Kommen wir doch mal auf Romans eigentliche Bemerkung zurueck:
roman3 hat geschrieben:
Kleine Randbemerkung! Für gewisse Mitglieder sollte man eigentlich langsam eine Untersparte Brasilienhasser.de. einrichten. Unübersehbar ist doch diese nicht kleine Zahl der Mitglieder mit Anwesenheitsstatus aktiv und man könnte denken nebenberuflich fungierend als Reiseverhinderer für Brasilieninterresenten, doch eigenartigerweise verbunden mit einer besonderen Form von Hassliebe zu Brasilien. Und nicht zu vergessen, die permanenten Geschäftsideenverhinderer und Ideenvernichter gleich welcher Art, egal wer sich da zaghaft äussert, wird gnadenlos niedergemacht, damit kein noch so zartes Pflänzchen sein Köpfen heben kann.
Ich frage mich, warum sind diese Art der Leute nur hier bzw. warum mischen sich offensichtlich Zwangsrückkehrer in diesem Sinne da noch ein. Oder sind diese Art von aktiven Schreibern, die ihre Daseinsberechtigung zu kaschieren versuchen, schlicht mit den gegebenen Umständen nicht fertig geworden ? Oder anders ausgedrückt, spielt da die Angst mit, andere könnten ihre verlassenen Plätze erfolgreicher einnehmen? Natürlich, wer Brasilien als Abenteuerspielplatz ansieht, ist natürlich hier fehl am Platz, aber Brasilien bietet nun mal Freiräume und Möglichkeiten, mit denen Deutschland, verhalten ausgedrückt, nicht so ganz mithalten kann. Nichts gegen Ratschläge und Wiedergabe von Erfahrungen, aber ich bedauere nur diese vorwiegende Einseitigkeit.
Brasilien ist nun mal nicht eine Kopie von Deutschland und ich titele mit den hier vielgebrauchten Satz, Oh, Gott, ich danke Dir dafür.
Zum Thema Warner und Verhinderer: Brasilien ist gefaehrlich und deshalb ist es umso wichtiger, dass man darauf hinweist. Es ist zum Beispiel dumm sein Auto nachts auf der Strasse stehen zu lassen. Es ist auch dumm sich als Fussgaenger darauf zu verlassen, dass ein Zebrastreifen die Autofaher zum Anhalten bewegt. Es ist auch genauso dumm mit mehr Bargeld als unbedingt noetig auf der Strasse rumzulaufen. Es gibt noch viel mehr gefaehrliche Dummheiten, an die man beim Planen einer Reise nicht denkt. Daher sollten wir als "Vorortwohner" auf die Probleme hinweisen.
Roman, es ist tatsaechlich so, dass es in Brasilien unglaublich grosse brach liegende Geschaeftsfelder gibt. Pousadas oder Hotels, eine der meistgenannten "Geschaeftsideen" hier im Forum, gehoeren mit Sicherheit nicht dazu. Wenn man eines der beiden realisieren will, dann benoetigt man, wie schon oft erwaehnt extrem viel Energie zum Erfolg und man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.
Meinen Studenten (Lebensmitteltechnik) sage ich oft, dass sie nur gescheiten Joghurt produzieren muessten, um einen Geschaeftsaerfolg zu haben. Anderen habe ich schon geraten besseres Brot zu backen. Etc. etc. etc. etc. Oder Bier tatsaechlich nur mit Hopfen, Malz (Gerste, Weizen oder Roggen), Hefe und Wasser.
Und es gibt noch wesentlich mehr zu tun. Wer viel Geld hat, kann sich hier in RS auch viel Ackerland kaufen (ca. 2-3000 R$ pro Hektar) und an Votorantin oder Aracruz verpachten. Die pflanzen Dir dann einen Eukalyptuswald und zahlen Dir dafuer eine gute Pacht. Dann musst Du ueberhaupt nichts mehr arbeiten und bekommst auch noch Geld dafuer. Nebenbei kann man die CO2-Zertifikate verschachern.
Und nenn´doch bitte mal die Beispiele, in denen "runtergemacht wurde". Dann koennen wir nochmal darueber reden.
...SWK!