Quer durch die Welt im Benz

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Quer durch die Welt im Benz

Beitragvon Lemi » So 27. Feb 2005, 13:30

Oi pessoal,

ungeschönte Reiseberichte mit einem alten Benz, u.a auch von Brasilien und dem Rest Südamerikas, gibts auf der HP von Sr. Besold aus Augsburg:

http://www.mercedes124.de/besold/html/oldindex.html

Einfach auf Reiseberichte klicken .......... habe gerade stundenlang dort gelesen. Nich unbedingt nachahmenswert, was er und seine Reisebgleiterinnen erlebt haben, aber zumindest lesenswert (Ironie lässt grüssen :wink: ). Schöne Geschichtchen aus dem Hinterland Brasiliens.

Hier eine kleine Kostprobe (Zitat):

"Donnerstag, 26. Juli 2001
Irgendwo dort in der Prärie haben wir dann um 2.30 Uhr, kurz hinter Maringá, nach 705 km, auch aufgegeben und uns erstmal pennen gelegt.
Gabi besitzt ein recht praktisches Format, denn sie paßt genau auf die Rückbank eines W123, so daß man nicht eigens ein Zelt bauen muß und für einen allein lohnt sich das ja nicht. Selbst nahm ich auf den sandblechen Platz. Es ist zwar Winter, aber hier merkt man noch nichts davon. In den Anden wird das bestimmt anders.
Am nächsten Morgen waren wir dann um 8.00 Uhr wach. Für uns als notorische Langschläfer eigentlich undenkbar, aber was will man machen, wenn sich die Sonne einbildet einem blöd ins Gesicht lachen zu müssen... Bei Tageslicht haben wir dann bemerkt, daß wir ganz in der Nähe einer Farm geschlafen hatten, deren Bewohner (bzw. Arbeitspersonal) uns nicht nur neugierig beäugten ("Gell, das Auto da, das ist ein LADA?"), sondern uns auch gleichmal frische Kuhmilch zum Frühstück anboten. Das ist eigentlich ja sehr nett, aber es gibt abgesehen von Hühnerfricasse nichts, auf das ich besser kotzen könnte - Supermarktgeneration... Auch Besold lehnte übrigens dankend ab und unterhielt sich noch eine Weile mit ihnen..."
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Beitragvon patecuco » Mo 28. Feb 2005, 01:26

@Lemi

da find ich folgende Berichte besser

http://www.geocities.com/thetropics/isl ... tml#Brazil
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Beitragvon Latino » Mo 28. Feb 2005, 10:06

habe mich schon beim lesen im parallelforum (excuse me) über diesen dumm-überheblichen proll-autor grün geärgert. bitte nicht auch hier diese
ergüsse veröffentlichen. bitte bitte nicht....
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Beitragvon Lemi » Mo 28. Feb 2005, 11:09

Hi Patecuco,

hab nur kurz reingelesen in deinen Link. Scheint ja wirklich interessant zu sein. Diesmal nicht aus dem Mercedes, sondern aus dem Sattel berichtet !

Es gibt allerdings eine Menge Parallelen in den Berichten:

Gefahr durch LKW´s auf den Strassen, falsche Kilometerangaben, relativ langweilige Fahrten und diesmal zwar keine unendlichen Autoreparaturen, dafür aber Gestöhne über die Berge. :roll:

Der Radfahrer hatte aber anscheinend etwas mehr Zeit mitgebracht, weshalb seine Reiseeindrücke auch etwas ausführlicher ausgeschmückt sind, währenddessen sich unser Benz-Fahrer mehr aufs Gas geben und Kilomter schrubben konzentrierte.

Gelesen haben sollte man beides ............ (Lemis Meinung)
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latino

Beitragvon Latino » Mo 28. Feb 2005, 13:05

hi lemi, hast ja recht: habe mich acu bereits wieder abgeregt
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Beitragvon Trem Mineiro » Mo 28. Feb 2005, 13:12

Hallo Galera
Habe den Bericht von Besold mit Interesse gelesen. Der Man hat natürlich eine Macke, hätte ich so einen Wagen, stände der in der Garage und ich würde meine Touren mit einem „normalen“ Auto machen und nicht mit einem Museumsstück durch Brasilien (gemeint ist aber mehr das Outback, das ich ja auch woanders finden kann) zu kurven. Wenn ich einen Rallye-Fahrer um seine Eindrücke von Brasilien bitte, werde ich auch nur von schlechten Straßen, Staub und Schlamm hören.
Ich bin selber mehrere 10.000 km durch Brasilien gefahren, allerdings nie weiter als bis Receife und im Inland nie tiefer als Goias/Tocantins. Da ich aber mit zuverlässigen Autos bzw. wenn es die Tour nötig machte, auch mit unserem Jeep, unterwegs war, konnte ich mich auf Land und Leute konzentrieren und musste nicht immer alle Kontrollleuchten im Auge haben oder auf die Geräusche vom Fahrwerk achten. Dazu habe ich mir Zeit genommen mit Teilstücken von 300 bis 600 km pro Tag.
Natürlich ist die Kritik an den Straßenzuständen mehr als berechtigt. Aber ehrlich, das nehme ich gerne in Kauf, wenn ich dafür die unberührte Natur erlebe, die nur unberührt ist, weil nicht jeder mit seiner normalen Karre hinkommt. Und da sehe ich das Brasilianische Straßennetz ehr als Herausforderung. So mancher Geländewagenfahrer in D wäre froh, wenn er mal vom Asphalt runter könnte. Das entschuldigt natürlich nicht, dass es von Brasilia nach Manaus keine durchgängig asphaltierte Straße gibt oder die Zustände auf der 101.

Besold und sein Benz lernt halt mit seinen Touren, wie man an der Zahl der Reiseberichte ablesen kann, sehr viele Länder kennen. Leider verzichtet er (wohl bewusst) darauf tiefer in die Kultur eines Landes einzudringen. Leider wiederholt er in seinen Beschreibungen viele Gemeinplätze und typische Vorurteile. Aber vom ADAC-Monatsblatt erwarte ich ja auch keine kulturellen Höchstleistungen. Besold ist eben nur ein Autofreak und kein Brasilienfreund.

Ein Tipp für Brasilien-Roukies. Es gibt täglich Flüge von Sao Paulo nach Belem. Das ist hier der normale Weg zu reisen.

Gruß

Manfred
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Besolds Berichte

Beitragvon seitenwandkletterer » Mo 28. Feb 2005, 13:51

Hi Povo,

ich habe geschmunzelt, als ich Besolds-Berichte gelesen habe. Er schreibt witzig mit den dazu gehörenden Übertreibungen. Dass er Brasilianer für inkompetent und blöd hält, sei ihm verziehen, denn er ist dort aufgewachsen und hat vielleicht schon mehr erlebt, als wir ahnen können.

Dennoch ist es nicht so extrem, wie er schreibt: Ich habe über den Daumen gepeilt ca. 3000 km in Brasilien mit Mietwagen zurückgelegt und habe nur einmal wegen des Strassenzustandes fast(!) die Nerven verloren. Das war, als die Strasse von Cambará do Sul in der Nähe vom Parque Nacional de Aparodos da Serra (Canion Itaimbézinho) über Tainhas nach São Francisco de Paula noch nicht ausgebaut war und man sich dort nur mit einem Stundenmittel von ca. 25-30 km/h fortbewegen konnte um nicht Kopf und Kragen zu riskieren.
Interessant fand ich damals auch die Strasse von der Dutra hoch nach Caxambu, als an der Grenze zwischen SP und Minas Gerais plötzlich alle (!ja definitiv alle!) Fahrbahnmarkierungen aufhörten zu existieren inkl. aller Warnungen vor Lombadas und das ganze nachts. Damals hat mich anscheinend nur der Besuch bei der Nossa Sra. de Aparecida gerettet, obwohl ich Protestant bin. :)
Und dann noch ein abenteuerliches Stück Strasse sind die letzten Kilometer der Oswaldo Cruz, die von Taubaté nach Ubatuba führt. Das Gefälle beträgt dort ca. 15-20 % und ich bin hinter einem Caminhao gewesen und habe dies mehrfach mit versagenden Bremsen den Abhang runterkugeln gesehen. Als ich dann dachte, schon alles erlebt zu haben, und gemütlich mit 80 Sachen den Rio-Santos Highway nach Parati weitergefahren bin, habe ich nach einen Einschlag in ein Schlagloch zum ersten Mal Funkenschlag vom eigenen Auto im Rückspiegel gesehen. Auf der Rückfahrt bin ich die Steigung dann sportlich mit dem Gol 1000 im zweiten Gang hochgebrettert... :wink:

Ein Freund von mir hat seinen VW-Bus als Reisemobil jetzt seit ca. 2 Jahren an verschiedenen Orten in Südamerika geparkt und fliegt ungefähr jedes halbe Jahr mal wieder rüber, um zu sehen, ob die Kiste noch da ist. Diesen Bus werde ich mir demnächst dann auch mal ausleihen. Vielleicht wird man so auch zum Zyniker....

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Beitragvon Zambo » Mo 28. Feb 2005, 13:54

Wie ist es eigentlich mit Überfällen bei Landfahrten?

In anderen lateinamerik. Ländern wird davon abgeraten nachts zu fahren wegen der Überfälle, in manchen Ländern wie z.B.: Guatemala wird generell davon abgeraten, da es auch am hellichten Tag zu Gewalttaten kommt.

Ist es in Brasilien stadtauswärts auf den Strassen relativ sicher im Vergleich zu anderen Ländern?
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Nächtliche Überlandfahrten

Beitragvon seitenwandkletterer » Mo 28. Feb 2005, 14:04

Bei den Autovermietung bekommt man immer mit auf den Weg, dass es nicht ratsam sei, nachts auf dem Land unterwegs zu sein. Man hört auch immer wieder aus dritter Hand Geschichten über fingierte Kontrollen ausserhalb der grossen Städte. Ich möchte das nicht als "Urban-Legend" darstellen, denn es scheint wohl einen wahren Kern zu geben. Was ich für viel gefährlicher halte beim nächtlichen Reisen sind die Strassen, die zwar im allgemeinen nicht schlecht sind, jedoch gibt es immerwieder Schlaglöcher, die wie aus dem Nichts erscheinen. Zusätzlich gibt es in einigen Staaten nur sehr mangelhafte Fahrbahnmarkierungen, was dazu führt, dass man entweder eine gute Beleuchtung braucht, oder im Schneckentempo unterwegs ist.
So Dinge wie hier in Frankfurt um 2 Uhr nachts losfahren, damit man 7-8 h später in den Alpen zum Skifahren ist, kannst Du mal locker vergessen. Ich glaube nach 8 h Nachtfahrt in Brasilien bist Du reif für ´ne Massage mit anschliessendem Tiefschlaf. Ein Freund ist mal die Strecke von Santa Maria/RS nach Sampa in einem Rutsch (ca. 1200 km = 16 h) durchgefahren und war danach für ca. 24 h ausser Gefecht gesetzt.

...SWK!
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Beitragvon Trem Mineiro » Mo 28. Feb 2005, 14:16

Hallo Zambo

In Brasilien wird allgemein davor gewarnt nachts zu fahren, aber mehr mit Rücksicht auf die schlechten Straßenverhältnisse. Leider sind die Straßen voller Löcher, die Straßenmarkierungen sind, wenn sie überhaupt noch sichtbar sind, mies und reflektieren kaum. Begrenzungspfähle oder Leitplanken gibt es kaum.
Nachts ist die Zeit der Lastwagen und Überlandbusse. Die haben hier alle Radar oder Nachtsichtgeräte, dem Fahrstiel nach zu urteilen. Wie bei Nebel in D. Dazu sind Straßen in B sehr kurvig und teilweise recht abenteurlich geführt. Da trifft man auch mal Geister-Pferdefuhrwerke auf der Autobahn, Fahradfahrer und Fußgänger permanent. Es existieren bezogen auf die Größe des Landes kaum Autobahnen. Diese würde ich aber zur Not auch nachts fahren. Landstraßen nur im Notfall.

Man hört natürlich dauernd von Überfällen auf Busse und LKWs, aber persönlich habe ich das nie erlebt und kenne auch niemanden der das Mal erlebt hat. Auf meiner ersten Fahrt von BH via SP nach Curitiba hatte man mich vor der dortigen Autobahn „Regis Bittencourt“ dermaßen gewarnt, besonders wegen der Einsamkeit, das ich hinter jeder Kurve gefällte Baumstämme und dann Räuberbanden erwartet habe, (kennt man ja vom Fernsehen). In Wirklichkeit hat mich die Strecke ehr an eine Autobahn in Bayern erinnert, guter Zustand, immer durch die Natur, ich hab’s sogar mal geschafft 180 km/h zu fahren.

Gruß
Manfred

PS.: alle Aussagen zu Brasilien gelten immer nur Regional, was in RJ, MG, SP, ES noch ganz gut aussieht, ist im Süden wahrscheinlich noch besser und im Norden evtl. viel schlimmer. Aber da können sicher andere besser berichten.
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