"Rios Tyrannen verbrennen Menschen lebendig"

Infos über soziale Probleme, Armut, Korruption und Rassismus in Brasilien sowie Infos & Kontakte zu Hilfsprojekten

Beitragvon Takeo » Fr 15. Dez 2006, 01:14

Aber das eigentlich Schlimme ist, dass diese linken Spinner zu borniert sind, um zu merken, wie sehr sie mit ihrer angeblich aufklärerischen Presse (die Nichts weiter ist als unbegründete linksextremistische Agitationspropaganda der gemeinsten Art!) die Welt polarisieren: da wird dann in der angeblich aufgeklärten Schweiz oder in der Bundesrepublik dieser linke Sülz gelesen, und in einem Gefühl grosser Selbstgefälligkeit, (die übrigens typisch für die mitteleuropäischen Staaten der sog. ersten Welt ist), mit einer gewissen Herablassung auf unsere 'korrupte', 'ausbeuterische', Dritte Welt hinabgesehen... und man merkt überhaupt nicht, wie vollkommen kontraproduktiv so eine linke Presse für das lateinamerikanische Wachstum, und das Ansehen Lateinamerikas in der ersten Welt ist! Lateinamerika ist kein Supply für irgendwelche Drittweltläden, die bescheuerte Firlefanzbilligartikel hertsellen, die niemand braucht... Es gibt genug zu berichten, und es gibt genug zu beanstanden, aber linker Sülz eines linken Spinners ist wertloser Spam, der niemandem hilft - am allerwenigsten den Armen Lateinamerikas!
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Beitragvon carioca » Sa 16. Dez 2006, 12:35

Die Regierung Lula zwischen Mitte und Rechts einzuordnen, deutet sicherlich auf eine Linksverschiebung in der politischen Klassifizierung des Autors Klaus Hart hin, was anscheinend dazu beigetragen hat, dass der Inhalt des gesamten Artikel in Frage gestellt wird.

Allerdings wird regelmäßig in der brasilianischen Presse von oben beschriebenen Sachverhalten berichtet (vgl. z.B. zu den persönlichen Kontakten zwischen Erismar Moreira und Julio Cesar in O Globo (17/08/2005) und ich glaube nicht, dass diese maßlos übertreibt und übelste Linksagitation der "gemeinsten Art" betreibt.

Nicht weniger wundere ich mich die übrigen Worte von Takeo

Takeo hat geschrieben:Aber das eigentlich Schlimme ist, dass diese linken Spinner zu borniert sind, um zu merken, wie sehr sie mit ihrer angeblich aufklärerischen Presse die Welt polarisieren: da wird dann in der angeblich aufgeklärten Schweiz oder in der Bundesrepublik dieser linke Sülz gelesen, und in einem Gefühl grosser Selbstgefälligkeit, ... und man merkt überhaupt nicht, wie vollkommen kontraproduktiv so eine linke Presse für das lateinamerikanische Wachstum, und das Ansehen Lateinamerikas in der ersten Welt ist! Lateinamerika ist kein Supply für irgendwelche Drittweltläden, die bescheuerte Firlefanzbilligartikel hertsellen, die niemand braucht... Es gibt genug zu berichten, und es gibt genug zu beanstanden, aber linker Sülz eines linken Spinners ist wertloser Spam, der niemandem hilft - am allerwenigsten den Armen Lateinamerikas!


Du machst dir Sorgen, eine Presse, die von der sozialen Realität in Lateinamerika berichtet, könne dem Ansehen dieser Länder in der ersten Welt schaden? In einer ersten Welt wie den USA, denen Lateinamerika eine Serie brutaler Militärinterventionen zu verdanken hat?

Und soll das heißen, dass politische und soziale Missstände sowie Menschenrechtsverletzungen künftig besser verschwiegen werden sollten, weil dies Investoren abschrecken könnte?
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Beitragvon Birgit » Sa 16. Dez 2006, 18:28

[...] von mir selber gelöscht! Birgit
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Beitragvon Bernado » Sa 16. Dez 2006, 19:39

Takeo hat geschrieben:Lateinamerika ist kein Supply für irgendwelche Drittweltläden, die bescheuerte Firlefanzbilligartikel hertsellen, die niemand braucht...


Full Ack! Was mich so fasziniert ist die Story mit dem Flexfuel. Wäre auch in Europa eine Alternative zu den Brennstoffzellen, vor allem was die Verfügbarkeit betrifft.

Das die Spitzensportler und sonstige Promis gute Beziehungen zu den Favelabossen haben, verwundert mich nicht. Man kennt sich halt von klein auf.

khart hat geschrieben:Auch Staatschef Lula und die Mitglieder seiner Mitte-Rechts-Regierung


In Europa heißt es einfach nur Mitte-Links.

Brummelbärchen hat geschrieben:Gibt es eigentlich Zeitungen in D oder CH die solchen unqualifizierten Schwachsinn abdrucken?


Bestimmt, aber es sind garantiert keine der großen Tageszeitungen (BILD und EXPRESS sind ausgeschlossen).

carioca hat geschrieben:Und soll das heißen, dass politische und soziale Missstände sowie Menschenrechtsverletzungen künftig besser verschwiegen werden sollten, weil dies Investoren abschrecken könnte?


Gerade wir in D aufgrund unserer historischen Verantwortung müssen auch darauf aufmerksam machen, dass etwas faul ist in anderen Staaten. Das wir trotzdem Geschäftsverbindungen eingehen mit solchen Staaten stimmt einen da schon nachdenklich.

Birgit hat geschrieben:Denn seien wir wir doch mal ehrlich, Dir, mir und einigen anderen, die nicht in einer Favela leben und zum Teil noch nicht mal in BR, könnten doch ein paar Tote ebendort vollkommen egal sein, oder???


Hallo Birgit, irgendwie kann ich die Ironie in deiner Aussage nicht erkennen. Deine Aussage ist mir zu zynisch. Jeder Tote ist zuviel, ansonsten könnten wir eine Statistik erstellen wonach Zwei-Drittel der Menschheit überflüssig ist. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde so eine Statistik in den USA erstellt.
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Beitragvon Ursinho » Sa 16. Dez 2006, 20:20

@Birgit

Pass bloooß auf was Du hier wie schreibst. Wenn Du Deine Aussagen nicht als Ironie und Zynismus kennzeichnest, kann es Dir leicht passieren, dass Du verklagt wirst...
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Beitragvon Birgit » So 17. Dez 2006, 18:21

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Beitragvon Stefanooo » Di 19. Dez 2006, 09:55

oh man, ihr driftet aber schnell in politische Grundsatzdiskussionen ab...

Ich glaube, dass es sich eher um ein gesellschaftliches Problem handelt als um die Frage nach Links- oder Rechtsagitation. haha

Naja...whatever...frohe Tage, etc..

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Beitragvon Olivao » Sa 30. Dez 2006, 04:27

Morgen !

Nachdem es im Mai 2006 in Sao Paolo richtig gekracht hat, nun also auch Rio de Janeiro....
Wo soll das hinführen und wie wird es Enden ?
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Beitragvon Bernado » Fr 12. Jan 2007, 21:39

Ursinho hat geschrieben:@Birgit

Pass bloooß auf was Du hier wie schreibst. Wenn Du Deine Aussagen nicht als Ironie und Zynismus kennzeichnest, kann es Dir leicht passieren, dass Du verklagt wirst...


Nein, bei persönlicher Beleidigung sehe ich keinen Spass. Aber Birgit ist sehr intelligent und Diskussionen sind OK. UND sie hat nicht die Favelabewohner herabgewürdigt.

@Birgit: Für Ironie halte ich dein Denken nicht. Wir müssen nur anders denken lernen. Ungebildheit und Armut sind Quellen extremer Denkstrukturen und das haben die Amerikaner mit 9/11 schmerzhaft erfahren müssen.

@Alle: Ich glaube nicht, dass wir im Ausland einfach so arrogant auftreten dürfen.

Ich war schon früh in einer Favela. Ich hatte keine Berührungsängste als Kind. Ich glaube an das Gute in jedem Menschen.
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Re: "Rios Tyrannen verbrennen Menschen lebendig"

Beitragvon Benstress » Mo 29. Jan 2007, 14:14

supergringo hat geschrieben:
tinto hat geschrieben:Nur frag ich mich z.B. gilt das auch z.B. für die Pousada, die einige von uns dort kennen?
Nein. Die PM hatte vor Jahren die Favela "gesäubert" ... mit Unterstützung der wohlhabenden Hausbesitzer Santa Teresas und mit Zustimmung der Bandenbosse benachbarter Favelas ... nach dem Motto: ein Gegner weniger ...

Zwar findet sich auf einer Mauer direkt gegenüber der Favela-Bar noch das Symbol CV, doch es ist dort absolut tranquilo ... es gibt weder Wachtposten noch einen boca de fumo ...

Es gibt zwar keine Garantie, dass diese Favela so tranquilo bleibt, doch die Nachbarn werden sicher ein Auge darauf haben ...


Das mit der Pousada die wir dort kennen sehe ich anders. Die Details möchte ich hier nicht weiter ausführen doch bei meiner Anwesenheit vom 11. Nov-bis 04. Dez. gab es dort sehr wohl einen boca de fumo. Der wurde relativ schnell wieder geschlossen, doch seine Existenz kann man nicht leugnen und es wurde auch hier nirgends erwähnt. Und meiner Meinung nach werden die es immer wieder versuchen. Auch wenn die Lage zugegeben nicht sehr gut ist für die Geschäfte. Auf der anderen Seite gibt es gleich eine Verkaufsstelle - wer also mal Lust bekommen sollte :twisted: Laut Gerüchten habe ich gehört das nach dem der Laden zugemacht wurde es ca. zwei Wochen später wieder Leute versucht haben. Es war diesmal ein kleiner Jung so um die 16 Jahre. Die Bewohner sollen sich darüber amüsiert haben, da er wohl als Kanonenfutter dienen soll :oops: Insofern kann ich mir vorstellen das Sie es wohl wieder versuchen werden. Schaut euch andere nicht gut gelegene Hügel an auch dort laufen die Geschäfte. Was hingegen dafür spricht, dass die "Bullen" immer wieder durchgreifen werden ist die nahgelegen Privatschule und die Wohngegend.

So long Ben
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