Was für die Paulistas und Cariocas Paraguay ist, sind für die Gaúchos die Grenzstadt Santana do Livramento und Rivera in Uruguay.
In Rivera gibt es direkt hinter der Staatsgrenze, die in der Mitte einer etwas breiteren Avenida verläuft, dutzende Dutyfree-Shops, die im Gegensatz zu den an den brasilianischen Flughäfen, den Namen auch tatsächlich verdienen. Dort kann der wohlhabende Brasilianer, oder auch der Deutsche, der in Brasilien wohnt, ruhig sein Geld in hochwertigen Haushaltsgeräten oder Nahrungs- und Genussmitteln anlegen, ohne dass er Gefahr läuft der brasilianischen Regierung Steuern in den Rachen zu werfen.
Ausser den Dutyfreeshops gibt es nicht viel zu sehen, aber Siteseeing ist ja auch nicht der Zweck des Besuches.
Der Besuch zum Auffüllen des Weinregals oder der Bar lohnt sich in jedem Fall. Rotweine sind mindestens 50% billiger als in Brasilien, wenn man sie dort überhaupt zu gleicher Qualität finden kann. Von Spirituosen völlig abgesehen. Weiterhin gibt es anscheinend in Uruguay auch Liebhaber von Käse, der nicht nach "Nichts" schmeckt, sondern im Geschmack einem Schweizer Käse sehr ähnlich kommt. Auch Oliven und andere Delikatessen (u.a. Olivenöl extra virgem) kann man dort erstehen, ohne dass es einem Krater in die Geldbörse bzw. in die Kreditkartenrechnung reisst. "Eletrodomesticos" sind natürlich ungleich billiger. Ein Caminhonete, das vor uns an der Ampel stand, war gleich mit drei Klimaanlagen beladen. Ein Notebooknetzteil, das in Porto Alegre nicht für unter 367 R$ zu bekommen war geht dort für 58 US$ über den Ladentisch. Fernseher, Computer, Staubsauger, Kaffeemaschinen,.... etc. etc. etc....
Jetzt kommt die Einschränkung: Von Porto Alegre sind es ca. 400 km auf Landstrassen, wo man nur ca. alle 100 km an einer Stadt vorbeikommt.
Links:
http://www.santanadolivramento.rs.gov.br/
http://www.free-rivera.com.uy/
...SWK!