Restaurant am Meer.

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Re: Restaurant am Meer.

Beitragvon pachamama » Mo 8. Feb 2010, 15:36

Ich kann VIVA FLORIPA nur zustimmen.
Genaue Planung und Kalkulation,.... ist sowieso Grundlage.
aber ohne Optimismus, Begeisterung und bißerl Mut zum Risiko geht auch nix.
...wenn man nur an Sicherheit usw. denkt, verschlägts einem ja auch eher nicht nach Brasilien stell ich mir vor...
(?)
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Re: Restaurant am Meer.

Beitragvon ptrludwig » Mo 8. Feb 2010, 16:06

Viva Floripa hat geschrieben:
mikelo hat geschrieben:und ich kann mir gerade vorstellen wie schnell der gute mann dann pleite ist.


Angebot, Nachfrage und Kalkulation – gute Einkaufsquellen und ein wenig Risikobereitschaft, dazu etwas Begeisterung und Mut zu Neuem. Mit Pessimismus kann man sich viel vorstellen, mit Optimismus jedoch auch. :wink:

Das wichtigste ist die Nachfrage und die ist nun mal nicht da. Man muss dem Brasilianer keine neue Esskultur beibringen, wer das versucht wird jämmerlich scheitern. Ich denke auch man soll nur das empfehlen was man kennt und nicht das was man meint zu kennen.
Hier wurde schon viel geschrieben über Bratwurst verkaufen usw. es kommen aber keine Rückmeldungen, warum wohl?
Dann auch noch die Einkaufsquellen, versuche mal als Ausländer etwas günstig einzukaufen und dann vielleicht auch noch einen entsprechenden Rabatt auszuhandeln. Ja und wenn du einen Brasilianer vorschickst weißt du nicht ob er dich betrügt.
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Re: Restaurant am Meer.

Beitragvon RonaldoII » Mo 8. Feb 2010, 18:12

Mikelo hat geschrieben:und ich kann mir gerade vorstellen wie schnell der gute mann dann pleite ist.


Michi,

erstens muß man wissen, was man genau machen möchte. Entweder

A) deine Kundschaft in Brasilien sind ausschließlich Ausländer, warum dann nicht Spanferkel oder Gulasch etc.
B) du spezialisert dich auf die einheimischen Kundschaft, dann gebe ich dir Recht Michi. Die "schwere" Kost kommt bei den Brasilianern nicht so gut an und ist logisch

Ich, als URLAUBER möchte in einen Land mit tropischen Temperaturen mit Sicherheit nicht Eisbein, Gulasch und fette Sachen essen, sondern viel Salat und Steak/Fisch. Ich möchte ausschließlich einheimische Spezialitäten essen.

Wenn ich in Brasilien RESIDENT wäre, dann hätte ich logischer Weise von Zeit zur Zeit auch mal Lust auf deutsche Küche . Irgendwann hat man dann mal Heißhunger auf Sauerbraten, Gulasch, Knödel etc. Mein Gott dann gehe ich halt alle 2-3 Monate mal zum deutschen Restaurant meines vertrauens :D
...der Beste der Welt. Bin Rekonvalezent, aber komme wieder!!!!

:brasil: :morecontent:
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Re: Restaurant am Meer.

Beitragvon ptrludwig » Mo 8. Feb 2010, 18:26

RonaldoII hat geschrieben:
Mikelo hat geschrieben:und ich kann mir gerade vorstellen wie schnell der gute mann dann pleite ist.


Michi,

erstens muß man wissen, was man genau machen möchte. Entweder

A) deine Kundschaft in Brasilien sind ausschließlich Ausländer, warum dann nicht Spanferkel oder Gulasch etc.
B) du spezialisert dich auf die einheimischen Kundschaft, dann gebe ich dir Recht Michi. Die "schwere" Kost kommt bei den Brasilianern nicht so gut an und ist logisch

Ich, als URLAUBER möchte in einen Land mit tropischen Temperaturen mit Sicherheit nicht Eisbein, Gulasch und fette Sachen essen, sondern viel Salat und Steak/Fisch. Ich möchte ausschließlich einheimische Spezialitäten essen.

Wenn ich in Brasilien RESIDENT wäre, dann hätte ich logischer Weise von Zeit zur Zeit auch mal Lust auf deutsche Küche . Irgendwann hat man dann mal Heißhunger auf Sauerbraten, Gulasch, Knödel etc. Mein Gott dann gehe ich halt alle 2-3 Monate mal zum deutschen Restaurant meines vertrauens :D

Ja und wie viele Tische würde das Restaurant brauchen wenn man sich auf Residents und Urlauber spezialisiert hätte, zwei oder vielleicht sogar drei?
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Re: Restaurant am Meer.

Beitragvon Viva Floripa » Mo 8. Feb 2010, 21:52

Eben deshalb sollte doch etwas angeboten werden, das sowohl Einheimische wie auch Touristen kennen, etwas, das mit relativ wenig Aufwand zu verarbeiten und zu lagern ist.
Hierbei denke ich auch an Personalkosten, wo man beim Rechnen ansetzen könnte, wenn man sich in den Kinderschuhen befindet.

Bei meinen Beispielen dachte ich an das, was man auf brasilianischen Tischen sieht und an das, was auch Ausländer essen. Da gibt es ja Unmengen Möglichkeiten, mit denen man sich ernsthaft befassen kann, wenn man ernsthafte Pläne hat.
Klar für mich wäre sowieso, dass das ein Saisongeschäft ist, außerhalb der Ferien sind die Strände leer.

Eine gute Einkaufquelle ist für mich nicht der Supermarkt sondern ein Schnapshersteller oder ein Fischgroßmarkt. Wenn man nicht ganz blöd ist, merkt man, wenn man über den Tisch gezogen wird, vergleicht die Großhändler und sucht sich den aus, mit dem man klar kommt.

Außerdem, meine Überzeugung, zieht eine kleine Draufgabe immer. Sei es eine Schokobanane oder ein Schnäpsle, das sich im Endeffekt durch mehr Gäste wieder ausgleicht. Auch Tappas zu Getränken sind nicht ganz ohne.

Von vorneherein würde ich niemand eine Pleite unterstellen, bevor er es überhaupt versucht hat. Jedes Restaurant hat irgendwann mal angefangen und nicht wenige davon sind ein Renner.
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Re: Restaurant am Meer.

Beitragvon ptrludwig » Mo 8. Feb 2010, 22:55

Viva Floripa hat geschrieben:Eben deshalb sollte doch etwas angeboten werden, das sowohl Einheimische wie auch Touristen kennen, etwas, das mit relativ wenig Aufwand zu verarbeiten und zu lagern ist.
Hierbei denke ich auch an Personalkosten, wo man beim Rechnen ansetzen könnte, wenn man sich in den Kinderschuhen befindet.

Bei meinen Beispielen dachte ich an das, was man auf brasilianischen Tischen sieht und an das, was auch Ausländer essen. Da gibt es ja Unmengen Möglichkeiten, mit denen man sich ernsthaft befassen kann, wenn man ernsthafte Pläne hat.
Klar für mich wäre sowieso, dass das ein Saisongeschäft ist, außerhalb der Ferien sind die Strände leer.

Eine gute Einkaufquelle ist für mich nicht der Supermarkt sondern ein Schnapshersteller oder ein Fischgroßmarkt. Wenn man nicht ganz blöd ist, merkt man, wenn man über den Tisch gezogen wird, vergleicht die Großhändler und sucht sich den aus, mit dem man klar kommt.

Außerdem, meine Überzeugung, zieht eine kleine Draufgabe immer. Sei es eine Schokobanane oder ein Schnäpsle, das sich im Endeffekt durch mehr Gäste wieder ausgleicht. Auch Tappas zu Getränken sind nicht ganz ohne.

Von vorneherein würde ich niemand eine Pleite unterstellen, bevor er es überhaupt versucht hat. Jedes Restaurant hat irgendwann mal angefangen und nicht wenige davon sind ein Renner.

Ich würde vorschlagen das du ein Restaurant aufmachst, deine Ideen umsetzt und dann erzählst wie es geht.
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Re: Restaurant am Meer.

Beitragvon mikelo » Mo 8. Feb 2010, 23:28

Viva Floripa hat geschrieben: Mit Pessimismus kann man sich viel vorstellen, mit Optimismus jedoch auch. :wink:



mit realismus noch mehr
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Re: Restaurant am Meer.

Beitragvon Viva Floripa » Di 9. Feb 2010, 18:30

ptrludwig hat geschrieben:Ich würde vorschlagen das du ein Restaurant aufmachst, deine Ideen umsetzt und dann erzählst wie es geht.


Zuerst die Idee, dann die Begeisterung, anschliessend Kassensturz und dann die Renta-Vorschau incl. Finanzierung und Ideen zur Bewirtschaftung. Genug Rückrat, um Rückschläge einzustecken und die Bereitschaft, sein Bestes zu geben.
Weiß doch jeder, der irgendwas erfolgreich und selbständig ohne Oberguru und ohne großartige Finanzpolster durchgezogen hat.

mikelo hat geschrieben:
Viva Floripa hat geschrieben: Mit Pessimismus kann man sich viel vorstellen, mit Optimismus jedoch auch. :wink:


mit realismus noch mehr


Auf Realismus ohne Optimismus pfeife ich persönlich, weil bei mir persönlich nur Vorhaben klappen, die ich mit Optimismus angehe mit einer realistischen Grundlage. Aber die Leute sind ja bekanntlich verschieden gelagert, auch Pessimisten meistern ihr Leben.

Jeder, der so ein Geschäft anfängt, bei dem auch investiert wird, sollte realistisch genug sein, sich finanztechnisch ein Limit zu setzen, das überschaubar ist und nicht heulen, wann mal was nicht so gut funktioniert.

Diese bescheidene Pousada wurde von einer kleinen Dorfbank im Schwabenländle finanziert:
http://www.vivafloripa.com.br/canasviei ... taazul.htm

Die Gewinne wurden re-investiert in
a) Zimmer mit kleinen eingerichteten Küchen ausstatten (Elektroplatten aus Deutschland, zentral abzuschalten- ist begründet),
b) kleines Pool für Kinder gestalten, Grundstückzukauf für großes Pool und bewachte Parkplätze,
c) Küchentrakt erneuern mit Neuanbau für Restaurant, Küche und Arbeitsbereich Theke vom Gastraum aus nicht betretbar (ist begründet),
c) zum Restaurant Sanitäranlagen Männlein und Weiblein in verschiedenen Gebäudeteilen, Zugang zum Damen-WC nur durch die besetzte Rezeption (ist begründet),
d) Anbau der Personalunterkünfte und Sanitärräume,
e) Ausbau der eigenen Wohnung zu weiteren Appartements und Aufstockung für einen selbsgenutzten Wohntrakt.

ptrludwig hat geschrieben:Dann auch noch die Einkaufsquellen, versuche mal als Ausländer etwas günstig einzukaufen und dann vielleicht auch noch einen entsprechenden Rabatt auszuhandeln. Ja und wenn du einen Brasilianer vorschickst weißt du nicht ob er dich betrügt.


Eben, wer bescheißen will, gehört einfach nicht zum Club. Wie sagt man so schön: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Hier bäckt der Bäcker in der Nähe inzwischen Schwarzbrot auf Bestellung, der deutsche Bierbrauer-Nachfahre liefert aus Blumenau, Handtücher werden im Tausend gekauft und kosten nicht mal die Hälfte, Überschüsse übernehmen andere kleine Pousadas zu vernünftigem Preis usw.
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Re: Restaurant am Meer.

Beitragvon Pfälzer » Di 9. Feb 2010, 19:45

....also mit reiner Speisegastronomie würde ich mich nicht befassen, viel zu "kostenintensiv".
'Puuhhh, wenn ich an Lagerhaltung, Küchen-/Service-Personal, Saisongeschäft und,und,und.....denke!

Aber ne nette Bar in exponierter Strandlage....nein, ich meine nicht die kleine Bar links neben den Toiletten.... könnte nicht nur Spaß machen sondern auch REAL´s generieren. Bist wahrscheinlich schon nach 2 Jahren Alkoholiker, hast aber bis dahin wenigstens "Spaß" gehabt und kannst dich dann bei uns in der Pfalz mit nem guten Tropfen Riesling "therapieren" lassen. (In meiner pfälzer Pousada...)

Ach neeee...(jetzt kommt´s) hab "ähnliches" vor und sondiere ab nächster Woche Standorte in Salvador und Umgebung bezüglich Übernahme oder Eröffnung eines Cafes am Strand. Angebot....Snacks, Kalt- und Heißgetränke, leckeres Speiseeis, und KUCHEN....ja..KUCHEN!

Spaß beiseite....bin dankbar für Angebote bezüglich bestehender Standorte - keine Kneipen!

Grüße aus der kalten Pfalz
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Re: Restaurant am Meer.

Beitragvon Itacare » Di 9. Feb 2010, 23:45

@ Pfälzer wünsch Dir den gleichen Erfolg den Viva Floripa hatte

@ Viva Floripa aus der homepage werde ich allerdings nicht schlau....hat Du mehrere Pousadas?
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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