Proteste bei VW in Brasilien

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Proteste bei VW in Brasilien

Beitragvon brasilmen » Do 24. Aug 2006, 07:43

Proteste bei VW in Brasilien
RIO DE JANEIRO/PUEBLA -
Mit der Vereinbarung über höhere Löhne hat sich die Lage im mexikanischen VW-Werk Puebla entspannt, dagegen spitzt sich der Konflikt bei VW in Brasilien zu. Bei einer Abstimmung in Saõ Bernardo im Bundesland Saõ Paulo wiesen die gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten von VW am Dienstagabend die Pläne von VW zur Entlassung von 3600 Arbeitern in den nächsten zwei Jahren zurück.

"Diese Pläne zu akzeptieren würde bedeuten, dass wir das Tor zur Hölle für die gesamte Autoindustrie in Brasilien öffnen", sagte der Präsident der regionalen Metallarbeitergewerkschaft, Joséé Lopes Feijóo. Man sei bereit, die Pläne mit Arbeitsniederlegungen und Demonstrationen zu bekämpfen.

Am Montag hatte VW do Brasil seinen Beschäftigten ein Ultimatum gestellt. Man werde die Fabrik in Anchieta - die erste und traditionsreichste von VW in dem südamerikanischen Land - schließen und statt 3600 mindestens 6000 Menschen entlassen, wenn die Umstrukturierungspläne nicht akzeptiert würden. In Brasilien wird auch das für den europäischen Markt bestimmte Modell Fox gebaut.

Bei der Versammlung in der Fabrik Anchieta seien einstimmig Vorschläge gebilligt worden, die der Firmenleitung präsentiert werden sollen, erklärte Gewerkschafter Feijóo. Man wolle über Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung sprechen. Auch könne man über Anreize zur freiwilligen Aufgabe von Jobs reden.

Im Mai hatte VW do Brasil ein Umstrukturierungsprojekt bekannt gegeben, bei dem in den nächsten zwei Jahren mindestens 3600 der 22 000 Stellen gestrichen, Arbeitsvergünstigungen gekürzt und möglicherweise auch eine der fünf Fabriken geschlossen werden soll. "Unser Mutterhaus in Deutschland meint, dass wir hier eine Fabrik zu viel haben", sagte damals der Präsident der VW-Tochter, Hans-Christian Maergner.

In Mexiko erhalten die seit vergangenen Freitag streikenden Arbeiter eine Lohnerhöhung von vier Prozent. Zusätzlich werde der Wert der dort als Gehaltsbestandteil üblichen Lebensmittelgutscheine angehoben. Damit erhöhten sich die Personalkosten bei VW Mexiko für die 10 000 Mitarbeiter um 4,7 Prozent. Die Gewerkschaft hatte eine Einkommenserhöhung von 8,5 Prozent verlangt. Die Bänder in Puebla - dort werden die Modelle Bora, New Beetle und Jetta gebaut - sollen heute wieder laufen.

dpa, HA
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Brasilianischer Arbeitsminister spricht mit VW - Estado

Beitragvon brasilmen » Fr 25. Aug 2006, 08:13

Brasilianischer Arbeitsminister spricht mit VW - Estado
SAO PAULO (Dow Jones)--Der brasilianische Arbeitsminister will sich nach einem Medienbericht mit Führungskräften von Volkswagen (Nachrichten/Aktienkurs) do Brasil treffen. Dabei soll über die von Volkswagen angedrohte Schließung des Werks in der Stadt Sao Bernardo do Campo südlich von Sao Paulo gesprochen werden, berichtet die lokale Nachrichtenagentur "Estado" am Donnerstag. Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva habe den Arbeitsminister Luiz Marinho gebeten, mit dem Volkswagen-Management zu sprechen.

Sowohl Marinho als auch Lula waren einst Präsidenten der Metallgewerkschaft, die nun auch für die Volkswagen-Arbeiter in Sao Bernardo do Campo zuständig ist. "Ich hoffe es ist einfach nur ein Verhandlungstrick und die Situation kann mit einem Gespräch gelöst werden", sagte Marinho. Am Montag hatte Volkswagen eine Schließung des Werks in Aussicht gestellt, sollte keine Einigung über die angestrebte Restrukturierung erzielt werden. Zudem könnte der Stellenabbau höher ausfallen.

Im Mai hatte der Automobilhersteler die Restrukturierung in Brasilien angekündigt, in dem die Arbeitskosten gesenkt und Produktion für den Exportmarkt gedrosselt werden soll. Bis 2008 will das Unternehmen in Brasilien bis zu 6.000 Stellen abbauen. Sao Bernardo do Campo ist das größte Werk von Volkswagen in Brasilien und wird wegen der hohen Arbeitskosten als unprofitabel angesehen. Insgesamt sind hier 12.000 Mitarbeiter beschäftigt, davon 8.000 in der Produktion.

Neben den Entlassungen macht Volkswagen Einkommenskürzungen zur Voraussetzung für ein weiteres Engagement in dem Werk. Nach Unternehmensangaben sind ohne eine entsprechende Vereinbarung mit den Beschäftigten keine Investitionen in das Werk möglich. Bislang sind die Gespräche zwischen dem Unternehmen und den Arbeitern angespannt verlaufen. Zahlreiche Arbeitsverzögerungen und Streiks beeinflussten die Fertigung.

Die Gewerkschaft sagte am Dienstag, sie werde bis Freitag mit Volkswagen sprechen und im Anschluss am Samstag eine Generalversammlung einberufen. Auf dieser sollen dann jedwede Fortschritte erörtert werden. Zudem soll auf einer Versammlung der Gewerkschaftsmitglieder am Dienstag über die Vorschläge von Volkswagen abgestimmt werden.

Volkswagen betreibt in Brasilien fünf Werke und beschäftigt 22.000 Mitarbeiter. 2005 fertigte Volkswagen in Brasilien 646.812 Fahrzeuge. Volkswagen leidet unter dem hohen Wechselkurs des brasilianischen Real zum Euro und zum US-Dollar, der die Exporte aus Brasilien teuer macht.

-Von Jeff Fick und Rogerio Jelmayer, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 111,

unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/cbr/abe
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Brasiliens Regierung droht VW

Beitragvon brasilmen » Fr 25. Aug 2006, 10:59

Brasiliens Regierung droht VW

Die brasilianische Regierung hat Volkswagen wegen der angedrohten Schliessung einer Fabrik bei São Paolo mit der Aussetzung staatlicher Kredite gedroht.

Die Kredite der Nationalbank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (BNDES) gehen nicht an Unternehmen, die die Schliessung ihrer Fabriken ankündigen. Dies liess der brasilianische Arbeitsminister Luiz Marinho gestern verlauten, wie die brasilianische Nachrichtenagentur Brasil schreibt.
Volkswagen hatte am Dienstag gedroht, seine Fabrik in Anchieta bei São Paolo, die älteste des deutschen Autokonzerns in Brasilien zu schliessen, sollten die Gewerkschaft weiter einen Restrukturierungsplan für die Produktion im Land ablehnen. In dem Werk war es in den vergangenen Wochen zu Streiks gegen die VW-Pläne gekommen.

Streichung von 5800 Stellen
Im Mai hatte Volkswagen angekündigt, in Brasilien knapp 5800 von 22’000 Stellen streichen zu wollen. Zur Begründung führte sie vor allem die starke Aufwertung des brasilianischen Real gegenüber dem US-Dollar in den vergangenen zwei Jahren sowie gestiegene Material- und Lohnkosten an. Volkswagen verfügt in Brasilien über fünf Werke. Im vergangenen Jahr wurden von den brasilianischen Standorten aus 264’500 Fahrzeuge im Wert von 2,1 Milliarden Dollar exportiert.


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Brasilien setzt Kredite für Volkswagen aus

Beitragvon brasilmen » Mi 30. Aug 2006, 06:17

Brasilien setzt Kredite für Volkswagen aus
29.08.06 – Die Verhandlungen zwischen Volkswagen in Brasilien und der Regierung über die Zukunft von bis zu 6000 Arbeitern eskalieren: Nach monatelangen Verhandlungen haben der Arbeitsminister Luiz Marinho und der Präsident der staatlichen Nationalbank für Wirtschaftliche und Soziale Entwicklung (BNDES), Demian Fiocca, die Kredite für den Autobauer gestern eingefroren.

Ein bereits gewährter Kredit in Höhe von umgerechnet 185 Millionen Euro wurde vorerst eingefroren, bis ein Ende der Verhandlungen über den Abbau von Stellen in Sicht sei. Außerdem forderte die Regierung Informationen über Investitionspläne des Autobauers ein.

Volkswagen hat in Brasilien fünf Werke mit insgesamt 22 000 Beschäftigten. Jetzt soll im ältesten Werk in Sao Bernardo die Hälfte der 12 000 Stellen wegfallen, weil Volkswagen mit den hohen Rohstoffkosten und dem erstarktem Real Verluste einfährt. Zunächst wollte der Konzern 3600 Stellen abbauen. Nachdem die Verhandlungen mit der Gewerkschaft scheiterten, hatee VW mit der Schließung des Werks San Bernado gedroht. Der Kleinwagen Fox, der auch nach Deutschland importiert wird, kostet den Konzern wegen der Währungsschwankungen angeblich bei jedem Export bares Geld. In Brasilien selbst hat Volkswagen einen Marktanteil von rund 23 Prozent.

Marinho steht als ehemaliger Chef der Metallgewerkschaft im Raum Sao Paulo auf der Seite der Arbeiter. Volkswagen ist auf die Kredite der brasilianischen Regierung angewiesen. Seit 2003, als der Regierungschef Luiz Lula da Silva das Amt übernahm, sind Kredite in Höhe von umgerechnet 2,2 Milliarden Euro an den Konzern geflossen. (ar/sb)
http://auto-presse.de/news-auto.php?newsid=13314
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Brasiliens VW-Arbeiter im unbefristeten Streik

Beitragvon brasilmen » Mi 30. Aug 2006, 07:40

Brasiliens VW-Arbeiter im unbefristeten Streik
zurückDie 12.000 Arbeiter im größten Volkswagen-Werk in Brasilien sind heute in einen unbefristeten Streik getreten. Damit reagierten sie auf 1.800 Entlassungen, die das Unternehmen im Werk Anchieta in Sao Bernardo do Campo bei Sao Paolo aussprach.

Vorangegangen waren monatelange ergebnislose Verhandlungen über einen Plan der Firmenleitung, binnen zwei Jahren 3.600 Stellen in der Fabrik abzubauen.

"Das wird ein harter Kampf"
"Volkswagen hat sich entschieden, gegen seine Arbeiter zu kämpfen", sagte der Präsident der regionalen Metall-Gewerkschaft, Jose Feijoo. "Das wird ein harter Kampf werden."

In Anchieta laufen 960 Autos pro Tag vom Band, darunter der Kompaktwagen Fox. Ein eintägiger Warnstreik in den drei brasilianischen Pkw-Werken von VW hatte im Mai zu einem Produktionsausfall von 2.500 Autos geführt.

Im Juli hatte der Autokonzern angekündigt, in seinen brasilianischen Werken 4.000 bis 6.000 der insgesamt 21.000 Stellen abzubauen. Mit der Drohung, das Werk Anchieta zu schließen, rief VW in der vergangenen Woche auch die brasilianische Regierung auf den Plan. Präsident Luiz Inacio Lula da Silva war selbst einmal Funktionär der Metallgewerkschaft in der Region.
http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fww ... 28299.html
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Re: Brasilien setzt Kredite für Volkswagen aus

Beitragvon dumpfbacke » Mi 30. Aug 2006, 10:28

brasilmen hat geschrieben: Seit 2003, als der Regierungschef Luiz Lula da Silva das Amt übernahm, sind Kredite in Höhe von umgerechnet 2,2 Milliarden Euro an den Konzern geflossen.


Hi Brasilmen, stimmen die Zahlen? Das waere eine monatliche Suvention/Kredit pro Arbeitnehmer von 2.900 Euro. Wie und wann will denn Volkswagen die zurueckzahlen?

:shock: :shock: :shock:
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ja scheint so zu sein !

Beitragvon brasilmen » Mi 30. Aug 2006, 11:04

aus Wirtschaftswoche:
Man werde die Freigabe eines bereits zugesagten Kredits in Höhe von 497 Millionen Real (etwa 185 Millionen Euro) vom Ausgang der Verhandlungen zwischen der Firmenspitze und den Gewerkschaften abhängig machen. Allein seit 2003 erhielt VW staatliche Kredite in Höhe von insgesamt rund 2,2 Milliarden Euro.
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port.Volkswagen demite 1.800 e metalúrgicos entram em greve

Beitragvon brasilmen » Mi 30. Aug 2006, 13:06

Ter, 29 Ago - 16h29
Volkswagen demite 1.800 e metalúrgicos entram em greve

SÃO BERNARDO DO CAMPO (Reuters) - Poucos minutos antes de uma assembléia na qual decidiriam entrar em greve a partir desta terça-feira, metalúrgicos da Volkswagen em São Bernardo do Campo receberam da empresa 1.800 cartas de demissão.

"A Volkswagen resolveu comprar a briga com os seus trabalhadores e essa briga será uma luta dura", afirmou após a assembléia o presidente do Sindicato dos Metalúrgicos do ABC, José Lopez Feijoó. Segundo ele, a greve será feita na fábrica e os rumos do movimento serão decididos no dia-a-dia.

As cartas, com a logomarca da Volks e assinadas apenas pelo departamento de Recursos Humanos, anunciavam a demissão desses funcionários após o fim do acordo de estabilidade, em 21 de novembro. Elas foram entregues em mãos, o que retardou o início da assembléia em quase uma hora, para aproximadamente 15h20.

Quando a reunião começou, alguns trabalhadores se mostravam revoltados, outros abatidos, e alguns confusos.

"Assim não dá mais vontade de trabalhar aqui", dizia Cláudio da Conceição Cruz, 39 anos, 17 deles na Volks. Mesmo com a postura quase de desistência, ainda pretendia votar a favor da paralisação e continuar na luta.

Com os olhos marejados, Wanderley Cupertino da Silva, 45 anos de idade e 12 de Volks, parecia mais preocupado com um problema que enfrentaria depois da assembléia: encarar a família.

Conforme a montadora, 500 dos que receberam as cartas estão no CFE, seu centro de recapacitação de funcionários para o mercado de trabalho, e 1.300 atuam na fábrica Anchieta.

A unidade, primeira da Volks no Brasil, tem 12 mil funcionários, dos quais 8 mil ligados à fábrica e o restante à administração.

A Volks havia avisado na semana passada que faria a lista, caso não chegasse a um acordo com os metalúrgicos para efetuar cortes de benefícios e eliminar 3.600 postos até 2008. Sem acordo, advertiu a montadora, a fábrica não receberá novos investimentos, o que deve levar ao seu fechamento a médio prazo.

A companhia não voltou a se manifestar após os metalúrgicos decidirem pela greve.

(Com reportagem adicional de Marcelo Mota, em São Paulo)
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VW will Mitarbeiter in Urlaub schicken...

Beitragvon brasilmen » Fr 1. Sep 2006, 07:55

VW will Mitarbeiter in Kollektivurlaub schicken
VW-Werk in Sao Bernardo: Die Bänder stehen still, Foto: dpa
Brasilien» Volkswagen hat angesichts des eskalierenden Konflikts um massenhafte Stellenstreichungen in Brasilien bei der Justiz für 11.000 Beschäftigte in drei Fabriken so genannten Kollektivurlaub beantragt. Es handele sich lediglich um eine Präventivmaßnahme, falls die Gespräche mit den Gewerkschaften nicht in den nächsten Tagen zum Erfolg führen sollten, teilten VW-Sprecher Medien zufolge in Sao Paulo mit.

Ein Streik legt die älteste und größte Fabrik von VW in Brasilien in Sao Bernardo im Land Sao Paulo seit Dienstag lahm. Die meisten der rund 12.400 Beschäftigten des Werks protestieren so gegen die Entsendung von 1800 „blauen Briefen“. Im Rahmen einer im Mai angekündigten Umstrukturierung will VW bis 2008 rund 6000 der insgesamt 22.000 Stellen in den fünf brasilianischen Werken streichen.

Brasiliens Staatschef Luiz Lula da Silva machte unterdessen VW für die wirtschaftlichen und sozialen Probleme im Unternehmen verantwortlich. „VW hat ein Projekt zu viel gewagt, das nicht zum Erfolg geführt hat“, sagte er in einem Fernsehinterview. Außerdem habe das Unternehmen voreilig gehandelt, als sie 1800 Entlassungen bekannt gegeben habe, „ohne vorher ordentlich mit Regierung und den Gewerkschaften gesprochen zu haben“. Er habe als Gewerkschaftsführer schon vor Jahren vor den Toren der VW-Fabrik in Sao Bernardo geweint, als dort 8000 Mitarbeiter entlassen worden seien, sagte Lula.

Der Kollektivurlaub vom 18. bis 27. September in den Fabriken in Taubate, Sao Carlos (beide im Land Sao Paulo) und Sao Jose (Paraná), in denen in Sao Bernardo produzierte Teile verwendet werden, soll dann in Kraft treten, wenn der Streik nicht bald beendet wird. Vom Unternehmen angeordneter Kollektivurlaub ist in Brasilien möglich, wenn er mindestens 15 Tage vorher bei den Behörden gemeldet wird.

Erst am Montag hatte die Regierung den Druck auf VW durch die vorläufige Einstellung der Vergabe staatlicher Kredite erhöht. Die Freigabe eines zugesagten Kredits in Höhe von 497 Millionen Real (185 Mio Euro) wurde vom Ausgang des Konflikts abhängig gemacht.

VW will in Brasilien bis 2008 rund 6000 Stellen streichen, Arbeitsvergünstigungen kürzen und möglicherweise auch eine der fünf Fabriken schließen. „Unser Mutterhaus in Deutschland meint, dass wir hier in Brasilien eine Fabrik zu viel haben“, sagte im Mai der Präsident der VW-Tochter, Hans-Christian Maergner.

Probleme gibt es laut VW do Brasil vor allem wegen der Aufwertung der Währung Real, die den Export belastet, und der gestiegenen Rohstoffkosten. Laut Maergner wird VW do Brasil frühestens 2007 wieder Gewinne erzielen. Er erwartet zudem eine Abnahme der Exportzahlen um 40 Prozent bis 2008 im Vergleich zu 2005. Im vorigen Jahr waren knapp 260 000 Fahrzeuge ins Ausland verkauft worden - vor allem nach Lateinamerika, USA/Kanada und Europa.

VW ist seit Jahren der größte Fahrzeug-Exporteur Brasiliens. Nach jüngsten Zahlen hat es einen Anteil von 22,3 Prozent am brasilianischen Fahrzeugmarkt. Brasilien ist mit über 380 000 Auslieferungen der drittgrößte Markt für den Volkswagen-Konzern nach Deutschland und China. Volkswagen do Brasil produzierte im vergangenen Jahr rund 646.000 Fahrzeuge.
[01.09.2006] wiw/dpa
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Streik vorerst beendet, VW will prüfen..

Beitragvon brasilmen » Di 5. Sep 2006, 05:46

VW will Job-Abbau in Brasilien überprüfen
Angestellte nehmen Arbeit wieder auf
Die Beschäftigten des grössten Volkswagen-Werkes in Brasilien haben ihren Streik beendet. VW habe zugesichert, Pläne zur Streichung von 1800 Stellen noch einmal zu überdenken, teilten Vertreter der Gewerkschaft und von VW mit.
Die Produktion im Werk Sao Bernardo do Campo mit 12’000 Beschäftigten normalisierte sich wieder, während sich beide Seiten zu einer neuen Verhandlungsrunde zusammensetzten.

Auch Präsident Lula da Silva vermittelte

Die Arbeiter hatten mit dem Streik am 29. August begonnen, nachdem Volkswagen 1800 Kündigungen verschickt hatte. Sie sind Teil der geplanten Umstrukturierung des Geschäfts in Brasilien.

Die Kündigungen betreffen die Fabrik Sao Bernardo do Campo, das älteste und grösste von fünf VW-Werken in Brasilien. Dort sind insgesamt 12’000 Arbeiter beschäftigt. Das Werk ist nach Angaben von Volkswagen nicht mehr profitabel.

In den Konflikt hatte sich sogar der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva - ein ehemaliger VW-Arbeiter - eingeschaltet.

Ein Viertel aller Stellen in Gefahr

VW hatte angekündigt, dass dem Umbau des Unternehmens in Brasilien bis 2008 insgesamt 6000 Stellen zum Opfer fallen könnten. VW unterhält dort fünf Werke mit rund 22’000 Mitarbeitern.

VW und andere Autobauer in Brasilien leiden unter dem starken Anstieg der brasilianischen Landeswährung Real gegenüber dem Dollar, was die Exportchancen schmälert.

4000 Entlassungen im Jahr 2003

Schon vor drei Jahren hatte VW in Brasilien 4000 Jobs gestrichen, weil der Konzern sich in der Kapazitätsplanung verschätzt hatte. Damals musste VW eine dreistellige Millionensumme für den Personalabbau aufbringen.

(sda/ap/schl)

Brasiliens VW-Arbeiter kehren an die Fliessbänder zurück. (keystone)
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