Bei der Auseinandersezung mit dem Sachverhalt Carneval hinke ich etwas hinterher, ich kam einfach nicht eher zum Schreiben. .Das verstehe ich nicht, was hat der Dollar mit einen Schwund von 20 % Teilnahme beim Carneval in Salvador zu tun? Bei geschätzten 2 Millionen Teilnehmern und Zuschauern (die Zahl habe ich nur irgendwoher übernommen) bricht deswegen dieser nicht zusammen. Und europäische Touristen sind da doch eine unbedeutete Grösse. Der eigentliche Grund war doch offensichtlich der vertrackte Regen, das stellenweise nicht immer die rechte Freude aufkam. War selbst mehrmals durchgeweicht und geplante weitere Teilnahmen gestrichen. Auf der Insel hat man sich auch wahnsinnig viel Mühe gegeben und besonders um die Kinder, deren Bemühen in den Kostümen sich förmlich im Regen auflösste.
Was das Preis- und Leistungsverhältnis im Dienstleistungsbereich ankommt, das war in der Vergangenheit auch schon nicht so toll, aber nun eine rapide Verschlechterung diagnostizieren zu wollen, Ich weiss nicht. Und Brasilien war doch die letzten 10 Jahre wahrlich nicht das Billigland wie es in manchen Köpfen, besonders bei Erstankömmlingen, als Wunschbild spukt.
Ich breche auch nicht in Freudensprüngen aus, basiert doch der Lebensstandart auf den Euros meiner Touristen, ich kann da meine Preise auch nicht beliebig anpassen, sicher ist da eine Überwertung des Real nicht von der Hand zu weisen, aber die Inflationsrate ist doch irgendwie berechenbar und das ist mir lieber als wenn Brasilien sichtbar wirtschaftlich schwächelt und am Ende eine Hyperinflation der alten Zeiten wieder Einzug hält.
Und was auch völlig im Widerspruch steht, viele der Touristen wollen alles ganz billig, aber die Farbe die jedes Jahr erneuert werden muss streichfrisch sein, der Frühstücktisch europäisch usw.usf. So schlimm es ist, ausgleichen kann ich es nur mit den niedrigen Löhnen und auch die sind dank der zu gewährenden Mindestlöhnen, Sozialleistungen, Urlaub, Weihnachtsgeld usw. auch nicht mehr der Sparposten. Und das Auto für die Ausflüge und zum Brötchenholen muss ja auch laufen. Und Sprit bekommt man ja auch nicht zum Schnäppchenpreis. Und Baustoffe gleichen denen in Europa. Billiger bauen kann man nur dank der klimatischen Bedingungen. Damit will ich sagen, die Preise im Dienstleistungsbereich entspringen nicht nur immer aus einer Laune heraus.
Und unfreundliche Bahianer, da muss ich wohl immer auf die andere Sorte treffen, gerade die Freundlichkeit und Hilfsbereitsschaft weiss ich hier zu schätzen. Und was die Schnorrer angeht, klar sind die lästig, doch schaut doch mal, wer Salvador und damit das Pelourinho und Barra kennt, wie manche unserer Landsleute auftreten, bei denen ich oft vermute zuhause drehen sie jeden Pfennig um, aber hier mal den Max spielen wollen und mit den Geld nur so um sich werfen. Da muss sich doch im Laufe der Zeit gedanklich herausbilden, die haben es doch und da kann man schon mal die Hand aufhalten.
Dank der Deutschen Welle wird ja hier auch ein Bild in die Welt gestreut, die liebste Freizeitbeschäftigung der Deutschen ist es Edelretaurants aufzusuchen, mondäne Wintersportorte aufzusuchen, ausschliesslich Designerklamotten zu tragen und betrübt sein, das die Hände nicht mehr als 10 Finger haben, weil man die Diamantenklunker nicht alle unterbringt. Und da wäre noch die schwierige Wahl zwischen einem Maybach und einem Mercedes S. Wären da nicht die Nachrichten und gelegentlich ein paar Reportagen, man sollte es nicht glauben. Wenn ich den Leuten hier versuche zu erklären, wie viele Menschen in Deutschland arbeitslos sind und viele nicht gerade in Geld schwimmen, werde ich meisst ungläubig angestaunt. Doch ich bin etwas vom Thema abgekommen, hat aber auch indirekt etwas damit zu tun.
Was die anderen so geschrieben haben, ich habe es gelesen. Doch bin ich zwar noch nicht lange Mitglied in diesen Forum , doch neue Gesichter sind leider wenig dabei und gerade von denen hatte ich gehofft, sie tauchen aus dem mitlesenden Nichts auf.
Und noch am Rande, nun Bahia bei der geplanten nächsten Urlaubsfahrt zu meiden, nur weil jemand einen Leistungs- und Unfreundlichkeitsfakt ausgemacht hat, das ist ja Hasen in die Büsche jagen. Wenn man sich zusätzlich etwas auch ausserhalb der Touristenpfade begibt, kann man viel schönes Erleben.Zur Erbauung hänge ich mal wieder Fotos an, entstanden bei einem Ausflug letzte Woche. Heinz- Jürgen auf den Foto, hat so seine Entscheidungsprobleme. Wir haben spontan ein Kanu angemietet und sind mal in Mangrovenwälder ausgelaufen, sind da auch auf Einsiedler gestossen. Doch soll jetzt hier eigentlich keine Reisebeschreibung folgen. Schönes Wochenende. Da ist vielleicht auch mal Zeit in mein Internet zu schauen, Residência < aquamarin > *** Amoreiras
http://www.aquamarin-do-brasil.de
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