ohne Krankenversicherung und der Ernstfall

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Re: ohne Krankenversicherung und der Ernstfall

Beitragvon frankieb66 » Fr 23. Okt 2015, 00:06

Lesenswerter Artikel zur oft gescholtenen SUS vs Plano de Saude particular:

Número de pacientes da rede privada que usam hospitais públicos dobra no DF

http://www.correiobraziliense.com.br/app/noticia/cidades/2015/10/22/interna_cidadesdf,503439/numero-de-pacientes-da-rede-privada-que-usam-hospitais-publicos-dobra-no-df.shtml

...
As negativas de pedidos de exames e consultas se tornaram constantes pelo plano de José. Por isso, quando o Hospital Regional da Asa Norte (Hran) abriu o Centro de Referência em Doenças Neuromusculares, o tratamento tornou-se mais efetivo. A unidade é uma das mais importantes do país nesse segmento. Há só mais seis centros iguais no Brasil. O tratamento oferecido é multidisciplinar e tem o apoio de profissionais como médicos, psicólogos e fonoaudiólogos.
...
As explicações para o aumento do uso do SUS vão desde as equipes profissionais e os tratamentos extremamente qualificados na rede pública, passando pela negativa de cobertura por parte das operadoras, até os procedimentos exclusivos do SUS, como emergência e urgência em caso de acidentes ocorridos em estradas, por exemplo.
...



In diesem Sinne: Allen Patienten, auch dem Basti, gute Genesung.

Frankie
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Re: ohne Krankenversicherung und der Ernstfall

Beitragvon Cheesytom » Fr 23. Okt 2015, 03:20

@Frankie: im DF würde ich unserer eher schlechten privaten KrVers. wohl riskieren zu kündigen. Die kostet mich für uns drei im Moment ca. 1/7 meines Einkommens und als es "brannte" wurde mein Sohn vom SUS-Unfallkrankenhaus erstbehandelt und 1 1/2 Tage später an dem offenen, komplizierten Ellbogenbruch korrekt operiert und 2 Tage nachversorgt.

Die Nachsorge, also im Wesentlichen Reha, Röntgenaufnahme und Orthopäde lief aber recht stressfrei über die private.
Gruss aus Maceió, Alagoas
Thomas
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Re: ohne Krankenversicherung und der Ernstfall

Beitragvon Cheesytom » Fr 23. Okt 2015, 03:23

@Frankie: im DF würde ich unserer eher schlechten privaten KrVers. wohl riskieren zu kündigen. Die kostet mich für uns drei im Moment ca. 1/7 meines Einkommens und als es "brannte" wurde mein Sohn vom SUS-Unfallkrankenhaus erstbehandelt und 1 1/2 Tage später an dem offenen, komplizierten Ellbogenbruch korrekt operiert und 2 Tage nachversorgt.

Die Nachsorge, also im Wesentlichen Reha, Röntgenaufnahme und Orthopäde lief aber recht stressfrei über die private.
Gruss aus Maceió, Alagoas
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Re: ohne Krankenversicherung und der Ernstfall

Beitragvon odonkor1990 » Fr 29. Jan 2016, 00:43

Hallo Leute!

ich versuche meinen Fall unkompliziert zu schildern: Bin Deutscher, meine Freundin Brasilianerin, und derzeit lebe ich in Deutschland und sie in Brasilien. Das wollen wir aber ändern, ich möchte nach Brasilien gehen für zumindest ca. 2 Jahre, nun habe ich folgende Frage: Was würdet ihr mir raten in Sachen Versicherung? Die billigste deutsche Versicherung für Brasilien scheint HanseMerkur zu sein. Würdet ihr mir dazu raten? Die Sache ist die: Wir haben vor zu heiraten, wäre ich danach berechtigt vor Ort eine private Krankenversicherung abzuschließen? Und wie unterschiedlich verhält sich das mit den Kosten und Leistungen jeweils zwischen deutscher/brasilianischer Versicherung?
Im Endeffekt ist bei mir einfach nur wichtig dass ich normale Arztbesuche wahrnehmen kann falls mal was ist, und dass ich dort meine Medikamente (habe eine Schilddrüsenerkankung) problemfrei bekomme. Oder natürlich auch mal im Notfall Krankenhaus etc., die üblichen Dinge eben.

Und es sollte nicht ganz so teuer sein! ;-)

Liebe Grüße,
Alexander
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Re: ohne Krankenversicherung und der Ernstfall

Beitragvon angrense » Fr 29. Jan 2016, 10:41

odonkor1990 hat geschrieben:Hallo Leute!

ich versuche meinen Fall unkompliziert zu schildern: Bin Deutscher, meine Freundin Brasilianerin, und derzeit lebe ich in Deutschland und sie in Brasilien. Das wollen wir aber ändern, ich möchte nach Brasilien gehen für zumindest ca. 2 Jahre, nun habe ich folgende Frage: Was würdet ihr mir raten in Sachen Versicherung? Die billigste deutsche Versicherung für Brasilien scheint HanseMerkur zu sein. Würdet ihr mir dazu raten? Die Sache ist die: Wir haben vor zu heiraten, wäre ich danach berechtigt vor Ort eine private Krankenversicherung abzuschließen? Und wie unterschiedlich verhält sich das mit den Kosten und Leistungen jeweils zwischen deutscher/brasilianischer Versicherung?
Im Endeffekt ist bei mir einfach nur wichtig dass ich normale Arztbesuche wahrnehmen kann falls mal was ist, und dass ich dort meine Medikamente (habe eine Schilddrüsenerkankung) problemfrei bekomme. Oder natürlich auch mal im Notfall Krankenhaus etc., die üblichen Dinge eben.

Und es sollte nicht ganz so teuer sein! ;-)

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Alexander



SUS reicht normalerweise vollkommen aus. wenn du einen facharzt benötigst, dann bezahlst du halt mal 100-200 R$! ist nicht die welt. wegen 2 jahren jetzt eine krankenversicherung in brasilien abzuschließen ist schwachsinn. meistens haben deutsche krankenkassen, ich schätze mal du bist pflichtversichert, zusatzversicherungen für längere auslandsaufenthalte. theoretisch brauchst du die aber nicht. medikamente sind brasilien sehr günstig und du bekommst die ohne rezept.
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Re: ohne Krankenversicherung und der Ernstfall

Beitragvon pejowi » Fr 29. Jan 2016, 12:07

angrense hat geschrieben:
odonkor1990 hat geschrieben:Hallo Leute!

ich versuche meinen Fall unkompliziert zu schildern: Bin Deutscher, meine Freundin Brasilianerin, und derzeit lebe ich in Deutschland und sie in Brasilien. Das wollen wir aber ändern, ich möchte nach Brasilien gehen für zumindest ca. 2 Jahre, nun habe ich folgende Frage: Was würdet ihr mir raten in Sachen Versicherung? Die billigste deutsche Versicherung für Brasilien scheint HanseMerkur zu sein. Würdet ihr mir dazu raten? Die Sache ist die: Wir haben vor zu heiraten, wäre ich danach berechtigt vor Ort eine private Krankenversicherung abzuschließen? Und wie unterschiedlich verhält sich das mit den Kosten und Leistungen jeweils zwischen deutscher/brasilianischer Versicherung?
Im Endeffekt ist bei mir einfach nur wichtig dass ich normale Arztbesuche wahrnehmen kann falls mal was ist, und dass ich dort meine Medikamente (habe eine Schilddrüsenerkankung) problemfrei bekomme. Oder natürlich auch mal im Notfall Krankenhaus etc., die üblichen Dinge eben.

Und es sollte nicht ganz so teuer sein! ;-)

Liebe Grüße,
Alexander



SUS reicht normalerweise vollkommen aus. wenn du einen facharzt benötigst, dann bezahlst du halt mal 100-200 R$! ist nicht die welt. wegen 2 jahren jetzt eine krankenversicherung in brasilien abzuschließen ist schwachsinn. meistens haben deutsche krankenkassen, ich schätze mal du bist pflichtversichert, zusatzversicherungen für längere auslandsaufenthalte. theoretisch brauchst du die aber nicht. medikamente sind brasilien sehr günstig und du bekommst die ohne rezept.



servus,

meine Frau hat von der AOK eine ganz klare Absage bekommen, auch keine Zusatzversicherung möglich :oops:
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Re: ohne Krankenversicherung und der Ernstfall

Beitragvon paoamerelo » Fr 29. Jan 2016, 12:19

Alexander[/quote]
medikamente sind brasilien sehr günstig und du bekommst die ohne rezept.[/quote]

das ist so nicht richtig,natürlich gibt es zig Medikamente für die du ein Rezept vom Arzt vorlegen mußt.
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Re: ohne Krankenversicherung und der Ernstfall

Beitragvon angrense » Fr 29. Jan 2016, 12:52

paoamerelo hat geschrieben:Alexander

medikamente sind brasilien sehr günstig und du bekommst die ohne rezept.[/quote]

das ist so nicht richtig,natürlich gibt es zig Medikamente für die du ein Rezept vom Arzt vorlegen mußt.[/quote]

bei schilddrüsen tabletten sicher nicht!
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Re: ohne Krankenversicherung und der Ernstfall

Beitragvon Admin » Sa 14. Okt 2017, 10:31

Gestern Abend hat mich jemand angerufen. Er nannte sich Sebastian Nenzel und betonte, aus Brasilien anzurufen (es gab keine Rufnummerübermittlung und klang eher wie SkypeOut). Im Hintergrund schrien Kleinkinder. Er beschwerte sich über diesen Thread hier im BFN und verlangte die sofortige Löschung. Sollten wir "uns nicht einigen" werde er gegen mich Strafanzeige wegen Rufmord und Verleumdung stellen.

Ich beglückte ihn - ohne überhaupt von diesem Fall zu wissen, ich habe ihn erst heute hier gesucht und gefunden - mit meiner Predigt zu Presse- und Meinungsfreiheit bis er die Geduld verlor und auflegte. Zuvor hatte er mir versprochen (oder besser angedroht) eine Mail mit dem Link zu diesem Thread und zahlreichen Unterlagen aus dem Krankenhaus zu schicken. Auch den Hund erwähnte er und wollte entsprechende Dokumente beilegen um damit zu beweisen, dass er kein "Abzocker" sei, wie man von ihm behaupten würde (kommt der Begriff hier vor? Habe ihm beim Durchlesen nicht gefunden oder übersehen).

Letztendlich sieht er sich im Recht und kennt sich nach eigenen Angaben aus, da er im Internet arbeitet. Darum auch sein Anruf, denn die hier getroffenen Behauptungen seinen "geschäftsschädigend".

Ich muss nochmal betonen, dass ich seinerzeit den Thread nicht verfolgt hatte und den Namen noch nie gehört hatte. Deshalb konnte ich auf seine "Argumente" auch gar nicht eingehen und habe erst eben mal die ganzen hier geposteten Links angeklickt. Und nach Durchsicht seines Facebook-Profils, seinen und anderen Webseiten und dem sich nun daraus ergebenen Bild sehe ich derzeit keinen Grund, der Forderung nachzukommen.

Gleichzeitig danke ich dieser Community, dass sich sich sowohl zurückhaltend, als auch empathisch und professionell diesem Thema über 7 Seiten gewidmet hat und somit die einseitige Meinungsbildung durchaus zu verhindern wusste. Die Heterogenität der BFN-User zeigt auf, dass moderne Diskussionskultur über Grenzen, Geschlechter und sozialen Stellungen funktionieren kann und im Zeitalter von Fake-News, Hoaxen, verstörenden Einzelschicksalen und den nicht zu vergessenen Kulturschocks ein Leuchtfeuer bei der Entscheidungsfindung und Tatsachenbewertung sein kann. Dies kann jedoch nur funktionieren, wenn alle wichtige Informationen frei zugänglich sind und nicht aus Eigeninteresse eines Einzelnen der Allgemeinheit vorenthalten werden.
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Re: ohne Krankenversicherung und der Ernstfall

Beitragvon jorchinho » Sa 14. Okt 2017, 17:16

Na, da scheint der "Kollege" sich ja gut erholt zu haben, wenn er jetzt so um die Ecke kommt....
Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich gern hätten.
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