Politlandschaft in Deutschland

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Politlandschaft in Deutschland

Beitragvon Männlein » Mo 31. Mai 2010, 15:54

Hallo

Ja da scheint die Frühpensionierungswelle an der Tagesordnung zu sein .Nach dem Hessen Roland Koch der als Ministerpräsident fürs Jahresende seinen Rücktritt von allen Ämtern angekündigt hat . Nun der Bundespräsident Horst Köhler . Er hat das Handtuch geworfen . Der Mann der das höchste politische Amt in der Republick hatte Er tritt mit sofortiger Wirkung zurück
Heute in Yahoo Nachrichten zu lesen .
Ja da fängt man doch ein wenig darüber zu Grübeln an . Warum wohl . Weil er ein Mann ist der Denken kann . Der das auch sagt was er denkt . Bei seinem Besuch an der Front so muß man das ja heute sehen . Da mittlerweile schon andere Politiker wie er auch festgestellt haben das in Afgahnistan ist Krieg . Und kein von der UNO oder der NATO gebilligter Beriedungskonflickt . Er hat wohl ausgesprochen das ein Land wie Deutschland das faßt ausschließlich vom Export lebt auch seine Interessen im Ausland mit militärischer Macht sichern muß .
In dem was er gesagt hat da war nichts zu hören von Verteitigung unserer Freiheit Und wenn man das was in Afghanistan so abgeht als Krieg betrachtet dann haben dort einfach deutsche Soldaten nichts zu suchen . Hier aber setzt Kritik bestimmter Gruppierungen im Land an dem was der Präsidenten gesagt hat ein . Die ihn veranlassen zu sagen die nötige Akzeptanz zur Person und Amt fehlen .
Hut ab Herr Bundespräsident Hut ab
.
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Re: Politlandschaft in Deutschland

Beitragvon littlebee » Mo 31. Mai 2010, 19:30

Ach, der Herr Köhler...
Mal ehrlich: der Buprä müsste bzw. sollte sich eigentlich nicht in aktuelles Politikgeschehen einmischen.
Nun hat er es trotzdem getan und wundert sich über Gegenwind.

"Friedenssicherung" kontra wirtschaftliche Interessen hätte endlich mal interessant werden können aber...
...anstatt wenigstens "!&@*$#! in der Hose" zu haben, geht er nun zu "beleidigte Leberwurst" über.

Ich wundere mich ja mittlerweile über garnichts mehr :mrgreen:

Gute Nacht,
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Re: Politlandschaft in Deutschland

Beitragvon johanna_deutschland » Di 1. Jun 2010, 00:44

In dem Alter waere ich schon 10 mal zurueckgetreten...
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Re: Politlandschaft in Deutschland

Beitragvon Bastos » Di 1. Jun 2010, 05:20

Jetzt wisst Ihr auch, warum der Roland Koch letzte Woche als Ministerpraesident zurueck getreten ist = Er will Bundespraesident werden. :D
Diskutiere nicht mit dem Idioten,denn er zieht dich auf sein Niveau
und schlaegt dich dort mit seiner riesigen Erfahrung.
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Re: Politlandschaft in Deutschland

Beitragvon tinto » Di 1. Jun 2010, 17:06

Männlein hat geschrieben:Hallo

Ja da scheint die Frühpensionierungswelle an der Tagesordnung zu sein .Nach dem Hessen Roland Koch der als Ministerpräsident fürs Jahresende seinen Rücktritt von allen Ämtern angekündigt hat . Nun der Bundespräsident Horst Köhler . Er hat das Handtuch geworfen . Der Mann der das höchste politische Amt in der Republick hatte Er tritt mit sofortiger Wirkung zurück
Heute in Yahoo Nachrichten zu lesen .

Lesen konntest du das hier im Forum um kurz nach 14:00 Uhr! Noch bevor die Tickermeldungen anliefen. Denn zufällig hatte ich da eine Sonderinfo aus dem direkten Umfeld des Geschehens aus der Pressekonferenz. Habs dann gleich hier reingestellt. Aber offenbar war der dietmar so ungläubig wie möglicherweise viele andere auch, dass er das gleich wieder gelöscht hat. Oder was war der Grund?

Ich wollte damit mal ne Diskussion unter Brasilienfreunden anstoßen, immerhin war es von den meiseten von uns das Staatsoberhaupt...

Ja da fängt man doch ein wenig darüber zu Grübeln an . Warum wohl . Weil er ein Mann ist der Denken kann . Der das auch sagt was er denkt . Bei seinem Besuch an der Front so muß man das ja heute sehen . Da mittlerweile schon andere Politiker wie er auch festgestellt haben das in Afgahnistan ist Krieg . Und kein von der UNO oder der NATO gebilligter Beriedungskonflickt . Er hat wohl ausgesprochen das ein Land wie Deutschland das faßt ausschließlich vom Export lebt auch seine Interessen im Ausland mit militärischer Macht sichern muß .
In dem was er gesagt hat da war nichts zu hören von Verteitigung unserer Freiheit Und wenn man das was in Afghanistan so abgeht als Krieg betrachtet dann haben dort einfach deutsche Soldaten nichts zu suchen . Hier aber setzt Kritik bestimmter Gruppierungen im Land an dem was der Präsidenten gesagt hat ein . Die ihn veranlassen zu sagen die nötige Akzeptanz zur Person und Amt fehlen .
Hut ab Herr Bundespräsident Hut ab


damit wir uns nicht mißverstehen: ich finde ok, was du geschrieben hast.

Wahrscheinlich steckt mehr dahinter. Womöglich geht es nicht nur um Afganistan. Über den Einsatz dort kann man sicher auch geteilter Meinung sein.

Was Köhler dazu gesagt hat, war aber indessen aus meiner Sicht nicht zu kritisieren. Natürlich ist es nicht zu beanstanden, wenn Handelswege und wirtschaftliche Interessen (auch) verteidigt werden. So liegt es nunmal ganz klar auch beim Antipirateneinsatz vor Ostafrika. Dieser Einsatz hat ja eigentlich nur dieses Ziel und niemand käme auf die Idee das zu kritisieren. Warum muss es also in Afghanistan zwingend völlig anders liegen. Und überhaupt: die Linkspartei. Zwei Abgeodnete dieser Fraktion waren ja gerade dabei, gegen den Widerstand Israels Handelsgüter nach Gaza zu bringen, und ausgrechnet dieser Hilfstrupp prügelte mit Eisenstangen auf die israelischen Soldaten ein, als die an Bord kamen. Das geschah in internationalen Gewässern. Auch da gibts viel (an Israel) zu kritisieren, aber das zeigt doch wie wichtig so Handelswege und wie wichtig Frieden ist. Wer wollte schon als Deutscher mit Palestina tauschen?

Allerdings wurde der in der Bevölkerung sehr beliebte Bundespräsident von der Journalie nie sehr geliebt und seine Äußerung wie auch andere zuvor wurden in der Tat ziemlich einseitig und ohne Respekt abgetan. Im Grunde hätte er das ignorieren können. Aber warum sollte er das. Andere halten öffentlichen Druck auch nicht aus. Das Recht auf Ausstieg hat jeder, manche treten zurück und lassen andere machen, wieder andere schmeißen sich gleich vor den Zug, wie Robert Enke. Und für beide gilt: Wer es glaubt besser zu können, der soll's dann halt machen und die Nachfolge übernehmen. Bei Enke mag das sogar leichter sein als bei Köhler, denn Fußballer gibt es mehr als Bundespräsidenten.

Aber so oder so: die meisten Mitmenschen k-l-u-g-s-c-h-eißen lieber als diese Verantwortung selbst tragen zu können. Und zumeist haben diese Besserwisser ja auch nie annähernd einen solchen Job gehabt und werden -aus guten Gründen- auch nie die Chance darauf haben.
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Schöne Grüße,
tinto
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Re: Politlandschaft in Deutschland

Beitragvon Admin » Di 1. Jun 2010, 18:35

tinto hat geschrieben:Lesen konntest du das hier im Forum um kurz nach 14:00 Uhr! Noch bevor die Tickermeldungen anliefen. Denn zufällig hatte ich da eine Sonderinfo aus dem direkten Umfeld des Geschehens aus der Pressekonferenz. Habs dann gleich hier reingestellt. Aber offenbar war der dietmar so ungläubig wie möglicherweise viele andere auch, dass er das gleich wieder gelöscht hat. Oder was war der Grund?

Ich wollte damit mal ne Diskussion unter Brasilienfreunden anstoßen, immerhin war es von den meiseten von uns das Staatsoberhaupt...


Als Moderator solltest du wissen, dass ein Thread nicht nur aus 3 Wörtern bestehen sollte, wovon eines noch die Überschrift ist. Die Threaderöffnung von Männlein fand ich dagegen absolut ok, da er auch seine eigene Meinung kundtut und damit tatsächlich eine Diskussion anstossen könnte. Für "Meldungen" deiner Art gibt es übrigens Twitter. Sorry wenn ich es hier nun öffentlich erklären muss, aber du hattest explizit danach gefragt ....
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Re: Politlandschaft in Deutschland

Beitragvon littlebee » Di 1. Jun 2010, 19:05

tinto hat geschrieben:Lesen konntest du das hier im Forum um kurz nach 14:00 Uhr! Noch bevor die Tickermeldungen anliefen. Denn zufällig hatte ich da eine Sonderinfo aus dem direkten Umfeld des Geschehens aus der Pressekonferenz. Habs dann gleich hier reingestellt.
[...]
Ich wollte damit mal ne Diskussion unter Brasilienfreunden anstoßen, immerhin war es von den meiseten von uns das Staatsoberhaupt...
[...]
Wahrscheinlich steckt mehr dahinter. Womöglich geht es nicht nur um Afganistan. Über den Einsatz dort kann man sicher auch geteilter Meinung sein.
Was Köhler dazu gesagt hat, war aber indessen aus meiner Sicht nicht zu kritisieren.
[...]
Allerdings wurde der in der Bevölkerung sehr beliebte Bundespräsident von der Journalie nie sehr geliebt und seine Äußerung wie auch andere zuvor wurden in der Tat ziemlich einseitig und ohne Respekt abgetan. Im Grunde hätte er das ignorieren können.
[...]
Aber so oder so: die meisten Mitmenschen k-l-u-g-s-c-h-eißen lieber als diese Verantwortung selbst tragen zu können. Und zumeist haben diese Besserwisser ja auch nie annähernd einen solchen Job gehabt und werden -aus guten Gründen- auch nie die Chance darauf haben.


Hallo Tinto,
um die gewünschte Diskussion mal anzuschieben:

Was Hr. Köhler gesagt hat, ist aus meiner Sicht ebenfalls nicht zu kritisieren, denn der Mann hat damit ja Recht.

Nun hat er sich dabei zu Dingen geäußert, die ihm in seiner Rolle vielleicht nicht unbedingt zustehen aber wenn man eine solche Diskussion anstößt, kann man m.E. eben danach nicht sagen, dass man ja alles ein bisschen anders gemeint hat, komplett missverstanden wurde oder überhaupt und nun schwer beleidigt ob der Kritik an seiner Person ist.
Wenn ich brisante Themen anschneide, muss ich die Diskussion darüber auch aushalten können- zumindest, wenn ich Repräsentant eines Amtes/Landes/Jobs oder wie auch immer bin.

Das passt auch zum Thema lieber k-l-u-g-s-c-h-e-i-ß-e-n als Verantwortung übernehmen:
Es ist ja nicht so, als wenn man ein solches Amt völlig unbedarft übernimmt und auf einmal, hups, von dessen Tragweite überrannt wird, oder?
Auch, dass es immer Menschen geben wird, die (meist im Nachhinein) alles besser wissen, ist sicherlich bekannt, gehört aber zum Job dazu- denke ich :wink:

Soweit zu meinen Kritikpunkten. :wink:

Grüße,
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Re: Politlandschaft in Deutschland

Beitragvon littlebee » Di 1. Jun 2010, 19:15

Bastos hat geschrieben:Jetzt wisst Ihr auch, warum der Roland Koch letzte Woche als Ministerpraesident zurueck getreten ist = Er will Bundespraesident werden. :D


Ne, ne- der kloppt sich mit Rüttgers irgendwann um Arbeit oder Finanzen und U. vd Leyen wird Bundespräsidentin :mrgreen:

Grüße,
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Re: Politlandschaft in Deutschland

Beitragvon Biorio » Fr 4. Jun 2010, 15:13

Zu Köhler noch dies:
Dieser Mann bringt es auf den Punkt!
http://tinyurl.com/2be5lhz
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Re: Politlandschaft in Deutschland

Beitragvon ana_klaus » Fr 4. Jun 2010, 15:37

tja, so ist das heutzutage.

Da entscheidet ein Mensch, wahrlich kein Dummkopf, aus dem Amt zu scheiden, schon fallen die Hyänen über ihn her. Die Beweggründe kennt niemand. Sicher sind sie tiefgründiger als in dem kurzen Statement bei seiner Demission geschildert.

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