Du hast einen klasse Beitrag geliefert... hoffentlich lesen wir hier bald mal mehr von Dir...
Wie war das denn bei Dir, als Du Dich dann näher mit den Do's and Don'ts beschäftigen musstest?
Aber ich kann Dir nur beipflichten - der Neto schreibt schon klasse!!![/quote]
Oi Belinda,
Moito Obrigado für das nette Feedback. Deine Frage hat mich ein wenig beschäftigt. Was ist der Unterschied zwischen heute und damals?
Wie ich ja schon schrieb hatte ich damals als ich meine Sra. kennenlernte 00000-Ahnung von Brasilien oder Brasilianerinnen. So ließ ich aber auch wirklich kein „Fettnäpfchen“ aus . Der kleine Manfredo wurde in einer vorhergehenden 14 Jahre dauernden Beziehung sehr sehr verwöhnt. Die Rollenmuster waren ganz eindeutig verteilt. Ich kümmerte mich um meine Firma und bringe das Geld auf den Tisch und sie erledigt alles im und ums Haus. Da ich wirklich immer bekam was ich wollte generierte ich Verhaltensweisen. Widerspruch bekam ich so gut wie nie. Aus heutiger Sicht betrachtet war ich ein richtiger Safado, Pilantro, Cachocho

(was ich heute nur noch im liebevollen Ton höre). Das Ende dieser Beziehung (sehr freundschaftlich, keinerlei Streß) und das kennenlernen meiner Sra. folgten viel zu schnell aufeinander (ich glaube ca. 3 Monate). So dass ich gar keine Gelegenheit zur Reflexion hatte. Auch den Verlust der alten Beziehung erlebte ich nicht mit Trauer sondern mit Befreiung, die Welt gehörte mir. Das ich evtl. Verantwortung über den Verlauf der alten Beziehung haben könnte, kam mir nicht einmal in den Sinn. Trotz aller Selbskritik ist es doch Fakt dass ich beruflich ziemlich gefordert bin und mein Nervenkostüm nicht immer das beste war. Auch meine Firma wurde und wird immer wieder von kleinen bis mittleren Krisen gebeutelt. Was ich aber heute recht locker hinnehme. Und da lernen sich 2 Menschen kennen die keinerlei Absicht hatten eine feste Beziehung einzugehen, meine Sra. war eigentlich nur zu einem kurzen 3-monatigen Besuch in Deutschland und hatte in Brazil alles was sie brauchte und keinerlei Ambitionen nach Europa zu gehen. So kollidierten zwei Welten.
Eine kleine Auswahl von „Fettnäpfchen“:
- die generierte Rollenverteilung wurde wieder angewandt. Folge: „ich bin nicht Deine Domestica“. Folge: Chaos.
- Es gab Streit und Manfredo packte seinen Rucksack und ging in die Berge. Folge: Sie packte Ihre ganzen Sachen und ging.
- Ich hatte eine gewisse Durchsetzungsfähigkeit. Tja, hatte
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! Was ist das schon gegen einen Vulkanausbruch

.
- Ich habe ihr wirklich alle meine Untaten aus früheren Leben erzählt. Ich Superdepp!

Folge: gravierender Vertrauensverlust mit dem Resultat: Vocé Brasiliero.
- Sie hat mir alle ihre (scheinbaren) Untaten aus früheren Leben erzählt (kleine Lektion gefällig Brasiliero?) Folge: Brasilieeeera!
- Testing: „ oh schau mal das ist aber eine hübsche Frau „! „ Ja stimmt, eine super Figur „ Folge: ihr könnt es euch denken

. (Reaktion heute: Wo? Äh, wo genau? Ich seh nichts! Außerdem schaue ich keine anderen Frauen außer dir an

. Folge: ein wunderbares Lächeln)
- Der Superhammer! Geburtstag vergessen, Valentinstag nicht registriert

. Folge: intensives, mehrmaliges Kopfwaschen.
- Oder: nicht kapieren dass die Rechte eben nicht immer gleich verteilt sind. D.h. sie besucht eine Freundin und möchte um 06:00 oder 07:00 wieder zu Hause sein. Jetzt wird’s aber 10:00. Folge: kein Problem, kann ja mal vorkommen. Safado Manfredo trifft in München eine alte Bekannte und vertieft sich in ein gutes Gespräch mit der Folge dass er wohl 2 Stunden später heimkommen wird. Kurzer Anruf zu Hause, ich habe eine alte Bekannte getroffen und komme erst später heim. Folge: auch das könnt ihr euch denken

. Brasilieeeero! (übrigens keine der genannten Verhaltensweisen kommen heute bei beiden noch vor, weder übertiebenes Misstrauen, noch übertriebene Eifersucht oder unangesagte Unpünktlichkeit).
Ein paar Werkzeuge haben mir sehr geholfen, die ich gerne an euch weitergebe. Ausprobieren lohnt!
Irgendeine Situation, evtl. noch mit etwas Anspannung versehen, z.B. zu viele verschiedene Dinge auf einmal, oder Zeitdruck. Jetzt möchte oder muß der eine das oder jenes haben oder brauchen, der andere in seiner momentanen Situation, in dem Augenblick, möchte oder muß jetzt gerade etwas anderes haben oder brauchen. Etwas dem Wünschen des anderen ziemlich gegensätzliches. Und jetzt kommt das was ich u.a. mit Flexibilität meinte.
Ist das was ich jetzt gerade denke wirklich so wichtig? Wirklich wichtig? Was passiert eigentlich wenn ich das was ich meine so wichtig ist nicht tue?
In 99,9 % aller Fälle passiert gar nichts. Der selbst verursachte Streß hört aber sofort auf.
Was würde passieren wenn ich das was der andere braucht oder möchte, tue oder gebe? In 99,9% aller Fälle hat es keinerlei negative Konsequenzen, obwohl das Ergebnis für beide ein positives Erlebnis ist

.
So war das bei mir.
Ate logo!
Manfredo
Neto, jetza gib hoid a Rauchzeichen, wei sonst steh i ohne Ansage bei Dir vor da Dia und sauf da des ganze Bier weg
