Problem! Scheidung in BRA / Doppelstaatsangehörigkeit Sohn

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Problem! Scheidung in BRA / Doppelstaatsangehörigkeit Sohn

Beitragvon rock-brasil » Mi 1. Okt 2014, 09:19

Hallo,

ich möchte für ein Jahr nach Brasilien im nächsten Jahr, eventuell auch langfristig =).

Da meine Mutter Brasilianerin ist, ist es eigentlich ja kein Problem. Sie lebt seid 25 Jahren schon knapp hier und hatte damals hier geheiratet und sich nach einigen Jahren scheiden lassen. Später hat sie dann wieder geheiratet ;)
Ich bin Kind aus erster Ehe!
Das Problem ist jetzt, dass sie in Brasilien eigenlich noch garnicht verheiratet ist.
Meine Mutter( sie hat auch seid Jahren die deutsche Staatsangehörigkeit) hatte sich erkundigt und ihr wurde gesagt, dass sie erst (theroretisch) in Brasilien heiraten muss um sich scheiden zu lassen und dann wieder heiraten.( Ich hoffe ihr versteht das :D)
Gibt es vielleicht eine andere Möglichkeit, wie ich die doppelte Staatsangehörigkeit bzw. die brasilianische annehmen kann?!
Da dieser Prozess ( Scheidung) sehr teuer anscheinend ist von hier ( knapp 4000 Euro)
Die Scheidung ist auch schon knapp 18 Jahre her.

Es geht wirklich nur darum, dass ich die Staatsangehörigkeit annehmen kann!
Sie trägt nicht mehr ihren Mädchennamen !

Ich hoffe ihr könnt mir helfen !=) [-o< #-o
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Re: Problem! Scheidung in BRA / Doppelstaatsangehörigkeit S

Beitragvon cabof » Mi 1. Okt 2014, 09:55

Ich glaube nicht, das die Scheidung (anerkannte Scheidung in Brasilien) etwas mit Deiner Staatsbürgerschaft zu tun hat, sollte Deine Mutter die entsprechenden Papiere (Geburtsurkunde, Pass etc. etc.) noch besitzen, dann kannst Du auf dem Konsulat auch Deinen Pass
beantragen (Kinder von brasil. Eltern/teile sind mE auch gleichzeitig von Geburt an brasil. Staatsbürger). Rechtssicherheit erlangst
Du nur auf dem Konsulat. Also bitte dort vorsprechen und den Fall darlegen. Viel Glück und berichte uns mal.
Cabof
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Re: Problem! Scheidung in BRA / Doppelstaatsangehörigkeit S

Beitragvon Colono » Mi 1. Okt 2014, 14:13

Wie Cabof schon vorher schrieb, eine brasilianische Staatsangehoerigkeit hat erst mal nichts damit zu tun ob deine Eltern geschieden oder verheiratet sind. Selbst eine nichtbrasilianische Staatsangehoerigkeit eines Elternteils ist hier zweitrangig. Es reicht zur Erlangung der brasilianischen aus, wenn ein Elternteil Brasilianer ist. Das nennt sich "Jus Sanguinis". Sollte es dich im wirklichen Leben geben, erkundige dich mal ob dich deine Mutter unmittelbar nach Geburt beim brasilianischen Konsulat registriert hat. Falls nicht, hast du schlechtere Karten fuer deine Doppelstaatigkeit. Du wirst dann nicht herumkommen die brasilianische Staatsangehoerigkeit zu beantragen. Das nennt sich "Brasileiro Naturalizado" Das ist etwas anderes als der "Brasileiro Nato". Es wird dann im brasilianischen Bundesanzeiger veroeffentlicht. Du kannst nicht brasilianischer Zeit-Soldat oder Praesident werden. Eine Art Brasilianer zweiter Klasse. Dann kann passieren dass sie dir moeglicherweise im Buergerbuero den deutschen Pass canceln. Wir hatten da mal so einen Fall im Forum. Ging aber gut aus
Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du dich unbedingt bei einem Cartório de Registro Civil in Brasilien nach den aktuellen Vorschriften des Jus Sanguinus erkundigen. Da aendert sich laufend etwas. Also unbeteiligte Ratschlaege mit Vorsicht behandeln. Selbst beim Konsulat sind sie nicht immer auf dem Laufenden.

Brandaktuell: Das Optionsmodell bei Volljaehrigkeit des Kindes brasilianischer Eltern im Ausland gibt es nun nicht mehr.
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Re: Problem! Scheidung in BRA / Doppelstaatsangehörigkeit S

Beitragvon Colono » Mi 1. Okt 2014, 15:31

Hatte ich ganz vergessen:
Falls du beim Konsulat registriert bist, automatisch bist du dann Brasilianer und gleichzeitig Deutscher. Da kann niemand was dran rūtteln. Allerdings solltest du auch in dem Fall deine Staatsangehörigkeit beim Cartório de Registro Civil in Brasilien beglaubigen lassen.

Boa sorte.
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Re: Problem! Scheidung in BRA / Doppelstaatsangehörigkeit S

Beitragvon BrasilJaneiro » Mi 1. Okt 2014, 21:09

rock-brasil hat geschrieben:Hallo,

ich möchte für ein Jahr nach Brasilien im nächsten Jahr, eventuell auch langfristig =).

Da meine Mutter Brasilianerin ist, ist es eigentlich ja kein Problem. Sie lebt seid 25 Jahren schon knapp hier und hatte damals hier geheiratet und sich nach einigen Jahren scheiden lassen. Später hat sie dann wieder geheiratet ;)
Ich bin Kind aus erster Ehe!
Das Problem ist jetzt, dass sie in Brasilien eigenlich noch garnicht verheiratet ist.
Meine Mutter( sie hat auch seid Jahren die deutsche Staatsangehörigkeit) hatte sich erkundigt und ihr wurde gesagt, dass sie erst (theroretisch) in Brasilien heiraten muss um sich scheiden zu lassen und dann wieder heiraten.( Ich hoffe ihr versteht das :D)
Gibt es vielleicht eine andere Möglichkeit, wie ich die doppelte Staatsangehörigkeit bzw. die brasilianische annehmen kann?!
Da dieser Prozess ( Scheidung) sehr teuer anscheinend ist von hier ( knapp 4000 Euro)
Die Scheidung ist auch schon knapp 18 Jahre her.

Es geht wirklich nur darum, dass ich die Staatsangehörigkeit annehmen kann!
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Ich hoffe ihr könnt mir helfen !=) [-o< #-o


Zuerst muss deine Geburt im Generalkonsulat von Brasilien registriert sein.
Dafür schickst du mit der Post:

1. Deine Geburtsurkunde (Original)
2. Ein Dokument, wo das Krankenhaus und die Uhrzeit festgehalten ist, zB Kinderuntersuchungsheft
3. Geburtsurkunden von Vater und Mutter (Original oder beglaubigte Kopie)
4. RG deiner Mutter (Original)
5. Personalausweis deines Vaters (Original!)
6. Ausgefülltes Formular: http://sistemas.mre.gov.br/kitweb/datafiles/Frankfurt/de/file/FormularioRegistroNascimento.pdf

Du bekommst per email eine Vorversion gesendet die du bitte überprüfen und per email zurück senden musst. Danach kommt irgendwann die Vorladung zur Unterschrift im Konsulat.
Wahrscheinlich hat deine Mutter die Heirat nicht registrieren lassen und gilt im Konsulat als solteira und bekommt keinen Reisepass mehr. Deshalb sollte sie für deine Registrierung auch weiter als solteira sich ausgeben. Die Erstregistrierung ist kostenlos. Bitte im Express-Brief (9,90€) senden.

Sobald deine brasilianische Geburtsurkunde vorhanden ist, kannst du deinen Reisepass beantragen. Das geht auch wieder online. http://frankfurt.itamaraty.gov.br/de/pass-volljahrige.xml

Deine Mutter sollte nicht die Heirat eintragen lassen. Sonst wird es teuer. Eine Scheidung kann man nicht im Konsulat eintragen lassen. Dafür benötigt man einen Rechtsanwalt in Brasilien, der dies in Brasilia am Gericht machen lässt. Kostet derzeit $ 8.0000,00. Wir hatten das Thema vor kurzem, wo ein user meinte, seine brasilianische Ehefrau (Rechtsanwältin) würde dies günstiger und unkomplizierter erledigen können. Musst du suchen. Sollte deine Mutter wieder geheiratet haben, dann gilt sie in Brasilien als Bigamist und darauf steht Gefängnis bis drei Jahre. Deshalb was ich nicht weiß, dass macht mich nicht heiß.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: Problem! Scheidung in BRA / Doppelstaatsangehörigkeit S

Beitragvon Pezinho » Mi 1. Okt 2014, 22:32

BrasilJaneiro hat geschrieben:
rock-brasil hat geschrieben:Deine Mutter sollte nicht die Heirat eintragen lassen. Sonst wird es teuer. Eine Scheidung kann man nicht im Konsulat eintragen lassen. Dafür benötigt man einen Rechtsanwalt in Brasilien, der dies in Brasilia am Gericht machen lässt. Kostet derzeit $ 8.0000,00. Wir hatten das Thema vor kurzem, wo ein user meinte, seine brasilianische Ehefrau (Rechtsanwältin) würde dies günstiger und unkomplizierter erledigen können. Musst du suchen. Sollte deine Mutter wieder geheiratet haben, dann gilt sie in Brasilien als Bigamist und darauf steht Gefängnis bis drei Jahre. Deshalb was ich nicht weiß, dass macht mich nicht heiß.


Das war ich. Sollte der Themeneroeffner, bzw. seine Mutter, Interesse an der Anerkennung des Scheidungsurteils in Brasilien haben, einfach Kontakt mit mir (oder meiner Frau) aufnehmen. Sollte der Ex-Ehemann dem zustimmen und unterschreibt das dafuer notwedige Dokument, wird dies erheblich guenstiger also die oben genannten 4.000 EUR.
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