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 Betreff des Beitrags: Präsidentenwahl: 2ter Wahlgang notwendig, Lula 48 Alckmin 41
BeitragVerfasst: 02 Okt 2006 09:16 
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stern.de - 2.10.2006 - 07:15
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Beginn des Artikels
Präsidentschaftswahlen

Brasilien geht ins Stechen

© Ralf Hirschberger/DPA Da hat er noch gut lachen - der brasilianische Präsident Luiz Inàcio Lula da Silva beim Urnengang
Bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien kommt es zur Stichwahl: Amtsinhaber Luiz Inàcio Lula da Silva holte zwar mehr Stimmen geholt als seine Kontrahenten - er verpasste aber die absolute Mehrheit.

Luiz Inàcio Lula da Silva hat in Brasilien überraschend die Wiederwahl zum Staatspräsidenten im ersten Urnengang verpasst und muss nun in die Stichwahl. Das bestätigte die Wahlbehörde TSE in Brasilia. Nach Auszählung von 98 Prozent aller Wahllokale habe der Staatschef der sozialistischen Partei der Arbeiter (PT) zwar die Präsidentenwahlen am Sonntag mit 48,79 Prozent deutlich mehr Stimmen als sein Konkurrent erhalten. Er könne die zur Wiederwahl nötige absolute Mehrheit jedoch nicht mehr erreichen, hieß es.

Zwei Favoriten
In der Stichrunde muss der 60-jährige Ex-Gewerkschaftsboss am 29. Oktober gegen Geraldo Alckmin von der Partei der Sozialdemokratie Brasiliens (PSDB) antreten. Der 53 Jahre alte frühere Gouverneur des Landes- und Wirtschafszentrums Sao Paulo erhielt laut TSE 41,43 Prozent. Dahinter folgten die früheren PT-Mitglieder Heloisa Helena (Partei für Sozialismus und Freiheit, PSOL) mit 6,8 und Christovam Buarque (Demokratische Arbeits-Partei, PDT) mit 2,7 Prozent.
Lula hatte sich bei der Stimmabgabe in seiner Heimatstadt Sao Bernardo im Land Sao Paulo optimistisch gezeigt: "Ich gewinne schon in der ersten Runde", versicherte er. Der Präsident hatte in den Umfragen lange Zeit einen Vorsprung von 25 Prozentpunkten gegenüber Alckmin genossen. Doch sein Bild in der Öffentlichkeit bekam, wie sich jetzt bei der Wahl herausstellte, entscheidende Kratzer durch den jüngsten Skandal um den Kauf eines Dossiers mit belastendem Material über die Opposition durch enge Mitarbeiter des Präsidenten.

Trotz Wahlpflicht Enthaltungen
Am Sonntag wurden neben dem Staatschef auch alle 513 Bundesabgeordneten, die insgesamt 1059 Landesabgeordneten, 27 der 81 Senatsmitglieder sowie die 28 Landesgouverneure neu gewählt. Die Enthaltung lag trotz Wahlpflicht bei 17 Prozent.

Schlappen erlitt die Regierungskoalition bei der Gouverneurswahl in zwei der drei reichsten und politisch sehr wichtigen Bundesländer Brasiliens. Sowohl in Sao Paulo als auch in Minas Gerais setzte sich die oppositionelle PSDB mit ihren jeweiligen Kandidaten José Serra und Aecio Neves durch. In Rio de Janeiro, den dritten der reichsten Bundesstaaten, gibt es eine Stichwahl.
Mehr zum Thema
Katastrophe in Brasilien: Boeing mit 155 Menschen abgestürztDie rund 126 Millionen stimmberechtigten Brasilianer wählten am Sonntag unter dem Eindruck zahlreicher Korruptionsaffären, die vor allem die Regierung erschütterten, und des schlimmsten Flugzeugunglücks der Landesgeschichte, das am Freitag 155 Menschenleben forderte.

Lachen statt weinen
Die Bürgerbewegung "Lachen, um nicht zu weinen" protestierte auf einfallsreiche Art gegen die vielen Affären in der Politik. Hunderte Menschen gingen in verschiedenen Teilen des Landes ihrer Wahlpflicht mit roten Clownnasen nach. Rund 550 Menschen wurden wegen illegaler Wählerbeeinflussung oder Stimmenkauf festgenommen, darunter auch ein Sohn des 1992 wegen Korruption als Staatschef abgesetzten Fernando Collor, der erfolgreich für einen Sitz im Bundesparlament kandidierte. Der Urnengang verlief nach Medienberichten ohne weitere Zwischenfälle.

Lula war zuletzt auch heftig kritisiert worden, weil er am Donnerstag der großen Fernsehdebatte mit den wichtigsten Präsidentschaftsbewerbern ferngeblieben war. Solch ein Kandidat verdiene es nicht, Stimmen zu bekommen, sagte der Präsident der Bischofskonferenz, Kardinal Geraldo Majella Agnelo.
DPA



Gruss brasilmen Thomas
http://www.brasilmen.de


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BeitragVerfasst: 02 Okt 2006 23:23 
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Eleição mostra que o "rouba, mas faz" ainda é aceito, diz ONG
ROGERIO WASSERMANN
da BBC Brasil, em Londres

O escândalo do dossiê pode ter prejudicado a votação do presidente Luiz Inácio Lula da Silva, mas os resultados gerais das eleições de domingo indicam que a mentalidade do "rouba, mas faz" ainda tem uma forte aceitação no eleitorado brasileiro.

A avaliação foi feita por Silke Pfeiffer, diretora regional das Américas da Transparência Internacional, organização que se dedica ao combate à corrupção.

"Se olharmos o comportamento dos eleitores em relação a deputados, senadores, etc., não podemos dizer que os eleitores puniram candidatos com acusações de corrupção", diz ela.

"Quase 20% de todos os candidatos a deputados federais eram acusados de corrupção, o que é um número dramático", afirma. "Esperávamos que os eleitores brasileiros punissem sistematicamente esse tipo de comportamento, mas isso não tem acontecido."

Pfeiffer cita como exemplos os casos do ex-presidente Fernando Collor de Mello, afastado da Presidência em 1992 após um escândalo de corrupção e que foi eleito no domingo ao Senado por Alagoas, e do ex-governador Paulo Maluf, que esteve preso no ano passado acusado de lavagem de dinheiro e corrupção e que foi eleito deputado federal com a maior votação individual do país.

"Acho que os eleitores estão cientes dos problemas de corrupção, mas há uma mentalidade muito perigosa de 'rouba mas faz'. Isso é realmente muito perigoso e precisa ser combatido", avalia Pfeiffer.

mehr: http://www1.folha.uol.com.br/folha/bbc/ ... 7447.shtml

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Viele Kandidaten die in Korruptionsafähren verwickelt waren und teilweise noch untersuchungen laufen haben wurden weidergewählt.
Der 1992 wegen eines Korruptionsskandals von der Präsidentschaft abgesetzte Fernando Collor wurde als Senator für Alagoas gewählt.
Er hatte erst anfang September kandidiert.
Der berühmt berüchtigte Paulo Maluf wurde in São Paulo zum Landesabgeorneten gewählt - mit den meisten Stimmen für einen LA im ganzem Land.
"rouba, mas faz" (stielt aber tut auch was) - so denken wohl viele die diesen Kandidaten ihre Stimme gaben. Das man sich damit ins eigene Fleisch sticht muss noch in die Köpfe dieser Wählerschaft vordringen.
Auch die immernoch Hohe Akzeptanz Lulas lässt sich nur so erklären.


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BeitragVerfasst: 02 Okt 2006 23:40 
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detailierte Stimmenverteilung - President:

Apuração - Nacional - Presidente (1º turno)


Candidato / Partido / Votos /% válidos
LULA (13) * / PT / 46.662.365 /48,61
GERALDO ALCKMIN (45) * / PSDB / 39.968.369 / 41,64
HELOÍSA HELENA (50) / PSOL / 6.575.393 / 6,85
CRISTOVAM BUARQUE (12) /PDT / 2.538.844 / 2,64
ANA MARIA RANGEL (44) / PRP / 126.404 / 0,13
JOSÉ MARIA EYMAEL (27) / PSDC / 63.294 / 0,07
LUCIANO BIVAR (17) / PSL / 62.064 / 0,06
RUI COSTA PIMENTA (29) / PCO / 0 / 0,00
Urnas: 361.431
Urnas apuradas: 361.431 (100,00%)

Eleitorado: 125.913.479
Eleitorado apurado: 125.912.656 (100,00%)
Abstenção: 21.092.511 (16,75%)

Votos: 104.820.145
Votos válidos: 95.996.733 (91,58%)
Votos brancos: 2.866.205 (2,73%)
Votos nulos: 5.957.207 (5,68%)
Votos pendentes: 0 (0,00%)

Fonte: Tribunal Superior Eleitoral (TSE)
* Indica candidatos matematicamente eleitos ou que vão para o segundo turno. Essa informação é baseada em cálculos feitos pela Folha Online antes da divulgação oficial do resultado pela Justiça Eleitoral.

Quelle: http://eleicoes.folha.uol.com.br/folha/ ... ente1.html

------

weniger als 7 Millionen Stimmen betrug der Vorsprung Lulas zu Geraldo

Zusammen erhielten sie rund 87 Millionen Stimmen.
Wahlberechtigt bsind bei dieser Wahl: 125.913.479
Also bleiben rund 39 Millionen Wähler die die beiden Kandidaten in der Stichwahl für sich gewinnen können - ohne evtl. Erobern der Stimme für den Gegner.
Allein 21 Millionen dieser 39 Millionen wählten nicht

-------------

detailierte Stimmenverteilung aller Länder : http://eleicoes.folha.uol.com.br/folha/ ... acao1.html


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