Das Problem bei Nachtaufnahmen ist eigentlich immer das gleiche. Teile des Bildes sind entweder überbelichtet oder unterbelichtet. Meistens sind es Straßenlampen, beleuchtete Fenster, Neon-Reklame, etc. die zu grell sind.
Auch bei der Bosten Bank (Bild oben von mir) hatte ich das Problem. Die kleinen schwachen Lichter gehen an und aus zum Rhythmus der Weihnachtsmusik, starke Scheinwerfer beleuchten das Haus von allen Ecken, grelle Neoreklame im Vordergrund und nicht zuletzt die Scheinwerfer der Autos. Für das Auge kein Problem, aber eine Digitalkamera kann diese extremen Lichtunterschiede nicht verarbeiten.
Mit dem DRI (Dynamic Range Increase) Verfahren ist es möglich diese Unter- bzw. Überbelichtung auszugleichen.
Dazu werden mehrere denkungsgleiche Bilder mit dem Stativ gemacht. Bei jedem der Bilder wird die Belichtungszeit geändert, währen man die Blendeinstellung einbehält. Diese Bilder werden nun mit einem Bildbearbeitungsprogramm übereinandergelegt. Dabei werden die hellen Teile eines Bildes jeweils mit den dunkleren Teilen des nächsten Bildes ersetzt.
Eine genaue Anleitung wie es mit Photoshop gemacht wird findet ihr hier:
http://www.inity.de/temp/dri/
oder bei
http://www.digicamfotos.de (unter Praxis Tipps). Wenn ihr auf dieser Seite unter der Rubrik Testfotos nach dem Begriff “DRI“ sucht findet ihr schöne Beispielbilder.
Anmerkung: bei der abgespeckten Version von Photoshop (PS Elements), welche oftmals beim Kauf eine Digitalkamera im Lieferungsumfang dabei ist, ist das DRI Feature nicht enthalten
