Nestle in Brasilien, Junk-Food und die Verfettung

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Nestle in Brasilien, Junk-Food und die Verfettung

Beitragvon marcus.b » Di 17. Okt 2017, 08:54

Im September veröffentlichte die New York Times einen Text der den Zusammenhang/Hintergründe des Einflusses von Nestle und die Verfettung der Brasilianer beschreibt:
https://www.nytimes.com/interactive/2017/09/16/health/brazil-obesity-nestle.html

Nestlé vertreibt Junk-Food und Süssgetränke an brasilianische Unterschichten. Übergewicht, Diabetes und Herzkrankheiten nehmen zu:
https://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/Nestle-mit-einem-Heer-ahnungsloser-Verkauferinnen
(Teil zwei So torpedierten Nahrungskonzerne eine Regulierung:
https://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/Brasilien-zappelt-am-Junkfood-Haken )
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Re: Nestle in Brasilien, Junk-Food und die Verfettung

Beitragvon BeHarry » Di 17. Okt 2017, 10:46

Kein objektives Blatt:
Wer nur von "bösen Kapitalisten", Trotzkistentreffen, gleichstellungen, Reproduktionstechnologie, etc. im Auge habt, den spreche ich gleich von vorne raus die Objektivität ab.

Aber gut zu lesen, dass:
fördert Nestlé die Bildung junger Menschen, schafft neue Jobs, unterstützt Frauen in den Favelas, bekämpft Mangel- und Unterernährung, setzt sich gegen Übergewicht ein und sorgt für gesundheitliche Aufklärung


Da geh ich mir doch gleich mal einen Pudding holen, um diesen Verein zu unterstützen.
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Re: Nestle in Brasilien, Junk-Food und die Verfettung

Beitragvon Itacare » Di 17. Okt 2017, 12:00

Zucker ist Opium fürs Volk. Nur schädlicher.
Das gesundreden und verteidigen lässt diese Mafia sich viel kosten.

Dazu gab es schon x Sendungen auf verschiedensten Kanälen, sicher auch in Brasilien. Muss man nicht anschauen, insbesondere wenn grad parallel so überlebenswichtige Sendungen wie Deutschland sucht den Suppenkaspar etc. laufen.
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Re: Nestle in Brasilien, Junk-Food und die Verfettung

Beitragvon Nordländer » Di 17. Okt 2017, 12:12

Dieses Phänomen ist doch in nahezu allen Schwellenländern zu beobachten. Schau dir mal die Zahl der Zuckerkranken im Arabischen Raum an. :shock:

Bei uns siehts aber noch düsterer aus. Wir gehören inzwischen zu den Fettesten der Welt.
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Re: Nestle in Brasilien, Junk-Food und die Verfettung

Beitragvon Colono » Di 17. Okt 2017, 23:23

Das waren noch Zeiten, durfte bei mir nie fehlen. :D

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Re: Nestle in Brasilien, Junk-Food und die Verfettung

Beitragvon zagaroma » Mi 18. Okt 2017, 00:39

Colono, diese Werbung ist unbezahlbar. Ein "Nährbier"??? Fantastisch. Und über den enthusiastischen kleinen Jungen haben sie "lieber weniger" gedruckt. Echt ein Lacher.

Aber "nähren" ist hier das Stichwort. Nach dem Hunger der Kriegsjahre brach auch in Deutschland erstmal die Fresswelle aus. In den frühen 60er Jahren waren sogar meine eigentlich schlanken Eltern sehr mollig. Und ich habe das Gefühl, hier in Brasilien geschieht das gleiche. Die Unterschicht kam aus dem Hunger und plötzlich war genug Geld da, um alle satt zu bekommen. Die Fresswelle bricht aus, die Leute werden dick. Dem folgt natürlich gleich die Diätwelle, sogar hier im Nordosten gibt es schon Herbalife. Hier sehe ich die Leute auch gar nicht so viel Nestçé Markenprodukte kaufen, die sind viel zu teuer. Die Refrigerantes kaufen sie von Antartica, die kosten die Hälfte wie Sprite oder Coke. Das Mittagessen unserer Nachbarn besteht aus einem Haufen gekochter Macaxera mit viel Butter (oder Margarine, weiss nicht), und Rührei. Aber davon so viel, wie sie nur schlucken können. Abends gibt es dann Reis und Bohnen und Püree oder Fritten mit fettem Fleisch oder manchmal Fisch. Zwischendurch Coxinhas oder Pastels, immer gefrittet. Oder Pizza mit einem Kilo Belag. Auswärts gehen sie nur zum Rodízio und fegen die Büffets leer. Sie fressen sich so voll, als gäbe es ab morgen nie wieder was zu essen.

So eine wie Giselle sieht man natürlich im ganzen Nordosten nirgends. :mrgreen:
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Re: Nestle in Brasilien, Junk-Food und die Verfettung

Beitragvon GatoBahia » Mi 18. Okt 2017, 07:56

Itacare hat geschrieben:Zucker ist Opium fürs Volk. Nur schädlicher.
Das gesundreden und verteidigen lässt diese Mafia sich viel kosten.

Dazu gab es schon x Sendungen auf verschiedensten Kanälen, sicher auch in Brasilien. Muss man nicht anschauen, insbesondere wenn grad parallel so überlebenswichtige Sendungen wie Deutschland sucht den Suppenkaspar etc. laufen.

Brasilien ist Zucker, es ist eine Patriotische Pflicht Zucker zu essen :idea: Und mit guten Genen wird man nicht fett, oder man sucht sich eben körperlichen Ausgleich :cool: :oops: :roll:
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Re: Nestle in Brasilien, Junk-Food und die Verfettung

Beitragvon Itacare » Mi 18. Okt 2017, 11:45

Von den Sumo-Ringern mal gänzlich abgesehen, dürfte es nur wenige geben, die essen, um fett zu werden.
Zum einen mangelt es heutzutage an Bewegung, da es für fast jede erdenkliche Arbeit Maschinen gibt. Der Verbrauch ist in vielen Ländern einfach nicht mehr da.
Zum anderen die Unkenntnis, wieviel Zucker sich in Dosen, Tuben, Tüten und Flaschen als süchtig machender Geschmacksverstärker verbirgt. Die paar Gramm, die im Kaffee landen, sind das geringste Problem.
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