Scheidung in Deutschland in Brasilien noch Verheiratet?

Alles was man wissen muss, um in Brasilien nicht ins Fettnäpfchen zu treten.....

Re: Scheidung in Deutschland in Brasilien noch Verheiratet?

Beitragvon dimaew » Mo 25. Jan 2010, 21:34

Der erste Schritt ist die Homologação, das heisst Anerkennung des Scheidungsurteils in Brasilien. Das ist die Basis für die weiteren (eventuell gerichtlichen) Entscheidungen. Dabei ist es egal, wenn Du in Deutschland bereits wieder verheiratet bist. Die Anerkennung in Brasilien bezieht sich ja auf das in Deutschland ergangene Urteil, damit auch auf das Datum dieses Urteils.
Wenn Deine Ex damit einverstanden ist, geht das schnell und ohne große Kosten. Ein Anwalt (kann irgendeiner sein) muss das Urteil beim obersten Gericht in Brasília einreichen und die Anerkennung beantragen, dann entscheidet der Gerichtspräsident und fertig. Ist Deine Frau nicht einverstanden, kann es aber ein langwieriger Prozess werden.

Bei dem Haus kommt es erst mal auf die Eintragung beim cartório an, weniger auf den vereinbarten Güterstand, der, da Ihr ja nach deutschem Recht vgerheiratet ward, eh`schwierig bzu "übersetzen" ist, vor allem, wenn es sich um den gesetzlichen Güterstand handelte, für den es in Deutschland ja nicht mal ein gesondertes Register gibt. Seid Ihr beide als Eigentümer eingetragen, was ja üblich ist, kannst Du das Grundstück nicht ohne Einwilligung Deiner Ex-Frau verkaufen. Es gibt zwar auch hier eine Art Antrag auf Aufteilung der Gesellschaft (als Grundstückseigentümer seid Ihr ja eine Art sociedade simples), aber der ist langwierig und wohl auch mit ziemlichen Kosten verbunden. Eine gütliche Einigung und ein gemeinsamer Verkauf sind da allemal schneller und am Ende kostengünstiger.
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt (chin. Sprichwort)
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Re: Scheidung in Deutschland in Brasilien noch Verheiratet?

Beitragvon detber07 » Di 26. Jan 2010, 14:49

Okay, erst einmal vielen Dank für die raschen Antworten!!! =D>

Es ist somit schon einmal klar, dass zuerst die Anerkennung meiner deutschen Scheidung in Brasilien zu erfolgen hat. Hierzu sind mir jedoch noch einige Fragen eingefallen:
1.
Meine Ex lebt auch weiterhin in Deutschland; wird dann alleine durch die Zustellung zum deutschen Amtsgericht der Zeitraum des Verfahrens lange dauern?

2.
Aus einem der letzten Beiträge habe ich herausgelesen, dass die Ex eventuell die homologacao verkomplizieren kann, wenn aus Sicht der brasilianischen Justiz (und dann sicherlich auch aus Sicht der Ex) die Inhalte des Scheidungsfolgeurteils für die bras. Frau nachteilig sein könnten. Ich habe daraufhin mir noch einmal mein Scheidungsurteil vorgenommen und mit Blick auf solche evtl. nachteiligen Umstände hin überprüft. Dabei stellte ich fest, dass im Urteil lediglich der Versorgungsausgleich ausführlich dargelegt ist; über evtl. Unterhaltszahlungen an die Ex oder die zwei Kinder (beide bei der Mutter, eins ist minderjährig) jedoch nichts zu finden ist. Das hatte mich schon damals bei der Zustellung gewundert, da es aber für mich zu diesem Zeitpunkt nicht weiter wichtig zu sein schien, habe ich diese Lücke nicht weiter verfolgt. Nebenbei: das Gericht hatte vorher jedoch schon schriftlich Kenntnis von meinem Einkommen erhalten und dabei festgestellt, dass nach Abzug der Schulden, die ich für Kredite aus der Ehezeit abtrage, von meinem Gehalt nur der Selbstbehalt übrig bleibt. Somit ist auch nichts weiter von meinem Einkommen zu verteilen.
Liegen hier Gründe vor, die eine Ausweitung des Verfahrens durch die Brasilianer erwarten lassen?

3.
In diesem Zusammenhang (2.) fällt mir natürlich auch wieder die gemeinsame Immobilie in Brasilien ein: ich denke, dass wegen o.g. Gründen die Erwähnung derselben zum Zeitpunkt der Homologacao unterbleiben sollte, zumal sie im deutschen Urteil nicht erwähnt wird (wurde jedoch beim Scheidungsantrag ebenfalls aufgeführt) und als sich in Brasilien befindender Wertgegenstand sicherlich besonderes Interesse bei den bras. Behörden erlangen könnte, mit der entsprechenden Zeitverzögerung.
Seht ihr das auch so oder sollte die Immobilie aufgenommen werden, um innerhalb eines Verfahrens zügig die Scheidungsanerkennung und die Aufteilung der Immobilie abzuhandeln? Nebenbei: Wie sind denn (informell) die bras. Richter/das bras. Gesetz einzuschätzen: frauenfreundlich, national einseitig oder neutral?

4.
Gleich noch eine Frage in obigen Zusammenhang: es besteht die Möglichkeit, dass meine Ex mithilfe ihrer bras. Familie das Haus für sich ersitzen möchte. Ist dies möglich, wie kann ich mich dagegen wehren, möglichst kurzfristig?

5.
Das Grundstück wurde von uns im Jahr 2000 gekauft und in den Folgejahren bebaut. Wir waren 2000 zwar schon in Deutschland verheiratet, diese Heirat war aber zu diesem Zpkt. noch nicht in Brasilien eingetragen. Entsprechend sind wir auch im Cartorio als zwei nicht verheiratete, quasi voneinander unabhängige Käufer eingetragen.
Welche Folgen für meine Absicht der Scheidungsanerkennung bzw. den Grundstücksverkauf könnten sich hieraus ergeben?

6.
Von der bras. Botschaft wurde für die Verfahrensvertretung zur Scheidungsanerkennung folgender Anwalt in Brasilia empfohlen: Dr. Heldofranio Manoel Cipriano Guimaraes. Nach einem kurzen Kontakt wurden von ihm rund 1000 euro bis zum Schluß des Verfahrens als Preis angegeben. Kann jemand diesen Anwalt einschätzen und/oder etwas zu diesen Kosten sagen?

So, ich hoffe, ihr habt bei diesem "deutsch-brasilianischen Kuddelmuddel" noch den Überblick behalten und könnt mir möglichst viele Wege hindurch aufzeigen.
Wieder vielen Dank im voraus! :P
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Re: Scheidung in Deutschland in Brasilien noch Verheiratet?

Beitragvon Severino » Do 11. Mär 2010, 19:46

Die Immobilie und die Kinder können das Verfahren komplizieren, denn die Kinder Deiner Ex haben nach brasilianischem Erb-Recht Ansprüche auf einen Pflichtteil der Immobilie. Welchen Güterstand hattet ihr während der Ehe?
Den angegebenen Anwalt kenne ich nicht, aber die angegebenen Kosten decken sich mit meiner Erfahrung. Laufzeit für eine unkomplizierte Homologação (beide Ex-wollen die Anerkennung und legen dem Verfahren das entsprechende Dokument von bras. Konsulat bei) liegt bei ca. 1,5 Jahren. Ansonsten noch oben offen.... (aber Du kannst den Stand im Internet verfolgen...)
Ob Du die Immobilie erwähnst, oder nicht: Beides hat Vor- und Nachteile..... und es hängt davon ab, wie es im Grundbuch der Stadt registriert ist. Der Compra und Venda - Vertrag vom Cartório ist nicht zwingend rechtskräftig. Und die Familie kann die Immobilie "ersitzen". Oder bei langer Zeit unbezahlter IPTU wird die Gemeinde eine Leilão machen. Versuch Dich mit Deiner Ex- zu einigen. Mach ihr klar, dass vor allem sie die Anerkennung in Brasilien braucht. Ist keine Einigung möglich, MUSST Du die Immobilie durch das brasilianische Gericht regeln lassen. Sonst hast Du keinen Rechtsanspruch, bzw. kannst diesen nicht umsetzen....
paz e amor
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Re: Scheidung in Deutschland in Brasilien noch Verheiratet?

Beitragvon hamilton » Fr 12. Mär 2010, 02:07

hab mir gerade mal den faden durchgelesen, war auch interessiert, weil ich selbst schon zweimal anerkennungsverfahren durchfuehren lassen musste (war jeweils der antragsteller).

eigentlich ist alles gut beschrieben. nur in bezug auf eine aussage sollte klargestellt werden, dass sie falsch ist:


BRASILIANT hat geschrieben:
wupper26 hat geschrieben:Bin ich in Brasilien noch richtig Verheiratet solange das Scheidungsurteil aus Deutschland noch nicht in Brasilien anerkannt wurde.


JA!


natuerlich ist er auch in brasilien oder sonstwo auf der welt nicht mehr verheiratet, wenn er in D eben rechtskraeftig geschieden ist.

was fehlt, ist die anerkennung der rechtskraeftigen scheidung. solange diese anerkennung nicht erfolgt ist,"gilt" er in dem betreffenden land, in dem die anerkennung zu erfolgen hat, noch als verheiratet - was aber gerade nicht gleichzusetzen ist damit, dass er in brasilien noch verheiratet waere.

uebrigens: wenn die beispielsweise seit 10.10.09 in D rechtskraeftige scheidung in brasilien dann mal anerkannt sein wird, dann wirkt die anerkennung natuerlich zurueck auf den 10.10.09. (ist ja auch logisch, da es eben nur eine rechtskraeftige scheidung gibt und die rechtskraft der spaeteren anerkenntnisentscheidung ja keine "zweite" scheidung darstellt).
gruesse
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Re: Scheidung in Deutschland in Brasilien noch Verheiratet?

Beitragvon Tindra » Sa 25. Aug 2012, 11:02

Hallo :) ich bin neu hier und das würde mich jetzt auch Interessieren,wenn man in Deutschland geschieden ist ob man in Brasilien noch Verheiratet ist?
Ich bin auch in Deutschland geschieden und war mit einem Deutschen Verheiratet,habe in D geheiratet und habe beide Staatsangehörigkeiten.
Nun hat mein Ex eine Columbianerin geheiratet,darf er das wenn ich vielleicht noch in Brasilien Verheiratet bin?Das würde mich echt Interessieren :)
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Re: Scheidung in Deutschland in Brasilien noch Verheiratet?

Beitragvon frankieb66 » Mo 27. Aug 2012, 19:44

Tindra hat geschrieben:Hallo :) ich bin neu hier und das würde mich jetzt auch Interessieren,wenn man in Deutschland geschieden ist ob man in Brasilien noch Verheiratet ist?
Ich bin auch in Deutschland geschieden und war mit einem Deutschen Verheiratet,habe in D geheiratet und habe beide Staatsangehörigkeiten.
Nun hat mein Ex eine Columbianerin geheiratet,darf er das wenn ich vielleicht noch in Brasilien Verheiratet bin?Das würde mich echt Interessieren :)

JA. In Brasilien ist er noch verheiratet. Und zwar mit dir! Und du auch noch mit ihm. Wie die Gesetzeslage dazu in Kolumbien ist weiß allerdings nicht. Wenn er das ganz legal "durfte", naja, dann wird er das schon gedurft haben. Normalerweise werden die Voraussetzungen zur Eheschließung recht genau überprüft, auch in 3.-Welt-Staaten, gerade in binationalen Konstellationen. Vielleicht ist dein (noch-nicht-)Ex ja auch nur mit einer Kolumbianerin verheiratet auf dem Papier und er weiß nur noch nicht dass du nach wie vor seine Frau bist und seine neuerliche Heirat nur auf dem Papier existriert, das im Zweifelsfall nicht mehr Wert hat als ein Stück Klopapier ...
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Re: Scheidung in Deutschland in Brasilien noch Verheiratet?

Beitragvon MESSENGER08 » Di 28. Aug 2012, 13:57

Tindra hat geschrieben:Nun hat mein Ex eine Columbianerin geheiratet,darf er das wenn ich vielleicht noch in Brasilien Verheiratet bin?Das würde mich echt Interessieren :)


Darf er schon, da er dt. Staatsbürger ist und nicht wieder eine Brasilianerin geheiratet hat, hat sich das Standesamt nicht dafür interessiert ob die dt. Scheidung in BRA anerkannt wurde. Denen reichte das dt. Scheidungsurteil.

Ganz ander sieht die Sache aus wenn er wieder eine Brasilianerin heiraten würde. Egal ob in Deutschland, Brasilien oder sonstwo auf der Welt, dann würde das Standesamt sicherlich die bras. Anerkennung der Scheidung sehen wollen.
Das gleich gilt übrigens für Dich, wenn Du wieder heiraten mochtest egal welcher Nationalität der Mann wäre oder wo Du heiratest, dann musst Du ganz sicher auch erstmal nachweisen das Deine dt. Scheidung in Brasilien anerkannt wurde.
Kompliziert wird die Homologação der Scheidung besonders dann, wenn zuvor die Ehe die evtl. auch in Deutschland geschlossen wurde, nicht in Brasilien beim Cartório eingetragen wurde. Denn ohne eine eingetragene und registrierte Ehe in Brasilien, kann dort auch keine Homologação der Scheidung durchgeführt werden. Sprich das Verfahren dauert noch länger und wird noch teurer! :oops:
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Re: Scheidung in Deutschland in Brasilien noch Verheiratet?

Beitragvon buzios11 » Sa 27. Dez 2014, 19:47

Mich interessiert das auch, weil meine Freundin in Deutschland verheiratet und mittlerweile geschieden, die Ehe aber nie in Brasilien hat registrieren lassen.
Das dt Standesamt verlangt ja u.a.eine Bescheinigungüber den aktuellen Familienstand abgeben mit 2 Zeugen, dort wird sie ja geschieden angeben - muß sie überhaupt die 1.Ehe noch nachträglich in Brasil registrieren lassen bevor wir heiraten ? ich denke mal da kräht hier in Deutschland kein Hahn nach, sie hat ja das dt. Scheidungsurteil.
Für kompetente Auskunft wäre ich dankbar.
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Re: Scheidung in Deutschland in Brasilien noch Verheiratet?

Beitragvon pedrinho2405 » Sa 27. Dez 2014, 20:34

buzios11 hat geschrieben:Mich interessiert das auch, weil meine Freundin in Deutschland verheiratet und mittlerweile geschieden, die Ehe aber nie in Brasilien hat registrieren lassen.
Das dt Standesamt verlangt ja u.a.eine Bescheinigungüber den aktuellen Familienstand abgeben mit 2 Zeugen, dort wird sie ja geschieden angeben - muß sie überhaupt die 1.Ehe noch nachträglich in Brasil registrieren lassen bevor wir heiraten ? ich denke mal da kräht hier in Deutschland kein Hahn nach, sie hat ja das dt. Scheidungsurteil.
Für kompetente Auskunft wäre ich dankbar.



Hallo buzios,

mensch Kerl, schalt doch mal den Kopf ein, Du willst diese Frau wirklich heiraten ?

Was Du hier so geschrieben hast, ist das vermutlich so jemand die Dir das Leben nach der Hochzeit ganz schön versalzen wird. Muß es denn immer gleich heiraten sein, nur weil die Mädels wissen, wie sie Dir im Bett kommen müssen.

Du hast hier um Meinungen gebeten und ignorierst die ganzen Warnungen, als wären es Scherze. Glaub mir, die user hier können mit Sicherheit ein Buch über das Thema schreiben. Viele Kapitel davon wären sicher nicht schön.

Lass die Finger vom heiraten, besonders mit einer Frau, die schon mal mit einem Deutschen verheiratet war.

Man schalt den Kopf ein.


Liebe Grüße
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Re: Scheidung in Deutschland in Brasilien noch Verheiratet?

Beitragvon Brazil53 » So 28. Dez 2014, 00:58

Die Frage wurde hier ja schon beantwortet
und erneutes nachfragen ändert die Gesetzeslage auch nicht.

Das deutsche Standesamt, wird schon danach krähen!

Auch eine nicht in Brasilien registrierte Ehe, ist in Brasilien gültig.
In Brasilien würde vermutlich bei einer erneuten Heirat kein Hahn danach krähen, wenn sie ihre Hochzeit und Scheidung in Deutschland verschweigt, weil die Behörden darüber keine Kenntnis haben. Legal wäre das aber auch nicht.

Hier in Deutschland müsste sie ja bei der Anmeldung der Hochzeit wahrheitsgemäß "geschieden" angeben und müsste dann neben dem deutschen Scheidungsurteil auch die Bestätigung der Anerkennung der Scheidung in Brasilien erbringen.

Das ganze nennt sich Homologação und setzt natürlich voraus, dass man zuerst die Hochzeit in Brasilien registrieren muss.
Um Rechtssicherheit zu erlangen musst du einen Anwalt, oder beim Standesamt fragen. Ich kann hier nur meine persönliche Kenntnis über diese Sachlage schildern.

Hier die Meinung eines Anwaltsbüros im Internet.

Die Anerkennung eines ausländischen Scheidungsurteils in Brasilien ist in bestimmten Situationen von entscheidender Bedeutung. Sofern ein brasilianischer (ex-)Ehepartner z.B. erneut heiraten möchte, verlangen sowohl deutsche als auch brasilianische Standesämter, dass eine vorherige Scheidung zunächst anerkannt wird. Ein brasilianischer Staatsbürger kann also, auch wenn er sich in Deutschland hat scheiden lassen, in Deutschland erst wieder heiraten, nachdem die deutsche Scheidung in Brasilien anerkannt wurde.


http://www.gc-advo.de/de/anerkennung/homologacao-in-brasilien.html
Ich glaube nur Tatsachen, die ich selbst verdreht habe
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