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 Betreff des Beitrags: Re: Olympia-Boykott Peking
BeitragVerfasst: 05 Jul 2008 12:39 
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Registriert: 26 Nov 2004 16:30
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mikelo hat geschrieben:
Admin hat geschrieben:
Sorry. aber das ist eine Pappnasen-Diskussion. Sowas hätte man vor 7 Jahren machen müssen, als der Austragungsort festgelegt wurde. Diese Diskussion 1 Monat vor Eröffnung zu führen ist hirnrissig. Und selbst in Athen war vom Protest noch nix zu sehen.



finde ich nicht---ist immer noch aktuell.
wenn du das pappnasig meinst ---kein problem damit. habe als schweizer einen anderen background dazu wie du.
gerade bei uns in der schweiz wird im moment diskutiert, ob unser bundespraesident an der eroeffnungsfeier teilnehmen soll oder nicht.

http://nachrichten.ch/detail/313499.htm


Wo waren denn die Regierungschefs vor 7 Jahren? Wie hat sich das deutsche oder schweizer NOC sich im IOC verhalten, als es um den Austragungsort ging? Vermutlich haben sie es alles schweigend verfolgt und machen nun einen auf Moralapostel ... wie gesagt, die ganze Diskussion kommt viel zu spät.



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 Betreff des Beitrags: Re: Olympia-Boykott Peking
BeitragVerfasst: 05 Jul 2008 14:16 
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cabof hat geschrieben:
China-Artikel, weiß jemand die Zahlen der Handelsbilanz Brasilien-China?
Glaube für Deutschland 30 Milliarden Export zu 50 Milliarden Import, Plastik,
verseuchte Produkte und Plagiate.... hm.


Du darfst die virtuellen Produkte nicht vergessen die zuhauf verkauft, vom Käufer bezahlt, aber nie geliefert werden.
Es gibt tausende Onlineshops der "ältesten und grössten chinesischen Exporteure" die nie auch nur für einen Cent liefern.

Lese einmal auf
http://www.falle-internet.de



Dieses Posting darf jeder auslegen wie er denkt.
Ich schreibe es ja auch wie ich denke.


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 Betreff des Beitrags: Re: Olympia-Boykott Peking
BeitragVerfasst: 05 Jul 2008 16:01 
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Admin hat geschrieben:
wie gesagt, die ganze Diskussion kommt viel zu spät.


zu spaet ist es nie :!:



o sol nasce pra todos; a sombra pra quem merece.


hispaniolanews


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 Betreff des Beitrags: Re: Olympia-Boykott Peking
BeitragVerfasst: 05 Jul 2008 16:07 
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Wohnort: Lost in Translation
Das IOC hat damals in seinen Bericht vor der Wahl China und deren politisches System als okay fuer das Land bezeichnet. Und kein Politiker oder kein Mensch hat damals dran Anstoss genommen.
Wer die olympischen Spiele boykottieren will, muss zu allererst auch Produkte aus dem Reich der Mitte boykottieren oder deren Import gar nicht erst reinlassen. Inklusive all den Konsequenzen, dass ploetzlich erhebliche Marktengpaesse in der Versorgung mit bestimmten Guetern auftauchen wird.
Zusaetzlich koennen sich dann Werker der Firmen wie z.B. BMW und VW auf ernste Konsequenzen fuer deren Job gefasst machen. Ohne das China-Geschaeft waere es recht verdammt ungemuetlich dort in den Firmen fuer viele Personen.
Und da redet jetzt wer ernsthaft von Boykott? Sowas ist nur reine Hofnarrenonanie. Sowas kann man nicht ernst nehmen. Erst recht nicht von Schweizern, deren Bankensystem keine Probleme hat, chinesische Gelder zu verwalten. Warum friert die Schweiz denn nicht die chinesischen Gelder ein, wenn es sich dort um ein a-moralisches System in China handelt? Stattdessen beruft man sich auf ein geheiligtes Bankgeheimnis. Bei Saddam Hussein hatte die Schweiz keine Probleme Konten einzufrieren.
Ist es nicht eher so, solange der chinesische Rubel rollt, unternimmt keiner wirklich was und taeuscht nur Betroffenheit angesichts der Situation in China vor?
Wenn Politiker mit Boykott-Anwandlungen jetzt daher kommen, dann ist das alleroberste Scheinheiligkeit. Heuchelei hoch drei.
Mit der rechten Hand [-X machen und mit der linken abkassieren. Hoert sich irgendwie auch nach Brasilien und deren politische Kaste an. :^o An ihren Taten erkennt man solche wortreiche Poli-Ticker!



Abraços
Careca

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MfG Microsoft"


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 Betreff des Beitrags: Re: Olympia-Boykott Peking
BeitragVerfasst: 05 Jul 2008 16:10 
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Registriert: 09 Aug 2005 20:22
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Wohnort: TUTÓIA - Um Paraíso Perdido no Maranhão!
Careca hat geschrieben:
Ist es nicht eher so, solange der chinesische Rubel rollt, unternimmt keiner wirklich was und taeuscht nur Betroffenheit angesichts der Situation in China vor?


da hast du vollkommen recht. leider ist es so. geld regiert eben die welt.
aber genau das wollte ich mit meiner threaderoeffnung erreichen---diskussion ueber sinn--oder unsinn eines boykottes.



o sol nasce pra todos; a sombra pra quem merece.


hispaniolanews


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 Betreff des Beitrags: Re: Olympia-Boykott Peking
BeitragVerfasst: 05 Jul 2008 16:14 
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Registriert: 09 Jun 2008 18:14
Beiträge: 511
Wohnort: BH / Patos de Minas
mikelo hat geschrieben:
Admin hat geschrieben:
wie gesagt, die ganze Diskussion kommt viel zu spät.


zu spaet ist es nie :!:


Wir reden über Korruption in Brasilien.

Aber lässt sich nicht die ganze Welt korrumpieren durch die Wirtschaftsmacht China :?:
Warum soll man darüber schweigen :?:

Es ist nie zu spät begangenes Unrecht zu verurteilen.
Nur wenn man dazu schweigt, und die Augen verschliesst, ändert sich nie etwas.

Wenn ein Aufschrei durch das Volk geht, müssen auch die "Volksvertreter" reagieren.
Ob "heilig" oder "scheinheilig" bleibt im Auge des Betrachters.



Dieses Posting darf jeder auslegen wie er denkt.
Ich schreibe es ja auch wie ich denke.


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 Betreff des Beitrags: Re: Olympia-Boykott Peking
BeitragVerfasst: 05 Jul 2008 16:31 
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Registriert: 28 Nov 2004 22:25
Beiträge: 1636
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Aufschrei des Volkes? Welches Volk? Ich hoere nichts. Schreit da wer?
Ich hoere nur sich wichtig nehmende B-Politiker. Denn alle anderen Politiker sagten schon immer eindeutig, dass sie sich nicht einer Abstimmung mit Fuessen beugen werden. Sie gehorchen nicht einem Gewissen, sondern einer Lobby, einer Richtlinie oder der, der zahlt.
Olympia-Boykott trifft immer nur eine Gruppe: Die Sportler.
Wie damals in Moskau und danach in Atlanta. Immer sind die Leidtragenden die Sportler und nie die Ausrichter. Die Ausrichter merken von sowas nichts. Das ist die ganze Wahrheit eines Boykotts einer Olympiade.

Die einzige Alternative ist die Abschaffung der olympischen Spiele. Dann hat es auch ein Ende mit dieser ewrigen Heuchelei.

Also kein Olympia-Boykott mehr, sondern Abschaffung des ganzen Brimbramboriums. Das ist das einzige was keine Heuchelei waere. Womit sich solche verlogenenen Diskussionen abschaffen liessen und man zu wesentlicheren uebergehen koennte. Zum Beispiel endlich mal der DARFUR-Region helfen statt dauernd nur wegen Tibet zu wimmern. Oder wie waere es mal den IRAN Frieden zu schenken? Oder Afganistan? Oder wie steht es mit Birma? Oder Guantanamo.
Das waere es doch mal. Boykott zur Solidarisierung mit Birma, Iran, Guantanamo, Afganistan, Darfur usw.usf.!
Wie? Das bringt nichts? Das ist Schwachsinn?
Eben. Genauso wie der Boykott-Aufruf der olympischen Spiele.
Meine Meinung.



Abraços
Careca

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 Betreff des Beitrags: Re: Olympia-Boykott Peking
BeitragVerfasst: 05 Jul 2008 16:45 
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Beiträge: 2875
Man sollte dabei eines nicht vergessen: Heute geht es in China mit Sicherheit demokratischer zu als vor 7 Jahren, als das IOC seine Entscheidung gefällt hat. Die Chinesen grinsen sich einen ... es ist ihnen nämlich vollkommen Wurscht, ob da die deutsche Bundeskanzlerin sitzt und der schweizer Bundespräsident oder nicht. So wurscht, wurschter geht es gar nicht. Es interessiert auch niemanden, ob der ein oder andere Sportler ins Stadion einläuft oder nicht. Sie können machen, was sie wollen - selbst wenn die Polizei ausserhalb des Stadion Demonstranten während der Eröffnungsshow niederknüppeln wird, drei Tage später ist es vergessen ...

Es gab nur einen Weg: VOR der Entscheidung hätte das NOC der Schweiz oder Deutschland entscheiden müssen, die olympischen Spiele 2008, sollten sie in China stattfinden, zu boykottieren. Und sich nun in Gänze daran halten.

Denn jahrzehntelang wurde weggesehen - mit Absicht. Und nur weil jetzt ein Sportereignis stattfindet, macht man auf Protest. Muss die Olympiade denn wirklich politisch missbraucht werden?

Ich sehe es schon für Brasilien 2014: die Industrienationen werden Brasilien auffordern, bedingungslos ab sofort keinen Grashalb mehr im Amazonas anzutasten oder die Schiessereien in den Favelas zu beenden, sonst boykottiert man die Fussball-Weltmeisterschaft ...

... die ganze Diskussion ist lächerlich ...



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 Betreff des Beitrags: Re: Olympia-Boykott Peking
BeitragVerfasst: 05 Jul 2008 16:48 
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Beiträge: 511
Wohnort: BH / Patos de Minas
Seine persönliche Meinung zu äussern ist meines Erachtens niemals lächerlich.

Es gab Zeiten da wurde die persönliche Meinung diktiert.



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 Betreff des Beitrags: Re: Olympia-Boykott Peking
BeitragVerfasst: 05 Jul 2008 17:14 
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Schwobaseggl hat geschrieben:
Seine persönliche Meinung zu äussern ist meines Erachtens niemals lächerlich.

Es gab Zeiten da wurde die persönliche Meinung diktiert.


Die Zeiten sind noch nicht vorbei. Ich respektiere deine persönliche Meinung. Sei froh dass du sie äussern kannst. Diese Möglichkeit ist keinesfalls als "lächerlich" zu bezeichnen.

Aber der Inhalt .... das steht auf einem anderen Blatt. Mal Hand aufs Herz: um was gehts dir eigentlich?

Um Menschenrechte? Um Produktpiraterie? Um Abzockerunternehmen? Um Umweltverschmutzung? Um alles zusammen?

Dürfen Sportveranstaltungen in nicht demokratischen Ländern nicht stattfinden? Warum dürfen dann Athleten aus nicht demokratischen Ländern an Sportveranstaltungen in demokratischen Ländern teilnehmen? Es wäre doch viel sinnvoller, diese auszugrenzen, denn die nächsten 50 Jahre an z.B. keiner Olympiade teilnehmen zu dürfen tut weh für den Nationalstolz. Die nächsten 50 Jahre wird aber z.B. China mit Sicherheit keine Olympiade mehr ausrichten. Also, wen juckts.

Wenigstens steht China zur Politik! Könnten auch 50 Leute freilassen, mal paar Truppen abziehen, ein bissl Kratzbuckeln und der schweizer Präsident würde bei der Eröffnung von der Tribüne winken. Und noch bevor die Paralympics beginnen, ist alles wie vorher ... jesses - auch darum ist diese Diskussion lächerlich.

Wenn man wirklich was tun will, gibts doch Varianten: Schmeisst doch China aus dem Weltsicherheitsrat. Schmeisst China aus der Fifa!!!! Schmeisst China aus dem IOC! Kann mich nicht erinnern, dass die Schweiz oder Deutschland da via Politik oder in ihren nationalen Verbänden irgendwelche Anträge eingereicht hätten. Dann brecht die diplomatischen Beziehungen ab. Verbietet euren Bürgern dort hin zu reisen. Entzieht ihnen das elendige Vetorecht, welches schon tausenden von Menschen das Leben gekostet hat.

Achja, wo war dein Protest vor der Frauenfussball-WM? War nicht wichtig genug? War ja nur Fussball und Frauen ... die im Knast sitzenden Dissidenten werdens verstehen, dass da niemand das Maul aufgerissen hat. Da war die Situation NOOOOCH ganz anders.

Also so kurz vorm Ziel gibt es nur ein einziges Mittel (welches natürlich nicht umsetzbar ist):
STELLT EUCH VOR, ES IST OLYMPIADE IN CHINA UND KEINER GEHT HIN.



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