Lemi hat geschrieben:
Also Tinto, natürlich ist das alles vergleichbar!
Es gab auch in Warschau Probleme mit dem Umkehrschub, der erst nach dem Auftreffen des 2. Rades in Kraft treten kann. Genau dies hat aber ewig gedauert, weil der Airbus schief aufgesetzt hat (Fehlinfo über Scherwinde vom Tower).
Ebenso wie in SP ist der Airbus in Warschau seitlich abgedriftet, aber eben gewollt!!! Nämlich um den Aufschlag auf den Hügel zu verhindern (Selbstschutz der Piloten!). Gleiches ist in SP passiert: Lies doch mal das Protokoll ... kurz vor der Explosion ruft der Pilot "vire, vire ..."
Das seitliche Abdriften war also in beiden Fällen gewollt, um Schlimmeres zu verhindert, vielleicht sogar, um ein Schleudern/Drehen des Flugzeugs zu verursachen.
Wenn man das Fazit des Berichts liest, lässt sich schlussfolgern, dass der ein in Beschleunigungsposition stehende Knüppel die Bremsautomatik vollkommen aussetzt. Ein manuelles Bremssystem gibts wohl nicht, ausser dass der Räder. Aber in beiden Fällen standen die Piloten voll auf der Bremse, hatten aber Aquaplaning unter den Rädern als Gegner.
Für den SP-Airbus war wohl verhängnisvoll, dass der Airport mitten in der Stadt ist. In Warschau hingegen haben ja fast alle überlebt.
Und diese Zusammenhänge beim Airbus haben eigentlich schon ihre Berechtigung. Stellt Euch Mal vor, dass beim Start die Klappen betätigt würden...
Vermutlich hat der Pilot gedacht: "Wenn der Umkehrschub nicht tut, dann mach ich auch nichts am Hebel". Dass dadurch die Klappen nicht kamen hat er vermutlich vergessen. Das Fly by wire ist wohl für einige Piloten ein Buch mit sieben Siegeln. Dazu die rutschige Piste, die unter diesen Bedingungen viel zu kurz ist und keine Ausweichmöglichkeit bietet. Das ist aber sicher nicht die Schuld des Piloten.... Und deshalb hat Lula auch schon den Verteidigungsminister und den Chef der Infraero geopfert.... Somit hat man jetzt genug Sündenböcke und der Lula ist mal wieder aus dem Schneider.