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20.06.2007
Offenburg wird brasilianisch
Zum 16. Samba-Festival Mitte Juli kommen 16 renommierte Gruppen / 30 000 Besucher erwartet
Offenburg wird vom 19. bis zu 21. Juli wieder Dreh- und Angelpunkt südamerikanischer Rhythmen und Lebensfreude. Zum sechsten Mal wird in der Innenstadt das Sambafestival Savor de Samba gefeiert – mit Musik aus dem Nord-Osten Brasilien.
Von: Bettina Kühne
Offenburg. Offenburg arbeitet sich in den Nord-Osten vor: In diesem Jahr stellt Kulturbüroleiter Edgar Common Pernambuco mit der Hauptstadt Recife in den Mittelpunkt des Festivals Sabor de Samba (Geschmack von Samba). »Von den 16 Gruppen stammen nur zwei nicht aus Brasilien«, freut sich Common. Er präsentiert hauptsächlich Vertreter des Forró, Musiker, die sich an die traditionellen Wurzeln der brasilianischen Musik erinnern und sie behutsam mit Rock oder Pop anreichern.
Süße Sängerinnen sind für die leiseren Töne zuständig. Bê nennt nicht nur Sade ihr Vorbild, sondern die Sängerin aus Brasilien klingt auch so. Sie soll zum Auftakt am Donnerstag ebenso leicht einstimmen wie Naurea, die durch fröhliche Melodien ins Ohr gehen. Aline de Lima präsentiert am Donnerstag Neo Bosso, während Mayra Andrade am Samstag kapverdische Klänge hören
lässt.
Am Freitag stehen Eddie und im Anschluss Silverio Pessoa zusammen auf der Citylight-Bühne: Nacheinander oder auch zusammen, denn die Künstler kennen sich. Als Besonderheit präsentiert Common Grupo Requinte: »Bei ihrer ersten Europa-Tournee bieten sie intime Tisch-Samba.« Headliner sind am Samstagabend aber Terra Samba, die im zweiten Anlauf jetzt nach Offenburg kommen; sie sind großes Publikum gewohnt – mit ihrer interaktiven Performance und ihrer Disko-Version des Samba bringen sie lässig 10 000 Zuhörer in Fahrt. Für Walter Eble von Sponsor Badenova ist das Festival-Programm beeindruckend: »Es wächst kontinuierlich an Qualität und Anerkennung.«
Das größte seiner Art
»Das Festival birgt Potenzial und Perspektiven«, sagt Kulturchefin Susanne Asche. Das besondere am Event, mit dem traditionell die Kultursaison beendet wird, sei, dass es »die Stadt als öffentlichen Kulturraum erschließt«.
Oberbürgermeisterin Edith Schreiner betont, dass das Festival das größte seiner Art sei. Tatsächlich ist Offenburg im sechsten Jahr konkurrenzlos: Stuttgart hat aufgegeben. Die Stadtchefin hofft auch in diesem Jahr auf rund 30 000 Besucher, »die in unserer Stadt das Lebensgefühl lebendig werden lassen«.
Gruss brasilmen Thomas
http://www.brasilmen.de
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