Rede von Hugo Chavez vor der UNO

Aktuelle Tendenzen und Prognosen der brasilianischen Regierungspolitik und Wirtschaftsentwicklung / Daten und Fakten aus der mehr als 500-jährigen Geschichte Brasiliens

Beitragvon Takeo » Di 29. Nov 2005, 23:03

Jorginho hat geschrieben:Und los geht's:

Fazenda promete liberar R$ 2 bi para investimentos no início de 2006, ano de eleições


Fazenda oder Marcos Valério?
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"Ab heute weniger Demokratie"

Beitragvon Kuddel » Mo 5. Dez 2005, 08:33

Moin,
Focus hat geschrieben:Bei den von den wichtigsten Oppositionsparteien boykottierten Parlamentswahlen in Venezuela haben sich rund drei Viertel der Stimmberechtigten enthalten.

Wie der Präsident der Wahlbehörde CNE, Jorge Rodríguez, in der Nacht zum Montag (Ortszeit) in Caracas in einem ersten Auszählungsbericht weiter mitteilte, verlief der Urnengang weitgehend friedlich und ohne nennenswerte Zwischenfälle. Alle Parteien räumten vor der Bekanntgabe genauerer Zahlen ein, dass die Koalition des linksnationalistischen Präsidenten Hugo Chávez in der kommenden fünfjährigen Legislaturperiode wohl alle 167 Sitze der Nationalversammlung besetzen wird.

Opposition stellt Wahlen in Frage

Die Opposition stellte unterdessen die Legitimität der Wahlen und des künftigen Parlaments in Frage. Der neue Kongress werde nicht die Mehrheit der Stimmberechtigten vertreten, sagte Henry Ramos, Generalsekretär der größten Oppositionspartei Acción Democrática, die wie die zweite große Traditionspartei Copei und andere Oppositionsgruppen wegen angeblicher Betrugsabsichten der Regierung ihren Rückzug von den Wahlen beschlossen hatte. Maria Machado von der einflussreichen Anti-Chávez-Bürgerinitiative „Sumate“ erklärte: „Die Wahlregebnisse zeigen den Venezolanern und der ganzen Welt, dass es in unserem Land ab heute weniger Demokratie gibt“.

Insgesamt waren am Sonntag 14,5 Millionen Menschen unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen zur Stimmabgabe aufgerufen. Mehr als 200 Vertreter der Europäischen Union und der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) beobachteten die Wahl. Sie gaben vorerst keinen Bericht ab. Am Vorabend des Urnengangs waren bei Explosionen kleinerer Sprengladungen in der Hauptstadt Caracas zwei Menschen verletzt worden.

Chavez weist „Verschwörung“ zurück

Die Opposition warf der Regierung vor den Wahlen Betrugsabsichten vor. Nach Ansicht der Opposition verletzt das elektronische Wahlsystem das Prinzip der geheimen Wahl. Zudem seien vier der fünf obersten Wahlrichter mit Chávez eng liiert. Die Regierung in Caracas wies den Wahlboykott der Opposition als „Verschwörung“ zurück, die von Washington aus gesteuert werde.

Beobachter glauben, dass der 51-jährige Chávez, der daheim immer fester im Sattel sitzt und im Ausland zunehmend Beachtung findet, eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament ausnutzen wird, um eine weit greifende Verfassungsänderung zu realisieren. Dabei solle die Wiederwählbarkeit des Staatschefs auf mindestens vier Amtszeiten von jeweils sechs Jahren verlängert werden, hieß es. ]Bei den von den wichtigsten Oppositionsparteien boykottierten Parlamentswahlen in Venezuela haben sich rund drei Viertel der Stimmberechtigten enthalten.

Wie der Präsident der Wahlbehörde CNE, Jorge Rodríguez, in der Nacht zum Montag (Ortszeit) in Caracas in einem ersten Auszählungsbericht weiter mitteilte, verlief der Urnengang weitgehend friedlich und ohne nennenswerte Zwischenfälle. Alle Parteien räumten vor der Bekanntgabe genauerer Zahlen ein, dass die Koalition des linksnationalistischen Präsidenten Hugo Chávez in der kommenden fünfjährigen Legislaturperiode wohl alle 167 Sitze der Nationalversammlung besetzen wird.

Opposition stellt Wahlen in Frage

Die Opposition stellte unterdessen die Legitimität der Wahlen und des künftigen Parlaments in Frage. Der neue Kongress werde nicht die Mehrheit der Stimmberechtigten vertreten, sagte Henry Ramos, Generalsekretär der größten Oppositionspartei Acción Democrática, die wie die zweite große Traditionspartei Copei und andere Oppositionsgruppen wegen angeblicher Betrugsabsichten der Regierung ihren Rückzug von den Wahlen beschlossen hatte. Maria Machado von der einflussreichen Anti-Chávez-Bürgerinitiative „Sumate“ erklärte: „Die Wahlregebnisse zeigen den Venezolanern und der ganzen Welt, dass es in unserem Land ab heute weniger Demokratie gibt“.

Insgesamt waren am Sonntag 14,5 Millionen Menschen unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen zur Stimmabgabe aufgerufen. Mehr als 200 Vertreter der Europäischen Union und der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) beobachteten die Wahl. Sie gaben vorerst keinen Bericht ab. Am Vorabend des Urnengangs waren bei Explosionen kleinerer Sprengladungen in der Hauptstadt Caracas zwei Menschen verletzt worden.

Chavez weist „Verschwörung“ zurück

Die Opposition warf der Regierung vor den Wahlen Betrugsabsichten vor. Nach Ansicht der Opposition verletzt das elektronische Wahlsystem das Prinzip der geheimen Wahl. Zudem seien vier der fünf obersten Wahlrichter mit Chávez eng liiert. Die Regierung in Caracas wies den Wahlboykott der Opposition als „Verschwörung“ zurück, die von Washington aus gesteuert werde.

Beobachter glauben, dass der 51-jährige Chávez, der daheim immer fester im Sattel sitzt und im Ausland zunehmend Beachtung findet, eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament ausnutzen wird, um eine weit greifende Verfassungsänderung zu realisieren. Dabei solle die Wiederwählbarkeit des Staatschefs auf mindestens vier Amtszeiten von jeweils sechs Jahren verlängert werden, hieß es.


Quelle
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Ausnahmezustand

Beitragvon Kuddel » Di 20. Dez 2005, 07:42

Spiegel hat geschrieben:Venezuela nach Nuklear-Diebstahl im Ausnahmezustand

Die Regierung Venezuelas hat nach dem Diebstahl eines Lastwagens mit radioaktivem Material den Ausnahmezustand ausgerufen. Sie warnte die Bevölkerung eindringlich vor einem Strahlungsrisiko.

Caracas - "Wir haben auf nationaler und regionaler Ebene einen Ausnahmezustand", berichtete der Zivilschutz-Direktor Antonio Rivero. Es sei ein Lkw gestohlen worden, der eine Kapsel mit hoch radioaktivem Material an Bord gehabt habe. Derzeit werde landesweit nach der Kapsel gesucht.

Ein leitender Mitarbeiter des Energieministeriums rief im Fernsehen die Diebe zur Rückgabe der Kapsel auf. Von der Kapsel gehe potenziell eine tödliche Gefahr aus, erklärte er. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, die Behörden zu informieren, falls jemand die Kapsel finde. Er wollte nicht ausschließen, dass es die Diebe lediglich auf den Lkw als Beute abgesehen haben.

Die Kapsel enthält den Angaben zufolge Iridium-192 mit einer starken Gamma-Strahlung. Es wird in der industriellen Radiographie genutzt genutzt, etwa bei der Untersuchung unterirdischer Röhren.
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Re: Ausnahmezustand

Beitragvon Macumba » Do 29. Dez 2005, 16:09

Kuddel hat geschrieben:
Spiegel hat geschrieben:Venezuela nach Nuklear-Diebstahl im Ausnahmezustand


Ich persönlich finde den Fall Goiânia (1987) viel gravierender....aber das ist eine andere Geschichte.
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Re: ....

Beitragvon Jorginho » Do 29. Dez 2005, 16:24

CC hat geschrieben:oi macumba,

was war in goiana ? erzaehl ma ...


Gib die Suchworte Cäsium, Goiânia und 1987 bei Google ein und du wirst wissen, was Macumba meint:

1987 hatten Altmetallsammler eine Quelle mit 20 Gramm Cäsium-137 aus einer aufgegebenen Strahlenklinik geholt und geöffnet. Das blaue Pulver gefiel den Leuten, und in der folgenden Woche kamen mehrere Hundert Menschen mit dem stark strahlenden Material in Kontakt. Als die Verstrahlung entdeckt wurde, waren 249 Menschen verstrahlt, 14 von ihnen stark, vier Personen starben. In der Folge mussten alle 110 000 Einwohner der Stadt regelmäßig überprüft werden, rund 4000 Tonnen verstrahltes Material entsorgt und 85 Häuser abgebrochen werden.
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Re: ....

Beitragvon Macumba » Do 29. Dez 2005, 16:37

Jorginho hat geschrieben:Gib die Suchworte Cäsium, Goiânia und 1987 bei Google ein und du wirst wissen, was Macumba meint(...)


Ja, leider genau das ist es, was ich meinte. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens diesmal am Diebstahl Unbeteiligte verschont bleiben...
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Beitragvon Takeo » Do 29. Dez 2005, 22:41

Typisch brasilianisch!

Wenn im Nahen Osten Uran oder Plutonium entkommt, kann man sicher davon ausgehen, dass bald irgendwo ein selbstgebastelter Nuclearsprengkopf für Hisbolah, Jihat, Al Qaeda o.ä. entseht...

Wenn in Brasilien Cäsium entkommt, erfreuen sich die Leute über das so schön blau strahlende Pülverchen und liegen anschliessend im Sarg, im Krankenhaus und die gesamnte Region einschliesslich Kind, Hund und kegel ist verstrahlt...

Zum Glück ist man in Brasilien einfach zu doof um einen Nuclearsprengsatz für fanatisch-ideologische Zwecke zu basteln!
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Beitragvon Macumba » Fr 30. Dez 2005, 09:00

Takeo hat geschrieben:(...)Zum Glück ist man in Brasilien einfach zu doof um einen Nuclearsprengsatz für fanatisch-ideologische Zwecke zu basteln!


...tja, zu blöd :?: Weiß nicht, das Thema wurde schon mal hier http://www.brasilienfreunde.net/viewtopic.php?t=1499 angesprochen. Es stellt sich die Frage, welchen taktischen Wert Nuklearwaffen für Brasilien haben könnten, bzw. welches Bedrohungsszenario dort ausgebrütet wurde.
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Beitragvon Kuddel » Fr 30. Dez 2005, 12:54

Moin,
Meine erste Frage war:
Ist das überhaupt glaubwürdig?

Stand der LKW mit der Fracht an der Strasse und der Fahrer war Kaffee trinken?
Wie währe denn ein LKW mit derartiger Fracht gesichert? Müsste man solch eine Fracht nicht bewache?. Und wenn er bewacht was, dann müsste man doch den Diebstahl sofort bemerken. Und wenn dem so währe macht denn einn nationale Ausnahmezustand überhaupt Sinn?

Sorry, aber mein Bauch sagt mir den LKW hat es nicht gegeben oder er wurde von der Regierung selber gestohlen um einen Grund zu haben den Ausnahmezustand auszurufen.
Damit stehe ich nicht alleine, auch meine Freunde in Venezuela sehen das so, allerdings sollte man das in Venezuela nicht mehr laut sagen, auf keinen Fall öffentlich.

Gruß
Christian
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Beitragvon Macumba » Fr 30. Dez 2005, 14:03

Kuddel hat geschrieben:(...)
Sorry, aber mein Bauch sagt mir den LKW hat es nicht gegeben oder er wurde von der Regierung selber gestohlen um einen Grund zu haben den Ausnahmezustand auszurufen.
Damit stehe ich nicht alleine, auch meine Freunde in Venezuela sehen das so, allerdings sollte man das in Venezuela nicht mehr laut sagen, auf keinen Fall öffentlich.


Ich weiß, was du damit sagen willst, nur: eine hochradioaktive Quelle in den falschen Händen ist kein Spaß; denke nur mal an die ungewollte Kontamination (oder erwartest du, dass die Diebe die Strahlenschutzvorschriften kennen, geschweige denn einhalten? Die wissen nicht mal, was Radioaktivität ist und vermuten in der gesicherten Kiste vielleicht irgendetwas wertvolles), von "schmutzigen" Bomben mal ganz abgesehen... Wenn eine hochradioaktive Quelle abhanden kommt, wird wohl jede Regierung nervös, so sie sich noch ein Fünkchen von Menschlichkeit bewahrt hat.
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