Photovoltaik in Brasilien

Aktuelle Tendenzen und Prognosen der brasilianischen Regierungspolitik und Wirtschaftsentwicklung / Daten und Fakten aus der mehr als 500-jährigen Geschichte Brasiliens

Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon MESSENGER08 » Di 20. Mär 2012, 20:34

Labello hat geschrieben:...Angenommen ich würde in Brasilien, Minas Gerais in einer mittelgroßen Stadt ein 3-4-Zimmer Haus bauen und möchte mich wohl an das öffentliche Stromnetz anschließen, aber eigentlich mit einer Photovoltaik-Anlage meinen eigenen Strom erzeugen. Ist dies überhaupt erlaubt?....


Wieso willst Du ans Netz der CEMIG wenn Du doch Deien eigenen Strom erzeugen willst ??? :roll:

Klar, kannst sicher auch beides haben, denn die CEMIG interessiert es bestimmt nicht ob Du noch nebenher ein Windrad oder Fotovoltaikanlage im Garten hast.
Wieso ?
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon cabof » Di 20. Mär 2012, 20:48

Vielleicht kannst Du die Überproduktion an den oder die Nachbarn verkaufen...
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon Labello » Di 20. Mär 2012, 22:43

Hi,
ja, warum noch ans Netz? Naja, erstmal für den Fall der Fälle, falls mal irgendwas kaputt ist und bevor ich dann ohne da steh...
Strommangel wegen Sonnenmangel ist ja nicht zu befürchten, haha :mrgreen:

Und ich habe hier gelesen: BeHarry hat geschrieben:
Rentabilität: vergisst das für Brasilien !
Ist unrentabel !
Strompreise sind zwar sehr hoch (fast 50% über dem europ. Durchschnittspreis ! )

Aber ist ja Mafia dort !
Keine Einspeisung = kein Gewinn !
Keine Einspeisevergütung, etc. nichts ist geregelt. Halt Busch ! Urwalt und Gasturbinenmafia !

Dabei hätten Tausende von Kleinanlagen noch den Vorteil, das Stromnetz zu entlasten, da diese dort produzieren, wo der Bedarf entsteht (und nicht tausende von km entfernt in Paraguay, oder Amazonasbecken).

Naja, das andere ich finds nicht mehr, habe vielleicht auch was falsch verstanden, für mich kam es so rüber als ob die Stromanbieter was dagegen hätten. Nee, dann is ja gut.

Aber WARUM schreibt Ihr alle Photovoltaik würde sich nur in abgelegenen Gebieten lohnen? Ich meine, auch wenn ich keine Vergütung bekomme ( hehe-es sei denn mein Nachbar nimmt mir was ab :wink: ), ich bin mit PH unabhängig vom Netz. Und die Strompreise in Brasilien sind ja auch nicht mehr so ohne.
Ich muß mal mit passender Anlage genau ausrechnen ob´s lohnt.
Ich persönlich mag ja diese Abhängigkeit von irgendwelchen Strom-oder- was- weiß- ich-Anbietern nicht.

LG Labello
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon Itacare » Di 20. Mär 2012, 23:48


Aber WARUM schreibt Ihr alle Photovoltaik würde sich nur in abgelegenen Gebieten lohnen?


Weil Du da wenn Du Pech hast die Leitung dorthin selbst bezahlen, und wenn Du noch mehr Pech hast, diese anschließend dem Stromanbieter übereignen musst, damit er Saft durchleitet.
War früher bei den Telefonleitungen auch so, aber das hat sich durch die Cellular erledigt.
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon Labello » Mi 21. Mär 2012, 10:41

Hi,
ja, is klar, wenn ich mir irgendwo in die Pampa ´nen Haus bau kann ich nicht erwarten daß ich gratis eine Strom,-Wasser.usw. Versorgung gebaut kriege. Die von mir finanzierte Leitung dann noch zu übereignen wäre natürlich blöd. Aber mir geht es ja eher darum auch in der Stadt unabhängig zu sein. Und ich frage mich einfach warum, wenn doch der Strom so teuer ist, nicht mehr mit Photovoltaik gemacht wird. :?:

LG Labello
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon frankieb66 » Mi 21. Mär 2012, 13:09

Labello hat geschrieben:... Und ich frage mich einfach warum, wenn doch der Strom so teuer ist, nicht mehr mit Photovoltaik gemacht wird. :?:

... weil Photovoltaik in BR im Gegensatz zu D nicht subventioniert wird. In D z.B. geht seit der Reduzierung der Subventionen ein Anbieter (von Photovoltaik) nach dem anderen in die Insolvenz. Die Brasis sind nicht so blöd und setzen auf die Photovoltaik-Lüge (von der sauberen Energie ... dazu einfach mal die Energiebilanz betrachten ...), sondern setzen auf altbewährte fortschrittliche Energiegewinnung wie Wasserkraft, z.B. Xingu. Und Strom ist in BR relativ teuer, da Brasilien im Gegensatz zu D ein Flächenland ist, also lange Leitungswege und relativ geringe Infrastrukturdichte ... und, weil in BR im Vergleich zu D auch relativ viel Strom geklaut wird ("gato").

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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon travelexpert » Mo 2. Apr 2012, 02:17

Die deutschen Maschinenhersteller für Solarequipment bieten ab diesem Jahr Maschinen an, welche einen höheren Wirkungsgrad, höhere Erträge bei diffusem Licht und geringere Leistungsverluste bei Hitze aufweisen.

Natürlich wird man auf dem Markt auch Module finden, welche für kleines Geld verkauft werden. Diese wurden mit Sicherheit auf Anlagen produziert, welche schon einige Jahre auf dem Buckel haben. Entsprechend schlechtere Ergebnisse liefern diese.

Hierbei geht es wohl nur um das gute Image und Leuchtturmprojekte:
http://www.gehrlicher.com/fileadmin/content/pdfs/de/pressemitteilungen/PM_2011-08-25_Gehrlicher_Solar_Solaranlage_auf_Fussballstadion_in_Brasilien.pdf
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon SiRe » Di 12. Sep 2017, 17:02

Ich möchte dieses Thema mal wieder aktivieren, da ich zuhause auch ein Modul
nur so zum Testen installiert habe.

Denke in Brasilien lohnt sich Photovoltaik auf jeden Fall zumal die KWh dort
mittlerweile bei 70 Centavos liegt und man kaum Wolken hat.
Heißt man kann die volle Leistung aus dem Modul quetschen.

Hätte aber noch einige Fragen:

- Kann man die Module einfach so aus Deutschland im Container mitnehmen.
Was sagt der Zoll dazu...außer man versteckt die ganz hinten
- Bekommt man Module so einfach in Brasilien. Was kostet z.B. ein 250 W Panel
Problem ist auch der Wechselrichter wegen der Frequenz. Hier muss man aufpassen
wenn man den aus DE mitnehmen will. Gibt nicht viele mit 60 Hz.
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon GatoBahia » Di 12. Sep 2017, 17:23

Wenn du als einger Solar auf dem Dach hast setzt du damit ein sehr ungüstiges Zeichen :idea: Module und Wechserichter in kleiner Zahl für den eigenen Bedarf mitzunehmen dürfte kein Problem sein, du wirst aber um einen Stromspeicher nicht drumherum kommen [-X
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon frankieb66 » Di 12. Sep 2017, 19:25

Also wirklich: PV lohnt sich in BR NICHT. Was sich lohnen koennte ist Solarthermie (Wasser erwaermen). In beiden Faellen braucht es dazu aber ein zumindest rudimeraer gesichertes Einfamilienhaus. Und wenn man nicht staendig vor Ort ist, jemanden der sich drum kuenmert. Ansonsten sei dir gesagt, dass der Import von Solarmodulen nicht einfach sein wird, grob geschaetzt ca. 100% ueber deinem EK. Das gilt natuerlich nicht fuer Schmuggelware.
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