Rio will seine Slums einmauern

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Re: Rio will seine Slums einmauern

Beitragvon bruzundanga » Mo 15. Jun 2009, 14:49

In letzter Zeit scheint mir das Takeo nicht von ungefähr den Begriff "Eurofraktion" geprägt hat.
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Re: Rio will seine Slums einmauern

Beitragvon Jacare » Mo 15. Jun 2009, 14:56

Ein Hauptgrund ist doch das Brennholz illegal von den Bewohnern aus den Wäldern entnommen wird. Warum dann nicht sowas : http://w1.siemens.com/responsibility/de ... protos.htm
Der Brenner (niedrige Herstellungskosten, schafft Arbeitsplätze) nutzt alle gängigen Öle als auch Altöle wie Fritieröl und verbrennt es nahezu rückstandsfrei.

Gruss
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Re: Rio will seine Slums einmauern

Beitragvon Takeo » Mo 15. Jun 2009, 17:04

supergringo hat geschrieben:Takeo, ich habs satt, mich mit jedem Projekt in BRA zu beschäftigen. Ich weiß folglich außer den "Aufreissern" also gar nicht, worum es genau (im Detail) geht. Aber - bei allem Respekt - so, wie Du "Dörfer" wie Kleve nicht mit Großstädten (wei Mannheim) vergleichen kannst, gilt das vielleicht auch zwischen Regionen wie "City" Rio de Janeiro und "Pampa" Goías ... ???!!!


Gringão ich raff' nicht genau was Du mir jetzt damit sagen willst, denn ich sag' ja im Prinzip nur, dass ich nicht per sé GEGEN noch FÜR eine Mauer bin, sondern, dass auch dieses Projekt es wert ist, sich vorher genauer damit ausseinder zu setzen, bevor man sich eine Meinung bilden will! Denn die Meinung, die sich einem beim schnellem Hinsehen aufdrängt ist bestimmt falsch!
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Re: Rio will seine Slums einmauern

Beitragvon supergringo » Mo 15. Jun 2009, 17:28

Mit Deinem letzten Satz gehe ich konform.
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Re: Rio will seine Slums einmauern

Beitragvon neuling » Sa 22. Aug 2009, 21:15

Mir kann es ja egal sein ob die eine Mauer oberhalb oder um diese Favelas bauen. Möchte mich auch nicht in die Angelegenheiten von anderen Einmischen und zu Rio habe ich sowieso nur den Bezug den man als Tourist hat. Kenne mich also nicht Direkt mit den Umständen vor Ort aus aber mit dem Logischen denken funktioniert es bei mir noch Einigermaßen.
Und deswegen drängen sich mir Folgende Fragen und Überlegungen auf die sich vielleicht auch mal die Verantwortlichen in Rio de Janeiro stellen sollten.

Mann will den Wald schützen und verhindern, dass die Bewohner Brennholz aus diesem holen, was sie, wie behauptet wird illegal tun! Erstens…wieso illegal? der Wald gehört ja wohl allen! Zweitens und dies ist sicher nachvollziehbar! Die Leute dort brauchen das Holz nach dem Mauer bau immer noch sie könne nicht wegen der Mauer plötzlich auf das Holz verzichten. Folge: Die Leute werden einen anderen Weg finden um an das Holz zu kommen…Um die Mauer über die Mauer oder wie auch immer diese Leute sind ja unheimlich kreativ… ist auch logisch es geht ja ums überleben.

Die Slums sollen sicherer werden und der Drogenhandle soll eingedämmt werden!
Die Nachfrage und das Angebot an Drogen, werden nicht durch eine Mauer reduziert werden können. Ich frage mich wie man ernsthaft glauben kann, dass irgendeiner deswegen auf seien „LEIN“ verzichten wird. Wer wirklich noch nach Lösungen im Bereich der Verfolgung von Drogen sucht ist ein riesen Ignorant. Jahrzehnte der Repression haben nichts aber auch gar nichts gebracht…lediglich das Drogen wie Kokain auf der ganzen Welt immer mehr an Popularität gewinnen.

Der Chef des Stadtbauamtes bestreitet, dass sie in Wahrheit dazu dienen soll, die Armut zu verstecken! Klar geht es darum etwas zu verstecken oder wie es auch gesagt wurde Ordnung in das Durcheinander zu bringen und richtige Stadtviertel zu bilden. Kann ich alles nachvollziehen und ist auch in Ordnung so aber wieso kann dies nicht ehrlich Deklariert werden und wieso müssen Falsche Argumente wie die obigen dafür Herhalten? Es erinnert mich ein wenig an Zürich und die Schließung des Platzspitzes und danach 1995 des Lettens. Dort ging es auch nur darum etwas zu verstecken und der Welt zu zeigen wir die Schweiz oder eben Zürich greifen durch und dulden ein solches Verhalten nicht. Auch hier liegt man im Irrglauben wenn man denkt, dass sich etwas an der Situation ändern würde, dass dadurch weniger Drogen konsumiert würden.

Fazit: Sollen die doch ihre Mauern bauen das einzige für was es gut sein wird ist das die einzelnen Stadtteile bessern voneinander getrennt sind und vielleicht so ein bisschen mehr Übersicht geschaffen wird. Die anderen Argumente ziehen nicht sie sind ein Witz in Wahrheit geht es darum die Favelas Einzugrenzen und der Welt und Brasilien zu zeigen das man etwas tunt. Bringen tut dies nichts es gibt deswegen nicht weniger Drogen und auch nicht weniger Armut.
Wie gesagt mir kann es ja egal sein und wahrscheinlich ist es dies auch den Favela Bewohnern…habe nur mal kurz laut gedacht!
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Re: Rio will seine Slums einmauern

Beitragvon rwschuster » Sa 22. Aug 2009, 23:44

Was dort ummauert wird ist eine Parkanlage und keine Favela. Mit Drogenhandel usw hat das überhaupt nichts zu tun. Die Reportage ist eindeutig irreführend und verdreht bösartig die Tatsachen.
Das soll mal wer in Brasilien probieren und eine Berliner Mauer bauen, das traut sich nicht einmal der Lula und der traut sich was.
Prost Mahlzeit, Sachen gibts dies garnicht gibt
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Re: Rio will seine Slums einmauern

Beitragvon stanley » So 23. Aug 2009, 01:25

Hier mauert sich doch jeder ein, ob reich oder arm!!!!! Und am besten noch Metallspitzen und/oder eletrische Zäune als Abschluss oben drauf installiert.
Ich finde 3m ist einfach so wenig. Die sollten sich Hilfe aus Isreal holen, 6m und mehr. Das sind Mauerteile, da bekommt sogar ein Ex-Grenzsolat der DDR feuchte Augen.
Frau Merkel sollte Bildungsreisen nach Berlin für die Militärpolizei anbieten. Im Museum am "check-point-Charlie" kann man sich weiterbilden, was Selbsschussanlagen, automatische Bewegungsauslöser, Wachtürme usw. anbetrifft.
Wenn dann schon richtig und nicht so'ne halbseitenen Sachen wie üblich hier in Brasil.
Stehen Kommunalwahlen an oder warum bewegt sich da was?
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Re: Rio will seine Slums einmauern

Beitragvon Männlein » So 23. Aug 2009, 11:11

stanley hat geschrieben:Hier mauert sich doch jeder ein, ob reich oder arm!!!!! Und am besten noch Metallspitzen und/oder eletrische Zäune als Abschluss oben drauf installiert.
Ich finde 3m ist einfach so wenig. Die sollten sich Hilfe aus Isreal holen, 6m und mehr. Das sind Mauerteile, da bekommt sogar ein Ex-Grenzsolat der DDR feuchte Augen.
Frau Merkel sollte Bildungsreisen nach Berlin für die Militärpolizei anbieten. Im Museum am "check-point-Charlie" kann man sich weiterbilden, was Selbsschussanlagen, automatische Bewegungsauslöser, Wachtürme usw. anbetrifft.
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Hallo

Ob diese Kinderkake mit der Einmauererei der Slums in Rio einen Sinn hat ? Ich für mich bezweifele das stark . Mal wieder so eine typische Reaktion hier deren Sinn nicht erkennbar ist . Halt Augernwischerei .
Aber zum Einmauern generell . Ja das glaube ich muß man differenzierter sehen . Ich bin in einer dörflichen Gemeinschaft groß geworden in der es üblich war das ein Nachbar auf den anderen Bachbarn geachtet hat auf dessen Habe und Gut .Dem man den Hausschlüssel anvertrauen konnte ohne befürchten zu müssen die Bude wird links gemacht Wo man das Haus verlassen konnte ohne die Haustür mit sieben Vorhängeschlössern und fünf Riegel zu verschließen . Mit Sicherheit wenn du zurück kammst von irgend einem Nachbarn " der Stromableser war da ,der Mann mit dem Quelle Auto war da oder die Zeugen Jehovas waren wieder mit drei Mann da " So war es mal . Und aus dieser Zeit stammt wohl in Deutschland im allgemeinen man bedarf es nicht in erster Linie einer 3 m hohe Mauern um das Grundstück bevor man anfängt mit der Bauererei . Ist aber hier eines der oder besser der Anfang eines jeden Neubaues . Zuerst wird die Mauer um das Grundstück gezogen bevor ein Meter Fundament ausgehoben ist .
Ich habe 1973 in Deutschland mein erstes Haus gebaut Es war dort in der ersten Zeit üblich wie auf vielen anderen Baustellen auch .Da lagen oftmals 50 und 100 Sack Zement in einem Schuppen da lag Kalk da lagen Bogen Abzweige Rohrstücke für Abwasser in allen Größen rum . Nicht aber auch garnichts ist da geklaut worden . Das Gleiche versuche mal hier . Deshalb die Mauern hier erfüllen schon einen Zweck . Sie erschweren zumindest die Klauerei , die ja hier einfach zum täglichen Leben dazu gehört so wie der Gang zum Klo. Und wenn dann die Bude fertig ist kommt auch der Elektrozäune oben drauf . Die verhindern zwar keinen Einbruch . Aber das Diebstahlverhalten unauffällig mal links und rechts schauen und blitzschnell über eine Mauer hüpfen ist da nicht mehr drin. Um darüber zu gelangen bedarf es schon etwas Vorleistung und dies ist oftmals im hellen Tageslicht nicht möglich . Als ich 1996 hier mein erstes Haus gekauft habe . Ja da waren auch keine rießigen Mauern darum gebaut . Da genügte mein Freund ( Avatar ) die ungetenen Gäste zu überreden bleibt besser drassen Das Haus stammte noch aus den 60ern der Juntazeit . In der es wie man mir immer wieder bestättigt sicherer in Brasilien war und es keiner hohen Umfriedungsmauer bedurfte um zu dukomentieren Halt dahinter ist das Eigentum eines anderen "
Und wenn man mal durch den Süden reist und so um sich schaut . Scheint sich da noch einiges gehalten haben . Zumindest in Bezug auf Einmauern

Ib diesem Sinne
.
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Re: Rio will seine Slums einmauern

Beitragvon neuling » So 23. Aug 2009, 17:30

rwschuster hat geschrieben:Mit Drogenhandel usw hat das überhaupt nichts zu tun. Die Reportage ist eindeutig irreführend und verdreht bösartig die Tatsachen.


Eben so sehe ich das auch…aber mir ist wie gesagt nicht klar was genau eingemauert wird. Laut dem Artikel sind es ja verschiedene Favelas! Spielt aber für meine Eigentliche aussage die da war das damit keine Kriminalität verhindert wird, keine Rolle. Ob die nun ein Park einmauern oder eine Favela mit der Bekämpfung der Kriminalität oder dem Schutz irgendwelcher Leute hat dies ja nichts zu tun. Dies dient höchstens dem Schutz der Parkanlage aber auch dort denke ich wie schon gesagt werden die Leute einen anderen Weg finden sich das Holz zu besorgen. Und die Ausbreitung der Favelas wird wohl damit auch nicht Einhalt geboten werden können…die bauen ihre Hütten dann halt einfach am anderen Ende der Mauer die Grundmauer dazu wurde ihnen dann ja schon von der Stadt Rio spendiert. =D>
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