Schule in Brasilien: privat oder staatlich

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Schule in Brasilien: privat oder staatlich

Beitragvon Nordestino » Sa 21. Mär 2009, 18:03

morgenrot hat geschrieben:
Teckpac hat geschrieben:Infelizmente os ladrões têm o poder no mundo inteiro !!! Não só no Brasil!! :evil:


Liebe Brasilienfreunde,

könntet ihr bitte beim posten darauf Rücksicht nehmen das viele kein Portugisisch können,das wär echt nett,nix für ungut,

beste Grüße morgenrot :D



Ja, aber sicherdoch !

Teckpac, offensichtlich ein Kenner Brasiliens, hatte sinngemäß geschrieben, das nicht nur Brasilien von Dieben, Schuften und niederträchtigen Tetrapoden regiert wird, sondern die ganze Welt.

Es gibt übrigens ein hilfreiches Übersetzungstool in den Weiten des Internets :

www.transdepp.de
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Re: Schule in Brasilien: privat oder staatlich

Beitragvon bruzundanga » Sa 21. Mär 2009, 20:17

Nordestino hat geschrieben:

Es gibt übrigens ein hilfreiches Übersetzungstool in den Weiten des Internets :


Ironie oder Schicksal? Witzbold oder?

Übrigens die Erkenntnis Teckpac's wurde schon ca. 1920 von Lima Barreto in einer etwas stilvolleren (was nicht abwertend gegenüber seinem Kommentar sein soll) Form niedergeschrieben:

Na "Arte de furtar", que ultimamente tanto barulho causou entre os eruditos, há um capítulo, o quarto que tem como ementa esta singular afirmação: "Como os mairores ladrões são os que tem por ofício livrar-nos de outros ladrões."

Lass das mal durch das Überstzungstool dann wird sicher aus der "dept(h)" etwais deppiges kommen.

Nfu
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Re: Schule in Brasilien: privat oder staatlich

Beitragvon Jacare » Mo 23. Mär 2009, 13:48

Meiner Erfahrung nach, haben die christlichen Privatschulen, allen voran die Privatschulen der Igreja do Septimo Dia, sehr gute Lehrkräfte. Interessant ist auch, daß diese Freikirche fast in jeder größeren Stadt Brasiliens ein College oder eine Universität unterhält. Ich kenne genügend Abgänger, die mehr als zufrieden waren. Hat natürlich seinen Preis, ist aber angemessen. Jedenfalls werde ich meine 9-jährige Tochter, wenn wir drieben sind, nächstes Jahr dort anmelden, da für mich auch die christlichen Werte wichtig sind.

Gruss
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Re: Schule in Brasilien: privat oder staatlich

Beitragvon rwschuster » Mo 23. Mär 2009, 14:07

Jacare hat geschrieben:Meiner Erfahrung nach, haben die christlichen Privatschulen, allen voran die Privatschulen der Igreja do Septimo Dia, sehr gute Lehrkräfte. Interessant ist auch, daß diese Freikirche fast in jeder größeren Stadt Brasiliens ein College oder eine Universität unterhält. Ich kenne genügend Abgänger, die mehr als zufrieden waren. Hat natürlich seinen Preis, ist aber angemessen. Jedenfalls werde ich meine 9-jährige Tochter, wenn wir drieben sind, nächstes Jahr dort anmelden, da für mich auch die christlichen Werte wichtig sind.

Gruss
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Re: Schule in Brasilien: privat oder staatlich

Beitragvon Cheesytom » Di 24. Mär 2009, 02:00

Sacht mal bin ich jetzt janz wechjetreten, oder hab ich den thread hier schonmal an anderer Stelle gesehen.
Ob es vor, oder nach 23:00 Uhr ist, lass ich besser mal offen, aber ist das eine positive "Rueckverschiebung"?
Gruss aus Maceió, Alagoas
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Re: Schule in Brasilien: privat oder staatlich

Beitragvon Teckpac » Di 24. Mär 2009, 02:04

Cheesytom hat geschrieben:Sacht mal bin ich jetzt janz wechjetreten, oder hab ich den thread hier schonmal an anderer Stelle gesehen.
Ob es vor, oder nach 23:00 Uhr ist, lass ich besser mal offen, aber ist das eine positive "Rueckverschiebung"?


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Re: Schule in Brasilien: privat oder staatlich

Beitragvon cebolinha » Di 24. Mär 2009, 13:19

Jacare hat geschrieben:[...] Interessant ist auch, daß diese Freikirche fast in jeder größeren Stadt Brasiliens ein College oder eine Universität unterhält. [...]

Das macht denen das Missionieren ganz einfach ...

Jacare hat geschrieben:[...] da für mich auch die christlichen Werte wichtig sind.[...]

Musst Du Ihr das deswegen antun? Bekommt Ihr das nicht alleine hin?
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Re: Schule in Brasilien: privat oder staatlich

Beitragvon rwschuster » Di 24. Mär 2009, 17:19

Diese und andere Kirchen unterziehen die Kinder einer Gehirnwäsche mit dem ausschliesslichen Zweck Gelder in die Zentralen ind die USA zu erwirtschaften. Dort fallen ihnen die Leute nähmlich nicht mehr so leich auf ihre Bibelinterpretationen rein. Ist auch bezeichnend dass sie sich hauptsächlich an die arme und ungebildete Bevölkerungsschicht wenden, die haut man leichter übers Ohr,
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Re: Schule in Brasilien: privat oder staatlich

Beitragvon Westig » Di 24. Mär 2009, 21:02

Zunächst mal ist es ja gut, dass sich Jacare hier dahingehend äußert, nicht eine öffentliche Nullachtfuffzehn-Schule zu suchen, sondern Wert auf eine Erziehung im christlichen Sinne mit Ethik und sozialer Moral legt (wobei es auch öffentliche Schulen gibt, die das mit anbieten!)

Aber da würde ich rwschuster wohl zustimmen: ob es ausgerechnet die genannte Schule nur vor dem Hintergrund besserer Ausbildung sein muss?? Da gibt es vielleicht auch andere Alternativen. rwschuster hat Recht. Es gibt Religionsgemeinschaften, denen es bei allem zunächst mal um sehr viel Geld und um eine Art Gehirnwäsche geht. Und dazu gehören auch ihre Schulen. Und die Kinder kommen später aus dem System nicht mehr raus. Und wenn sie es versuchen, werden sie und ihre Eltern diskriminiert.

Auf der anderen Seite: sooo viel anders waren / sind da so manche katholische Privatschulen auch nicht. Es ist noch gar nicht so lange her, da zogen katholische Missionare durch den brasilianischen Nordosten und unterrichteten arme Kinder und Erwachsene, Steine auf die Kirchen der Baptisten, Zeugen Jehovas, Adventisten und wie sie alle heißen zu werfen. Und in protestantischen Kirchen brannten Altäre und starben Gemeindemiglieder und Pfarrer. Und einer dieser Protagonisten, der vor einigen Jahren in Recife versorbene Kapuzinerpater Frei Damiao, soll vom Papst bald selig gesprochen werden.

Jede religiös geprägte Schule vertritt die Interessen ihrer Kirche. Klar: mit unterschiedlicher Ausprägung. Gute Salesinaerschulen z.B. mit einem angeschlossenen Zweig der Berufsbildung hetzen heute nicht mehr gegen Mormonen, Baptisten, Lutheraner oder Adventisten. Andersherum kann man das nicht unbedingt sagen.

Es gibt keinen allgemeingültigen Rat. Am besten ist es, Probe-Unterricht zusammen mit seinem Kind zu nehmen, und sich sehr genau über die Ausrichtung der Schule schlau zu machen....
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Re: Schule in Brasilien: privat oder staatlich

Beitragvon rwschuster » Mi 25. Mär 2009, 01:45

Ich hüte mich an und fürsich davor mitzudiskutiren wenns um Religion geht. Ich bin gläubiger atheist und hasse Kirchen jeder Art, weil es im Grunde nur politische Organisationan sind die die ärmsten der Armen ausnutzen und ausbeuten.
Westig. was ich jetzt erzähle wirst du nicht glauben, deshalb gebe ich dir einen kompetenten Zeugen. Connego Claudeonor, er hat glaube ich jetzt die Paroccia nossa Senhora Menina bekommen, schon vor einigen Jahren. er war einige Jahre in der Grabeskirche in Jerusalem und ist wieder in Aracaju.
der Frei Damião hat mir das 1988 Leben gerettet, er hat mich jeden Tag besucht als ich die 280 Jahre alte Orgel der Katedrale von Aracaju reparierte weil er wissen wollte was sein Mitbruder 50 Jahre davor falsch gemacht hatte. Eines Tages, als ich den Blasbalg abmontierte fiel er auf mich drauf und ich war fast 1 Stunde unter 300 kg Balg eingelklemmt. da liees der Frei damião aus unerklärlichen Gründen sein Mittagessen stehen und liess sich auf die Empore Tragen.
Aber recht hast du schon, hab nie wieder wen so hussen und hassen gesehen und gehört wie den seliggesprochenen Buckelbart.

Ich kopiere ab aus einem anderen tread der sich verlaufen hat.

Wenns geht halten wir halt die Kirchen aus der Erziehung raus. RELIGIÖSE ERZIEHUNG NUR ZU HAUSE, DIE SCHULE HAT ANDERE AUFGABEN

So lange Brasilien auf gute Bildung und Ausbildung aller Bevölkerungsgruppen verzichtet und die Kriminalität nicht intensiv bekämpft wird es immer ein Schwellenland bleiben.

Einspruch. Das Bildungssystem ist so schnell besser geworden, dass sogar mir der Mund offen bleibt. Ich habe die erste öffenliche Schule in Salgado SE im Gemeindekotter aufgemacht, weil der Prefäkt Anweisung gab keine Gefangenen mehr zu machen sondern die Leichen nach Alagoas zu schmeissen, so stand er leer. Kann man gar nicht mehr ahnen wie es vor 21 Jahren war.
Und die Kriminalität bekämft man nur mit Bildung, mit Waffen wirds nur lustiger für die Banditen. Noch was: Was verstehst du unter einem Schwellenland?
Ich habe 6 Monate im Colegio das Freiras in Itabaiana gewohnt. Ich habe dort zwei Klaviere und drei so miniorgeln repariert aus der Zeit der Madre Annemarie. 7 Schwestern administrieren dort mit eisener Hand eine Eliteschule für 2500 Schüler. Inclusive habe ich dort die Irmã Dulce kennengelernt, sie hat mit mir im gleichen sala geschlafen, im anderen Eck auf einer dünnen Matratze. Ich konnte kaum schlafen weil sie die ganze Nach vor sich hingekäppelt hat wie sie zu Spenden kommt. In die Klausur darf ja niemand rein.
Ich hab mir den Respeckt dort erworben, weil ich zu mitternacht raus ging und da standen plötzlich 3 riesige Schäferhunde vor mir. Ich hab die ganze nacht mit ihnen gespielt, am nächsten Tag um 6 Uhr habens die Schwestern nicht glauben wollen, ich lag in der Hängematte und die auf Mann abgerichteten Hund darunter.
Die Madre Annemarie kam damals , hab sie leider nicht mehr kennengelerntaus Deutschland und machte ihre Schule in einem abrigo für Ziegen auf, alle sassen am Boden unter einem löchrigem Strohdach.
Ich glaube aber wir sind irgendwie im falschen Topic.
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