Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon Itacare » Di 18. Jul 2017, 19:05

Die bahianische Buschtrommel berichtet, dass die Überfälle auf Lkw's so zugenommen haben, dass manche Spediteure sich schon weigern, Rio anzufahren.
Wer ist vor Ort, wer kann berichten, ist das so?
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon GatoBahia » Di 18. Jul 2017, 19:48

Ich dachte immer das sowas über "spezielle" Schutzbriefe geregelt ist :cool: :idea: :shock:
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Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon cabof » Di 18. Jul 2017, 21:07

Und...und.... was passiert denn auf unseren LKW Rastplätzen? Fahrer pennt und "die" räumen den Wagen leer.

Idioten sind die Speditionsbosse... für kleines Geld gibt es Alarmanlagen aller Art... egal, Versicherung zahlt.

Es hat mal eine Zeit gegeben, da wurden in Paraná die LKW`s überfallen - und besonders die, die Importe für Paraguay
geladen haben. Was daraus geworden ist, weiß ich nicht. Konvoi?
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Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon moni2510 » Mi 19. Jul 2017, 06:39

Ich habe den Mietvertrag meines Strandhauses nicht verlängert und mein Mann ist jetzt aus Rio raus und wohnt dort. Er ist einiges gewöhnt gewesen, aber ihm wurde es zuviel. Es ist unerträglich vor Ort, wenn man dort leben muss. Mittlerweile gibt es eigentlich keine Kneipe, die nicht mindestens einmal überfallen wurde (mit oder ohne Opfer). Rio war nie eine sichere Stadt, aber jetzt ist es ein Kriegsschauplatz. Ich bleibe im Dezember genau fünf Tage und dann bin ich wieder weg, weit weg.
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon cabof » Mi 19. Jul 2017, 08:24

Bei meiner nächsten Reise werde ich genau 2 Tage in Rio bleiben. Ankunft- und Abflugtag. Nicht nur wegen der "Gefährlichkeit" habe auch andere Gründe - ist doch recht teuer.
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Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon Regina15 » Mi 19. Jul 2017, 09:35

http://g1.globo.com/jornal-nacional/
Leider scheint sich die Situation insgesamt weiter verschlechtert zu haben.
Unsere Tochter berichtet auch, nirgends ist es mehr sicher, selbst in den Kleinstädten und auf dem Lande hat sich die Situation verschlimmert. Wir wollten eigentlich im Herbst ein Auto mieten und Minas Gerais erkunden, uns wurde geraten lieber mit dem Bus zu fahren, da es vermehrt zu Überfällen auf Autos gekommen ist, diese teils ganz entwendet wurden. Schade, da kann ich auch als überzeugter Brasilienfan keinem mehr raten dort Urlaub zu machen. Unsere Freunde aus Österreich werde ich vorwarnen. Der Mann war vor Jahren in Rio, als es friedlicher war. Jetzt kommt er mit Familie. Wir werden uns aber nur kurz dort aufhalten und dann weiter an die Küste fahren.
http://www.ondefuiroubado.com.br/rio-de-janeiro/RJ
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Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon GatoBahia » Mi 19. Jul 2017, 11:55

Es ist zum heulen, das hat Brasilien und Rio nicht verdient :idea: Vor allem die Menschen nicht [-X
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Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon Colono » Mi 19. Jul 2017, 14:52

Bei soviel Schauergeschichten beginnt man an sich selbst zu zweifeln. Ich lebe nun mal schon mehr als 15 Jahre in Brasilien. Unter anderem auch im Nordosten. Wie kommt es dass ich bisher noch nie überfallen wurde? Vielleicht weil ich seitdem bisher nur zweimal jeweils einen Tag in Rio verbrachte. Immer mal schön die Kirche im Dorf lassen.
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Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon GatoBahia » Mi 19. Jul 2017, 15:51

Colono hat geschrieben:Bei soviel Schauergeschichten beginnt man an sich selbst zu zweifeln. Ich lebe nun mal schon mehr als 15 Jahre in Brasilien. Unter anderem auch im Nordosten. Wie kommt es dass ich bisher noch nie überfallen wurde? Vielleicht weil ich seitdem bisher nur zweimal jeweils einen Tag in Rio verbrachte. Immer mal schön die Kirche im Dorf lassen.

Frag ich mich grad unter welchem Stein das gewesen sein soll #-oIn Bahia hab ich mal eine Brieftasche mit ganzen 25 R$ und einem(!) Kondom zugesetzt :shock: Hatte mal fast 'ne Schlägerei und bin schon mal vollgemotzt wurden da ich 'ne Favela ohne Passierschein durchquert habe :idea:

In Rio hat ein Bandido meine Kamera aus der Ferne sehr genau taxiert, hab ihn mit Blickkontakt signalisiert das ich das sehr wohl bemert hab [-X Also sicher war Brasilien noch nie [-o<
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Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon Regina15 » Mi 19. Jul 2017, 16:30

Colono hat geschrieben:Immer mal schön die Kirche im Dorf lassen.

Die Kirche ist da wo sie hingehört und dass du so etwas nicht gerne hörst, kann ich nachvollziehen. Leider hat sich die Situation sehr zum Schlechten gedreht, Rio ist pleite, reduziertes Polizeiaufgebot und die Banditen freuen sich. Auch im Interior wird geklagt, überall dort, wo kleine Polizeidienststellen mit knapper Besetzung sind. Ich habe gerade einen Hinweis bekommen nicht an der Avenida Atlantica am Kiosk zu verweilen, sobald es dunkel ist. Täglich gibt es mehrere Überfälle von Banden. Sogar tagsüber am Strand und an der Promenade. Freundin unserer Tochter hatte Besuch vom Bruder und haben am frühen Abend einen Kiosk aufgesucht. An Nachbarkiosk wurde den Frauen die Kette vom Hals gerissen und die Jugendlichen sind ruhig weitergegangen. Nach 20 Minuten haben sie endlich Polizei gefunden. Die meinten, dass selbst wenn die Jugendlichen festgenommen werden man nichts machen könne, weil zur Zeit die Stationen und Gefängnisse voll sind. Es sei kein Platz für neue Festnahmen.
Ich verbringe auch schon seit Jahren mehrere Wochen in Brasilien und bin noch nie überfallen worden. Allerdings scheint im Moment ein rechtsfreier Raum zu sein. Da bei meinem Aufenthalt dieses Mal Kinder dabei sind, werde ich mich an die Tipps halten und keinen Absacker wie üblich an der Copacabana zu mir nehemen. Mein Schwager ist bereits in Rio ausgeraubt worden und reist jetzt lieber nach Asien.
Ich kann auch nicht mehr hören selber Schuld warum tragen sie eine Kette! Es ist eine Unverschämtheit was da abgeht. Die Bevölkerung hat zu leiden und die Politiker bedienen sich weiter. Es macht mich wütend und traurig zugleich, denn es gibt auch viele rechtschaffende Leute, die viel arbeiten müssen, ehrlich sind und all diesem ausgesetzt sind.
Auch in Deutschland hat sich einiges verschlechtert, aber man kann es nicht vergleichen, es sind Welten dazwischen. Ich würde gerne etwas positives schreiben, denn ich mag Land und Leute, aber leider ist es zur Zeit nicht möglich.
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