRST haben in den vergangenen Jahren massiv an Beliebtheit verloren. Man kann nur hoffen, dass der Staat irgendwann unter einem anderen Präsidenten richtig durchgreift. Damit der "rote April" und andere Rechtsbrüche endlich ein Ende haben.

@fx
Du weiss ja wohl auch, dass diese Feiglinge bei ihren nicht genehmigten Demonstrationen, illegalen Landbesetzungen und gerichtlich legitimierten Räumungsaktionen zuerst ihre eigenen Kinder und dann die Frauen ins Tränengas schicken. Diese heldenhaften Kleinbauern ohne Land konnte man ja oft genug im Fernsehen bewundern.

Apropos Arbeit: Die haben tatsächlich hier in Paraná mal die SINE (vgl. Arbeitsamt) zu denen raus geschickt um Fichas zu machen um Arbeitsplätze zu vermitteln. Bei dem faulen Pack hat sich niemand gefunden, die waren mit der Besetzung voll ausgelastet.

Soviel zu der ehrenrührigen Organisation ...



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 Betreff des Beitrags: Re: wohnen in der favela - salvador
BeitragVerfasst: 05 Feb 2008 16:02 
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Registriert: 18 Sep 2007 20:05
Beiträge: 165
brasilblog hat geschrieben:
Ich bin nicht vom Troll befallen worden. Der Wikipedia-Eintrag ist ein Witz und spiegelt nur bedingt die Realität wieder.

Die MST hält sich nicht an die Grundsätze eines Rechtsstaates. Wiederholt haben sie auch auf richterliche Anordnung besetzte Gebiete nicht geräumt. Sie haben in der Vergangenheit auch schon mutwillig staatliche Einrichtungen verwüstet und Polizeikräfte angegriffen. Dieser Aktionismus ist kriminell. Zudem lassen die Eltern ihre Kinder unter solchen Bedingungen wie auf dem Foto aufwachsen, meist fern von Städten entlang der Bundesstrassen, anstelle sie zur Schule zu schicken oder sich selbst Arbeit zu suchen. Dies nenne ich Gelumpe.

Zusammen genommen sind die "Aktionisten" daher für mich kriminelles Gelumpe.

Nur die wenigsten unter ihnen sind zudem Bauern, die mit dem Land auch etwas anfangen könnten. Betrachtet man sich die zugewiesenen Flächen und die errichteten Siedlungen, steht da ein Häuschen mit ein bisschen Maniok im Garten. Läuft ein Projekt positiv an, findet man dort immer externe Organisationen, die den landlosen Bauern erst einmal Nachhilfe gegeben haben.

Fakt ist, wir haben in Brasilien dadurch nicht mehr Agrarwirtschaft, lediglich einige hunderttausende Anhänger einer marxistischen Organisation haben vom Staat ein Stück Land geschenkt bekommen - mit dem sie nichts anfangen können.

Die MST und die radikalere Splittergruppe MRST haben in den vergangenen Jahren massiv an Beliebtheit verloren. Man kann nur hoffen, dass der Staat irgendwann unter einem anderen Präsidenten richtig durchgreift. Damit der "rote April" und andere Rechtsbrüche endlich ein Ende haben.

@fx
Du weiss ja wohl auch, dass diese Feiglinge bei ihren nicht genehmigten Demonstrationen, illegalen Landbesetzungen und gerichtlich legitimierten Räumungsaktionen zuerst ihre eigenen Kinder und dann die Frauen ins Tränengas schicken. Diese heldenhaften Kleinbauern ohne Land konnte man ja oft genug im Fernsehen bewundern.

Apropos Arbeit: Die haben tatsächlich hier in Paraná mal die SINE (vgl. Arbeitsamt) zu denen raus geschickt um Fichas zu machen um Arbeitsplätze zu vermitteln. Bei dem faulen Pack hat sich niemand gefunden, die waren mit der Besetzung voll ausgelastet.

Soviel zu der ehrenrührigen Organisation ...



sie sollten sich besser MSV (Movimento Sem Vergonha) nennen,auch wenn es den linken sozialromantikern und wikipedia nicht gefällt,das letzte gesindel,land besetzen und auf subventionen und zuwendungen und anerkennung zu warten ohne einen finger zu rühren,bestelltes land zu versauen und unfruchtbar machen,die letzten grossen revolutionäre und helden dieser erde,super!!!.........and lula for president!


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 Betreff des Beitrags: Re: wohnen in der favela - salvador
BeitragVerfasst: 05 Feb 2008 16:45 
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brasilblog hat geschrieben:
Die MST hält sich nicht an die Grundsätze eines Rechtsstaates. Wiederholt haben sie auch auf richterliche Anordnung besetzte Gebiete nicht geräumt. Sie haben in der Vergangenheit auch schon mutwillig staatliche Einrichtungen verwüstet und Polizeikräfte angegriffen. Dieser Aktionismus ist kriminell.


Du schreibst: MST hält sich nicht an die Grundsätze eines Rechststaates.
Das ist richtig – aber es ist genau so richtig, dass Bestechung und Korruption den brasilianischen Rechtsstaat unterhöhlen?
Großgrundbesitzer haben die Macht und die Mittel sich ihr Recht zu erkaufen. Das ist ebenso illegal.
Dann kommen wir also zu einer moralische Frage: Darf man mit illegalen Mitteln gegen Entscheidungen vorgehen, die nicht auf einer legalen Grundlage getroffen wurden?

brasilblog hat geschrieben:
Zudem lassen die Eltern ihre Kinder unter solchen Bedingungen wie auf dem Foto aufwachsen, meist fern von Städten entlang der Bundesstrassen, anstelle sie zur Schule zu schicken oder sich selbst Arbeit zu suchen. Dies nenne ich Gelumpe.


Das ist harter Tobak,
Das die Kinder unter solchen Bedingungen aufwachsen suchen sich die Eltern doch nicht aus.
Was wäre denn die Alternative: Sollen sie in die Favelas der Städte ziehen, wo die Kinder mit 10 Jahren anfagen Drogen auf der Straße verkaufen? Meinst Du das mit arbeiten gehen?

Ein politisches Ziel von MST ist die Zuwanderung in die Städte zu verhindern.
Zuwanderung die dadurch einsteht, dass Bauern von ihrem Land vertrieben werden oder das ihr Land zu wenig zum Leben hergibt.

Ich stimme mit dir überein, dass es nicht ausreicht den Leuten Land zu Verfügung zu stellen und natürlich läuft auch viel schief bei MST.

Aber Gelumpe ist das nicht.
Gelumpe, das ist die politische Kaste in die Du deine Hoffnungen setzt:

Politiker die nur nur ein Ziel verfolgen - sich selber zu bereichern.


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