Severino hat geschrieben:
Seit unser aller Freund Lula den salario minimo alljährlich erhöht, wird die Schere zwischen bettelarm und stinkreich immer grösser, denn zum gleichen Zeitpunkt aber in stärkerem Ausmass steigen jeweils auch die Kosten für die Grundnahrungsmittel, Mieten, Immobilien usw. Für die oben erwähnten 8,5% Mehreinahmen stehen üblicherweise dann etwa 20% an Mehrausgaben (bezogen auf die Minimalüberlebenskosten) gegenüber. Aber da man mit dem brasilianischen Bildungssystem gezielt verhindert, dass o povo brasileiro rechnen kann, freut er sich über die Mehreinnahmen und macht beim nächsten Wahlzwang wieder brav sein Kreuzchen bei unser aller Freund (oder dessen Nachfolger von der PT).....
....mal abgesehen davon, dass man weder von 380 noch von 412,40 R$ im Monat leben kann. Das reicht gerade für Bohnen und Reis, Gas, Wasser, Strom, sowie die Miete für ein barracao. Dumm gelaufen, wenn man noch den Bus braucht um zur Arbeit zu kommen - oder sogar noch Frau und Kinder hat......
...und genau deshalb kann es sich ja auch keiner leisten für den salario minimo zu arbeiten - ausser es gibt mehrere SM pro Haushalt.....
Severino hat geschrieben:
amarelina hat geschrieben:
..............und..............habens die anderen vorher etwa besser gemacht?............
Naja, das kommt darauf an, von welcher Seite man das sieht, oder was man selbst als das kleinere Übel betrachtet......
....hätte ich wählen müssen, so wäre ich lieber das Risiko mit der Ungewissheit bezüglich Alckmin eingegangen, als den bekannten Banditen nochmals zu wählen....
Trotzdem ist es erstaunlich, wie gut sich der Nordestino zu verkaufen vermag. Jedenfalls waren
die Staatskassen schon lange nicht mehr so leer, die Steuerbelastung so hoch und die Kluft zwischen arm und reich so gross. Für die Nachfrage nach Rohstoffen kann Lula ja nix, da sind die Asiaten schuld. Aber dass er es nicht schafft anstatt der Rohstoffe zumindest Halbfabrikate zu exportieren um damit Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Brasilien zu schaffen ist ein absolutes Armutszeugnis. Aber genau das will ja die brasilianische Regierung nicht. Am Ende wäre die brasilianische Bevölkerung - anstatt dankbar für jeden centavo zu sein - noch verärgert über die Millionen verschwendeter Reais.....
Und da gebe ich Dir Recht: Lulas Vorgänger waren genauso.....
Severino
Du irrst zweimal.
1. Hier in Brasilien zahlt der Arbeitgeber den Transport (hin und zurück) +Mittagessen. Vale Transporte genannt.
2. Noch nie waren die Devisenkassen so gefüllt wie im Moment. Man muss nur die Presse verfolgen.... Zu den Innlandschulden : glaubts Du etwas, dass D keine hat ? Oder die USA ?
Nur eins ist sicher, das Salário minimo ist zu niedrig. Keine Diskusion. Aber bedenkt, wenn das höher wäre machen viele Prefeituras den Laden zu und die INSS kann den Konkurs anmelden.
abraço
James