Oelpreis bei fast 140 Dollar

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Re: Oelpreis bei fast 140 Dollar

Beitragvon donesteban » Di 22. Jul 2008, 19:27

Ja und ES (das gefällt mir) ;-) hat das schon immer gemacht. Als wir noch 4 Milliarden waren, gab es Hungersnöte ohne Ende zum Beispiel in Afrika. Jetzt sind wir über 7 Milliarden, verbrauchen mehr Energie, verbrauchen mehr Ressourcen. Wir leben länger und wir werden immer mehr. Tja, was soll man machen? Weltweite Geburtenkontrolle? Das Dumme ist, dass selbst wachsende Energieeffizienz und auch alternative Energiequellen das Problem nur um ein paar Jahre hinauszögern. Mal schauen was ES draus macht.

Kriegen wir die Kurve und können wir mittels Technologie und Zivilisation (Globalisierung) unser Überleben sichern oder ist es zu spät? Das ES gibt keine Antwort. Warten wir halt und geben unser Bestes! Vielleicht sind wir doch keine Sackgasse in der Evolution, auch wenn es so aussieht. ES ist voller Überraschungen.
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Re: Oelpreis bei fast 140 Dollar

Beitragvon Takeo » Di 22. Jul 2008, 21:11

Mit dem Unterschied, dass die Hungersnöte früher in Afrika wegen Kriegen und Logistikproblemen zu stande kamen. Okay, am Anfang stand da immer eine Dürre, aber Bürgerkriege und Transport- sowie Verteilungsprobleme führten zu Hungersnöten. Jetzt ist es das erste mal seit neuerer Zeit vorgekommen, dass die weltweiten Nahrungsmittellager bestehend aus Getreide wie Reis, Mais und Weizen wirklich LEER sind! Das ist eine ganz neue globale Situation und betrifft ganz andere Bevölkerungsschichten!
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Re: Oelpreis bei fast 140 Dollar

Beitragvon donesteban » Di 22. Jul 2008, 21:43

Takeo, ich bin da nicht ganz so drin in diesem Thema, aber dass die Lager weltweit leer sind ist mir komplett neu. Ich habe eine ganz einfach Sicht auf die Dinge, die ich mir auf Grund aufgeschnappter Nachrichten mehr oder weniger selbst zusammen gereimt habe.

Der Weltmarktpreis von Grundnahrungsmitteln wie Getreide, Reis, Bohnen etc. steigt. Alkohol- und Biodiesel-Produktion, Agrar-Subventionen, Import-Zölle, höhere Weltnachfrage, Spekulation an Terminmärkten etc. Alles Gründe für den Anstieg.

Ein Anstieg der Rohware schlägt bei uns gemäßigt auf den Endpreis der Handelsware durch, da ein großer Anteil am Endpreis Markenpflege, Handel, Verarbeitung etc. ausmacht. Vereinfacht ausgedrückt. Steigt der Weizen um 50% steigt das Brot um 10%, weil die Weizenkosten nur einen kleinen Teil am Brotpreis ausmachen. Die 10% können wir leicht kompensieren. Wir können weniger telefonieren, weniger Kleider kaufen oder seltener ins Kino gehen.

In der Dritten Welt sieht es anders aus. Da backt die Frau noch selbst. Sie kauft also quasi das Getreide zum Preis der Rohware ein. Hier schlagen die 50% viel höher durch. Wenn man mal vom Preis für das Holz absieht, dann erhöhen sich hier die Kosten also um knappe 50%. Und das in einer Situation, wo eh keine Reserven wie Handy oder Kino vorhanden waren. Das ist fatal. Diese Menschen müssen hungern!
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Re: Oelpreis bei fast 140 Dollar

Beitragvon Takeo » Di 22. Jul 2008, 22:00

Man kann es NOCH einfacher ausdrücken!

Die weltweiten Lebensmittellager sind leer - so leer wie nie zuvor -, Getreide ist knapp geworden, dadurch ist es dann auch noch interessant für Spekulanten geworden, die die Preise in die Höhe treiben... Triebfeder ist aber die weltweite Knappheit, die nicht so sehr wegen Dürren oder so gekommen ist - die Ernten sind eigentlich vollkommen normal, in Brasilien sogar Rekordernten für Soja und Mais... nein, es wird einfach von 6,5 Milliarden Menschen verbraucht!!!!

Überhaupt:... wenn nur die Chinesen nur 'etwas' mehr Reis auf ihren Teller kriegen, bleibt für den Rest der Welt kaum was übrig...
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Re: Oelpreis bei fast 140 Dollar

Beitragvon dimaew » Mi 23. Jul 2008, 11:44

amarelina hat geschrieben:die erneut aufgeflammte diskussion um mehr atomkraftwerke ist hanebüchen, solange die frage nach der abfallbeseitigung und der sicherheit der atomanlagen nicht 100% geklärt ist. oder wollen wir wirklich unseren kindern und kindeskindern und noch 50 000 jahre danach unseren verstrahlten müll hinterlassen?
die herren wissenschaftler und atombetreiber wollen uns weismachen es gäbe eine sichere entsorgung der atomabfälle. aber die gibt es bis heute nicht!
ich überlege mir gerade, wie es uns heute einfahren würde, wenn wir in den pyramiden von Gizeh irgendeine unbekannte schweinerei gefunden hätten, von der wir nicht einmal genau wissen, was die alten Aegypter damit angefangen haben....

amarelina


O Ibama deve anunciar nesta quarta-feira a concessão da licença prévia para a usina nuclear de Angra 3, no Rio de Janeiro. Contudo, o órgão fará nada menos do que 61 exigências para liberar a autorização, segundo o blog do Josias. Para o ministro Carlos Minc (Meio Ambiente) "a licença sai com exigências brutais".
http://www1.folha.uol.com.br/folha/dinheiro/ult91u425193.shtml

Brasilien setzt erneut auf Atomkraft. Zwar verlangt die IBAMA unter anderem, dass das Problem der Entsorgung des Atommuells endgueltig geklaert sein muesse, bevor ANGRA 3 ans Netz geht. Das wird aber meiner Meinung nach noch zurueck genommen werden. Der zustaendige Minister Edison Lobão hat schon angekuendigt, dass Problem wie immer zu loesen: Ab in grosse Wasserbecken und kuehlen, bis den Wissenschaftlern der Welt was besseres einfaellt. Nicht einmal die "entwickelten" Laender haetten ja bisher eine Loesung.

Ich halte das fuer einen Schritt in die falsche Richtung :dagegen: . Es wird auf eine ueberkommene Technologie gesetzt, statt alle Kraft in die Entwicklung neuer, nicht umweltbelastender Energieschoepfungstechnik zu stecken. Das Perpetuum Mobile gibts (noch) nicht, weiss ich auch. Aber vielleicht kommen Leute mit Hirn (die solls ja noch hier und da geben) doch auf eine Idee, die dem nahe kommt :andiearbeit: .

Andere Meinungen wurden hier ja schon gepostet.
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Re: Oelpreis bei fast 140 Dollar

Beitragvon Elsass » Mi 23. Jul 2008, 21:54

Brasilien ist eines der wenigen Laender, die nicht mehr von Oelimporten abhaengig sind.
Weitere Oelfunde werden die Situation fuer Br. nur verbessern. Trotzdem kein Grund fuer Euphorie.
Bio-Kraftstoffe habe ihre eigene Problematik und sind kein Allheilmittel.
Es gibt immer noch nicht das 3-4l/100km Auto in Br.

Die typischen erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne werden kaum genutzt, da ist politisch noch viel im Argen.

Lula, was ist los? Kein Interesse?
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