Photovoltaik in Brasilien

Aktuelle Tendenzen und Prognosen der brasilianischen Regierungspolitik und Wirtschaftsentwicklung / Daten und Fakten aus der mehr als 500-jährigen Geschichte Brasiliens

Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon brasifan » Di 1. Feb 2011, 14:47

kann mir einer Bezugsquellen oder Kosten nennen. Hat jemand Erfahrung oder schon mal eine installiert ?
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon Elsass » Di 1. Feb 2011, 20:54

da kann ich nur antworten "Luz pra todos". :twisted:
Ist leider so. :cry:
Mit diesem Programm macht die brasilianische Regierung Photovoltaikprojekte unwirtschaftlich und damit unmoeglich.
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon ManausTip » Di 1. Feb 2011, 22:06

Solange das man nicht wie in Deutschland ins Netz einspeisen kann ist das ganze nicht zu empfehlen.
Die Batterien wo man braucht zum Speichern der Energie machen das ganze unwirtschaftlich und auch nicht Umwelfreundlich da die Batterien alle 5 Jahre ersetzt werden müssen. Wie in Brasilien diese Sachen entsorgt werden wissen die meisten.
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon dodo » Mi 2. Feb 2011, 07:16

hallo,
vergiss es, 5 jahre batterielebensdauer?? die in brasilien erhältlichen starterbatterien sind bei photovoltaikanlagen schon nach 2 jahren platt.
solarbatterien waren mir einfach zu schwer um sie nach brasilien zu transportieren, hab also nur zwei 70 watt-paneele und den laderegler hergeschafft, als batterie mir hier ne 130Ah-starterbatterie besorgt.
der akku hat knapp 2 jahre gehalten, die paneele (in deutschland gekauft) sind nicht tropenfest, bleichen aus, haben trotz der angegebenen 20 jahre leisungsgarantie keine power mehr.
steht hier jetzt hinten im hof als sondermüll :twisted: :twisted:
was geht ist solar-warmwasserbereitung, nur da auch aufpassen das die höhe der ersten entnahmestelle nicht zu dicht unterhalb des boilers liegt, dann tröpfelt es nur aus dem hahn. das war bei uns der fall. wir hatten dann einen automatischen pressurizer dahinter gebaut, nur der hat nach kurzer zeit durch seinen systembedingten saugedruck den boiler gekillt, der boiler ist nämlich nur für 0,02 bar druck ausgelegt positiv wie negativ. na,ja, wat solls, die experience mit photovoltaik und warmwasseraufbereitung haben mich so an die 5.000R$ lehrgeld gekostet, in der warmwasseranlage ist jetzt ein vakuumbrecher drin, der part ist geregelt und funktioniert, der strom kommt aus der steckdose :lol:

gruss dodo
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon Alexsander » Mi 2. Feb 2011, 09:21

Hi,

ich habe in Brasilien vor 3 Jahren diverse Anlagen projektiert. Die Wärme ist natürlich "Gift" für den Ertrag bei Siliziumzellen.
Sinn macht die Technik im Verbund von Wind / Wasser und PV Technik.
Die Windenergie ist als Einzellösung immer vorzuziehen (da auch gefördert). Importieren muss man nichts . In Brasilien gibt es alle Komponenten in Top-Qualität zu kaufen.
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon ManausTip » Mi 2. Feb 2011, 11:14

Alexsander hat geschrieben:Hi,

ich habe in Brasilien vor 3 Jahren diverse Anlagen projektiert. Die Wärme ist natürlich "Gift" für den Ertrag bei Siliziumzellen.
Sinn macht die Technik im Verbund von Wind / Wasser und PV Technik.
Die Windenergie ist als Einzellösung immer vorzuziehen (da auch gefördert). Importieren muss man nichts . In Brasilien gibt es alle Komponenten in Top-Qualität zu kaufen.



Alexander darf man die Winenergie einspeisen oder braucht man auch Batterien die dann auch die Windenergie auf Eis setzen würden? Wenn man welche bräuchte wird auch Windenergie nicht wirtschaftlich sein. Alle 2 Jahre neue Batterien das rechnet sich nicht.
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon karlnapp » Mi 2. Feb 2011, 15:52

kann mir einer Bezugsquellen oder Kosten nennen. Hat jemand Erfahrung oder schon mal eine installiert ?

Bezugsquellen oder die Kosten für Photovoltaik in Brasilien kann ich keine nennen. Das Internet stellt dabei bestimmt eine Hilfe dar.

Zu Dutzenden habe ich diese Anlagen während meines letzten Einsatzes im Südsudan installiert, wo diese oftmals die einzige günstige Form der Energiegewinnung darstellten.
Prinzipiell müsste die Sonneneinstrahlung in den meisten Gegenden Brasiliens ausreichen, um mit wesentlich weniger Solarmodulen auszukommen als in Deutschland.
Man benötigt somit:
einige Solarmodule,
einen Laderegler,
Solar-Batterien (keine Auto-Batterien)
und einen Inverter oder Wechselrichter

Jetzt müssten Sie nur noch genauere Angaben über die gewünschte Leistung machen.
Was wollen Sie mit der Solaranlage betreiben? z.B.
Ein Laptop,
ein TV-Gerät,
einen Kühlschrank,
einige Energiespar-Lampen,
um die häufigsten Endverbraucher zu nennen.

Schreiben Sie mir das genau und senden Sie mir ggf. auch ein Photo von dem Dach, auf dem Sie die Platten installieren möchten, dann kann ich Ihnen weiterhelfen.
Grundsätzlich rentiert sich die Photovoltaik aber nur, wenn Ihr Haus weit ab von einem öffentlichen Stromnetz liegt. Netzeinspeisungen per PV-Energie, um die Stromrechnung zu drücken, sind in Brasilien vermutlich nicht erlaubt.
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon ana_klaus » Mi 2. Feb 2011, 16:49

das Thema ist brennend, aber neue Technologien gibt es in Br. nicht-schade.

photovoltaik-inselanlage-t10719.html

klaus
www.pension-brasilien.de
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon Alexsander » Mi 2. Feb 2011, 22:44

Hi,

zu dem Thema gibt es viel Literatur in Brasilien. Die Einstrahlungsleistung ist vielerorts doppelt so hoch wie in Deutschland. Es gibt genügend Module die das Klima locker wegstecken. Der Minderertrag durch die Wärme bleibt natürlich. Bei unseren Projekten waren die Batterien für eine Laufzeit von 12-14 Jahren vorgesehen. Da der kw Preis der Celpe bei uns hier genauso hoch ist wie in Deutschland, kann man inzwischen selbst relativ kostengünstig mitmischen (Sofern man die Investitionssumme hat)
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Re: Photovoltaik in Brasilien

Beitragvon karlnapp » Mi 2. Feb 2011, 23:32

Als rüstiger Rentner, der sein Auskommen hat, möchte ich mich natürlich nur noch meinen Hobbies widmen und zu diesen zählt nicht die Photovoltaik. Keinesfalls habe ich vor den bras. Markt zu erkunden, um mit dieser Technik Geld zu verdienen. Bittet mich evtl. ein Forumteilnehmer um eine diesbezügliche Gefälligkeit, so will ich gerne, im Rahmen meiner Möglichkeiten, ohne Entgelt helfen.

Das Problem der Wärme, der rasche Verschleiß der Batterien und auch die Verwitterung der Solarmodule trat bei den Anlagen, die ich (natürlich mit der Hilfe der von Einheimischen) montierte nicht auf. Und ich kann Euch versichern, der Südsudan war, von den Temperaturen her gesehen, der Vorhof zur Hölle. Allerdings wählte ich nur in wenigen Ausnahmefällen das Material in Nairobi selbst aus. Normalerweise erledigte das ein erfahrener Einkäufer unsrer Organisation in Europa, somit kenne ich noch nicht mal die Preise.

In unsrem Compound wohnte im Nachbarhaus eine slowakische Lehrerin, die es sich einfach nicht nehmen ließ, ihre Wäsche mit einem el. Bügeleisen zu bügeln. Nach zwei Jahren waren die Batterien hin, trotz bester Solarqualität.
Meine vier 200Ah Batterien hatten schon 3 Jahre auf dem Buckel, als ich sie erhielt und leben jetzt noch, wie mir mein Nachfolger kürzlich schrieb.

Bei größeren Anlagen empfehle ich Laderegler und programmierbare Inverter von Outback, der Mercedes in diesem Bereich, mit dem entsprechenden Preis.
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