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Condor




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Wer kannte dieses Kneipenrestaurant und bedauert, dass es VIVA BRASIL nicht mehr gibt?
Ja, ich kenne es nund bedauere es. 33%  33%  [ 3 ]
Ja, ich kenne es nund bedauere es nicht. 33%  33%  [ 3 ]
Nein, ich kenne es nicht und bedauere es trotzdem. 11%  11%  [ 1 ]
Nein, ich kenne es nicht und mir ist es schitt'ejool ... 22%  22%  [ 2 ]
Abstimmungen insgesamt : 9
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 Betreff des Beitrags: Nachruf auf einer Kölner Kneipe
BeitragVerfasst: 10 Jun 2005 21:55 
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Registriert: 28 Nov 2004 22:25
Beiträge: 1552
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Ich las gerade unter

http://www.vidabrasil.net/index.php?nam ... 538cd7#142

(Forum von VIDA BRASIL)

dass die Kneipe VIVA Brasil in Köln (Kyffhäuserstr. 5, 50674 Köln) den Betrieb eingestellt hat ...



Bild

Damit hat die für mich beste Kölner Kneipe zugemacht, die ich regelmässig nach der negativ stressigen Arbeit meiner letzten Firma regelmässig zum Vergessen und Entspannen aufsuchte (2001 bis2003; später im Mai 2003 folgte dann meine Kündigung an jene firmeninternen, arbeitnehmer-nicht-orientierten Heuschrecken der firmeneigenen Personalabteilung ...).
Legendär war im VIVA BRASIL die gnadenlose "Camarao"-Platte für 25 DM und die total leckeren "Frango a passarinho" (kein Vergleich zu Kalangos in München, denn sowas leckeres wie im VIVA Brasil han ich lang net jejessen jehabt!).

Die Geschichte von VIVA Brasil war, dass der Besitzer diese mit Tom Gerhard ("Hausmeister Krause, Angestellter von Herrn Makielski") eröffnet hatte und dort selbst Jürgen von der Lippe (der Entdecker und Förderer von Tom Gerhard) verkehrte.
Nachdem sich Tom Gerhard aus VIVA BRASIL als Mitinhaber verabschiedete, schienen sich auch andere zahlungskräftige Gäste zu verabschieden.

Zu meiner Zeit beklagte sich der Besitzer bei mal bei mir, dass Brasilianer und Brasilianerinnnen nur kamen, um Musik zu hören, aber kaum Geld zurück ließen (sprich: kein Umsatz steigerten). Er überlegte, das VIVA BRASIL in eine afrikanische Kneipe zu wandeln, da Afrikaner ihm zahlungskräftiger (sich!) erschienen. Trotzdem war es auch damals ein treffpunkt der internationalen Leute in Kölle. Ich erinnere mich gerne, an die weitere halbwegs durchgemachten Nächte im PALMA nach dem VIVA und an die interessanten encontros e reunioes depois ... que maravilha ... e tudo isso sem influencias no meu trabahalho ...
Er tat es nicht, sondern er renovierte seine Kneipe, um nochmals Publikum zu finden. In der letzten Woche vor jener Renovierung 2003 feierte ich meinen letzten Arbeitstag (Wetter war super und VIVA BrASIL hatte die Strassentüren offen, und die Gästinnen strönten rein und raus ...).
Das Ergebnis der Renovierung habe ich nicht miterlebt. Denn zuvor ...
... leider vergaß ich dort meine Regenjacke (misstrauisch, wie ich nu mal bei jenem Mai Wetter mal war) mit meinen AVIS-Autoschlüssel. Mein Miet-Fahrzeug parkte jedoch in einer nur nachts kostenlosen Parkzone. Tagsüber drohte der Abschleppdienst. Am nächsten Morgen wollte ich also zur Firma und stellte zu meinem Entsetzten fest ...
... ich schellte beim Besitzer, bis der zerknirscht (untertrieben!) und voll sauer (ABER beherrscht!) öffnete ...
... ich schätze, wenn er mir nochmals begegnet, hole ich mir mindestens noch dreimal "Arschloch" und andere böse Sachen (Blicke etc.) ab ...

Ich erinnere mich an die Brasilien-Spiele der letzten Fussball-WM 2002 im VIVA BRASIL und an die Strassenfete, nach jedem gewonnenen Spiel.
Zum ersten Mal betrat ich die Restaurant-Kneipe VIVA BRASIL bei dessen Eröffnung. Ich studierte damals noch fleissig wie Sau (... gähn ... schon mal ne müde Sau im Schlamm gesehen? ...) in einer westlichen Stadt kurz vor dem Westwall.

Dem Besitzer und seiner netten Frau wünsche ich alles gute (sollte er mitlesen) und ein ehrliches aufrichtiges ENTSCHULDIGUNG an beiden für jenen grausamen Morgen, den ich damals denen Ende Mai 2003 bereitet hatte (.. nachdem wir einen wundervoll entspannten Abend erlebt hatten ...). Mir tut der von mir verursachte Stress noch immer leid ...



Abraços
Careca

Mein echter Name ist ein tödlicher Witz. Der letzte, dem ich diesen mitteilte, wurde gestern beerdigt ... ;)


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BeitragVerfasst: 11 Jun 2005 08:41 
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Registriert: 07 Jan 2005 09:37
Beiträge: 2319
Wohnort: Rheinland/Münsterland
Hi, careca, jaja, da war ich öfters mal mit meiner langjährigen Verlobten, wir haben Tom G. mal auf so einer F. Brasileira in Mettmann getroffen, wo es allerdings zur Belustigung einer größeren Menschenmenge einem lustigen Eklat gekommen ist. Ich will mal diskret sein, hier geht es ja auch "nur" um die Schließung des Lokals, seit ich aus dem Rheinland weggezogen bin, war ich nicht mehr da und kann über Qualität der Küche, Preise und Stimmung der Gäste nichts aktuelles berichten.

Aber böse Zungen sagen eben, das ist so mit der Marktwirtschaft wie es ist. Ich würde mit einem deutsch-brasilianischen Herzen immer sagen: Schade für alles, was Orte der Begegnung das "AUS" bedeutet. Nur in einem punkt hat der Besitzer Recht, Brasilianerinnen sind, vor allem, wenn sie selber zahlen müssen, absolut sparsam im Konsum. Das führt auch dazu, wie ich hörte, dass z.B. der Besitzer eines Münsteraner Lokals (Brasucas) fast ausschließlich auf deutsches Publikum (obere Bildungsschicht) setzt, das jedenfalls wenigstens mal Essen bestellt....
Nur eben mit Brasilien hat das nicht viel zu tun....außer das Essen.



_________________________________
Schöne Grüße,
tinto


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11 Jun 2005 14:13 
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Registriert: 29 Nov 2004 11:01
Beiträge: 175
Wohnort: Nähe Köln
Ich war vor nicht all zu langer Zeit mal wieder dort und es hat mir überhaupt nicht gefallen! Brasilianer sah man dort nicht, nur "abgefackte Deutsche" und die Leute, die dort gearbeitet haben, waren ALLES Afrikaner. Die Preise waren nicht nur gesalzen, sondern wesentlich zu hoch und keiner der Mitarbeiter wußte überhaupt etwas über brasilianische Musik, außer dass, was gerade laufen würde, eben brasilianische Musik wäre (superalte Musik übrigens) :!:

Mein Kommentar: NICHT schade, der Laden war nur eine Mogelpackung mit zu hohen Preisen :?:

Hans


P.S. Zu Zeiten Tom G. war es besser, aber richtig gut war der Laden nie.



Lebe dein Leben jetzt, denn nichts ist für ewig!


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