Rucksack-Touristen-Pousada in Favela Rios

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Neues aus der Pousada Favelinha

Beitragvon Holger » Sa 19. Nov 2005, 16:42

Kleiner Nachtrag zum "immer schöner" :)

Wir sind jetzt endlich mit (fast) allen Dekorationen in den Gästezimmern fertig, haben nunmehr auch eine Waschmaschine und die Dachterrasse wird zu Weihnachten (und vor allem natürlich Silvester!) vollständig gefliest sein und ein Geländer haben, so dass man da ordentlich feiern kann..

Von all diesen und weiteren wunderbaren Neuerungen haben wir nun auch neue Bilder auf unserer Homepage http://www.favelinha.com

Leider sind wir zum Jahresende und zum Karneval bereits komplett ausgebucht...freuen uns aber zu anderen Zeiten weiter auf jeden Besuch!

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Beitragvon thomas » Sa 19. Nov 2005, 18:32

Hi Holger,
weil ihr so schöne Bilder habt, erlaube ich mir ein paar davon von hier direkt anzulinken.
Bis bald mal bei euch,
Thomas

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Canes-Rio

Beitragvon Lunge » Di 3. Jan 2006, 16:10

Moin
zu Favelinha

Reisebericht Teil 4

Frohes Neues Jahr
Feliz ano novo (gut so Pitt?)

Nach dem mich meine zwei Mädels, unsanft aus meinen Po-Träumen geweckt haben, ( dafür werde ich mich noch Rächen) habe ich sofort begonnen, mich auf Rio vorzubereiten.
Brieftasche, Uhr, Kamera, Foto, alles vor das Auge und vor die Brust geschnallt.
Man hat ja schon so viel gehört und gelesen, ganz Rio soll verseucht sein mit Kriminellen, aber ich bin gut vorbereitet.
Als ich das Flugzeug verließ, drängelte schon einer von hinten, ich drehte mich um und tatsächlich hinter mir ein Typ, dunkele Haut und schwarze Haare, schon verdächtig, aber wie gesagt ich war vorbereitet, ich hatte ihn im Auge.

Wir gingen Schnur stracks auf den Ausgang zu denn wir musste kein Gepäck abholen, wir hatten nur Handgepäck für die 5 Tage nämlich Zahnbürste und Sonnenschutzcreme Faktor 30 für mich und Pia.
Am Ausgang sollte ein Taxifahrer auf uns warten, den ich bereits von Deutschland aus, wie unsere Unterkunft über Internet, gebucht hatte.
Der Taxifahrer war nicht da. Ich dachte, das fängt ja schon gut an !

Also, Harry anrufen und fragen, was Sache ist. Antwort von Harry, der ist unterwegs, und richtig nach 10 Minuten war er da.

Nach dem Verlassen des Flughafengebäudes bemerkte ich, das es doch recht frisch war und es regnete.
Mit dem Taxifahrer war vereinbart, das wir bis zu unserer Unterkunft 60 Real zu Zahlen hatten.
Als dieses Schlitzohr bemerkte, das wir 2 Familien waren, verdoppelte er den Preis.
Da kam er bei mir und Günter genau an die Richtigen, denn wir waren vorbereitet.
Pustekuchen 120 Real, hat er nicht verstanden. Ich glaube du spinnst, von Günter, verstand er auch nicht. Jetzt bestätigte es sich wieder, dunkele Haut schwarze Haare, da heißt es Achtung!!
Ich versuchte ihm jetzt mit Händen und Füssen klar zu machen, das mit Andreia
unserer Vermieterin 60 Real ausgemacht war, was er verständlicher weise nicht verstehen wollte.
Also fuhren wir erst mal los, Richtung unserer Favela in der wir 3 Doppelzimmer gebucht hatten, und Harry bereits auf uns wartet.

Ja meine Lieben Ihr lest richtig wir haben in einer Favela übernachtet.

Ich dachte mir, wenn die ganzen Gangster unten in der Stadt und an der Copacabana ihr Unwesen treiben ist die Favela leer und somit der sicherste Platz. Klever oder?

Man muss natürlich auch sagen, das dies die schönste Unterkunft mit dem schönsten Blick über Rio ist. Als ich diese Pousada im Internet gefunden hatte,
gab es für mich kein zurück, hier wollte ich wohnen.

Ihr glaubt mir nicht, überzeugt euch selbst: http://www.hostel-rio.com
Schaut euch die Foto Galerie an, und Ihr versteht mich.

Wir haben für das Doppelzimmer mit Dusche, Toilette und Herrlichem Ausblick vom Balkon 75 Real bezahlt. Alleine der Ausblick war das Geld schon wert.
Das Frühstück war inkl. gut und reichhaltig, selbst Nutella für Pia stand auf dem Tisch.
Wenn da nicht Andreia wäre, Sie ist so was von Unmotiviert, phlegmatisch und eine Schlaftablette. Sorry, aber eine Pousada Besitzerin stelle ich mir anders vor.
Ihr grüner alternativer italienischer Freund Silvio, trägt auch nicht sonderlich viel dazu bei, das diese Frau in die Gänge kommt. Wenn Sie beim Betten machen auch so langsam ist, dann brauch Sie zwei Tage um Ihre Zimmer wieder zu vermieten!
Ein gequetschtes Hallo als wir die Pousada pitsch Nass vom Regen betraten, war schon viel für die erste Stunde.
Harry sagte uns, das Sie den ganzen Tag auf Ihrem Balkon sitzt und qualmt, und wehe, du willst was von ihr, dann geht es brummel, brummel, brummel,
so wie, warum störst du mich jetzt

Gott sei Dank konnten wir uns selbst am Kühlschrank bedienen, so konnten wir wenigsten nicht verdursten. Auf einer Schiefertafel haben wir dann alles Notiert, was wir getrunken haben.

Aber trotz allem kann ich diese Unterkunft nur Empfehlen, wenn man mal das Außergewöhnliche genießen möchte und die Caipi´s waren fast so gut wie bei Vanderley.
Wir haben den Abend dann, wie immer, mit Erfrischungsgetränken ausklingen lassen.
Ursprünglich hatten wir vor am Nächsten Tag eine Führung mit Andreia durch Rio zu machen. Dies war im Vorfeld unserer Reise schon vereinbart Andreia spricht sehr gut Deutsch, da Sie mal eine Zeitlang in Berlin mit Ihrem Deutschen Finanzie Holger zusammen gelebt hat.

Als ich Sie fragte ob Sie denn Morgen dabei wäre sagte Sie: „NÖ“ mehr nicht ohne Erklärung.
Darauf hin haben wir die geführte Tour Abgesagt und beschlossen uns von unserem Freund Harry führen zu lassen.

In der Nacht wurde ich gegen 2 Uhr wach, was ich hörte machte mich nicht sonderlich froh im Gegenteil, als ich aus dem Fenster sah, sah ich außer Strömendem Regen nichts, selbst die Lichter von Rio waren nicht zu sehen.

Das Wasser lief rechts und links am Haus vorbei in Strömen den Berg hinunter.
Es kam mir vor als würde ich an den Wasserfällen von Iguassu sitzen.

Ich sah schon rechts und links am Haus meine wohlgeformten braunen Hinterteile in Knallgelben und weißen Strings im Regen vorbei schwimmen.

Der Anblick ließ mich erschaudern und es kostete mich Überwindung wieder ins Bett zu gehen, nicht wegen meiner Frau, sondern wegen dem Alptraum, der mich erwartete.

Der schlimmste Alptraum kann nicht so schlimm sein, wie das Erwachen am nächsten Morgen und die Tatsache, das es immer noch wie aus Eimern schüttete.
Es muss mal gesagt werden, damit sah ich meine süßen Ärsche davon schwimmen.

Zumal ich mir vorher schon Überlegt hatte, welche Tussi sich bei 18 Grad und Strömendem Regen, an die Copa legt.
Der Tag war gelaufen und das alles noch, ohne Frühstück.

Günter und Harry sahen beim Frühstück auch nicht sonderlich glücklich aus,
wobei ich nicht weiß, warum die so geknickt waren.

Vielleicht lag es an dem Wasser, das innen im Haus die Treppen herunter lief,
oder gar an Andreia weil die nicht wusste, das man mit dem Wasser das die Treppen herunter lief, die Treppe hätte Putzen können, die es notwendig hatte. Ich weiß es nicht.
Nach dem guten Frühstück ist jeder auf sein Zimmer gegangen, nein geschwommen und hat Betender weise vom Balkon aus, auf besseres Wetter gewartet.
Ich habe die Befürchtung das unser lieber Gott weiß das ich aus der Kirche ausgetreten bin.

54 Jahre habe ich davon geträumt, an der Copa liegend mit meiner Spannerkamera, mir mindestens 250 von den schönsten braunen, na ja Ihr wisst schon, aufnahmen zu machen. Das hätte für die nächsten 54 Jahre gereicht aber dieser, dieser, ich sag es besser nicht, hat mir mit diesem Wetter alles versaut. Aber dafür kriegt er Karfreitag wieder sein Fett weg.

Es wurde Mittag und es regnete es wurde Nachmittag und plötzlich lockerte es sich auf und wir entschlossen uns unter Harrys Führung Rio so gut es ging, für uns zu erschließen.
Zuerst sind wir mit der offenen Tram in die City gefahren und haben die Kathedrale besucht. Ihr könnt Euch vorstellen was ich dem da oben gesagt habe, von wegen Regen und 18 Grad.
Dann ging es zu Fuß weiter und die Quittung kam sofort, es regnete wieder in Strömen. Wir haben uns dann Untergestellt und haben auf der anderen Seite, das Schauspielhaus bewundert mit seinem Gotischen, Romanischen, Maurischen, Baustil jeder von uns hatte seine eigene Vorstellung des Stils aber so haben wir uns die Zeit vertrieben.
Nachdem es nach einer halben Stunde immer noch nicht auf oder Nachgelassen
hat mit dem Regen, haben wir Pia eine Plastiktüte über den Kopf gestülpt und haben uns eine Bushaltestelle gesucht um an die Copa zu fahren.

So ein Irrsinn in strömendem Regen im Bus an die Copa und so war es dann auch, wir sind im Bus an der Copa vorbei gefahren an der Endstation sitzen geblieben und wieder Richtung Santa Theresa gefahren.

Aber Trocken war es im Bus und das alles für 2 Real, fast geschenkt.

Ja und dann hat unser Reiseführer Harry, die Orientierung verloren. Harry wo sind wir? Harry,keine Ahnung. Harry wo müssen wir Aussteigen? Harry, keine Ahnung.

So schlimm hatte ich in der Kathedrale dann doch nicht mit ihm geschimpft,
das er uns das antut.
Wir sind dann irgend wo Ausgestiegen und haben gefragt, wo es lang geht.

Der eine schickte uns in die Richtung, der andere wieder in die andere.

Der dritte schickte uns wieder 500 Meter zurück , und dann ist mir der Kragen geplatzt, als Harry wieder die 500 Meter zurück laufen wollte.
Wir waren zwischen zeitlich nass wie in Iguassu, aber bei 18 Grad.

Ich habe dann einen Taxifahrer gefragt: „Santa Theresa Quanta Kosta 6 Persona“ ob Ihrs glaubt oder nicht, der hat mich verstanden. Er hat mir auf meine Hand eine 30 gemahlt, ich hab noch gefragt Dollar oder Real, er sagte Real und für mich war alles klar, wir fahren mit dem Taxi.

Selbst, wenn es der dreifache Tarif ist. Wenn, ja wenn, da nicht unser Geizkragen Harry wäre. Lasst uns doch die 500 Meter wieder zurück laufen, da fährt bestimmt unser Bus.
Wenn du willst, Lauf zurück, ich fahre mit dem Taxi, sagte ich, Harry, aber 30 Real ist doch viel zu viel. Ich, was regst du dich auf, du würdest es sowieso nicht bezahlen. Harry, na gut dann Fahren wir.
Wir hatten bisher noch nichts gegessen. Harry wollte noch unten in Rio Essen,
aber wir wollten nicht, weil Harry dann wieder, wie immer nicht genug Geld einstecken gehabt hätte, und Günter oder ich Bezahlt hätten.

Also sind wir hoch in unsere Pousada in der Hoffnung, das uns, Andreias Köchin noch was macht. Als wir kurz vor der Pousada waren, begegnete uns die Köchin, das war schon kein gutes Vorzeichen und in der Pousada angekommen fragte ich Andreia ob es noch was zu Essen gibt, Ihre Antwort war eindeutig
„Nein“ und so fand dieser Abend mit ein paar Caipi´s die auf leeren Magen besonders gut wirkten seinen Krönenden Abschluss. Übrigens Pia hat noch was zu essen bekommen und uns die Nase lang gemacht.

Wir haben es Überlebt und 250 Gramm abgenommen, was wir beim Frühstück wieder zugelegt haben.
Nach dem Frühstück haben wir gepackt, denn unser Flugzeug nach Sao Paulo sollte vom Nationalen Flughafen um 13.55Uhr starten.
Wir wollten mit dem Taxi zum Flughafen fahren und Harry, aus den bekannten Gründen mit dem Bus.

Übrigens es regnete noch immer und in einem Moment als die da oben die Wolken wieder auffüllten, haben wir uns auf den Weg gemacht.

Harry war noch am Packen.

Am Flughafen angekommen hat uns die Dame von der TAM mir der Nikolausmütze Empfohlen eine Maschine früher zu nehmen, weil bei diesem Wetter, es sein könnte, das wir unseren Anschlussflug, der 25 Minuten später in Sao Paulo weiter nach Ilheus flog, nicht bekommen würden.
Also sind wir ohne Harry nach Sao Paulo gestartet. Eine SMS von mir hat ihn in Kenntnis gesetzt.

Abschließend ein Bomben Tipp zu Rio, am besten vorher Wetterbericht anschauen und wenn es regnet hinfliegen, denn dann sind die ganzen Verbrecher auch zuhause und es kann euch nichts passieren. Wir sprechen aus Erfahrung!!!

In Sao Paulo haben wir uns dann fast in die Arme genommen und sind zusammen über Porto Seguro nach Ilheus geflogen.
Dann haben wir unseren Mietwagen wieder abgeholt, der geputzt und Poliert war und sind über die Bodenwellen nach Canavieiras gefahren.
Wenn die gewusst hätten, durch was für Löscher wir noch fahren müssen, hätten die das Auto nicht geputzt.

Teil 5 folgt

Obiger Bericht kommt von meinen Gästen. (Sitio do Capitao in Canavieiras)
die anderen teils sehr amüsanten Kapitel gibt es im Forum von http://www.bahiatropical.com

Maritime Grüße
Lunge
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Beitragvon Stefanooo » Mi 3. Mai 2006, 17:17

ein Jahr später:

Wie hat´s sich entwickelt mit der pousada favelinha?

Werden die Gringos immer noch von Jugendlichen verspottet?
Ist der Baby Pitbull schon groß und stark geworden?
Waren schon sehr viele Gäste da?
Ist das Leben da immer noch vergleichsweise sicher?
Gabs irgendwelche Highlights, tolle Geschichten dort??
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Beitragvon Holger » Fr 7. Jul 2006, 14:51

Hallo direkt aus der Pousada Favelinha,

da anscheinend lange keiner mehr aus dem Forum bei uns war, hier ein kurzes Update:

Ja, es läuft prima ;) Das Haus ist fast immer voll, mit netten Leuten, und Sicherheitsprobleme gab es in den ganzen 1,5 Jahren noch gar keine.

Zugegeben, Andreia hatte Ende letzten Jahres ein paar gesundheitliche und familiäre Probleme und war daher ab und zu nicht so gut gelaunt. Dass das bei Gästen die solche Sachen schreiben:

(Lunge): Jetzt bestätigte es sich wieder, dunkele Haut schwarze Haare, da heißt es Achtung!!


vielleicht auch öfter auftrat als bei anderen erscheint verständlich...

Nun ja, seit Anfang des Jahres geht es mit allem bergauf... Die Pousada wird ständig weiter modernisiert, auch die Dachterasse ist mittlerweise gefliest und ständig nutzbar, Internetzugang für Gäste wird ab Anfang August möglich sein, Andreia geht es viel besser, und unser neuer Touristguide Andre ist ein hervorragender Ansprechpartner.

Aber schaut einfach selbst in neue Infos aus dem Internet, z.B. in unser Gästebuch und einige Zeitungsartikel im Netz (in englisch und portugiesisch)

Gästebuch

Diverse Traveller, April 06

Reuters Brasil, Mai 2006

Correio da Bahia, 20.5.2006

Terra.com Mai 2006

Vielleicht kommen ja dann auch hier wieder neue Berichte!

Wir freuen uns!

Liebe Grüsse aus der Pousada Favelinha

Holger und Andreia
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Beitragvon Giulie » So 3. Sep 2006, 10:00

Hallöchen zusammen!
Amüsant Eure Berichte :-)
Habe ebenfalls die Pousada gebucht für Februar (Carnaval) in einem 5er-Zimmer da dies das einzige war das noch frei war (mit 4 fremden, wie das wohl rauskommt?). Wie auch immer, ich möchte mal wieder ein Abenteuer erleben, ich bin jetzt 30 Jahre alt, weiblich, verheiratet und fahre trotzdem alleine an den Carnaval weil mein Mann mit Samba und Favela-Pousada nicht viel anfangen kann. Ich freue mich sehr und hoffe, viele nette Leute kennen zu lernen. Die Pousada ist ja das einzige, das man sich während Carnaval leisten kann, ausserdem ist es ein Erlebnis denn 0815 hat man ja jeden Tag. Meine einzige Sorge ist ob ich in einem 5er-Zimmer überhaupt jemals ein Auge zukriege?? Obwohl ich ja nicht zum Schlafen nach Rio gehe ;-)
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Beitragvon Takeo » So 3. Sep 2006, 16:24

Süss ist so ein Favela Aufenthalt ja auf alle Fälle, man kann sich dann ja nämlich auch so richtig "authentisch" fühlen ... nur gut, dass man nach kurzem Ghettoaufenthalt wieder in die Erste-Welt Heimat jetten kann...

... ich würde aber noch ein paar Touristenspektakel arrangieren, damit sich so ein Ghettotripp auch richtig lohnt und man hinterher in der heimischen Wohnstube auch richtig was zum Plauschen hat:

- authentischer Überfall ohne Waffe: 20,- R$
- authentischer Überfall mit Waffe: 50,- R$
- Polizeirazzia ohne Knast: 30,- R$
- Polizeirazzia mit Knast: 100,- R$
- Schiesserei: 10,- R$

Wer das Nichts???
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Beitragvon Holger » So 3. Sep 2006, 16:54

@Takeo: Was soll denn dieser super unqualifizierte Beitrag? Vielleicht liest du dir erstmal unsere Homepage durch? Aber natürlich ist es unendlich viel besser, den ganzen Tag an der Copacabana abzuhängen und abends ins Help zu gehen, nicht wahr? Die Chancen, überfallen zu werden, oder auch von Polizisten abgezockt zu werden sind dort übrigens auch wesentlich höher als bei uns in der Favela!!

@Gulie: Natürlich wirst du bei uns viele nette Leute kennenlernen, auch wenn sonst keiner aus dem Forum kommt ;) ... Und keine Sorge, auch im 5er Zimmer ging bisher alles immer glatt, schlafen solltest du dort auch gut können... Karneval ist eine super Zeit, und von uns aus hast du es auch viel näher ins Zentrum, wo ja die ganzen Karnevalsfestivitäten sind, als von den ganzen anderen Touristenzentren aus ;) Wir freuen uns auf Dich!

Holger und Andreia
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Beitragvon Takeo » So 3. Sep 2006, 21:26

Holger hat geschrieben:@Takeo: Was soll denn dieser super unqualifizierte Beitrag? Vielleicht liest du dir erstmal unsere Homepage durch? Aber natürlich ist es unendlich viel besser, den ganzen Tag an der Copacabana abzuhängen und abends ins Help zu gehen, nicht wahr? Die Chancen, überfallen zu werden, oder auch von Polizisten abgezockt zu werden sind dort übrigens auch wesentlich höher als bei uns in der Favela!!


... Wo ich Dir natürlich auch hundertprotzentig recht geben muss! Gegen Deine Pousada habe ich ja auch nichts einzuwenden, nur gegen die ausländische Kundschaft: "Kommt wir gehen in den Zoo, arme Leute (oder zumindest das was wir uns darunter vorstellen) bestaunen!" Das finde ich widerlich!!! (Aber Dir kann es ja letztendlich egal sein, Hauptsache der Rubel rollt - mit brasilianischen Handlungsreisenden wäre das Geschäft mit Sicherheit bei weitem nicht so gut - ich bleibe bei meiner Aussage: Deine Geschäftsidee ist glänzend, Dein Publikum ist widerlich und spiegelt nur die globale Heuchelei wider!)
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Beitragvon dumpfbacke » So 3. Sep 2006, 22:09

Takeo hat geschrieben:
Holger hat geschrieben:@Takeo: Was soll denn dieser super unqualifizierte Beitrag? Vielleicht liest du dir erstmal unsere Homepage durch? Aber natürlich ist es unendlich viel besser, den ganzen Tag an der Copacabana abzuhängen und abends ins Help zu gehen, nicht wahr? Die Chancen, überfallen zu werden, oder auch von Polizisten abgezockt zu werden sind dort übrigens auch wesentlich höher als bei uns in der Favela!!


... Wo ich Dir natürlich auch hundertprotzentig recht geben muss! Gegen Deine Pousada habe ich ja auch nichts einzuwenden, nur gegen die ausländische Kundschaft: "Kommt wir gehen in den Zoo, arme Leute (oder zumindest das was wir uns darunter vorstellen) bestaunen!" Das finde ich widerlich!!! (Aber Dir kann es ja letztendlich egal sein, Hauptsache der Rubel rollt - mit brasilianischen Handlungsreisenden wäre das Geschäft mit Sicherheit bei weitem nicht so gut - ich bleibe bei meiner Aussage: Deine Geschäftsidee ist glänzend, Dein Publikum ist widerlich und spiegelt nur die globale Heuchelei wider!)


@Takeo, also ich habe mir oefter die Website von den beiden angeschaut und ich muss sagen, dass Andreia und Holger das ziemlich vernuenftig machen. Ich glaube kaum, dass die beiden, einen auf "Sensationstourismus" machen. Es sind ja schliesslich auch nicht alle Favelas todgefaehrlich. Du hoerst dich an, wie ein Brasileiro Immigrante, geboren in Deutschland oder der Schweiz, der verbittert ist, dass er nicht selber soetwas wie Andreia und Holger auf die Beine gestellt hat. OK, Holger scheint deutsch zu sein, aber mit deinen dich selbstdisqualifizierenden Bemerkungen beleidigst du eine Landsfrau. Ich kann fuer dich nur hoffen, dass Holger deinen Kommentar fuer sie nicht ins portugiesische uebersetzt. :evil: :evil: :evil: Es koennte durchaus sein, dass man dir deswegen die brasilianische Staatsbuergerschaft aberkennt.
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