Bernado hat geschrieben:
...
2.) Kleine bis mittelgroße Städte und Landesinnere: Vor allem fernab der großen Städte ist das Landesinnere ein besonders sicheres Gebiet. Beim Befahren der Überlandstraßen sind keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Die großen Reisebusse zwischen Städten und Bundesstaaten werden ohne weiteres von allen genutzt und verlangen keine zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen. Vorsicht geboten ist jedoch in Touristenzentren, etwa in beliebten Badeorten. Dort gelten ähnliche Regeln wie in den Großstädten.
...
Hallo,
Ich kenne ein Dorf im Norden Minas Gerais, ca. 5000 Einwohner und noch mal ebenso viele in der Umgebung, mit 5 Fällen von Mord und Totschlag in den letzten 10 Jahren - von denen ich weiß. Der nächste Polizeiposten ist 30 km entfernt, und bevor die Polizei kommt ist das Opfer oft schon unter der Erde.
Selbst überfallen wurde ich in Janaúba (MG) - ca. 60.000 Einwohner. Alleine wäre ich diesen Weg bei Dunkelheit niemals gegangen, aber ich war in Begleitung eines jungen Brasilianers. Der hatte jedoch nie mehr als 10 R$ in der Tasche und ist gar nicht auf den Gedanken gekommen, daß ich Ziel eines Überfalls werden könnte. Es ist zum Glück alles gut gegangen und ich habe nicht viel verloren.
Überlandstraßen? Da gibt es Straßen, wo selbst brasilianische LKW-Fahrer nachts nicht mehr fahren aus Angst vor Überfällen, wo Buslinien eingestellt werden wegen häufiger Überfälle.
Zu behaupten, daß Gegenden sicher sind, wo jeder Mann eine Waffe trägt oder besitzt, ist grober Unfug. Natürlich kann man auch dort unbewaffnet überleben, Konflikten aus dem Wege gehen und das Leben genießen, aber letzten Endes ist es wie in einer Lotterie.
Viele Grüße,
Bequimão