Pantanal Oktober 2013 - Ein Reisebericht

Infos und Tipps zu Hotels, Pousadas, Städten und Regionen entlang des Giganten "Rio Amazonas" und rund ums Pantanal

Pantanal Oktober 2013 - Ein Reisebericht

Beitragvon Trem Mineiro » Sa 19. Okt 2013, 21:47

Nachdem wir in letzter Zeit einige Haufen Anfragen zum Urlaub ins Pantanal abgearbeitet haben, habe ich mich nun selber aufgemacht, mal wieder ins Pantanal zu fahren. Meine Frau hat mich begleitet, für sie die erste Reise dorthin, für mich eine große Hilfe, weil sie als Biologin ein anderes Verhältnis zur Natur hat als ich als gemeiner Tourist.

Vorher hab ich mir nochmal die alten Unterlagen von meiner Süd-Pantanal-Reise angeschaut und Lemi’s Buch über seine Nord-Pantanal-Reise in 1995 gelesen. Danach hab ich gehofft, dass sich zwischenzeitlich seit 1995 hoffentlich einiges verbessert hat.

Ausgangspunkt für unsere Reise war Belo Horizonte, von dort sind es rund 1600 km bis ins Pantanal. Wir haben uns wieder für’s Auto entschieden, weil man vor Ort einfach flexibler ist. Dazu sollte man allerdings einen robusten Wagen haben, zumindest wenn man ins Pantanal hinein will. Vor Ort kann man in der Regel keinen Allrader zu vernünftigen Preisen mieten.

Allrader ist aber kein MUSS, jedenfalls nicht auf den Hauptstrecken und bei unsere Wetter (-Feuchtigkeitsverhältnissen) Das bringt uns dann zum Thema Reisezeit. Wie man uns vor Ort sagte, beginnt die Regenzeit, die dann langsam das Pantanal auffüllt normalerweise im Dezember und es braucht schon 2 Monate festen Regen, bis das Wasser im Pantanal merklich ansteigt. Ich hatte in früheren Beiträgen schon den November als kritisch angegeben und auch die 2. Oktoberhälfte als nicht mehr sicher.
Allerdings regnet es im Oktober und November auch mal heftig, auch wir hatten 2 heftige Regentage, die Ausflüge schwierig machten. An den Tagen waren wir dann froh, dass wir Allrad-Antrieb hatten, weil die Wege recht verschlammt waren. Aber da muss man ja nicht hin.
Regenzeit ist Mückenzeit. Während der Trockenperiode (Juni-November) hat man da kaum Probleme, dazu hat unser Mückenmittel für die paar, die da nach den Regentagen rumschwirrten, halbwegs gewirkt.
Im Oktober ist das Nord-Pantanal noch nicht trocken, die Hauptflüsse (Rio Miranda, Cuiaba, Paraguai etc. haben viel Wasser, einige kleinen Flüsse auch. Viele der kleinen bilden kleine Tümpel, um die herum gruppieren sich dann Jacares, Capivaras, viele Vögel, Rehe und sonstiges.
Wir sind in 2 Tagesreisen a 800 km in Richtung nördliches Pantanal angereist. Die Straßen in Minas sind gut, in Goias hervorragend und in Mato Grosso schlecht. Dort wird immer noch die letzte Ernte in Richtung Süden und Sao Paulo abtransportiert, ich habe gefühlte 10.000 LKWs überholt, leer und daher flott unterwegs und mir sind nochmal 10.000 weitere schwer beladen entgegen gekommen, manchmal blieb da nur der Randstreifen für mich übrig. Wenn man bedenkt, dass das ein Sonntag war, möchte ich nicht wissen, wie es in der Woche aussieht
Je weiter nachWesten, je teurer der Sprit, wir sind mit 2,60 Reais für den Liter Gasolina gestartet und haben uns bis 3,20/l hochgearbeitet. In Mato Grosso ist halt die Sprittsteuer sehr hoch.

Unsere Anlaufstelle im MT war die Chapada dos Guimaraes mit der gleichnamigen Stadt. Attraktion dort ist die abfallende Kante in Richtung Pantanal Tiefebene mit dem hohen Wasserfall „Veu da Noiva“. Es kursieren da immer noch Informationen, dass der gleichnamige Park nach einen Tödlichen Unfall geschlossen ist bzw. dass man nur mit einem Führer rein kommt (Hotel-Information). Wahr ist, das der Park offen ist, keinen Eintritt kostet und die Plattform, von der der Wasserfall gut sichtbar ist, zugänglich ist. Man darf nur nicht mehr zum See am Fuß des Wasserfalls runterkraxeln, weil es da den Erdrutsch gegeben hatte.
Für uns wardas auch nicht so wichtig, es hatte die ganze Nacht und bei unserem Besuch am Wasserfall geregnet, so dass wir weiter gezogen sind. Bei Sonne ist die Chapada sicher ein sehenswerter Ort für 2-3 Tage Aufenthalt.

Wir sind also noch am gleichen Tag weiter durch Cuiaba in Richtung Pokone, zum Tor ins Pantanal. Cuiaba vergessen wir mal schnell, die Stadtdurchfahrt eine Riesenbaustelle mit Verkehrschaos. Wer dort seine Spiele machen muss ist bestraft. Die Stadt selber völlig unattraktiv.
Hinter Pokone beginnt die Pantaneira, einer der Höhepunkte unserer Pantanalreise. Man muss sich nicht mehr wie damals bei Lemi registrieren lassen und die Naturparkvorschriften akzeptieren. Die Pantaneira zieht sich über 135 km hin, ist eine gut ausgebaute Erd-/Schotterpiste mit ca. 128 Brückenbauwerken, 2 davon aus Beton.
Der Rest ist aus Holz, die meisten in gutem Zustand, 4 oder 5 gesperrt bzw. unpassierbar, die meisten der Brücken kann man in der Trockenzeit umfahren, was vor allem für Lastwagen der bessere Weg ist.
Zu den Brücken gehören dann auch entsprechend viele Wasserläufe, die z.T. ausgetrocknet sind, viele bilden auch nur noch Tümpel. Es gibt aber auch noch viele wasserführende Flüsschen.
Für die Strecke muss man 4-5 Stunden rechnen, wobei man da schon auf dem Tacho um die 80-90 km/h darauf hat, allerdings muss man auch 128 mal auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen und 80 mal anhalten, weil sich unter den Brücken die einheimische Tierwelt versammelt. Die erlebt man dann aus 5 – 20 Metern Entfernung, Jacares, Capivaras, Füchse, Affen, Rehe, Gürteltiere, alle Vogelarten, gefehlt hat uns nur Tamanduar und Araras. So kommen dann auf die Fahrzeit von 3 Stunden dann halt 2 Stunden Tierbeobachtung und Photographien hinzu, in der kurzen Zeit bald 800 Fotos.

Ziel der Straße ist Porto Jofre, dass nur aus einer Hotel-Fazenda, einer Landepiste und einem Bootsanleger besteht. Auf der Hotelanlage gab’s dann wieder die Vogelpalette einschl. Araras Azul, praktisch handzahm.

Das Hotel, dass direkt am Rio Cuiaba liegt, ist vornehmlich auf Fischer und Angler und Tierfotografen, auch Professionelle, spezialisiert. Die Nichtfischer sind überwiegend Ausländer. Wenn man noch mehr Tiere sehen will kann man von dort aus auch Touren zu anderen Fazendas an der Pantaneira buchen, auf so einer war wohl auch Lemi auf seiner Reise gewesen.
Das Hotel bietet eine unerwartete Besonderheit, in der Gegend gibt es so um die 6 Oncas Pintadas. Um sie zu beobachten, muss man mit dem Boot in die Seitenarme des Rio Cuiaba reinfahren und in der Regel liegt dann irgendwo am Ufer ein Onca rum. Unser hat uns über mehrere hundert Meter am Ufer begleitet, hat so für 80 Fotos gereicht. Der Bootsführer hat vehement abgestritten, dass der Onca nachher für seinen Auftritt mit einem Brocken Cupim, was leider die Lieblingsspeise der Oncas ist, belohnt wurde. Die Fazendeiros beklagen, dass die Oncas manchmal in einer Nacht 2-3 Kühe anfallen und jeweils nur das Cupim-Stück fressen, das von mir so geschätzte Picanha verrottet dann.
Zu unserer Zeit ist keine Bootstour zurück gekommen, ohne Oncas gesichtet zu haben. Ist auch alles nicht ganz billig, zu den Übernachtungskosten von 650 Reais /Nacht( Vollpension DZ) kommen nochmal 500 Reais für die 2 stündige Bootstour hinzu, wohl dem, der noch 2 Mitfahrer findet. Man muss schon ein ganzes Stück den Fluß hoch, was eine Menge Benzin kostet. Wir sind dann 2 Nächte dort geblieben, was auch mangels anderer Attraktionen (bin kein Angler) ausreichend ist.

Porto Jofre und der Rio Cuiaba bilden gleichzeitig die Südgrenze von Mato Grosso. Leider hat sich dort meine Befürchtung bestätigt, dass man trotz Fähre und einer weiteren Straßenführung bei Google Earth nicht wirklich weiter nach Süden fahren kann. Dort fehlen etwa 150 km echte Straße bis Nhecolandia wo die Südliche Parkstraße endet. Dort gibt es nur Verbindungswege von Fazenda zu Fazenda wobei der Zustand der Brücken auch völlig ungesichert ist.

Schade, wir haben uns dann auf den Rückweg gemacht, wieder zurück nach Pokone, Cuiaba, Rodononopolis (wo mir ein Zahnarzt einen Backenzahn ziehen musste) und dann weiter nach Campo Grande, Miranda und dann zur Fazenda Sao Francisco, wo wir für 4 weitere Nächte eingebucht waren. Dieser Weg ums Pantanal herum macht so 1400 km aus, insgesamt durch ruhige Natur, gute Straßen und mäßig vielen LKWs. Zu Mato Grosso muss man noch sagen, dass das Land eine riesige, flache Ackerbaufläche ist, Soja, Mais, Zuckerohr und manchmal auch Baumwolle. Kaum Städte und Dörfer, nur große Verarbeitung- und Lagerstätten (Agrarfabriken, Silos) mit ein paar Hütten in der Nähe. Die Besitzer dieser Fazendas sitzen irgendwo in Sao Paulo, USA oder Mecklenburg Vorpommern (kein Witz). Ein leeres Land, völlig abgeholzt, dort wo Berge sind gibt es höchstens ein paar Büsche, die als Brennholz nichts taugten

In Mato Grosso do Sul wird es dann ein bisschen besser, bessere Straßen, mehr Dörfer, mehr Wald und Buschland. Parallel zu BR 262 (die ja auch durch BH geht) gibt es dort noch eine Bahnstrecke bis zur Bolivianischen Grenze auf der zwischen Campo Grande und Miranda sogar noch ein Touristenzug (Trem do Pantanal) fährt. Leider nur noch einmal im Monat, der Zug war grade in Miranda reisefertig abgestellt.
In Campo Grande wird auch der Westen Brasiliens verteidigt, die Stadt ist im Westteil voller Kasernen und Militärgerät, auch sieht man in der Stadt viele Soldaten. Den Feind haben wir allerdings nicht gefunden.

Fortsetzung folgt………


Gruß
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Re: Pantanal Oktober 2013 - Ein Reisebericht

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 1. Nov 2013, 00:41

so, jetzt geht's weiter. Hat ein wenig gedauert aber die Leute wollen auch die Fotos sehen.

Von Campo Grande ging es dann so um die weiter in Richtung Westen auf der BR262 über Miranda zur Fazenda Sao Francisco.
Zur Fazenda Sao Francisco wurde ja schon einiges geschrieben. Das ist eine riesige Reis-Farm mit einem noch größeren Naturgelände. Durch den Reis und das Bewässerungssystem gibt es ein großes Futterangebot, was wohl die Tiere, vor allem Vögel anzieht. Die Fazenda liegt direkt an der BR 262 in der Nähe des Rio Miranda bzw. an einem der vielen (in der Trockenzeit) toten Seitenarmen. Die Fazenda hat einfache aber moderne Unterkünfte, mit Split-Geräten klimatisiert und schließt im horrenden Übernachtungspreis von 950 Reais für das DZ alle Mahlzeiten und 3 Touren täglich ein.
.
Da geht’s dann auf Spezialfahrzeugen durch die Felder und die Wildnis, Reiter-Touren, Kanu-Touren und Bootsfahrten zum Piranha-Angeln mit anschließendem Verfüttern der armen Dinger an Kaimane und Adler bzw. Reiher.
Dort sind uns dann mehrere Tamandua Bandeira, Pantanal-Hirsche, Schlangen, und nachts Jaguartiricas, Tatus, Wolfshunde etc. über den Weg gelaufen. Und natürlich war auch die ganze Vogelwelt präsent, nach 10 Tukanos haben wir dann den 11. nicht mehr fotografiert.

Höhepunkt einer Nacht-Tour war ein Onca Pintada, der unseren Wagen für bald 1.000 m begleitete und sich nicht vom kräftigen Suchscheinwerfer oder dem Motorgeräusch stören ließ. Daran war er wohl gewöhnt. Für alle Foto-Fans: Leider geben Digi-Casms bei Dunkelheit und bewegten Motiven kaum noch akzeptable Bilder. Die Videofunktion der Kameras funktioniert dagegen jedoch hervorragend und liefert sehr schöne Videos, in unserem Fall sogar in HD.
Am letzten Tag gab’s dann nochmal Onca-Alarm, alle Man auf den Wagen und wir konnten dann nochmal einen anderen Onca bei schwindendem Tageslicht beobachten.

Der allgemeine Service auf der Fazenda war gut, die Leute im Service haben sich sehr bemüht. Das Essen war einfach, aber reichhaltig, alles lokale Produkte, selbst gebackenes Brot. An einem Abend wurde ein Freiluft-Churrasco mit Tanz und Büffet veranstaltet, selbst da stellten sich Wolfhunde, Rehe und ein Tatu am Rande des Lichtkreises des Lagerfeuers ein. Auf der Fazenda gab es trotz der vielen Bewässerungskanäle und toten Flussarme kaum Mücken. Die Fazenda ist wohl ganzjährig geöffnet
Letztendlich waren wir mit dem Verlauf der Fazenda-Tage voll zufrieden, 4 Tage ohne Autofahren und so ausgefüllt, das man hungrig an den Tisch kam und nach der letzten Nachttour meist todmüde ins Bett fiel. Frühstück dann schon wieder ab 7:00 Uhr.

Nach 4 Nächten ging es dann weiter in Pantanal hinein, nach 100 km in Richtung Corumba gibt es ein weiteres Teilstück der Pantaneira (Süd) Straße mit einigen Pousadas. Da das Tankstellen-Netz sehr dünn ist, mussten wir dann erst mal weiter in Richtung Corumba fahren um hinter der enormen Brücke über den Rio Paraguay nochmal den Tank zu füllen. Wir haben dann dort festgestellt, dass man auch von Corumba aus in die Pantaneira-Süd einfahren kann und sind dann gleich mal nach Corumba gefahren, das direkt an der Bolivianischen Grenze liegt.
Vor Corumba wird deshalb die Straße rigoros vom Militär überwacht, jedes Auto wird angehalten und die Autopapiere, Führerschein und Ausweise kontrolliert. Eine freundliche Bitte für ein Foto der Kontrolle wurde abgelehnt.
Corumba ist nichts Besonderes, hat aber einen großen Fluss-Hafen voller Hotelschiffe, von denen man Angeltouren und Ausflüge ins Pantanal unternehmen kann. Die Gegend ist sehr bergig und blockiert damit den Wasserabfluss aus dem Pantanal (Nord 150 m Höhe, im Südteil 115 m). Das ganze Wasser muss über den Rio Paraguay raus, der sich dort durchs Gebirge schlängelt.

Wir sind von dort dann nach 10 km auf der BR 262 in die Pantaneira-Süd eingefahren und wurden schon nach wenigen Kilometern wieder von einer Militärkontrolle angehalten und wieder komplett kontrolliert. Wer dort unterwegs ist, sollte seine Papiere in Ordnung haben. Zusätzlich war dort auch noch die Militärpolizei der Armee präsent.

Auf der Pantaneira muss man sich dann erst mal durch die Berge schaffen, Passhöhe um die 500 m, um dann wieder ins Pantanal runterzufahren. Dort geht es dann auch wieder mit einer abenteuerlichen Fähre zurück über den Rio Paraguay. Die Pantaneira ist dann wieder eine Erdstraße mit den bekannten Brücken, diesmal aber in einem sehr gepflegten Zustand, zugelassen für 15 to. Die Brücken haben aber auch einen Tieflader mit Schildraupe, geschätzten 40 to ausgehalten, wie wir beobachten konnten.
Der südwestliche Teil des Pantanals ist viel trockener als der nördliche bzw. östliche Teil, dazu ist der Boden sehr sandig und tief, besonders wenn man den Hauptweg verlässt. Es geht dann 70 km nach Osten, anschließend weitere 50 km nach Süden. Auf dem Weg gibt es dann wieder 60 Brücken, aber erheblich weniger Tiere, dazu ist die Straße von Büschen eingesäumt, die einem die Sicht versperren.
Die Poudadas dort sind verglichen mit ihrem Internetauftritten eine Enttäuschung, selbst eine sehr teure (600 Reais für die Nacht) sah sehr heruntergekommen aus. Dazu liegen die abseits der Pantaneira, teilweise 10-12 km im Busch mit abenteuerlichen Zufahrten.
.
Haben dann letztendlich eine vernünftige Pousada am Rio Miranda gefunden und dort die letzten freien Plätze belegt. Die Bettenkapazität im Pantanal ist wohl begrenzt. Dazu ist noch Saison, mit vielen ausländischen Touristen, meist Deutsche, wie uns ein indianischer Führer berichtete. Auch sind viele Betten durch Reiseveranstalter belegt und werden nur zögerlich freigegeben. Reservieren ist besser, aber dann wären wir dort z.B. in einer teuren Schrott-Pousada gelandet, unsere erste Wahl war ganz aufgegeben und verlassen. Dazu funktioniert die Reservierung nur nach geleisteter Anzahlung, also sehr unflexibel.
Unsere Pousada war auch mehr ein Ort für Fischer, man hat da aber auch Touren ins Hinterland organisiert. Wir sind dann am nächsten Tag wieder die Pantaneira zurück gen Norden gefahren um zu sehen ob man nach Nhecolandia die Straße noch weiter befahren kann. Kann man noch ein Stück, aber die Gegend wird immer trockener und buschiger und dort gibt es praktisch nichts mehr zu sehen. Nach Porto Jofre durchzukommen wurde uns nochmal auf der letzten Fazenda als unmöglich bestätigt. Die Versorgung der Leute auf den Fazendas dort funktioniert nur per Schiff über den Rio Cuiaba.

Insofern wird damit meine frühere Aussage bestätigt, dass man auf einer der großen Fazendas im Pantanal gehen soll und man sich die Fahrt über die Südliche Pantaneira sparen kann. Wir haben im Südlichen Teil außer Jacares, Capivaras und ein paar Vögeln nicht viel mehr gesehen als vorher schon.
Der nördliche Teil von Pokone aus war dagegen, wie vorher geschrieben, ein echtes Erlebnis. Vielleicht waren wir zu dem Zeitpunkt auch nach dem Fazenda-Besuch ein wenig verwöhnt.

Wir sind dann nach 2 Nächten in Richtung Miranda zurück und von dort aus nach Bonito gefahren. Bonito ist nicht mehr Pantanal, liegt auch mit 300 m viel höher und bietet seine kristallklaren Flüsse zum Schnorcheln inmitten von Fischen an.
Um Bonito herum liegen dann Höhlen, Wasserfälle, eine Araras-Kolonie, aber für alle diese Ziele muss man vorher buchen, da der Zugang begrenzt ist. Und natürlich teuer. Die Grotta Azul darf z.B. täglich nur von 300 Leuten besichtigt werden, der nächste freie Termin lag 3 Tage später.
Wir hatten Bonito auch mehr als Erholungstag vor der langen Rückreise gesehen, leider hat uns dann auch noch ein heftiger Regen erwischt, als wir grade auf dem Weg zur Serra Bodoquena waren. Dadurch waren die Erdstraßen selbst für uns nahezu unpassierbar. Meine Frau hat den Tag dann für einen Friseurbesuch genutzt und abends gab es dann „Krokodil a la Pantanal“, eine kulinarische Köstlichkeit.

Die Rückfahrt haben wir dann in Richtung Sao Paulo über Bauru – Pouso Allegre angetreten um möglichst viel Autobahn zu fahren. Ist zwar länger aber nochmal 10.000 Überholmanöver wollte ich mir nicht antun. Geärgert haben wir uns über 80 km Baustelle für die wir trotzdem Maut bezahlen mussten, aber von Autobahn noch nix zu sehen war.

Wir waren insgesamt 16 Tage unterwegs und sind 5600 km gefahren. Das Pantanal ist sehr teuer, die Flasche Mineralwasser im Supermarkt 4 Reais, die Flasche Bier auf der Fazenda ab 10 Reais aufwärts, der Caipi 18-20 Reais. Wer auf einer Fazenda aus dem privaten Tank nachtanken muss zahlt 5 Reais für Gasolina. Insgesamt haben wir alleine für Benzin so um die 2.500 Reais ausgegeben.
Aber das Pantanal ist halt eine Ausnahme-Landschaft und die hohen Kosten auch wert. Jetzt geht es daran, die etwas 8.000 Fotos auszuwerten und die Videos zu schneiden.

Gruß
Trem MIneiro
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Re: Pantanal Oktober 2013 - Ein Reisebericht

Beitragvon Cheesytom » Fr 1. Nov 2013, 01:04

Trem Mineiro hat geschrieben:Geärgert haben wir uns über 80 km Baustelle für die wir trotzdem Maut bezahlen mussten, aber von Autobahn noch nix zu sehen war.


Wenn die XX% der durch Auschreibung "ergatterten" Strecke fertiggestellt haben (ich glaube für 35 Jahre), dürfen sie kassieren. Hatte ich in einem Beitrag zur letzten Versteigerung/Ausschreibung einer noch zu erstellenden Verbindung zw. Minas und ??? gepostet.

Trem Mineiro hat geschrieben:Wir waren insgesamt 16 Tage unterwegs und sind 5600 km gefahren. Das Pantanal ist sehr teuer, die Flasche Mineralwasser im Supermarkt 4 Reais, die Flasche Bier auf der Fazenda ab 10 Reais aufwärts, der Caipi 18-20 Reais. Wer auf einer Fazenda aus dem privaten Tank nachtanken muss zahlt 5 Reais für Gasolina. Insgesamt haben wir alleine für Benzin so um die 2.500 Reais ausgegeben.
Aber das Pantanal ist halt eine Ausnahme-Landschaft und die hohen Kosten auch wert. Jetzt geht es daran, die etwas 8.000 Fotos auszuwerten und die Videos zu schneiden


Wir sind natürlich gespannt :wink: und was bin ich froh, dass ich auf der Fazenda 1993 war...
Gruss aus Maceió, Alagoas
Thomas
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Re: Pantanal Oktober 2013 - Ein Reisebericht

Beitragvon fitness » So 15. Dez 2013, 16:58

Trem Mineiro hat geschrieben:so, jetzt geht's weiter. Hat ein wenig gedauert aber die Leute wollen auch die Fotos sehen.

Von Campo Grande ging es dann so um die weiter in Richtung Westen auf der BR262 über Miranda zur Fazenda Sao Francisco.
Zur Fazenda Sao Francisco wurde ja schon einiges geschrieben. Das ist eine riesige Reis-Farm mit einem noch größeren Naturgelände. Durch den Reis und das Bewässerungssystem gibt es ein großes Futterangebot, was wohl die Tiere, vor allem Vögel anzieht. Die Fazenda liegt direkt an der BR 262 in der Nähe des Rio Miranda bzw. an einem der vielen (in der Trockenzeit) toten Seitenarmen. Die Fazenda hat einfache aber moderne Unterkünfte, mit Split-Geräten klimatisiert und schließt im horrenden Übernachtungspreis von 950 Reais für das DZ alle Mahlzeiten und 3 Touren täglich ein.
.
Da geht’s dann auf Spezialfahrzeugen durch die Felder und die Wildnis, Reiter-Touren, Kanu-Touren und Bootsfahrten zum Piranha-Angeln mit anschließendem


Verfüttern der armen Dinger an Kaimane und Adler bzw. Reiher.




Das war ein super toller Reisebericht von Dir.
Ich möchte so eine Tour mit Privatleuten aucz mal machen. Planst Du noch mal so eine Reise ? Wenn ja, dann schicke mir eine PN .
Gruß Fitness (f)


Dort sind uns dann mehrere Tamandua Bandeira, Pantanal-Hirsche, Schlangen, und nachts Jaguartiricas, Tatus, Wolfshunde etc. über den Weg gelaufen. Und natürlich war auch die ganze Vogelwelt präsent, nach 10 Tukanos haben wir dann den 11. nicht mehr fotografiert.

Höhepunkt einer Nacht-Tour war ein Onca Pintada, der unseren Wagen für bald 1.000 m begleitete und sich nicht vom kräftigen Suchscheinwerfer oder dem Motorgeräusch stören ließ. Daran war er wohl gewöhnt. Für alle Foto-Fans: Leider geben Digi-Casms bei Dunkelheit und bewegten Motiven kaum noch akzeptable Bilder. Die Videofunktion der Kameras funktioniert dagegen jedoch hervorragend und liefert sehr schöne Videos, in unserem Fall sogar in HD.
Am letzten Tag gab’s dann nochmal Onca-Alarm, alle Man auf den Wagen und wir konnten dann nochmal einen anderen Onca bei schwindendem Tageslicht beobachten.

Der allgemeine Service auf der Fazenda war gut, die Leute im Service haben sich sehr bemüht. Das Essen war einfach, aber reichhaltig, alles lokale Produkte, selbst gebackenes Brot. An einem Abend wurde ein Freiluft-Churrasco mit Tanz und Büffet veranstaltet, selbst da stellten sich Wolfhunde, Rehe und ein Tatu am Rande des Lichtkreises des Lagerfeuers ein. Auf der Fazenda gab es trotz der vielen Bewässerungskanäle und toten Flussarme kaum Mücken. Die Fazenda ist wohl ganzjährig geöffnet
Letztendlich waren wir mit dem Verlauf der Fazenda-Tage voll zufrieden, 4 Tage ohne Autofahren und so ausgefüllt, das man hungrig an den Tisch kam und nach der letzten Nachttour meist todmüde ins Bett fiel. Frühstück dann schon wieder ab 7:00 Uhr.

Nach 4 Nächten ging es dann weiter in Pantanal hinein, nach 100 km in Richtung Corumba gibt es ein weiteres Teilstück der Pantaneira (Süd) Straße mit einigen Pousadas. Da das Tankstellen-Netz sehr dünn ist, mussten wir dann erst mal weiter in Richtung Corumba fahren um hinter der enormen Brücke über den Rio Paraguay nochmal den Tank zu füllen. Wir haben dann dort festgestellt, dass man auch von Corumba aus in die Pantaneira-Süd einfahren kann und sind dann gleich mal nach Corumba gefahren, das direkt an der Bolivianischen Grenze liegt.
Vor Corumba wird deshalb die Straße rigoros vom Militär überwacht, jedes Auto wird angehalten und die Autopapiere, Führerschein und Ausweise kontrolliert. Eine freundliche Bitte für ein Foto der Kontrolle wurde abgelehnt.
Corumba ist nichts Besonderes, hat aber einen großen Fluss-Hafen voller Hotelschiffe, von denen man Angeltouren und Ausflüge ins Pantanal unternehmen kann. Die Gegend ist sehr bergig und blockiert damit den Wasserabfluss aus dem Pantanal (Nord 150 m Höhe, im Südteil 115 m). Das ganze Wasser muss über den Rio Paraguay raus, der sich dort durchs Gebirge schlängelt.

Wir sind von dort dann nach 10 km auf der BR 262 in die Pantaneira-Süd eingefahren und wurden schon nach wenigen Kilometern wieder von einer Militärkontrolle angehalten und wieder komplett kontrolliert. Wer dort unterwegs ist, sollte seine Papiere in Ordnung haben. Zusätzlich war dort auch noch die Militärpolizei der Armee präsent.

Auf der Pantaneira muss man sich dann erst mal durch die Berge schaffen, Passhöhe um die 500 m, um dann wieder ins Pantanal runterzufahren. Dort geht es dann auch wieder mit einer abenteuerlichen Fähre zurück über den Rio Paraguay. Die Pantaneira ist dann wieder eine Erdstraße mit den bekannten Brücken, diesmal aber in einem sehr gepflegten Zustand, zugelassen für 15 to. Die Brücken haben aber auch einen Tieflader mit Schildraupe, geschätzten 40 to ausgehalten, wie wir beobachten konnten.
Der südwestliche Teil des Pantanals ist viel trockener als der nördliche bzw. östliche Teil, dazu ist der Boden sehr sandig und tief, besonders wenn man den Hauptweg verlässt. Es geht dann 70 km nach Osten, anschließend weitere 50 km nach Süden. Auf dem Weg gibt es dann wieder 60 Brücken, aber erheblich weniger Tiere, dazu ist die Straße von Büschen eingesäumt, die einem die Sicht versperren.
Die Poudadas dort sind verglichen mit ihrem Internetauftritten eine Enttäuschung, selbst eine sehr teure (600 Reais für die Nacht) sah sehr heruntergekommen aus. Dazu liegen die abseits der Pantaneira, teilweise 10-12 km im Busch mit abenteuerlichen Zufahrten.
.
Haben dann letztendlich eine vernünftige Pousada am Rio Miranda gefunden und dort die letzten freien Plätze belegt. Die Bettenkapazität im Pantanal ist wohl begrenzt. Dazu ist noch Saison, mit vielen ausländischen Touristen, meist Deutsche, wie uns ein indianischer Führer berichtete. Auch sind viele Betten durch Reiseveranstalter belegt und werden nur zögerlich freigegeben. Reservieren ist besser, aber dann wären wir dort z.B. in einer teuren Schrott-Pousada gelandet, unsere erste Wahl war ganz aufgegeben und verlassen. Dazu funktioniert die Reservierung nur nach geleisteter Anzahlung, also sehr unflexibel.
Unsere Pousada war auch mehr ein Ort für Fischer, man hat da aber auch Touren ins Hinterland organisiert. Wir sind dann am nächsten Tag wieder die Pantaneira zurück gen Norden gefahren um zu sehen ob man nach Nhecolandia die Straße noch weiter befahren kann. Kann man noch ein Stück, aber die Gegend wird immer trockener und buschiger und dort gibt es praktisch nichts mehr zu sehen. Nach Porto Jofre durchzukommen wurde uns nochmal auf der letzten Fazenda als unmöglich bestätigt. Die Versorgung der Leute auf den Fazendas dort funktioniert nur per Schiff über den Rio Cuiaba.

Insofern wird damit meine frühere Aussage bestätigt, dass man auf einer der großen Fazendas im Pantanal gehen soll und man sich die Fahrt über die Südliche Pantaneira sparen kann. Wir haben im Südlichen Teil außer Jacares, Capivaras und ein paar Vögeln nicht viel mehr gesehen als vorher schon.
Der nördliche Teil von Pokone aus war dagegen, wie vorher geschrieben, ein echtes Erlebnis. Vielleicht waren wir zu dem Zeitpunkt auch nach dem Fazenda-Besuch ein wenig verwöhnt.

Wir sind dann nach 2 Nächten in Richtung Miranda zurück und von dort aus nach Bonito gefahren. Bonito ist nicht mehr Pantanal, liegt auch mit 300 m viel höher und bietet seine kristallklaren Flüsse zum Schnorcheln inmitten von Fischen an.
Um Bonito herum liegen dann Höhlen, Wasserfälle, eine Araras-Kolonie, aber für alle diese Ziele muss man vorher buchen, da der Zugang begrenzt ist. Und natürlich teuer. Die Grotta Azul darf z.B. täglich nur von 300 Leuten besichtigt werden, der nächste freie Termin lag 3 Tage später.
Wir hatten Bonito auch mehr als Erholungstag vor der langen Rückreise gesehen, leider hat uns dann auch noch ein heftiger Regen erwischt, als wir grade auf dem Weg zur Serra Bodoquena waren. Dadurch waren die Erdstraßen selbst für uns nahezu unpassierbar. Meine Frau hat den Tag dann für einen Friseurbesuch genutzt und abends gab es dann „Krokodil a la Pantanal“, eine kulinarische Köstlichkeit.

Die Rückfahrt haben wir dann in Richtung Sao Paulo über Bauru – Pouso Allegre angetreten um möglichst viel Autobahn zu fahren. Ist zwar länger aber nochmal 10.000 Überholmanöver wollte ich mir nicht antun. Geärgert haben wir uns über 80 km Baustelle für die wir trotzdem Maut bezahlen mussten, aber von Autobahn noch nix zu sehen war.

Wir waren insgesamt 16 Tage unterwegs und sind 5600 km gefahren. Das Pantanal ist sehr teuer, die Flasche Mineralwasser im Supermarkt 4 Reais, die Flasche Bier auf der Fazenda ab 10 Reais aufwärts, der Caipi 18-20 Reais. Wer auf einer Fazenda aus dem privaten Tank nachtanken muss zahlt 5 Reais für Gasolina. Insgesamt haben wir alleine für Benzin so um die 2.500 Reais ausgegeben.
Aber das Pantanal ist halt eine Ausnahme-Landschaft und die hohen Kosten auch wert. Jetzt geht es daran, die etwas 8.000 Fotos auszuwerten und die Videos zu schneiden.

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Re: Pantanal Oktober 2013 - Ein Reisebericht

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 17. Jan 2014, 23:49

Oi Gente
heute gab's bei Globo einen Reisebericht über das Pantanal - Süd. Deckt ziemlich genau unsere Tour im Süden ab. Faz. Sao Francisco und die Pantaneira von West nach Süd. Nur unsere Oncas haben sie nicht ins Bild bekommen.

http://g1.globo.com/jornal-hoje/noticia/2014/01/natureza-e-animais-disputam-lentes-dos-turistas-no-pantanal-de-mt.html

Gruß
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Re: Pantanal Oktober 2013 - Ein Reisebericht

Beitragvon Täubchen » Fr 23. Okt 2015, 17:33

Toller Bericht! Danke! Klingt spannend!
Weißt du ob es in der Gegend auch günstigere Camping-Plätze gibt oder ist man auf die teuren Pousadas und Fasendes angewiesen?

Liebe Grüße!
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Re: Pantanal Oktober 2013 - Ein Reisebericht

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 23. Okt 2015, 18:02

Es gibt sicher am Rande der Pantaneira Nord ein paar einfachere Pousadas. Camping wird es dort nicht geben, da ein National-Park, am Eingang hängen 20 Verbotsschilder.

Auf der West Pantaneira gab es mal eine Hängematten-Pousada
06d Pantaneira Sul 199.JPG


Dazu wäre mir nicht wohl, wenn solche Burschen nachts ums Zelt schleichen
05d Passeio da Noite 018.JPG


Das Bild ist vom Boot aus gemacht.
031.JPG


Dazu sollte man das mit dem "teuer" relativieren. In den Pauschal-Angeboten sind außer der Übernachtung (Preis für 2 Personen im DZ) 3-4 Mahlzeiten (gibt meist kein Restaurant in der Nähe) und die ganzen Ausflüge mit enthalten. Und nur die garantieren, dass du die komplette Tierwelt erlebst. Wir haben die Onca's sowohl im Norden, wie auch im Süden gesehen, alleine wäre das kaum gelungen. Wir fanden insofern die Preise angemessen.

Denkt bitte bei der Planung an die Reisezeit, parallel gibt es einen Thread, wo jemand im Mai Juni Reisen will, zur Hochwasserzeit.

Gruß
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Re: Pantanal Oktober 2013 - Ein Reisebericht

Beitragvon jorchinho » Fr 23. Okt 2015, 18:44

Schöne Fotos.... So ein herrliches Tier mal live zu erleben....Klasse....ein Traum....
Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich gern hätten.
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Re: Pantanal Oktober 2013 - Ein Reisebericht

Beitragvon Colono » Fr 23. Okt 2015, 18:55

Also auch meine Story vom peixe morto.

Als ich das letzte mal im Pantanal war gab es noch keine Digitalfotografie. Hab mal etwas eingescannt. Wir waren da ziemlich weit drin hinter Corumbá (Rio Taquari) in einer einfachen Pousada bei einer Fischerfamilie. Strom gab es nur nachts vom Generator. Am Tag sind wir mit dem Aluboot durch die Suempfe gefahren oder haben am Ufer wirkliche Piranhas geangelt. Klar man trifft schon ein paar wilde Tiere aber dafuer sind die naechtlichen Mueckenschwaerme unertraeglich. Meine brasilianische Frau wuerd ich da nicht mitnehmen.
War der teuerste aber zugleich spartanischte Ausflug den ich je machte. :mrgreen:

1,5m Jaú Fisch wird gerade von Piranhas abgenagt

TOTERFISCH.jpg


PIRANHA.jpg

Piranhagarantie beim Angeln
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