Anscheinend kommt der Name Forro von "For all", weil diesen Tanz selbst jeder Gringo nach kurzer Zeit tanzen konnte.
Hiermal Ausschnitte zum Thema Forro von dieser Quelle:
http://www2.hu-berlin.de/fpm/popscrip/t ... t03040.htm
Forró
Wissenschaftliche Studien, die sich mit forró befassen, sind bis heute noch relativ selten. Die Tatsache, daß forró so manchem Forscher als «hybride» Musikform [3] erscheint, alleine schon aufgrund seiner instrumentalen Zusammensetzung, mag die oftmals auf «authentische» Musikkulturen gerichteten Musikethnologen und Volkskundler lange Zeit davon abgehalten haben, forró-Musik ernst zu nehmen und zu registrieren.
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«For all»
International bekannt gewordene Namen der MPB, wie Sivuca, Hermeto Pascoal oder Geraldo Azevedo haben immer wieder eine populäre Version des begrifflichen Ursprungs propagiert, nach der forró angeblich auf das englische «For all» zurückgeht:
Als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts «The Great Western of Brazil Railway & Co. Ltd.» die erste Bahnstrecke im Innern Pernambucos einweihte, wurde ein großes Fest für die Mitarbeiter, deren Angehörige und für die unmittelbar betroffene Bevölkerung gegeben: «For all» stand groß vor dem Eingang des Festplatzes geschrieben [11]. Von da an sollen die Menschen in Pernambuco ihre Tanzfeste angeblich ebenfalls als forró (die lokale Aussprache von «for all») bezeichnet haben. [Anhang I]
Als sie gegen Ende der 40er Jahre begann, in der Stadt gespielt zu werden, stand die forró-Musik vorrangig für einen besonderen Stil oder Rhythmus, den baião. Baião und xote (von «Schottisch») sind weiterhin die wichtigsten der insgesamt fünf forró-Grooves geblieben. Während xote in der Mitte des 20. Jahrhunderts jedoch bereits in anderen Formen brasilianischer Volksmusik vorkam, so u.a. im Akkordeon-Repedoire des Südens, war baião etwas wirklich Neues. Mit diesem baião wurde forró-Musik ab den 40er Jahren weit über die Grenzen des brasilianischen Nordostens hinaus bekannt. Verantwortlich dafür war ein Musiker aus Exu, im Bundesstaat Pernambuco, dessen Name fortan unzertrennlich mit der populären Musik Nordost-Brasiliens verbunden blieb: Luiz Gonzaga (1912-1989). Bezeichnend, daß Luiz Gonzaga nicht der «König des forró», sondern immer als «O Rei do Baião» angekündigt wurde. Luiz Gonzaga hat als virtuoser Akkordeonspieler, als Komponist und Interpret einer Vielzahl heute noch beliebter Stücke den baião-Rhythmus in Brasilien popularisiert und den «musikalischen Maßstab» für diesen Tanzrhythmus festgelegt [12].
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