Wieso den Sprachkurs in Brasilien bzw. Salvador machen, würde dafür eher nach Portugal, Coimbra gehen - zumindest aber versuchen, eine international anerkannte Location zu besuchen (Brasilien = Urlaub...so sehen das leider Externe, die nicht dort waren - daher erwähn ich heute Bildung in Brasilien nur noch "am Rande" bei einem Personalgespräch um mich nicht noch abzuwerten).
Aber zu deinen Fragen:
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Ist die Gefahr allgegenwärtig?
Ja - auf der Straße fühle ich mich eigentlich nie locker - und wenn ich mich doch mal so gefühlt habe ist garantiert was passiert

- muß aber nicht heisen, daß dir auch was passiert - es ist einfach nur ein Gefühl der Anspannung - die Lockerheit hat über die Jahre stetig abgenommen - ..es ist am ehesten vergleichbar mit der berühmten Geschichte vom Damokles-Schwert.
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Sind alle Teile der Stadt betroffen
Kenne dafür Salvador nur oberflächlich - aber würde sagen, wie überall in den großen Städten gibt es bessere und weniger gute "Ecken" - die Präsenz des "Schwertes" ist aber überall, sogar in deinen eigenen 4 Wänden - am besten hältst du dich am Anfang an Ortsansässige und GLAUBST auch was die sagen (Geschäftskollegen, Lehrer etc.) - dickköpfig selbst rumexperimentieren und "erforschen" kann schwere Folgen haben - je mehr Begleitung du bei deinen Unternehmungen hast, desto angenehmer wird es.
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Woran erkennt man potientielle Täter?
Die erkennst du an garnichts - ich denke heute eher, daß es jedem Brasilianer schon als Fähigkeit mit in die Wiege gelegt wird. - Die letzten beiden negativen Ereignisse waren eine einfache weibliche Passantin, die für mich den Anschein hatte als würde Sie zur Arbeit gehen (statt dessen hat sie mir den Autoschlüssel geklaut und wollte dann 50R$ für Pfandeinlösung, weil ich angeblich mit ihr geschlafen hätte) sowie ein Herr in einem Restaurant, gut gekleidet (Anzug und Krawatte), dunkelblond, der mir ein Betäubungsmittel in ein Glas gab um an eine Firmenvollmacht zu kommen. - Daher gibt es für mich KEINE Merkmale.
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Was wäre das beste Verhalten bei einem Überfall?
Schon VORAB Schadensminimierung zu betreiben - d.h. wenig Bargeld mitnehmen, wenig wertvolle Gegenstände, keine Markenkleidung und bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten (Credit Cards, Checks) OHNE irgendwelche Nummern etc.. die NUR mit DEINER Unterschrift gehen. (Unterschrift kannst du immerhin noch anfechten - eine ausgeplapperte Pin Nummer zusammen mit deiner Karte aber nicht) - Wertsachen im Hotel unter Verschluß halten.
Passiert dann doch was, mit dem Gewissen, daß man nicht viel verliert einfach alles bereitwillig und berechenbar hergeben - nicht diskutieren und keine ruckartigen Bewegungen..... teilweise haben die Leute, die was wollen von dir ein so tiefes Lebensniveau in Brasilien erreicht, daß es ihnen absolut EGAL ist, was mit dir passiert, da sie selbst NICHTS mehr zu verlieren haben.....(dafür gehts anderen in Brasilien so immens gut, daß sich das wieder kompensiert

)
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Kann man unter diesen Umständen überhaupt noch sein Hotel verlassen?
Logisch kannst du das - die Tips hast du ja oben schon bekommen. - Aber rumexperimentieren würd ich bleiben lassen - Frag an der Hotelrezeption nach wie lange er hier schon arbeitet, dann wohin (Empfehlungen ?) und welcher Weg, bestell dir zur Not ein Taxi und HALT DICH DRAN, nicht noch in den Schuppen gegenüber, weil er so doll beleuchtet ist - laß dich auch nicht von neuen Bekanntschaften auf der Straße noch zu nem anderen Platz als dem bekannten "überreden" ....wenn der Angestellte seinen Job behalten will, wird er dich sicherlich nicht in die Katastrope jagen wollen, aber ein bischen will er auch profitieren davon sonst ist der nächste Tip nicht ganz so gut ....
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Ist das in den letzten Jahren schlimmer geworden
Ich habe den Eindruck gewonnen, daß es sich seit Regierung Lula DRAMATISCH verschlechtert hat - in meiner Stadt (nicht Salvador

wurden 2001 noch 8 Autos im Monat gestohlen - heute sind es 40 pro Woche (160 im Monat !) - und im letzten Jahr wurde das Mehrfamilienhaus schon 2 mal ausgeraubt, Etage für Etage.... das gleiche höre ich auch von Kunden aus allen Ecken Brasiliens - auch hat man uns im letzten Jahr gleich 5 mal LKWs mit fabrikfertigen Teilen kurz nach dem Werk entführt trotz inzwischen ständig wechselnder Routen....von 1998 bis 2001 gab es so einen Vorfall nur einmal - dann sehr schnell steigend....
(zum großen Glück trifft es aber auch unsere Wettbewerber

)