Photovoltaik in Brasilien

Aktuelle Tendenzen und Prognosen der brasilianischen Regierungspolitik und Wirtschaftsentwicklung / Daten und Fakten aus der mehr als 500-jährigen Geschichte Brasiliens

Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon BeHarry » Fr 4. Feb 2011, 08:27

Alexsander hat geschrieben:Hi,

ich habe in Brasilien vor 3 Jahren diverse Anlagen projektiert. Die Wärme ist natürlich "Gift" für den Ertrag bei Siliziumzellen.
.

Hält sich in Grenzen, kann man fast vernachlässigen.
Ertrag ist ca. 10-20 % als in Südeuropa, also Frankreich, Italien, Spanien....

Hier mal ein paar Fotos von einer Anlage, die wir in Haiti hingesetzt haben.
(man ist dort weiter, als in Brasilien....)
http://www.pictureupload.de/originals/6 ... 10-018.jpg
http://www.pictureupload.de/originals/6 ... 10-020.jpg
http://www.pictureupload.de/originals/6 ... 10-014.jpg
Direkte links rausgenommen _ hier geht nur Kleinkrams direkt reinzustellen, sorry..)

Ist ein Supermarktparkplatz, auf dem Dach vom Supermarkt sind nochmal rund 3000 m2 installiert.
Module sind von Sunpower (ich glaube, in D heissen diese Solarpower).
Statik ist natürlich durchgerechnet, auch für Hurrikane.
7 derartige Anlagen stehen bereits, 6 weitere sind in der Erstellung. Mehrere in Planung.

Wer was ähnliches haben möchte, soll mich gerne per PN oder Email kontaktieren.
Gebe 10 Jahre Garantie und 20 Jahre Leistungsgarantie, 80% Nennwert auf die Module.

(bitte bei Anfragen aus dem BFN.net werde ich jedoch auf Liquiditätsnachweis des Anfragers bestehen müssen.
Möchte keine Zeit mit Hausfrauenanfragen verschwenden
Diese kann sowohl als Bankgarantie, oder zur Not auch per Fotokopie vom Kontoauszug, natürlich vom österreichischen Konsulat bestätigt, erfolgen)


Wer Leistungsdaten von Kleinanlagen vergleichen möchte, es gibt da eine Seite vom einem französischen Verband von Privatproduzenten.
Ein paar sind auch in den Tropen, einer sogar in Franz.Guyana.
Dort kann man deren Produktionsstatistiken einsehen, es sind auch Einzelheiten zu deren Anlagen, wie Module und Umspanner genannt.
Hier die Seite mit den Leuten in den Tropen:
http://www.bdpv.fr/fiche_region.php?region=21

davon ist einzig der User : http://www.bdpv.fr/fiche_utilisateur.ph ... alain97300
In franz. Guyana. Dessen Anlage ist eher klein, und zudem noch um fast 70° aus der optimalen Richtung herausgedreht.
aber das spielt im Äquatorbereich nur eine untergeortnete Rolle. Man erreicht auch so fast 100% Leistung.

Ich versuche hier mal die Grafik siener Produktion 2010 einzustellen:
Bild
(dynamischer Tag, weiss nicht, ob das hier geht.

Seine Anlage besteht aus:
1750 Wc
Production attendue : 1950 kWh/an
Onduleur : SMA - Sunny Boy 1700
Surface : 14 m2
Panneaux : 14xMitsubishi - PV-MF125 TE4N
Neigung ist 25° (optimum wäre 28° gewesen)
Seine Anlage ist bei Matoury
(Link rausgenommen: Admin erlaubt nur 5 pro Beitrag....)


Rentabilität: vergisst das für Brasilien !
Ist unrentabel !
Strompreise sind zwar sehr hoch (fast 50% über dem europ. Durchschnittspreis ! )

Aber ist ja Mafia dort !
Keine Einspeisung = kein Gewinn !
Keine Einspeisevergütung, etc. nichts ist geregelt. Halt Busch ! Urwalt und Gasturbinenmafia !

Dabei hätten Tausende von Kleinanlagen noch den Vorteil, das Stromnetz zu entlasten, da diese dort produzieren, wo der Bedarf entsteht (und nicht tausende von km entfernt in Paraguay, oder Amazonasbecken).

Wenn Ihr was machen wollt, in alternativer Energie in Brasilein, dann stellt eine hydroelektrische Kleinanlage irgendwo an einen Gebirtsbach (könnt ihr auch komplett von mir bekommen).
Machen die grossen Elektrizitätsversorger dort übrigens auch. Cemig hat, glaube ich, rund 50 davon laufen,und bauen gerade 4 neue in Minas.
Gerade der Süden ist auch Ideal dafür !
Jedes Jahr kommen zwischen Curitiba und Uruguay rund 7-8 dazu, die meisten von den dortigen Stromfirmen.

Kauft Euch eien Fazenda dort, an einem Bach, oder Fluss, möglichst viel Berg (=Land fast wertlos),
und ruft Harry an, der macht Euch den Rest.
Nähe zum bestehenden Stromnetz wäre von Vorteil (Leitungskosten)


dodo hat geschrieben: hab also nur zwei 70 watt-paneele und den laderegler hergeschafft, als batterie mir hier ne 130Ah-starterbatterie besorgt.
der akku hat knapp 2 jahre gehalten, die paneele (in deutschland gekauft) sind nicht tropenfest, bleichen aus, haben trotz der angegebenen 20 jahre leisungsgarantie keine power mehr.
steht hier jetzt hinten im hof als sondermüll :twisted: :twisted:


****ggggggggggg***, lol ***
Klasssisches beispiel wie man es nicht machen sollte !
Da hat er sich ein paar Module von den Chinesischen Solargartenlampen runtergekratzt, und will damit sein Häusschen beleuchten !

70 wc Module gibt es doch schon ewigkeiten nicht mehr !
Die hatten doch schon fast 20 Jahre, als Du sie gekauft hast !
Und dann hast Du ja gleich gross investiert: ganze 2 module hat er gekauft !

Aber waren bestimmt im Sonderangebot. Geiz ist ja geil in Deutschland !
(Hättste Harry gefragt, hättest jetzt keinen Sondermüll im Garten stehen !)
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon BeHarry » Fr 4. Feb 2011, 09:38

BeHarry hat geschrieben:Ertrag ist ca. 10-20 % als in Südeuropa, also Frankreich, Italien, Spanien....

Tippfehlerteufel - geht leider nicht mehr zu ändern, muss lauten:

Ertrag ist ca 10-20% mehr als in Südeuropa.....
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon Itacare » Fr 4. Feb 2011, 10:58

Kann ich jetzt zwar nicht nachprüfen. Aber der Dank ist für die Arbeit die Du Dir gemacht hast.
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon karlnapp » Fr 4. Feb 2011, 13:10

Mit der kommerziellen Rentabilität von Photovoltaik-Anlagen in Brasilien ist es natürlich schlecht bestellt. Es gilt aber auch andere Gesichtspunkte zu bewerten, wenn man sich hierzulande für eine solche Anlage entscheiden möchte.

In Frage käme eine kleinere Solar-Energieversorgung für abgeschiedene Häuser auf dem Land (na roca), die eventuell einen touristischen Wert haben oder für sog. Aussteiger eine Bleibe darstellen.

An solchen Orten würde ich jederzeit eine Photovoltaik-Anlage einem kleinen Diesel- oder Benzin-Generator vorziehen. Diese Art von Generatoren kann man nicht 24 Stunden am Tag laufen lassen, sie verursachen Lärm und bedürfen einer ständigen Wartung. Dazu muss der teure Treibstoff meist von weit her herangeschafft und vor Ort fachgerecht gelagert werden.
An einem Bachlauf oder kleinen Fluss liegt eigentlich jedes Sitio bzw. Facenda. Falls nicht, so sollte man diese Immobilie nicht erwerben. Das bedarf keiner weiteren Erläuterung, weil eine Wasserversorgung ja auch vorhanden sein muss.
Ob dieser Wasserlauf jedoch immer ganzjährig für einen Wassergenerator geeignet ist, bleibt zu hoffen, denkt man an die bras. üppige Regenzeit, den ständig durch Laub verstopften Wassereinlass oder das mangelnde Gefälle?
Hinzu kommt, dass auch ein solcher Generator nicht wartungsfrei ist und ständig kontrolliert werden muss; darüber hinaus bedarf es auch einiger baulicher Einrichtungen zu seiner Unterbringung.

Nach der Abwägung aller Pro und Contra, kann es durchaus sein, dass die lokalen Vorteile einer Solaranlage überwiegen. Bei einem rationalen Umgang mit dem „Verbrauch“ halten die wartungsfreien Solar-Batterien schon einige Jahre und die einzige verbleibende Wartung, ist die (evtl.) monatliche Reinigung der Solarpaneele, um deren Wirkungsgrad zu gewährleisten.

Eine Anlage mit
4 Solarpaneelen 120Wp,
4 Solarbatterien 200Ah,
1 Laderegler 24 oder 12V, 60A,
und ein Inverter 600-800W
reicht bei sorgsamem Umgang mit dem Stromverbrauch völlig aus, um ein kleines Haus mit elektrischer Energie zu versorgen. Evtl. sollte man den Kühlschrank während 6 Nachtstunden abschalten, das vertragen die Lebensmittel schon. Und zu jeder Zeit das gekühlte Bierchen, kann ich garantieren!
Bei größeren Anlagen sollte man schon einen Anbieter bzw. eine Fachfirma, wie z.B. „BeHarry“,
heranziehen. Kleinere Anlagen kann man im Eigenbau errichten. Dazu habe ich meine kostenfreie Hilfe schon angeboten, denn selbst bei diesen können dem Nicht-Fachmann Fehler unterlaufen, die zur Zerstörung des Materials führen können.
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon dimaew » Fr 4. Feb 2011, 14:03

BeHarry hat geschrieben:
BeHarry hat geschrieben:Ertrag ist ca. 10-20 % als in Südeuropa, also Frankreich, Italien, Spanien....

Tippfehlerteufel - geht leider nicht mehr zu ändern, muss lauten:

Ertrag ist ca 10-20% mehr als in Südeuropa.....


Tipp fürs nächste Mal: Kurze PN. Ich kann als Moderator noch eingreifen.
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon BeHarry » So 21. Aug 2011, 23:20

Karl, für Inselanalgen mag es interessant sein,
aber bei der Rechung sollte man dann bedenken, dass die Batterien nach 2 Jahren wahrscheinlich hinüber sind (der Verkäufer gibt das nicht zu)

Und die sind auch teuer.
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon Frischling » Do 20. Okt 2011, 20:05

Die Regulierungsbehörde führt zum 01.01.2012 eine neue Regulierung ein die es Kleinst- und Kleinanlagen bis 1 MW erlaubt in das Niederspannungsnetz einzuspeisen und es wird über ein sogenanntes Net-Metering vergütet sprich man muss nur noch die Differenz zwischen Vergütung und Verbrauch zahlen. Man kann allerdings max. so viel Vergütung bekommen wie man verbraucht. Der Rest verfällt.
Vielleicht hilft euch das weiter :)
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon dimaew » Fr 21. Okt 2011, 00:18

Frischling hat geschrieben:Die Regulierungsbehörde führt zum 01.01.2012 eine neue Regulierung ein die es Kleinst- und Kleinanlagen bis 1 MW erlaubt in das Niederspannungsnetz einzuspeisen und es wird über ein sogenanntes Net-Metering vergütet sprich man muss nur noch die Differenz zwischen Vergütung und Verbrauch zahlen. Man kann allerdings max. so viel Vergütung bekommen wie man verbraucht. Der Rest verfällt.
Vielleicht hilft euch das weiter :)


Wie bereits im anderen Thread gefragt: Quelle?
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon Elsass » Di 3. Jan 2012, 18:41

Im Februar wird eine grosse Fotovoltaik-Anlage in Salvador in Betrieb genommen. Geradezu in Rekordzeit von 4 Monaten gebaut, - aeh fast, denn natuerlich ist auch diese Anlage noch nicht ganz fertig. Waere ja auch ein Unding in Bahia. Aber immerhin im Februar solls dann soweit sein.
Dann ist die erste Stadion-Fotovoltaik-Anlage Suedamerikas im Betrieb.
Wird aber auch Zeit bei soviel Sonne in Bahia. Also es tut sich doch was. :wink:
http://www.ibahia.com/detalhe/noticia/atrasada-energia-solar-em-pituacu-so-comeca-funcionar-em-fevereiro/
http://www.gehrlicher.com/fileadmin/content/pdfs/de/pressemitteilungen/PM_2011-08-25_Gehrlicher_Solar_Solaranlage_auf_Fussballstadion_in_Brasilien.pdf

Bleibt dann natuerlich noch die Frage nach der METRO :twisted:
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon Labello » Mo 19. Mär 2012, 22:32

Hallo,
also ich habe jetzt das Thema Photovoltaik hier gefunden und vielleicht könnt Ihr mir hier einige Fragen beantworten.
Angenommen ich würde in Brasilien, Minas Gerais in einer mittelgroßen Stadt ein 3-4-Zimmer Haus bauen und möchte mich wohl an das öffentliche Stromnetz anschließen, aber eigentlich mit einer Photovoltaik-Anlage meinen eigenen Strom erzeugen. Ist dies überhaupt erlaubt?
Was kostet denn im Moment der Strom in Brasilien, also pro Kwh?
Es wird doch wahrscheinlich genauso wie hier in Deutschland in Kwh abgerechnet?
Warmwasser mit Solar ist ja auch ganz nett, aber ich persönlich dusche eh meist kalt,- ist ja warm genug. Obwohl diese Strom-Duschköpfe mir schon unheimlich sind :mrgreen:

Ja, wäre schön wenn vielleicht jemand Bescheid weiß. Ein Förderprogramm für Photovoltaikanlagen mit Einspeisevergütung gibt´s noch nicht, gelle?

LG Labello
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