Mindestens fünf Tote bei neuer Attentatswelle in Brasilien
São Paulo. DPA/baz. Mindestens fünf Menschen sind bei einer neuen Attentatsserie auf Sicherheitsbeamte in der brasilianischen Wirtschaftsmetropole São Paulo getötet worden. Wie Medien berichteten, wurden in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) in São Paulo und Umgebung knapp 50 Anschläge auf Polizeiwachen registriert. Aber Wohnungen und Geschäfte von Sicherheitsbeamten sowie auf Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs und Bankfilialen waren Ziele der Täter.
Erst vor zwei Monaten waren in São Paulo bei einer grossen Attentatswelle der Mafia sowie bei Vergeltungsaktionen der Polizei innerhalb weniger Tage rund 120 Menschen ums Leben gekommen. Die Angriffe auf Sicherheitsbeamte werden nach Behördenangaben von der von inhaftierten Drogenbossen gegründeten Mafiagruppe "Erstes Hauptstadt-Kommando" (PCC) verübt.
Unter den Opfern der jüngsten Anschlagsserie waren den Angaben zufolge ein Polizist, dessen Schwester sowie zwei Angehörige privater Wachfirmen. Bei den Anschlägen seien Schusswaffen und Bomben benutzt worden. Die Anschläge haben offenbar wieder mit der miserablen Situation in den Gefängnissen Brasiliens zu tun. Die meisten Gefängnisse sind hoffnungslos überfüllt.
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