Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon GatoBahia » Do 20. Jul 2017, 17:12

Colono hat geschrieben:
Itacare hat geschrieben:Die meisten der in Brasilien Überfallenen gehen nicht zur Polizei, weil´s ja eh zwecklos ist.

Dazu kann man folgendes raten: 1. den Bekanntenkreis, 2. den Urlaubsort wechseln. Was Sicherheit in Deutschland anbelangt, singst du zum Glück vermutlich nicht bei den Regensburger Domspatzen.


Auf die Gefahr hin das ich mich wiederhole, unter welschem Stein... :shock: Also in Brasilien redet man zumindest in meinem Freundes und Bekanntenkreis über Überfälle und Raub wie bei uns über das Wetter, die Gringos sind sogar weit weniger betroffen weil die am Ende zuviel Ärger machen und immer noch unter einem gewissen Schutz stehen :idea:
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Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon Colono » Do 20. Jul 2017, 20:10

GatoBahia hat geschrieben:Also in Brasilien redet man zumindest in meinem Freundes und Bekanntenkreis über Überfälle und Raub wie bei uns über das Wetter,


Erstens kann ich mir nur schwer vorstellen, dass sie jetzt auch noch anfangen Indios auszurauben. Zweitens: Globo schauen und lesen können andere auch. Drittens: Fofoqueiros sind in Brasilien nicht besonders beliebt. Viertens nach den Miniusgraden in Brasilien wurde es beute wieder wärmer.
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Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon GatoBahia » Do 20. Jul 2017, 21:11

Colono hat geschrieben:
GatoBahia hat geschrieben:Also in Brasilien redet man zumindest in meinem Freundes und Bekanntenkreis über Überfälle und Raub wie bei uns über das Wetter,


Erstens kann ich mir nur schwer vorstellen, dass sie jetzt auch noch anfangen Indios auszurauben. Zweitens: Globo schauen und lesen können andere auch. Drittens: Fofoqueiros sind in Brasilien nicht besonders beliebt. Viertens nach den Miniusgraden in Brasilien wurde es beute wieder wärmer.

Doch unterm Stein [-X [-o< #-oMeine Verlobte trägt keinen Kopfputz und lebt nich im Reservat :idea:
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Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon Itacare » Do 20. Jul 2017, 21:13

Colono hat geschrieben:
Dazu kann man folgendes raten: 1. den Bekanntenkreis, 2. den Urlaubsort wechseln. Was Sicherheit in Deutschland anbelangt, singst du zum Glück vermutlich nicht bei den Regensburger Domspatzen.


Und wie genau?
Mich mit Leuten bekannt machen, die in D. schon überfallen wurden? Nicht erstrebenswert.
In B in Breiten Urlaub machen, wo ich mir den A. abfriere? Nicht erstrebenswert.
Und wenn sich jemals ein Dompfaff an mir vergriffen hätte, könnte er problemlos lebenslänglich bei den Domspatzen mitsingen.
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Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon GatoBahia » Do 20. Jul 2017, 21:20

Itacare hat geschrieben:
Colono hat geschrieben:
Dazu kann man folgendes raten: 1. den Bekanntenkreis, 2. den Urlaubsort wechseln. Was Sicherheit in Deutschland anbelangt, singst du zum Glück vermutlich nicht bei den Regensburger Domspatzen.


Und wie genau?
Mich mit Leuten bekannt machen, die in D. schon überfallen wurden? Nicht erstrebenswert.
In B in Breiten Urlaub machen, wo ich mir den A. abfriere? Nicht erstrebenswert.
Und wenn sich jemals ein Dompfaff an mir vergriffen hätte, könnte er problemlos lebenslänglich bei den Domspatzen mitsingen.

Hoffe das diese speziellen Dompfaffen jetzt den Gefangenenchor dirigiren dürfen :idea:
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Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon Regina15 » Fr 15. Sep 2017, 10:59

Wie es so schön heißt"berichte mal". Wie ihr sicherlich schon bemerkt habt, bin ich wohlbehalten und ohne überfallen zu werden zurück.
Kurz bevor wir ankamen, wurden Gelder freigegeben und es wurde versucht mit unterschiedlichsten Einheiten die Ausfallstraßen zu sichern und Drogenleute in einigen favelas festzunehmen. Während einiger Aktionen hat unser Schwiegersohn lieber das Zimmer gewechselt, da er die Kugeln hin und herfliegen sah. Es war zwar weiter entfernt, aber so ein Querschläger kann ja recht weite Strecken zurücklegen. Den ganzen August gab es fast täglich Schusswechsel. Anfang September war es dann ruhiger. Beim ersten Aufenthalt haben wir wegen der Freunde in Copacabana gewohnt. Beim zweiten Aufenthalt, kurz vor Rückflug, wohnten wir Nähe des Museums da amanhã. Morgens wurde ich dann gegen 6 Uhr von Schüssen geweckt. Waren aber auch etwas weiter weg. Mal sehen, wie es dann beim nächsten Kurzaufenthalt Anfang Dezember wird. Das neue Museum hat mir zwar gut gefallen, war aber so heruntergekühlt, dass ich schneller raus musste als ich wollte.Leider gab es dann später eine Erkältung. Beim nächsten Besuch nur noch mit Wollsocken und dicker Jacke!
Kurios waren wieder andere Dinge außerhalb Rios. So konnten wir eine Waschmaschine ohne CPF kaufen, aber für den günstigeren Staubsauger war eine CPF nötig. Das werde ich wohl nie begreifen.Beim Staubsauger stellte sich dann heraus, dass er nur eine ganz kurze Schnur hatte. Auf die Idee muss man erst einmal kommen. Ohne Verlängerungsschnur könnte man nicht mal ein kleines Zimmer saugen, da der Radius zu gering wäre. Da ein Einsatz aus Glas für eine Seifenschale kaputt war, versuchten wir es zu ersetzten. Weder in Arraial noch in Cabo frio war man in der Lage dieses runde Glas zu schneiden, nur eckiges war möglich. Haben ein Muster jetzt nach Deutschland mitgenommen und lassen es hier schneiden. Gestern bekam ich von der Glaserei einen Anruf. Das Modellstück sei schief geschnitten, ob sie es nun genauso schneiden sollen oder gerade.
Ich werde mich wohl nicht mehr an die schlechtere Qualität von unterschiedlichsten Arbeiten in Brasilien gewöhnen, kann mich aber arrangieren. Nur dass ich teilweise für ungenaue Arbeit und schlechte Qualität viel bezahlen muss, ärgert mich. Dafür erfreue ich mich an den Meeresfrüchten, dem Fleisch, dem Klima und netten Leuten.
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Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon cabof » Fr 15. Sep 2017, 12:09

Herzlich Willkommen in der Heimat Regina. Ja, die Abzocke am Strand breitet sich immer mehr aus und Anfang 2017 habe ich die horrenden Parkgebühren auch wahrgenommen. Jeder der ein Grundstück hat macht daraus Parkplätze - m.E. ein sehr gutes Geschäft ohne viel Investition, zumal man sich noch nicht mal die Mühe macht den Grund zu befestigen, Gras oder Erde und bei Regen Matsch. Was die Besucher der Strände angeht - schon seit ewigen Zeiten nennt man diese Farofeiros,
"Aquele turista que desce para praia pra ficar um dia só, e geralmente vai em grupos de ônibus ou van." Die bringen natürlich ihren Proviant mit, liegen im
Clinch wenn sie die Toiletten der Kioske benutzen wollen... was den allg. Tourismus betrifft, wenn rückläufig warum nicht die Flugpreise senken, die scheinen derzeit einen Höhenflug angetreten zu haben... nach Brasilien.

apropos Staubsauger.... ich kann mich ob der langen Zeit Brasilien nicht erinnern, ob jemand so ein Dingen im Privathaushalt besitzt. Die kurze Schnur kann
ich nur so erklären... benutzt ja eh keiner und steht nur als Deko rum.... :D
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Re: Rio - es gibt keine sicheren Zonen mehr

Beitragvon GatoBahia » Fr 15. Sep 2017, 13:30

Regina15 hat geschrieben:Wie es so schön heißt"berichte mal". Wie ihr sicherlich schon bemerkt habt, bin ich wohlbehalten und ohne überfallen zu werden zurück.
Kurz bevor wir ankamen, wurden Gelder freigegeben und es wurde versucht mit unterschiedlichsten Einheiten die Ausfallstraßen zu sichern und Drogenleute in einigen favelas festzunehmen. Während einiger Aktionen hat unser Schwiegersohn lieber das Zimmer gewechselt, da er die Kugeln hin und herfliegen sah. Es war zwar weiter entfernt, aber so ein Querschläger kann ja recht weite Strecken zurücklegen. Den ganzen August gab es fast täglich Schusswechsel. Anfang September war es dann ruhiger. Beim ersten Aufenthalt haben wir wegen der Freunde in Copacabana gewohnt. Beim zweiten Aufenthalt, kurz vor Rückflug, wohnten wir Nähe des Museums da amanhã. Morgens wurde ich dann gegen 6 Uhr von Schüssen geweckt. Waren aber auch etwas weiter weg. Mal sehen, wie es dann beim nächsten Kurzaufenthalt Anfang Dezember wird. Das neue Museum hat mir zwar gut gefallen, war aber so heruntergekühlt, dass ich schneller raus musste als ich wollte.Leider gab es dann später eine Erkältung. Beim nächsten Besuch nur noch mit Wollsocken und dicker Jacke!
Kurios waren wieder andere Dinge außerhalb Rios. So konnten wir eine Waschmaschine ohne CPF kaufen, aber für den günstigeren Staubsauger war eine CPF nötig. Das werde ich wohl nie begreifen.Beim Staubsauger stellte sich dann heraus, dass er nur eine ganz kurze Schnur hatte. Auf die Idee muss man erst einmal kommen. Ohne Verlängerungsschnur könnte man nicht mal ein kleines Zimmer saugen, da der Radius zu gering wäre. Da ein Einsatz aus Glas für eine Seifenschale kaputt war, versuchten wir es zu ersetzten. Weder in Arraial noch in Cabo frio war man in der Lage dieses runde Glas zu schneiden, nur eckiges war möglich. Haben ein Muster jetzt nach Deutschland mitgenommen und lassen es hier schneiden. Gestern bekam ich von der Glaserei einen Anruf. Das Modellstück sei schief geschnitten, ob sie es nun genauso schneiden sollen oder gerade.
Ich werde mich wohl nicht mehr an die schlechtere Qualität von unterschiedlichsten Arbeiten in Brasilien gewöhnen, kann mich aber arrangieren. Nur dass ich teilweise für ungenaue Arbeit und schlechte Qualität viel bezahlen muss, ärgert mich. Dafür erfreue ich mich an den Meeresfrüchten, dem Fleisch, dem Klima und netten Leuten.

Oh, aufgrund deiner familiären Situation scheinst du ja doch zu wissen was eine Favela ist :idea:
Ich hab ausnahmsweise dieses eine mal danke geklickt :roll:
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