Schöne Häuser an empfehlenswerten Orten

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Schöne Häuser an empfehlenswerten Orten

Beitragvon helveticus » Do 6. Jan 2005, 13:46

Tagesanzeiger, Zürich - 04.01.2005

Die 42 Hotels der Vereinigung Roteiros de Charme bieten kontrollierten Komfort an den schönsten Orten Brasiliens.

Von Marc D. Herzka

Frühmorgens sind wir in Salvador, der Kapitale des Bundesstaates Bahia (Nordostbrasilien), gestartet. Nun landen wir in der Küstenstadt Ilheus, im Zentrum des brasilianischen Kakaoanbaus, knapp 500 Kilometer weiter südlich. Wir sind unterwegs, um zwei Häuser der Vereinigung Roteiros de Charme (Routen des Charmes) zu testen. Die Charme-Hotels sind Einzelhäuser. In allen herrscht aber die gleiche Philosophie: ökologisches Denken und Servicequalität. Immer mehr europäische Touristen, darunter auch Schweizer, verlassen sich auf Brasilientouren auf diese Hotels.

Das Itacare Eco Resort: Modern

Am kleinen Flughafen von Ilheus werden wir erwartet. Zusammen mit zwei portugiesischen Familien besteigen wir einen Shuttlebus, der uns auf einer neuen Schnellstrasse durch den Regenwald bis vor Itacare bringen wird. Das einstige Fischerdorf hat sich in den wenigen Jahren, seit diese Strasse besteht, zum Touristenmagneten entwickelt. Nach einer Fahrtstunde zweigen wir kurz vor Itacare ab und erreichen ein stattliches, von hohen Palmen dominiertes Anwesen.

Wir sind da - im Itacare Eco Resort, einem Hotel, das zu den neuen Perlen der Roteiros de Charme zählt. Das blitzblanke Hauptgebäude besteht aus 25 modernen, geräumigen Zimmern, die mit farbenfrohen naiven Bildern dekoriert sind - ein sehr anziehender Anblick. Zum Resort gehören auch ein üppiger Palmengarten mit idyllischem Schwimmbad, ein Restaurantkomplex und sogar eine eigene Meeresbucht mit Strand.

Das Eco Resort ist vor allem bei brasilianischen Gästen beliebt. Aber auch Urlauber aus anderen Ländern laufen nicht auf: Das Empfangspersonal spricht Englisch - in Brasilien keine Selbstverständlichkeit.

«Wir haben uns von Beginn weg als Viersternebetrieb positioniert und bei der Ausbildung der 50 Mitarbeiter hohe Ansprüche gesetzt», sagt der Schweizer Hotelier Daniel Karrer, 33-jährig, der das Resort managt, seit es vor vier Jahren erbaut wurde. Der Aufwand hat sich gelohnt: «Roteiros de Charme hat uns von sich aus angefragt, ob wir Mitglied werden wollen, was hier zu Lande eine Ehre ist.»

Die Vereinigung Roteiros de Charme ist das Werk von Helenio Waddington, der die Organisation Anfang der Neunzigerjahre gegründet hat. Er selbst besitzt ein Luxushotel im südbrasilianischen Teresopolis. Von dort aus wacht er über die Qualität seines Klubs, der heute 42 Häuser umfasst. Waddington ist der einzige Brasilianer, der mit seinem Hotel assoziiertes Mitglied der französischen Hoteliervereinigung Relais & Châteaux ist. Beim Aufbau seiner eigenen exklusiven Vereinigung liess er sich von den Franzosen inspirieren. Wer Mitglied bei den Roteiros de Charme wird, muss sich verpflichten, mit den Ressourcen, etwa mit Strom und Wasser, haushälterisch umzugehen. Die Umwelt soll möglichst geschont werden. Unnötige Rodungen im fragilen Regenwald sind zu vermeiden. Es herrscht strenge Selektion: Pro Jahr werden von 200 Kandidaten durchschnittlich bloss zwei neu aufgenommen. Ebenso viele Hotels verlieren jährlich ihren Mitgliedsstatus. 2003 hat der bald siebzigjährige Helenio Waddington mit Unep, demUmweltprogramm der Vereinten Nationen, eine Vereinbarung aufgesetzt, um Strategien zur Förderung des ökologisch ausgerichteten Tourismus in Brasilien zu entwickeln. Denn die Natur, so Waddington, ist das wichtigste Kapital der lokalen Tourismusbranche.

Bungalows in Arraial d’Ajuda

Von Itacare aus gelangen wir auf einer sechsstündigen Busfahrt ins südlich gelegene Badeparadies Arraial d’Ajuda. Der Ort liegt unweit von Porto Seguro, das über einen internationalen Flughafen verfügt. Seine Strände sind berühmt für Partys, an welchen jeweils Tausende die Nacht durchtanzen. Hier herrscht, vorab im brasilianischen Sommer - Dezember bis Ende Februar - ein kunterbunter Jahrmarkt der Eitelkeiten. Massen von Besuchern kommen aus São Paulo oder Buenos Aires angeflogen, um sich im schicken Badeort zu tummeln. Zu flirten. Und zu konsumieren, was das Zeug hält. Mittlerweile gibt es im Stranddorf Arraial d’Ajuda keinen Quadratmeter mehr, der nicht mit Bars, Boutiquen oder Restaurants überbaut ist. Ob thailändisch, italienisch oder argentinisch - hier schlemmt man sich quer durch die Kontinente. In der engen Dorfstrasse stauen sich derweil die Strandbuggys der Touristen. Die begehrten ruhigen Strände liegen heute einige Kilometer südlich von hier. Zu ihnen zählt Pitinga, wo das gleichnamige Charme-Hotel von Dona Maria Silvia liegt.

Verwirklichter Traum - ökologisch

Als die Geschäfte in ihrer Galerie in Rio nicht mehr liefen, verwirklichte sich die Kunsthändlerin einen Traum: Sie kaufte am abgelegenen Pitinga-Strand 9000 Quadratmeter Land, das ans Meer grenzt, und baute ein ökologisch orientiertes Hotel in den Urwald. «Natürlich war es damals ein ziemliches Unterfangen, fast ein Dutzend doppelstöckige Bungalows in der freien Natur zu platzieren», erinnert sich die 63-Jährige. «Aber dank der Hilfe des Architekten und Bildhauers Mauro dos Guaranis - er stammt übrigens ebenfalls aus Rio - ist es gelungen, eine Hotelanlage zu bauen, welche die Umgebung respektiert.» Besonders beliebt sind die oberen Stockwerke, deren Terrassen einen weiten Blick aufs Meer freigeben. Die Zimmer, in denen man bewusst weder Fernseher noch Telefon installiert hat, sind relativ klein, aber komfortabel. Ein Dreisternehaus. Hüfthohe Kokospflanzen säumen den Weg zum Restaurant, das praktisch am Strand liegt. Hier bereitet die einheimische Köchin Dona Lourdes mit dem Öl von Dendepalmen lokale Fischspezialitäten zu. Was sie hinzaubert, verzückt den Gaumen. Wir spüren: Hier sind wir richtig.
[04.01.2005]

Tipps & Infos

Anreise zu den besprochenen Hotels
Momentan am einfachsten mit TAP von Zürich über Lissabon nach Salvador (1330 Fr. inkl. aller Taxen, Tel. 0848 800 704). Wer gleichzeitig in der Schweiz den Anschlussflug von Salvador nach Ilheus resp. Porto Seguro bucht, zahlt dafür nur 146 Fr. (retour). Die Roteiros-de-Charme-Hotels holen ihre Gäste am Flughafen ab (40 Fr. p. Pers.). Transferdauer: zum Itacare Eco Resort eine gute Stunde, zum Pitinga in Arraial da Ajuda 45 Min.

Hotels und Preise
Hotel Itacare Eco Resort, Itacare (DZ/Frühst. Hochsaison 270 Fr., mit Halbpens. 310 Fr., Tel. 0055 73 251 31 33, http://www.ier.com.br ). - Hotel Pitinga, Arraial d’Ajuda (DZ mit Frühst. Hochsaison 182 Fr., Tel. 0055 73 575 10 67, http://www.pousadapitinga.com.br ). Hochsaison bis Ende Februar. Anschliessend teils viel billiger.

Buchung
Die Hotels von Roteiros de Charme sind u. a. gut im Brasilienkatalog von Brasa Reisen vertreten (siehe Kasten «Generelle Infos»). Übersicht: http://www.roteirosdecharme.com.br Tipp: Es ist wesentlich billiger, diese Hotels via Schweizer Reisebüros als vor Ort zu buchen.


Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/reisen/ ... 52845.html
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Beitragvon Trem Mineiro » Di 11. Jan 2005, 20:18

Hallo Helveticus
Ich habe erst jetzt den Bericht über das Itacare Eco Resort gelesen, Wir waren in den letzten 3 Jahren des Öfteren in Itacare, was mal ein wirklicher Geheimtipp war. Mit der neuen Straße hat sich das ein wenig geändert. Außer im Vila Ocaporan im Ort selber, waren wir auch im Eco Resort und im Txai.
Überraschenderweise ist der Bericht, wenn er auch als Werbung zu verstehen ist, erstaunlich nahe an der Wahrheit. Auch uns hat es dort sehr gut gefallen. Ist halt nur ein wenig aus dem Ort raus und mit dem Shuttle-Service hat es nicht immer geklappt, wenn man sich auch viel Mühe gegeben hat. Da wir aber mit dem Wagen da waren, hat uns das nur betroffen, wenn ich den Kopf voll hatte.
Ob man sich aber den Preis antun will (gilt für alle 3 Häuser) ist eine andere Sache, Man kann in Itacare auch für einen Bruchteil des Geldes gut bequem und sauber schlafen.

Siehe http://www.itacare.com.br

Schonen Urlaub für alle

Manfred
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