Mittwoch, 14. Juni 2006
Nach Arbeitsverweigerung
Ronaldo bleibt stumm
Erst lauffaul, dann mundfaul: Nach seiner nicht WM-würdigen Vorstellung beim 1:0 (1:0)-Auftaktsieg von Fußball-Weltmeister Brasilien über Kroatien verweigerte Stürmerstar Ronaldo den Gang durch die Mixed-Zone.
Dabei hatte der WM-Torschützenkönig von 2002 sich auf das Duell im Berliner Olympiastadion gefreut, da "dann alle aufhören, Unsinn zu reden, und nur noch über Fußball" gesprochen werde. Doch der Angreifer des spanischen Renommierklubs Real Madrid hielt sich selber nicht an seine Vorgabe und verschwand kommentarlos.
Durch einen Geheimgang in den Katakomben des Olympiastadions entkamen nach ihren schwachen Auftritten auch Ronaldinho und Adriano den unbequemen Fragen der Medien. Lediglich Siegtorschütze Kaka vertrat das hoch gelobte "magische Quartett" und stand allen Rede und Antwort. Dagegen machten auch Dida und Roberto Carlos einen Bogen um die Presse.
Mildernde Umstände gestand Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira, der das für Mittwochnachmittag im WM-Quartier Königstein vorgesehene Training strich, seiner Truppe zu. Der Coach zeigte sich großzügig. So mussten die Spieler sich erst um 22.30 Uhr wieder im Hotel zurückmelden. Die Bundesliga-Legionäre Gilberto (Hertha BSC Berlin), Lucio und Ze Roberto (Bayern München) verließen die Umkleidekabinen schon in Zivilkleidung und trafen noch in Berlin Familie und Freunde.
http://www.n-tv.de/678449.html