Rentner- Investorvisum - Änderungen !!!

Fragen zur Gesetzeslage in Brasilien, Einwanderungs-, Einfuhr- und Zollbestimmungen sowie Steuerfragen

Re: Rentner- Investorvisum - Änderungen !!!

Beitragvon MESSENGER08 » Di 1. Nov 2011, 18:55

safadao hat geschrieben: Denn ein wohlhabender Rentner aus dem EU-Ausland hat ja zB keine Chance auf einen Aufenthaltserlaubnis in Deutschland.



Die braucht er auch gar nicht, denn als EU Bürger geniesst er Freizügigkeit in allen EU Länder. Sprich er kann sich niederlassen wo er will OHNE Aufenthaltsgenehmigung beantragen zu müssen ! Er braucht auch keine Sprachkenntnisse nachweisen oder gar einen Integrationskurs besuchen.

:cool:
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Re: Rentner- Investorvisum - Änderungen !!!

Beitragvon safadao » Di 1. Nov 2011, 20:30

ich meinte natürlich aus dem aussereuropäischen Ausland.

ps ich würder gerne meinen Beitrag editieren, habe trotz langer Suche nicht herausgefunden, wo.
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Re: Rentner- Investorvisum - Änderungen !!!

Beitragvon dimaew » Mi 2. Nov 2011, 01:39

safadao hat geschrieben:ich meinte natürlich aus dem aussereuropäischen Ausland.

ps ich würder gerne meinen Beitrag editieren, habe trotz langer Suche nicht herausgefunden, wo.


[Mod]@safadao: Editieren kannst Du Deinen Beitrag nur solange, wie niemand darauf geantwortet hat. Schreib mir eine PN mit der gewünschten Änderung, dann nehme ich sie vor.[/Mod]
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Re: Rentner- Investorvisum - Änderungen !!!

Beitragvon Bananajoe » Do 5. Jan 2012, 19:15

Hallo ihr,

dass der brasilianische Einwanderungsrat das Mindesteinkommen von 6000 R$ angesetzt hatte, halte ich für viel zu hoch und auch etwas ungerecht. :evil: Viele Luxusrentner, die so viel Rente haben, sind auch ehemalige Gierbanker, Giermanager, ehemalige korrupte Politiker etc., d. h. Leute, die nicht auf ehrliche Weise ihre Renten verdient haben. :evil: Und der deutsche Otto Normalrentner hat nur 1200 Euro Monatsrente und der brasilianische Otto Normalrentner so 700 R$ Monatsrente. In einem der vorherigen Beiträge steht es, dass selbst wohlhabende Rentner aus dem aussereuropäischen Ausland keine Chance hätten, in der EU ihren Lebensabend zu verbringen. Ich habe schon viel recheriert und auch einige Untersuchungen gemacht d. h. ein Haushaltsbuch hier in Brasilien geführt, da ich jedes Jahr 4 bis 5 Monate in Brasilien bleibe, ich bin Teilrentner aus gesundheitlichen Gründen. Und ich habe auch das Auswärtige Amt gefragt, ob es auch eine deutsche Rentnervisumbestimmung gibt, die wollte ich dann der brasilianischen gegenüberstellen, da Brasilien nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit verfährt. Und seltsamerweise verwies mich der Auswärtige Amt auf die deutsche Botschaft in São Paulo und er dachte, ich suche für einen brasilianischen Rentner eine Möglichkeit in Deutschland seinen Lebensabend zu verbringen, statt mir einfach zu sagen, wieviel Euro Mindestrente ein brasilianischer Rentner haben müsste, um ein deutsches Rentnervisum beantragen zu können. Ich wollte mich nur informieren, ob es tatsächlich ein deutsches Gegenstück zur brasilianischen Rentnervisumbestimmung gibt.

Meine weiteren Recherchen ergaben, dass Brasilien das höchste Mindesteinkommen für ein Rentnervisum in ganz Südamerika und im ganzen MERCOSUR fordert, und also ganz aus der Reihe in der MERCOSUR und gegen den Harmonisierungsprinzip bzw. Angleichungsprinzip der MERCOSUR verstösst. MERCOSUR ist auch im Prinzip mit der EU zu vergleichen, also eine „südamerikanische EU“, aber noch ohne gemeinsame Währung ähnlich dem Euro. Also in der EU werden Gesetze und Bestimmungen der Mitgliedsländer miteinander harmonsiert bzw. angeglichen, das gilt auch für die Einwanderungs- und Einreisebestimmungen der EU-Mitgliedsländer siehe auch Schengener Abkommen. Das müsste auch in der MERCOSUR der Fall sein. Meine Recherchen haben sogar ergeben, dass alle spanischsprachigen südamerikanischen und mittelamerikanischen Länder nur 1000 bzw. 1200 USD Mindesteinkommen für Rentnervisum fordern, also Peru, Ecuador, Uruguay, Kolumbien, Mexiko, Bolivien etc. Und Argentinien fordert ein Mindesteinkommen von 2000 Pesos, umgerechnet ca. 333,50 Euro(!!!!!), ist sogar das billigste für Otto Normalrentner aus Deutschland, aber weniger attraktiv durch das kältere Klima, da deutsche Rentner ein ganzjährig warmes Klima bevorzugen, da sie teilweise auch Rheuma haben und im warmen Klima ihre Beschwerden oft verschwinden, ein Beispiel ist ein Bekannter von mir in Thailand, er litt in Deutschland an Rheuma und musste starke Medikamente nehmen und ist dann nach Thailand ausgewandert und nimmt dort gar keine Medikamente mehr und ist völlig beschwerdefrei. Und Thailand hat auch eine bessere und attraktivere Rentnervisumbestimmung, die auch wohl sozialer und gerechter ist für arme und reiche Rentner. Sogar Rentner, die zu wenig Rente haben, um die Voraussetzungen zu erfüllen, können einwandern, wenn sie Ersparnisse von mindestens 800.000 Baht (umgerechnet 19.730 Euro) auf einem Konto in Thailand haben. Das Mindesteinkommen für ein thailändisches Rentnervisum beträgt 60.000 Baht (1480 Euro). Also wenn dieses 60.000 Baht monatlich unterschreitet, hat man als Kleinrentner trotzdem Chancen, wenn er ausreichende Ersparnisse, also mindestens 800.000 Baht in Thailand, hat. Die Mindestersparnisse auf einem brasilianischen Bankkonto bei zu wenig Einkommen von unter 6000 R$ berücksichtigt der brasilianische Nationale Einwanderungsrat aber nicht, das ist auch einer der Schwächen der brasilianischen Rentnervisumbestimmung. Ein Haken hat aber auch das thailändische Gesetz, man muss mindestens 50 Jahre alt sein, um einen Antrag stellen zu können, also nix für extreme Frührentner bzw. Erwerbsminderungsrentner. Und die brasilianischen Rentnervisumbestimmungen sehen kein Mindestalter vor, das ist schon besser. Vor allem das Mindesteinkommen ist zu hoch und es fehlen noch Ausnahmeregelungen wie Mindestersparnisse auf einem Bankkonto in Brasilien bei zu wenig Einkommen oder einem Nachweis eines Wohneigentums in Brasilien.

Es wundert mich gar nicht, dass viele deutsche Rentner deswegen lieber nach Thailand als nach Brasilien sehen! Und Thailand verdient auch an den vielen deutschen Rentnern, auch wenn sie wenig Rente haben, vor allem die Lebenshaltung in Thailand ist günstiger. Das schafft auch Arbeitsplätze in der Lebenshaltung wie Lebensmittelhandel, Kleider, Unterhaltung usw. in Thailand. Auch in Brasilien ist die Lebenshaltung günstiger, aber regional ist dies sehr unterschiedlich, in Grossstädten wie Rio und São Paulo ist sie teurer, nur auf dem Lande ist sie günstiger wie in meinem Fall. Wer in Brasilien günstiger leben will, sollte die Grossstadt als Wohnsitz meiden und lieber einen Wohnsitz auf dem Lande wählen bzw. sich eine Chácara zulegen.

Meine brasilianische Gasttochter meint, dass das zu hohe Mindesteinkommen von 6000 R$ wegen der brasilianischen Krankenkasse SUS ist, teilweise hat einer in den vorigen Beiträgen vermutlich Recht. Aber trotzdem sollte der Einwanderungsrat sich mal Thailand als Beispiel nehmen wegen der Krankenversicherung. Und das Sozialabkommen zwischen Brasilien und Deutschland ist wohl noch nicht von der Regierung in Brasília ratifiziert worden, dagegen hat die Bundesregierung in Berlin sie schon ratifiziert. Darin könnte dieses Problem liegen, vermutlich. Brasília sollte umgehend ratifizieren, damit die deutschen Krankenkassen auch in Brasilien direkt anerkannt werden. In Chile ist das längst der Fall. Aber auch meine Gasttochter findet das Mindesteinkommen viel zu hoch, sie sollte halbiert werden, nicht mehr 6000 R$ sondern 2500 oder gar 3000 R$ Mindesteinkommen bei Mitnahme von nur bis zu einem finanziell abhängigen Familienmitglied (Ehepaar- und. Homolebenspartnerprinzip), bei Miteinnahme von mehr als einem finanziell abhängigen Familienmitglied so 1000 R$ monatlich zusätzlich). Auch meine Untersuchung mittels Haushaltsbuchführung hat das Ergebnis, dass meine Frau und ich nur zwischen 2223 und 1501 R$ pro Monat verbraucht haben, da wäre ein Mindesteinkommen von 2500 R$ im Monat plus nachgewiesenem Wohneigentum in Brasilien eigentlich ausreichend für ein Rentnervisum bei sparsamer Lebenshaltung auf dem Lande, vorausgesetzt wenn der Einwanderungsrat Nachbesserungen macht bzw. das Mindesteinkommen senkt.

Alternativ unter bestimmten Voraussetzungen wie saisonale Teilzeit bei Teilerwerbsminderungsrente aus gesundheitlichen Gründen wie in meinem Fall ist es machbar, auch in Brasilien zu überwintern und dort 4 bis 5 Monate jedes Jahr in der Freizeitphase zu bleiben, das ist machbar auch mit Touristenvisum, allerdings muss der Aufenthalt um eine 2. 90 Tagesfrist bei der Polícia Federal verlängert werden. Das praktiziere ich jetzt, solange der Einwanderungsrat die Rentnervisumbestimmungen nicht überprüft bzw. nicht überprüfen und ändern will. Der Vorteil ist auch, dass ich Energiekosten in Deutschland einspare und auch ein 2. Flugticket pro Jahr einspare, früher bin ich immer 2 Mal für 4 Wochen jedes Jahr nach Brasilien geflogen, als ich noch Vollzeit und noch keine Teilerwerbsminderungsrente hatte. Bei Strom wird die Kostenersparnisse schon im März bei der Jahresabrechnung in Deutschland spürbar werden, bei der Gasrechnung noch nicht, im Moment sogar eine Hammerrechnung beim Gas, aber im Dezember dieses Jahres wohl keine Hammerrechnung mehr, vielleicht sogar Guthaben und Ersparnis. Allerdings muss ich jedes Jahr Winterdienstvertretung beauftragen, das kostet etwas, aber die Kosten werden mit meinem Vater geteilt, da er mit Wohnrecht in der Hälfte meines Doppelhauses in Deutschland lebt, das mildert auch die Kosten.

Beim Investorenvisum hat einer der Vorredner in diesem Thread vergessen, dass bei 150.000 R$ mindestens 10 Arbeitsplätze innerhalb von 2 Jahren geschaffen werden müssen!!!! Also die neuen Bestimmungen hätte er genauer durchlesen sollen. Wirklich ohne Arbeitsplätze innerhalb von 2 Jahren schaffen zu müssen, geht es nur ab 600.000 Reais Mindestinvestitionssumme! Also nicht zu niedrig wie behauptet, obwohl eigentlich andere Länder Mindestmillionensummen für Investorenvisa fordern, wie zum Beispiel Deutschland und die USA. Trotzdem 10 Arbeitsplätze innerhalb von nur 2 Jahren bei 150.000 Reais Investition sind fast unmöglich, so schnell stellt man so viele Brasilianer nicht ein. Man müsste so mindestens 7000 Reais im Monat im Hinblick auf das gesetzliche Mindestlohn für Brasilianer für Gehälter ausgeben, z. B. eine Putzfrau, eine Haushaltshilfe, einen Hausbetreuer bzw. Caseiro, einen Behindertenbetreuer, einen oder zwei Gärtner, einen Fahrer usw. einstellen. Bei 600.000 Reais entfällt dies und man kann auch dann ohne Schaffung von Arbeitsplätzen investieren und in Brasilien bleiben. Aber der brasilianische Real ist wohl noch immer überbewertet, in einem anderen Thread lies ich gerade, dass da noch ein Abwertungspotenzial von 10 bis 20 Prozent vorhanden wäre, dann könnte der eigentliche Wert von 2,60 bis 2,90 Reais pro Euro liegen.

Gruss
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Re: Rentner- Investorvisum - Änderungen !!!

Beitragvon Trem Mineiro » Do 5. Jan 2012, 20:33

Hey Bananajo
Hast dir viel Mühe mit dem Artikel gemacht, nur nicht ganz den richtigen Schluss aus deinen Analysen gezogen.

Die Bedingungen für das Rentner-Visum sind deshalb so hoch angesetzt, weil Brasilien die Einwanderung von XY-Rentnern nicht fördern möchte. Ist ehr ein Abwehrgesetz und das ist das Recht eines jeden Staates.
Ich weiß nicht, wie deine Untersuchung für Schengen-Visa ausgegangen sind, aber ich glaube nicht, dass es überhaupt ein Rentner-Visum gibt, hab nie davon gehört. Vielleicht hast du da ja jetzt mehr Informationen.

Wenn ich die Lebenshaltungskosten in Brasilien sehe (ohne Wohneigentum) kommst du bald an den Betrag von 6.000 Reais, was in der Vergangenheit da durch den Kurs beachtliche ca. 2.700 € waren.
Wohnung, Krankenkasse und Auto schlucken ja da schon einen erheblichen Teil davon, nicht zu vergessen, das Steuerproblem mit Renten in Brasilien, die ja in Brasilien steuerpflichtig sind.

Ich geb dir aber Recht, dass andere Länder da günstigere Konditionen bieten, also nix wie nach Thailand oder .....

Gruß
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Re: Rentner- Investorvisum - Änderungen !!!

Beitragvon cabof » Do 5. Jan 2012, 21:56

Ich sehe das auch so, eine Art "Abwehrgesetz" und wenn es schon sein muß, dann sollen die auch Knete mitbringen. Obwohl das in Brasilien eigentlich nicht sein muß, ein ausl. Rentner fällt dem Staat ja nicht zur Last, kommt er nicht über die Runden dann
geht er halt den Bach runter, es gibt kein soziales Netz das in auffängt und evtl. SUS - wenn er denn mal die Warteschlange überlebt...
Ich sage euch nochmals - an die Youngster gerichtet - wenn ihr die 60 überschreitet kommen zwangsläufig die Wehwechen, von Ausnahmen
mal abgesehen, dann dürft ihr froh sein, in Deutschland versorgt zu werden. Denke nur mal an den Super-Gau, Medikamente die lebens-
wichtig sind, in Brasilien löhnt man diese aus eigener Tasche.... geniesst Brasilien heute und jetzt, wann immer es möglich ist wer
weiß denn schon was in 20, 30 Jahren sein wird.
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Re: Rentner- Investorvisum - Änderungen !!!

Beitragvon Bananajoe » Fr 6. Jan 2012, 00:16

Ja, jedoch besteht das Problem trotzdem noch, wie Brasilien auch Luxusrentner abwehren könnte, die früher Gierbanker, Giermanager, korrupte Politiker, Skandalpolitiker waren bzw. andere Leute, die mit goldenem Handschlag weggelobt und in den Ruhestand in ihren Heimatländern gesetzt wurden, also auf unehrliche bzw. unmoralische Weise ihre Rentenansprüche erlangt haben, über solche Personengruppen haben Zeitungen schon ganze Artikel und Schlagzeilen voll geschrieben. Und man sollte normalen Rentnern Chancen geben, die 35 bis 45 Jahre lang ehrlich abgerackert hatten und ihre verdiente Rente und ihren verdienten Lebensabend bekommen, das ist ihr Recht und die Menschenrechte sollten beachtet werden. Ein Kompromiss wäre, wenn nur Paare einwandern sollen, mit 3000 Reais Mindesteinkommen, pro weiteres Mitglied 1000 Reais. Oder eine Ergänzung des Gesetzes um Mindestbankguthaben oder Vorhandensein eines Wohneigentums in Brasilien ganz ähnlich wie das Gesetz von Thailand bei zu wenig Einkommen. Ein anderes Kompromiss wäre der Schutz der Immobilien und ihrer Eigentümer, d. h. ab einem bestimmten Stichtag sollte die CPF nicht mehr für Ausländer genügen, Immobilien bzw. Wohneigentum in Brasilien zu erwerben, sondern nur noch unter Vorlage eines Rentnervisums oder eines Investorenvisums. Und ausländische Altwohneigentümer, die vor dem Stichtag nur mit Vorlage der CPF gekauft hatten, sollten automatisch ein Visum in Form eines Sondervisums in Form einer Daueraufenthaltsgenehmigung erhalten. So könnten brasilianische Immobilien geschützt werden und gleichzeitig auch die Eigentümer, auch ein Schutz für das Land. Ganz klar, das Gesetz hat Schwächen und ist auch unvollständig, macht alles nur noch schwer! :-k Der Einwanderungsrat hat sich vermutlich keine Gedanken darüber gemacht und auch nicht mit allen MERCOSUR-Mitgliedsländern abgesprochen.

Richtig, Brasilien tanzt aus der Reihe, wenn es MERCOSUR-Mitglied ist und alle anderen Mitglieder da günstigere Konditionen bieten, das ist auch gegen den Prinzip der Angleichung der Gesetze im MERCOSUR, das haben meine Ergebnisse ganz klar gezeigt. Es ist schwer vorstellbar, ob alle MERCOSUR Mitglieder ihre Rentnervisumgesetze ändern wollen, da es wohl wie in der EU ein Einstimmigkeitsprinzip mit Vetorecht besteht, alle Länder müssen bereit sein, ihre Gesetze zu ändern. Lehnt ein Land ab, dann ist das Vorhaben auch abgelehnt. So auch in der EU und auch im UNO-Sicherheitsrat.

Also wer noch kein Immobilieneigentum in Brasilien hat und deswegen noch nicht an Brasilien gebunden ist, sollte nach Peru, Ecuador, Thailand etc. gucken und dorthin mal reisen und Wohneigentum erwerben und Rentnervisum beantragen, auch da sind Investorenvisa zu günstigeren Konditionen erhältlich. Richtig, da hast du das auch gesagt! Rentner bringen ja auch neue Arbeitsplätze siehe Thailand, wie schon gesagt, Brasilien könnte es vielleicht noch merken. 6000 Reais Mindesteinkommen lohnen sich nur dann, wenn der Real stark abgewertet wird und zu einem Kurs von 5 bzw. 6 Reais pro 1 Euro gehandelt wird, also so um 250 bis 300 Prozent abgewertet.

Wer schon eine Immobilie in Brasilien gekauft hat und also Wohneigentümer in Brasilien ist und auch verheiratet ist oder als Homosexualler in einer Homoehe oder eingetragener Partnerschaft ist d. h. inmobilienmässig ohne Rentnervisum oder Investorenvisum schon an Brasilien gebunden ist, sollte meine Alternative praktizieren, also so machen wie ich! Nämlich 4 bis 5 Monate im Jahr am Stück, das geht schon mit Teilrente und saisonale Teilzeit wie in meinem Fall, auch für einen deutschen Normalrentner, der auch gleichzeitig Wohneigentum in Deutschland hat und auch eine weitere Wohnung vermietet bzw. ein Grundstück verpachtet bzw. eine Leibrente oder Zustifterrente bezieht, damit auch das jährliche Flugticket und der Caseiro finanzierbar bleiben.

Wer eine Immobilie in Brasilien besitzt und noch ledig ist, sollte auch in Brasilien Partnersuche betreiben und einen Brasilianer oder eine Brasiianerin heiraten, dann genügt ein Familienangehörigenvisum. Auch homosexuelle Ausländer können mit homosexuellen Brasilianern eingetragene Partnerschaften eingehen und so auch Familienangehörigenvisa bekommen. Wichtig ist die wahre Liebe und der oder die BrasilianerIn es ehrlich meint und es KEINE Scheinehe ist, und es nicht auf das Geld des Deutschen bzw. Ausländers absieht und nur es ehrlich mit der Liebe und Partnerschaft meint. Oder ein brasilianisches Kind adoptieren. Oder in Deutschland ein Kind zeugen bzw. sich schwängern lassen und zur Entbindung nach Brasilien, dann Familienangehörigenvisum, da jedes Ausländerkind, das in Brasilien geboren ist, automatisch die brasilianische Staatsbürgerschaft hat. Ich wollte auch meine Gasttochter adoptieren, aber sie war zu alt und nicht mehr minderjährig, hatte mit einem Anwalt schon darüber gesprochen.

Genau, solange der Einwanderungsrat die Konditionen nicht verbessert, sollte man es so machen wie die Alternativen und Möglichkeiten es oben aufzeigen, die du und ich auch aufgezählt haben! Es ist so, wenn ein Brasilianer jagen will, aber keinen Jagdhund auftreiben kann, dann versucht er es mit Katzen! So ist die brasilianische Kultur, die Brasilianer leben auch mit Jeitinhos und sie wissen wie man das Problem alternativ lösen könnte. Das sollten wir auch von ihnen lernen, also nicht nur auf Rentnervisum oder Investorenvisum festbeissen, sondern auch an legale Alternativen denken! Auch an Umwege denken, so wie die oben!

Ja, ein Schengenvisum gibt es, aber anscheinend kein Schengen-Rentnervisum. Ich habe schon gegoogelt und gegoogelt, kein Hinweis auf ein deutsches Rentnervisum oder Schengen-Rentnervisum gefunden, deshalb fragte ich das Auswärtige Amt per Email und habe wie schon gesagt, eine etwas merkwürdige Antwort bekommen. Gäbe so eine Bestimmung tatsächlich, hätten wir auch nachvollziehen können mittels Gegenüberstellung im Gegenseitigkeitsprinzip von Brasilien.

Man sollte sich immer Gesetze und Bestimmungen genau ansehen und Vergleiche mit anderen Ländern machen, und auch nach Schwächen der Gesetze und Bestimmungen suchen, mit Augen eines Anwalts bzw. eines Juristen. So kann man sich ein genaues Bild machen und auch Alternativen und Möglickeiten erlangen, also einen Weg finden. :wink:

@cabof - das Problem ist natürlich die Krankenversicherung, das sagte schon meine Gasttochter, das schrieb ich schon. Ich glaube nicht, dass man in 20 bis 30 Jahren noch in Deutschland gesundheitlich abgesichert ist, siehe jetzt die Anzeichen dafür, die Sparmassnahmen der Krankenkassen und der Bundesregierung, Deutschland wird auch den Bach runtergehen und auch nicht mehr auf Dauer das Sozialparadies der Welt bleiben, die extreme Staatsverschuldung und Eurokrise, es könnten eines Tages sogar griechische und italienische, ja sogar ägyptische oder tunesische Verhältnisse in Deutschland herrschen mit Unruhen, Massendemos und Bürgerkrieg, soziale Unruhen, dann ist die gesundheitliche Versorgung in Deutschland nicht mehr gesichert! Auf jedem Fall ist es auch wichtig, die Auslandskrankenversicherung für Auswanderer bzw. Envias TRAVELXL (Krankenversicherung für Langzeiturlauber und Teilauswanderer) abzuschliessen. In 20 bis 30 Jahren ist vielleicht der Real so stark abgewertet, so dass sich jeder Normalrentner leisten könnte, wie in Thailand und anderen südamerikanischen Ländern mehr als 180 Tage im Jahr in Brasilien zu bleiben. Abwehrgesetz schon, aber nicht gegen unehrliche, korrupte, unmoralische und skandalöse Luxusrentner wie oben in meinem Beitrag, genau das ist ein moralisches Problem. Mögliche Gesetzesänderungen und -ergänzungen habe ich auch da aufgezeigt, also erst mal theoretisch, leider hat Brasilien nicht mit anderen Ländern wegen MERCOSUR abgesprochen, ob andere Länder Südamerikas ebenfalls ihre Einwanderungsgesetze ändern wollen bzw. dem Beispiel Brasiliens folgen wollen. Ich glaube auch nicht, dass in 20 bis 30 Jahren man noch froh sein wird, wenn man in Deutschland noch eine gesundheitliche Absicherung hat und die lebensnotwendigen Medikamente bekommt (ganz wichtig ist es, dass man sich jetzt noch in jungen Jahren vorsorgen sollte, um im Alter keine Wehwehchen zu bekommen und altersabhängige Krankheiten früh vorbeugen durch eine gesunde Lebensweise und Ernährung), wenn man die Entwicklung der nächsten 20 bis 30 Jahre politisch und wirtschaftlich genau analysiert. Vielleicht wird das Gesetz so oder so abgeschwächt, wenn auch die deutschen Krankenkassen in Brasilien anerkannt werden, im Rahmen des Sozialabkommens, das vonseitens Brasilien noch nicht ratifiziert ist. Also es gibt immer Alternativen, wie ich es schon oben aufgezeigt hat, dass ein Rentnervisum vorerst nicht unbedingt sein muss, man könnte alternativ einen Kompromiss schliessen wie in meinem Fall, wenn man alle Möglichkeiten genau durchleuchtet hat, also vorerst nur eine Teilauswanderung wie in meinem Fall könnte sich lohnen, also 2 Wohnsitze haben und dazwischen einmal im Jahr pendeln und die 180 Tage Aufenthaltsmöglickeit nutzen, so bleibt auch die gesundheitliche Sicherung erstmal erhalten, auch wenn das Sozialabkommen noch nicht in Kraft tritt. Andere Einkommensarten, die einen gewöhnlichen Aufenthalt und einen festen Wohnsitz in Deutschland erfordern, müssen berücksichtigt werden, daher ist derzeit eher ein Teiljahresaufenthalt in Brasilien zu empfehlen. Aber in einem Punkt hast du auch Recht, 20 bis 30 Jahre so Brasilien geniessen, was genau danach kommt, ist noch völlig unbekannt, wir sind keine Hellseher und auch kein Nostradamus. :wink:

Gruss
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Re: Rentner- Investorvisum - Änderungen !!!

Beitragvon frankieb66 » Fr 6. Jan 2012, 00:50

Bananajoe hat geschrieben:...

Gruss
Bananajoe

Bananajoe, Respekt für deine 2 sehr umfangreichen Beiträge. Und das sage ich, obwohl ich in vielen Punkten nicht deiner Meinung bin. Weiter so!

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Re: Rentner- Investorvisum - Änderungen !!!

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 6. Jan 2012, 03:54

Ich glaube der Vergleich zwischen dem MERCOSUR und der EU hinkt ein wenig.
Der MERCOSUR ist ein reiner Zollverein, noch weniger als die Anfänge der EG mit den ersten 6 Mitgliedsstatten.
Es besteht keine gemeinsame Außengrenze (Schengen-Abkommen) und schon gar kein Binnenmarkt oder eine Gemeinschaftswährung.
Brasilien ist mit seinen politischen Entscheidungen vollkommen unabhängig und braucht sich mit Niemanden abzustimmen, im Gegenteil würde sich jede Einmischung verbieten. Souveränität hat in Süd-Amerika einen ganz anderen Stellenwert. Insofern macht Brasilien seine eigenen Einwanderer-Gesetze und wenn man die mit Europa/Schengen vergleicht sind die erheblich liberaler als unsere.

Und ob Brasilien die von dir gescholtenen " Gierbanker, Giermanager, korrupte Politiker, Skandalpolitiker waren bzw. andere Leute" abwehren will, wage ich zu bezweifeln. Aus deren Sicht Anderer sind das liebe Gäste.

Gruß
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Re: Rentner- Investorvisum - Änderungen !!!

Beitragvon Bananajoe » Fr 6. Jan 2012, 15:47

Wenn liberaler als Schengen-Einwanderungsgesetze, dann hat die 180 Tagesregelung für Leute ohne Visum, also für Touristen hier eine gute Seite! Wenn aussereuropäische Touristen in die EU einreisen, bekommen sie nur ein 90 Tages-Visum ohne Verlängerungsmöglichkeit um eine weitere 90 Tagesfrist bei der Ausländerbehörde oder Ausländerpolizei oder ähnliche Einrichtung wie Polícia Federal, dann müssen sie wieder ausreisen und dann 90 Tage in einem aussereuropäischen Land oder Heimatland warten, bis sie wieder für 90 Tage reindürfen. Aber ingesamt 180 Tage im Jahr, da ist das brasilianische Gesetz für Touristen sogar besser und liberaler! So dass man auch am Stück bis 180 Tage in Brasilien bleiben darf und bei der Polícia Federal einmal im Jahr verlängern kann. Das praktiziere ich als Alternative, also 2 Wohnsitze in Brasilien und Deutschland. Das empfehle ich sogar auch, wegen Krankenversicherung und auch ggfs. wegen Einkommen, die einen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland erfordern und bei Verlegung des Hauptwohnsitzes nach Brasilien erlöschen könnten.

Und noch, viele Rentner behalten ihr Wohnsitz in Deutschland bei, auch wenn sie "auswandern". Das wichtigste ist nur, dass sie noch ihr jährliches Flugticket und den Caseiro finanzieren können müssen, auch wenn ihre Rente nur Durchschnitt ist und sie aber Wohneigentum und kein Auto haben und die 6000 Reais Mindestanforderung nicht erfüllen können. Zur Miete wohnen und Auto haben, das frisst das Geld für Flugticket nach Brasilien.

Dass MERCOSUR doch noch nicht so weit wie die EU ist und kein ähnliches Abkommen wie das Schengener Abkommen unter allen südamerikanichen Ländern vorhanden ist, obwohl Brasilien durch Französisch Guayana sogar direkt an die EU grenzt, habe ich bisher nicht gewusst, man hört in Deutschland so wenig über MERCOSUR und weiss darüber nicht so viel und so dass kein direkter Vergleich zwischen EU und MERCOSUR stattfindet. Französisch Guayana gehört zu Frankreich und somit in der EU und die dortige Währung ist der Euro! MERCOSUR hat eine Hauptstadt, das ist La Paz in Bolivien, habe ich einmal gehört, dort wurde auch vereinbart, ein Parlament einzusetzen. Anscheinend gibt es noch kein MERCOSUR-Gerichtshof, das mit dem EU-Gerichtshof zu vergleichen wäre. Beim EU-Gerichtshof kann man auch Einspruch gegen bestimmte Gesetze eines Mitgliedlandes bzw. eines Gerichtsurteils, das im Widerspruch mit dem EU-Recht steht, einlegen, aber hier ist es im Fall der MERCOSUR anscheinend nicht möglich.

Gruss Bananajoe
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