OP in Deutschland,aber wie sich dort kurzfristig versichern?

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OP in Deutschland,aber wie sich dort kurzfristig versichern?

Beitragvon Scirocco » So 22. Apr 2012, 11:01

Hallo,

Ich lebe seit ca. 20 Jahren im Ausland und bin hier privat krankenversichert.
Leider bezahlt meine Versicherung nicht fuer eine OP in Deutschland. Dort hat man ein neues OP-Verfahren entwickelt, welches ich an mir durchfuehren lassen moechte.
Wie lange dauert es bis man wieder pflichtversichert ist in Deutschland und wie lange dauert es mit der Anmeldung (deutsche Behoerdenwege sind ja wie man weiss recht muehsam)?
Muss man dafuer deutschen Wohnsitz nachweisen?
Ist man sofort versichert oder gibt es eine Karrenzzeit?
Kann man das auch schon von hier telefonisch oder ueber's Netz machen?

Vielen Dank schon einmal.
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Re: OP in Deutschland,aber wie sich dort kurzfristig versich

Beitragvon cabof » So 22. Apr 2012, 11:50

Ein legaler Weg wäre, nach Deutschland zurückkommen, feste Meldeadresse und sich arbeitssuchend melden, könnte sein, man fällt in
Hartz IV und ist somit sofort Kassenpatient, da gibt es keine Wartezeiten. Bei neuen Operationsmethoden mußt Du sicherstellen, das
die deutsche Krankenkasse diese auch bezahlt. Viel Glück! Ob es behördlicherseits verlangt wird, Dich in Brasilien abzumelden weiß
ich nicht.
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Re: OP in Deutschland,aber wie sich dort kurzfristig versich

Beitragvon amazonasklaus » So 22. Apr 2012, 19:25

Zwar ist Dein Anliegen nachvollziehbar, aber andererseits möchtest Du einfach nur Deine Behandlungskosten sozialisieren. Falls Du jenseits 50 bist, werden sich die gesetzlichen Krankenkassen massiv gegen Deinen Beitritt wehren. Wie die Rechtsgrundlage aussieht, weiss ich nicht, aber vielleicht ist der oben beschriebene Weg ein Ansatzpunkt. Die privaten Krankenkassen lehnen Dich aus verständlichen Gründen garantiert ab. Man kann sich auch als Selbstzahler in Deutschland behandeln lassen.
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Re: OP in Deutschland,aber wie sich dort kurzfristig versich

Beitragvon cabof » So 22. Apr 2012, 20:32

Widerspruch. Die gesetzlichen Krankenkassen sind verpflichtet Versicherte jeden Alters aufzunehmen. Probleme indes gibt es, bei
Versicherten, jenseits der 50, die immer privat versichert waren und plötzlich wegen der hohen Beiträge in die Gesetzliche wechseln
wollen, das geht so einfach nicht, da sind Hürden - ich weiß auch nicht wie die Rechtssprechungen ausgegangen sind. Das nur am Rande.

Zu seinem Anliegen kann man stehen wie man will, er ist ein Landsmann von uns, jeder Bimbo und Orientale der hier ist kommt auch in
den Genuß einer Behandlung, die Regierung schmeisst so viel Geld raus, da kommt es auf einen einzelnen Fall nicht mehr an. Meinen
Segen hast Du und wünsche Dir eine gute Lösung. Kannst ja mal erzählen.
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Re: OP in Deutschland,aber wie sich dort kurzfristig versich

Beitragvon Christian B. » So 22. Apr 2012, 20:59

cabof hat geschrieben:... Zu seinem Anliegen kann man stehen wie man will, er ist ein Landsmann von uns, jeder Bimbo und Orientale der hier ist kommt auch in
den Genuß einer Behandlung, ....

Richtig, muss auch aber auch erwähnt werden, dass die Bimbos und Orientales nie weg sind und nur wieder kommen wiel es gerade passt. :D
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Re: OP in Deutschland,aber wie sich dort kurzfristig versich

Beitragvon amazonasklaus » So 22. Apr 2012, 21:43

cabof hat geschrieben:jeder Bimbo und Orientale der hier ist kommt auch in
den Genuß einer Behandlung

Solange diese Leute Mitglied einer Krankenversicherung sind, ist das auch gut so.

Im Übrigen halte ich diese rassistische Äußerung für inakzeptabel.
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Re: OP in Deutschland,aber wie sich dort kurzfristig versich

Beitragvon Scirocco » So 22. Apr 2012, 21:53

Hallo,

Ich werde die Euro2,500 der OP aus meiner Tasche bezahlen. Ist kein Problem. Ein Freund welcher an Krebs erkrankt ist und in Brasilien normalerweise lebt sagte nur es waere kein Problem mit der gesetzlichen Krankenkasse. Das ist aber doch ein wenig zu umstaendlich fuer diese eine OP.

Ich habe knapp 20 Jahre in Deutschland in das Sozialwesen bezahlt, aber so gut wie nie etwas davon in Anspruch nehmen muessen.
Auch habe ich noch waehrend meines Auslandsaufenthaltes freiwillig monatlich in die deutsche Rentenkasse eingezahlt um die 20 Jahre voll zu bekommen. Wenn ich soweit bin, gibt es eh keine normale Rente mehr.
Was solls...

Einen schoenen Sonntag noch. :D
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Re: OP in Deutschland,aber wie sich dort kurzfristig versich

Beitragvon Gunni » So 22. Apr 2012, 22:48

@cabof

....sind verpflichtet Versicherte jeden Alters aufzunehmen


...endlich mal wieder ein interessantes Thema :-) - - - Aus eigener Erfahrung muß ich sagen, daß das mit dem "verpflichten" so eine Sache ist - die "Pflicht" gilt eigentlich nur für Leute, die sich nicht unter irgendeinem Grund schonmal aus dem System "verabschiedet" haben, sei es durch Auslandstätigkeit etc.

Die Gesetzesgrundlage wurde schon in der Kolonialzeit dafür gelegt und ist bis heute aktiv (!!) - - unglaublich aber war - - damals wollte man verhindern, daß sich ein Reichsbürger bspw. in Deutsch-Ostafrika aufhält und dann zurückkommt, um sich von einer teuren Tropenkrankheit auf Reichskosten zu kurieren.

Angenommen, du bis mehrjährig in Übersee und hast dich aus dem deutschen System durch private Vorsorge oder lokale Vorsorge "verabschiedet", so gibt es eigentlich nur 2 Möglichkeiten, die dich wieder in das System zurückbringen

(1) Anwartschaftsversicherung - laufend bezahlt - lückenlos AB deiner "Verabschiedung" aus dem System

(2) falls (1) inexistent, das Nachzahlen der vollen AG und AN-Beiträge ab deiner "Verabschiedung"

Selbst eine versicherungspflichtige Tätigkeit, bringt dich zwar zurück in das System - ABER mit einer Besonderheit - die Kassen haben nun die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob die Kosten übernommen werden oder nicht (da gibts sogar einen Paragraphen für !!) - - bei einer kleinen Grippe sicher kein Thema, aber bei einer teuren Krebsbehandlung kann das ganz schnell nach hinten losgenen.

Einzig sauber sind (1) und (2) oder optional bei der Rückkehr in eine private Versicherung zu gehen.

Ich würde mir da aber nicht wirklich einen Kopp machen - zum einen sind auch brasiianische Krankenhäuser teils extrem gut und zum anderen kann sich das sogar rechnen, nicht versichert zu sein (wenn man entsprechende Rücklagen gebildet hat)

Gruß - Gunni
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Re: OP in Deutschland,aber wie sich dort kurzfristig versich

Beitragvon Elsass » Mo 23. Apr 2012, 05:16

Scirocco hat geschrieben:Ich werde die Euro 2,500 der OP aus meiner Tasche bezahlen.

Das ist in etwa die Haelfte eines Jahresbeitrags eines Versicherern mit einem Einkommen knapp unterhalb der Beitrags-Bemessungsgrenze. :cool:
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Re: OP in Deutschland,aber wie sich dort kurzfristig versich

Beitragvon Reviersport » Mo 23. Apr 2012, 11:16

cabof hat geschrieben:
..... jeder Bimbo und Orientale der hier ist kommt auch in
den Genuß einer Behandlung, die Regierung schmeisst so viel Geld raus, da kommt es auf einen einzelnen Fall nicht mehr an.


Solche Bezeichnungen fuer auslaendische Mitbuerger, auch aus anderen Kulturkreisen und anderer Hautfarbe, finde ich total daneben und fordere die Forumsleitung auf, den Verfasser mal zur Ordnung zu rufen.
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