Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Alles was man wissen muss, um in Brasilien nicht ins Fettnäpfchen zu treten.....

Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon nataba » Mo 15. Dez 2014, 13:21

Hallo Pedrinho2405

Ich bin erst im zweiten Monat, es ist also noch etwas Zeit bis zum großen Finale ;)

Und danke für den Tipp mit dem Zimmer. Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Wenn ich im Januar meinen Termin beim Gynäkologen habe, werde ich nach dem Zimmer und den möglichen Umständen fragen.

Auch das mit dem Geburtsschein wusste ich nicht. Meinen Mann habe ich darüber auch informiert, für den Fall dass ich es vertüddel.
Ebenso wurden die werdenden Großeltern aus Deutschland schon vorgewahrt, bei den nächsten Besuchen etwas aus den DM-Beständen mitzubringen- Drogerieartikel sind hier wirklich erschreckend teuer...


Also besten Danke für deine Ratschläge
LG
Natascha
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon pedrinho2405 » Mo 15. Dez 2014, 13:22

nataba hat geschrieben:Ich denke bei meinem ersten Kind werde ich auf einer Hausgeburt verzichten ;)


LG
Natascha[/quote]


Hallo Natascha,

sehr gute Entscheidung


Liebe Grüße
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon pedrinho2405 » Mo 15. Dez 2014, 13:30

nataba hat geschrieben:Hallo Pedrinho2405

Ich bin erst im zweiten Monat, es ist also noch etwas Zeit bis zum großen Finale ;)

Und danke für den Tipp mit dem Zimmer. Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Wenn ich im Januar meinen Termin beim Gynäkologen habe, werde ich nach dem Zimmer und den möglichen Umständen fragen.

Auch das mit dem Geburtsschein wusste ich nicht. Meinen Mann habe ich darüber auch informiert, für den Fall dass ich es vertüddel.
Ebenso wurden die werdenden Großeltern aus Deutschland schon vorgewahrt, bei den nächsten Besuchen etwas aus den DM-Beständen mitzubringen- Drogerieartikel sind hier wirklich erschreckend teuer...


Also besten Danke für deine Ratschläge
LG
Natascha



Hallo Natascha,

verlass Dich bitte nicht nur auf die Aussage des Gynäkologen, sondern schau es Dir selber im Hospital an.
Warst Du schon mal in einem Hospital wirklich im Inneren ?, schau es Dir persönlich an, nicht das nacher für Dich der große Schock kommt.

Ist der Gynäkologe direkt im Hospital, oder hat er eine Praxis außerhalb ? In Brasilien ist es oft so, das der Gynäkologe dann wirklich nur zur Geburt ins Hospital kommt und bei der Geburt anwesend ist, ansonsten haben die dann oft eine eigene Praxis, wie hier z.B. der Frauenarzt. Ich hatte für meine Frau einen, so wie ich dachte guten Gynäk. aber als mein Sohn dann doch 2 Tage früher kam sagte der nur ab, er hätte jetzt gerade keine Zeit.


Liebe Grüße
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon Elsass » Mo 15. Dez 2014, 13:32

Ich habe zwei Schwangerschaften in den letzten Jahren entfernt begleitet, beide mit der SUS in Salvador (Bahia).
Die Vor-Untersuchungen waren bei den jeweiligen Krankenhaeusern obligatorisch, werden aber nicht in der Haeufigkeit wie in Deutschland durchgefuehrt. DIe Kosten wurden von der SUS getragen.
Die Entbindung erfolgte dann in dem einen Fall als Kaiserschnitt, das andere Mal normal. Die jeweiligen Krankenhaeuser waren ordentlich organisiert und sauber (O-Ton Mutter). Da alles ohne Komplikationen von statten ging, kann man wenig ueber die Notfall-Moeglichkeiten sagen. In einem Fall (Normal-Geburt) meinte die diensthabende Aerztin ,dass sie froh sei, dass alles glatt ging, weil sie allein war die Nacht.

Vom interior de Bahia kenne ich einige (leider) behinderte Kinder, deren Behinderung hoechstwahrscheinlich auf inkompetente Geburtshilfe eines notorisch inkompetenten Arztes (stadtbekannt) zurueckzufuehren ist .

Es ist ratsam, sich bei anderen Muettern zu erkundigen, die bei Euch in der Gegend entbunden haben, wie deren Erfahrungen waren in welchen Krankenhaeusern. In einer groesseren Stadt kann man sich das Krankenhaus aussuchen.
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon nataba » Mo 15. Dez 2014, 14:01

pedrinho2405 hat geschrieben:Ist der Gynäkologe direkt im Hospital, oder hat er eine Praxis außerhalb ? In Brasilien ist es oft so, das der Gynäkologe dann wirklich nur zur Geburt ins Hospital kommt und bei der Geburt anwesend ist, ansonsten haben die dann oft eine eigene Praxis, wie hier z.B. der Frauenarzt. Ich hatte für meine Frau einen, so wie ich dachte guten Gynäk. aber als mein Sohn dann doch 2 Tage früher kam sagte der nur ab, er hätte jetzt gerade keine Zeit.


Also wir sind nicht vor allzu langer Zeit ins Interior gezogen. Da wir bisher keine gesundheitlichen Probleme hatten, haben wir uns nicht wirklich sofort um SUS etc gekümmert.
Bis ich irgendwann in der richtigen SUS-Stelle gelandet bin, sind einige Stunden verstrichen: Als der Urin-Test zwei Stiche angezeigt hat, habe ich mich zum erstem mal auf die Spuren des Gesundheitssystems begeben. Als erstes wollte ich die Schwangerschaft sicher durch einen Bluttest bestätigen lassen. Eine Freundin hat mir erklärt wie und wo man das machen kann. In dem privaten Labor konnte mir natürlich niemand Auskünfte geben. Auf dem Weg zu dem Labor bin ich an einem Krankenhaus vorbei gekommen und auf dem Rückweg habe ich dort angehalten um mich zu informieren, wo ich behandelt werde. Da wir hier in einem ziemlich neuen Stadtteil wohnen weiß niemand, in welchen Bezirk wir fallen. Nach 2 Telefonaten war sich die Frau sicher die richtige Adresse gefunden zu haben. Ich dort hin. Dort hieß es, Schwangere werden zwei Blöcke weiter behandelt. Ich da hin. "Wir sind hier nicht für ihren Bezirk zuständig." "könnten Sie mit freundlicherweise die Adresse geben, wo ich behandelt werde? Ahh und bitte vorher anrufen? Danke" Wie vermutet war es nicht die korrekte Anlaufstelle, aber die dortige Dame hatte noch zwei andere Möglichkeiten. Darauf hat die Dame bei der ersten Möglichkeit angerufen und Bingo! Ich dann dort zur SUS-Stelle
Wie heißen die kleinen "Krankenhäuser", die scheinbar ähnlich wie ein Hausarzt funktionieren? Ich nenne sie SUS-Stellen... '
Naja als ich dort angekommen war, habe ich dort viele Müttern mit Kindern und alte Menschen gesehen- eigentlich wie in einem deutsche Wartezimmer beim Hausarzt. In der SUS-Stelle gibt es mehrere Ärzte, unter anderem auch einen Gynäkologen, aber derzeit im Urlaub ist, insgesamt habe ich dort 5 Krankenschwestern gezählt.
Die Räumlichkeiten waren eher einfach. Ich glaube nicht, dass dort Kinder zur Welt gebracht werden. Aber vielleicht hat der Gynäkologe dort einen Untersuchungsraum. Nächste Woche werden meine Blutergebnisse fertig sein um einen Termin mit dem Gynäkologen zu vereinbaren. Dann werde sicherlich erfahren wo ich untersucht werde. Aber wo die Geburt stattfinden wird, keine Ahnung...
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon nataba » Mo 15. Dez 2014, 14:15

Elsass hat geschrieben:
Es ist ratsam, sich bei anderen Muettern zu erkundigen, die bei Euch in der Gegend entbunden haben, wie deren Erfahrungen waren in welchen Krankenhaeusern. In einer groesseren Stadt kann man sich das Krankenhaus aussuchen.


Hallo Elsass,

Ich kenne leider kaum wen hier. Die meisten Kontakte habe ich noch nach Sao Paulo, wo natürliche Geburten ja die Ausnahme sind. Aber vielleicht werde ich beim nächsten Besuch während des Wartens die eine oder andere Mutter mal ansprechen.

Man hört ja generell viel und ich habe mir abgewöhnt Wert auf diese Stories zu legen. Ich weiß aber, dass auch in privat Kiniken nicht alles gold ist was glänzt und es dort auch zu Komplikationen kommt. Bei meiner Schwägerin (die nicht in Sao Paulo lebt) die auf eine natürliche Geburt bestanden hat, weil dem nichts entgegen stand (Lage des Kindes etc alles top) Naja ihr Arzt hat sich dann für einen Kaiserschnitt entschieden- vermutlich aus Zeit- und Kostengründen und am Ende hat sich der Kaiserschnitt meiner Schwägerin schlimm entzündet. Kann passieren... Aber das Härteste kommt noch. Während der Nachbehandlung durfte ihre drei Tage alte Tochter nicht mit ins Krankenhaus! Was ist das denn bitte? Und wie hart für eine frisch gebackene Mutter? Man trägt 9 Monate ein Kind aus, dann bekommt man gegen seinen Willen einen Kaiserschnitt und muss dann für eine Woche in Sao Paulo zur Nachbehandlung ins Krankenhaus- ohne die Tochter sehen oder stillen zu können...
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon pedrinho2405 » Mo 15. Dez 2014, 14:23

Hallo Natascha,

ja ich kenne das alles, die Rennerei und das niemand weiss wo man was erledigen kann.

Ich kann Dir wie gesagt nur den Tip geben, lass Dir genau zeigen, wo Du entbinden wirst oder sollst. Du sagst, hattest noch überhaupt keinen Kontakt zum Gesundheitssystem dort. Ich weiss ja nicht wie Du generell bist, d.h. bist Du jemand, die eher empfindlich ist, oder nicht. Aber es "kann" für Dich unter Umständen ein Schock sein, ein Hospital von Innen zu sehen, besonders im Interior, hab selber länger in einer kleinen Stadt gelebt, echt schlimm das Krankenhaus dort. da liegst Du im Behandlungszimmer und jeder der mal einen Blick reinwerfen möchte, tappt mal eben rein und glotzt Dich blöd an, furchtbar so etwas. Auch die Ausstattung, Du meinst Du wärst einige Jahrzente in die Vergangenheit gereist.

Ich denke Du weisst am besten wie Du selber bist und ob Du das Chaos in Brasilien erträgst. Ich würde mein nächstes Kind hier in Deutschland auf die Welt kommen lassen.


Liebe Grüße
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon Cheesytom » Mo 15. Dez 2014, 14:35

"Wie heißen die kleinen "Krankenhäuser", die scheinbar ähnlich wie ein Hausarzt funktionieren? Ich nenne sie SUS-Stellen... '"

Posto de saúde.
Gruss aus Maceió, Alagoas
Thomas
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon moni2510 » Mo 15. Dez 2014, 15:07

oder UPA24, so heißt das heut in Rio. Eine private Kasse in Brasilien deckt fast nur noch den Kaiserschnitt ab, ist wohl bei deren Rechnung die Risikoärmere Version, wie gesagt bei deren Berechnung. Ich habe alle meine Ärzte über Mund zu Mund Propaganda gefunden, Arbeitskollegen, Nachbarn etc. Ich hatte aber auch nen Plano von meinem Arbeitgeber, da bekommt man in der Regel noch ein dickes Buch mit Vertragsärzten.

Solange alles gut läuft, kann das mit der SUS schon gutgehen, aber wehe, es treten irgendwelche Komplikationen auf... keine Babyintesivstation, keine Fachärzte, manchmal nicht das einfachste Material. Das ist zumindest das Interior von Rio, wo ich zuletzt gelebt habe.

Ich wünsch dir alles Gute! Fang schon mal an zu sparen für den Plano für das Kind, Kindergarten, Schule und was sonst noch so kommt.
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon amazonasklaus » Mo 15. Dez 2014, 15:32

nataba hat geschrieben:Ich finde das private Krankenversicherungssystem schon überdenkeswert. Warum muss eine schwangere, gesunde Frau, die ihr Kind in einer privaten Klinik entbinden möchte, so viel höhere Beiträge zahlen, wenn sie nicht mindestens 3 Monate vor Schwangerschaftsbeginn der Versicherung beigetreten ist?

Weil halt die Versicherung kein Wohlfahrtsverein ist und die Summe der Beiträge höher sein muss als die Erstattungen plus Verwaltungskosten der Firma. Alternativ bleiben immer noch die Möglichkeiten SUS und Privatzahler. Letzteres kann sich rentieren, weil man jahrelang Beiträge spart und mit dem gesparten Geld die "normalen" Risiken, zu denen auch Geburten gehören, finanzieren kann. Wenn allerdings ein außergewöhnliches Risiko eintritt, dann hat man eben Pech gehabt.

nataba hat geschrieben:Ich habe keinerlei Kenntnisse darüber was eine Geburt der Versicherung kostet, aber ich bin mir sicher, dass der "normale" Beitrag diese Kosten abdeckt.

Die Kosten kenne ich auch nicht, aber ich bin mir sicher, dass sie über einem durchschnittlichen Jahresbeitrag liegen. Eine Versicherung, die der Kunde potenziell nur für ein paar Monate abschließt, wenn eine größere Behandlung ansteht, klingt nach einem schlechten Geschäft. Mich wundert es nicht, dass die Anbieter zurückhaltend sind.
"Em Portugal, de onde eu acabei de vir, o desemprego beira 20%, ou seja, um em cada quatro portugueses estão desempregados." -- Dilma Rousseff
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