Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Alles was man wissen muss, um in Brasilien nicht ins Fettnäpfchen zu treten.....

Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon nataba » Sa 13. Dez 2014, 22:00

Hallo liebe Brasilienfreunde,

ich habe schon im Forum nach dem Thema gesucht und viel gefunden, aber nicht die Antworten, die wir suchen.

Kurz zu uns und unserer Situation. Ich bin Deutsche, seit Mai 2013 mit einem Brasilianer verheiratet und habe mittlerweile meine Permanencia erhalten. Mein Mann arbeitet für eine portugiesische Firma, weswegen wir kein Plano de Saúde haben und nun erwarten wir unser erstes Baby. Bis zur Geburt ist zwar noch etwas Zeit, aber manchmal mahlen die brasilianische Mühlen etwas langsamer und damit wir uns nicht erst verirren wollten wir uns vorab etwas informieren.
Wie vermutlich bei jeder ersten Schwangerschaft stellt man sich viele Fragen. Vielleicht könnt ihr uns mit euren Erfahren weiterhelfen.

1. Geburt in Brasilien.
Die SUS hier vor Ort ist nicht unbedingt mit deutschen Praxen oder Krankenhäusern zu vergleichen, aber man war dort sehr nett zu mir und hat hat mich mit dem ersten Infobroschüren etc ausgestattet. Allerdings ist der dortige und einzige Gynäkologe der Zeit im Urlaub. Sprich ich muss bis Januar auf meine erste Untersuchung warten. Da bei mir keine Risikoschwangerschaft besteht, kann ich nicht woandershin "überwiesen" werden. Ich finde es komisch, dass es keinen Vertretungsärzte oder irgendetwas ähnliches gibt.
Naja all das hat dazu geführt dass wir über eine private Krankenversicherung nachgedacht haben. Das man hier oft übers Ohr gehauen wird, weiß man ja schon, aber trotzdem bin ich auf eine Neues überrascht worden. Wenn ich heute einen Krankenversicherung zu einen "normalen" Preis abschließe ist keine Entbindung in den nächsten 12 Monaten inbegriffen. Ich müsste also einen höheren Beitrag zahlen, damit mein Kind entbunden wird. Uma grande sacanagem... Vermutlich bin ich einfach etwas zu blauäugig gewesen. In (deutschen) Auslandskrankenversicherungen sind i.d.R. auch keine Entbindungen inbegriffen.
Hat jemand von euch Erfahrung mit solch einer Situation? Oder einen Tipp für eine Krankenversicherung? Wir leben im Bundesstaat Sao Paulo im Interior.

2. Geburt in Deutschland
All das oben aufgezählte hat uns noch auf eine andere Idee gebracht. Ich könnte das Kind vielleicht auch in Deutschland bekommen. Da ich aber in Deutschland keinen Hauptwohnsitz mehr habe, ist dieser Plan sicherlich auch nicht ganz barrierefrei... Angenommen ich würde den Plan verfolgen, um was müsste ich mich im Vorfeld kümmern? Habe ich in Deutschland irgendeinen Krankenkassenanspruch? Das einzige, das ich weiß, ist dass Fluggesellschaften eine Schwangere ab einer bestimmten Woche nicht mehr mitnehmen- aus verständlichen Gründen.
Und gibt es irgendwelche Vorteile unser Kind in Deutschland zur Welt zu bringen?

3. Papiere
Für den wahrscheinlicheren Fall, dass unser Kind in Brasilien zur Welt kommt, wird es Brasilianer sein. Da ich Deutsche bin, wird es doch auch problemlos einen deutschen Pass bekommen, oder? Und bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres hat es dann beide Staatsangehörigkeiten, oder?
Und für den Fall, dass das Kind in Deutschland das Licht der Welt erblicken sollte, ist dann alles genauso? Deutsche Mama, brasilianischer Papa = doppelte Staatsangehörigkeit?

4. sonstiges
Gibt es sonst noch was um das sich die werden Eltern vor der Geburt kümmern sollten? Da wir niemanden kennen, der in einer ähnlichen Situation lebt, haben wir wirklich keine Ahnung in welche bürokratische Situation wir unser Kind bringen, bzw. uns...

Wir sind für jeden Ratschlag dankbar
LG Natascha
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon Spaform » So 14. Dez 2014, 17:32

Hallo nataba

Zuerst mal..wohnt ihr in brasilien?

Die brasilianer bringen etwas mehr kinder auf die welt als in deutschland. Die wissen absolut wie das geht...da brauchst du dir keine sorgen zu machen. Mein kind wurde auch hier geboren und ich war sehr zufrieden wie das ablief. Hatte dazumal auch keine "krankenkasse" das heisst, meine frau konnte das kind nicht in der schweiz zur welt bringen. Die geburten kosten da ja ein vermögen.

Also ab nach brasilien..kind auf die welt gebracht und selber bezahlt. Kostete ja nix..portokasse..:-)

Meine kleine bekam die brasilianische und schweizer-staatsbürgerschaft..ging reibungslos. Ich denke komplizierter ist es , das kind in deutschland zu bekommen, weil du dann das kind in brasilien anmelden musst. Könnte etwas komplizierter werden. ABER..wie gesagt..mein weg war andersrum und von daher kann ich dir nicht sagen wie es ist, ein kind in brasilien anzumelden..

Vor oder nachteile das kind hier oder in deutschland zu bekommen sehe ich nicht. Ausser das oben erwähnte..

Dein kind wird so oder so beide stattsbürgerschaften erhalten.

Gruss spaform
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon moni2510 » So 14. Dez 2014, 18:16

nanana... natürlich ist die Säuglingssterblichkeit in Brasilien deutlich höher als in Deutschland oder auch der Schweiz. Vorallem, wenn man auf die SUS angewiesen ist, erste Erfahrungen hast du ja schon. So wird das leider weitergehen oder du bezahlst privat nen ordentlichen Gynäkologen und später auch die Entbindung in einem privaten Krankenhaus. Wenn du in Deutschland nicht mehr krankenversichert bist, bist auch auch Selbstzahler. Ich hab ehrlich kein Ahnung, was da teurer ist.

Ich finde es übrigens befremdlich, dass der Arbeitgeber keine Krankenversicherung stellt, das ist vollkommen egal, ob er für eine portugisische oder sonst eine Firma arbeitet.
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon Brazil53 » So 14. Dez 2014, 18:38

Ich denke einmal du hast dich in Deutschland auch bei der Krankenversicherung auch abgemeldet?

Die Abmeldung in Deutschland betrifft auch die Krankenversicherungspflicht: Wenn Sie in Deutschland bei einer Krankenversicherung pflichtversichert sind, müssen Sie die Beiträge solange weiterzahlen, bis Sie sich in Deutschland abgemeldet haben.


http://www.beratung-auswandern.de/krankenversicherung.html

http://www.bmg.bund.de/krankenversicherung/versicherte/nach-auslandsrueckkehr.html

Rein theoretisch kannst Du natürlich nach Deutschland kommen, dich hier Arbeitslos, oder ALG II melden. Dir vom der Stadt eine Wohnung einrichten lassen, die Krankenversicherung für die Geburt in Anspruch nehmen und dann wieder nach Brasilien gehen. :roll:
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon moni2510 » So 14. Dez 2014, 18:41

das geht aber nur, wenn man davor nicht privat versichert war in DE. Da sind sie heute ziemlich pinzig... Hab ich diese Woche gelernt.
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon Brazil53 » So 14. Dez 2014, 18:50

moni2510 hat geschrieben:das geht aber nur, wenn man davor nicht privat versichert war in DE. Da sind sie heute ziemlich pinzig... Hab ich diese Woche gelernt.


Darum bin ich auch immer in der "teuren" gesetzlichen Krankenkasse geblieben. Da melde ich nach einer Heirat meine Partnerin einfach an und sie ist dann kostenlos familienversichert.
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon Trem Mineiro » So 14. Dez 2014, 18:57

Ich hatte das Glück durch die Altersteilzeit (halbes Brutto-Gehalt) wieder als Pflichtversicherter Rentner in die Rente zu gehen. Bin jetzt zusammen mit meiner brasilianischen Frau für ein paar Euro bis ans Lebensende versichert. Da bleibt sogar noch Geld für eine Zusatzversicherung über.

Gruß
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon BrasilJaneiro » So 14. Dez 2014, 19:06

nataba hat geschrieben: 1. Geburt in Brasilien.


Ist zu empfehlen

nataba hat geschrieben: 2. Geburt in Deutschland


das ist je nach Fluggesellschaft unterschiedlich. Ab dem 6. Monat wird es schwer. Ich sehe auch keinen Vorteil.

nataba hat geschrieben: 3. Papiere


Erstmal brauchst du nur eine Geburtsurkunde. Also im zuständigen cartório registrieren lassen. Tipp: Wenn du es beim deutschen Konsulat registrieren lässt, versuche es auf deinen Mädchennamen zu registrieren. Somit hat das Kind in Deutschland deinen Nachnamen und in Brasilien den Nachnamen des Vaters. Zwei Pässe mit verschiedenen Nachnamen. Bringt später weniger Probleme mit sich. Ich spreche aus Erfahrung.

nataba hat geschrieben: 4. sonstiges


Such dir eine Hebamme in der Nähe, die bei dir zuhause die Geburt begleitet. Ich bin auch zuhause geboren worden, obwohl in der Nähe das Hospital Israelita Albert Einstein ein paar Jahre vorher eröffnet wurde. Das Geld für Krankenhaus und Privatversicherung kannst du dir jetzt auch sparen. Aber dein Mann sollte mal in der Firma nachfragen ob es nicht doch eine Möglichkeit des Arbeitgebers gibt.


Ansonsten berichte, alles Gute für dich und dein Kind und viel Glück.
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon amazonasklaus » So 14. Dez 2014, 19:09

Man liest ja hin und wieder im Forum, dass die SUS hervorragend sein soll. Naja, eine Standardgeburt wird schon klappen, und ein paar Ultraschall-Untersuchungen kann man sich im Zweifelsfall auch selber leisten.

Was die Staatsbürgerschaft angeht, ist der Geburtsort in eurem Fall egal. Das Kind wird aufgrund der Eltern die deutsche und brasilianische Staatsbürgerschaft bekommen.

Die Krankenversicherungen der Abzocke zu beschuldigen, geht allerdings an der Realität vorbei. Anders als die gesetzliche KV in Deutschland sind das gewinnorientierte Unternehmen. Bei ihnen orientiert sich der Beitrag am Risiko und nicht am EInkommen des Kunden. Zu verschenken hat keiner was.
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Re: Schwanger in Brasilien- Fragen über Fragen

Beitragvon pedrinho2405 » Mo 15. Dez 2014, 00:40

["nataba"]Hallo liebe Brasilienfreunde,

ich habe schon im Forum nach dem Thema gesucht und viel gefunden, aber nicht die Antworten, die wir suchen.

Kurz zu uns und unserer Situation. Ich bin Deutsche, seit Mai 2013 mit einem Brasilianer verheiratet und habe mittlerweile meine Permanencia erhalten. Mein Mann arbeitet für eine portugiesische Firma, weswegen wir kein Plano de Saúde haben und nun erwarten wir unser erstes Baby. Bis zur Geburt ist zwar noch etwas Zeit, aber manchmal mahlen die brasilianische Mühlen etwas langsamer und damit wir uns nicht erst verirren wollten wir uns vorab etwas informieren.
Wie vermutlich bei jeder ersten Schwangerschaft stellt man sich viele Fragen. Vielleicht könnt ihr uns mit euren Erfahren weiterhelfen.


Darf ich fragen im wievielten Monat Du schwanger bist ?


1. Geburt in Brasilien.
Die SUS hier vor Ort ist nicht unbedingt mit deutschen Praxen oder Krankenhäusern zu vergleichen, aber man war dort sehr nett zu mir und hat hat mich mit dem ersten Infobroschüren etc ausgestattet. Allerdings ist der dortige und einzige Gynäkologe der Zeit im Urlaub. Sprich ich muss bis Januar auf meine erste Untersuchung warten. Da bei mir keine Risikoschwangerschaft besteht, kann ich nicht woandershin "überwiesen" werden. Ich finde es komisch, dass es keinen Vertretungsärzte oder irgendetwas ähnliches gibt.
Naja all das hat dazu geführt dass wir über eine private Krankenversicherung nachgedacht haben. Das man hier oft übers Ohr gehauen wird, weiß man ja schon, aber trotzdem bin ich auf eine Neues überrascht worden. Wenn ich heute einen Krankenversicherung zu einen "normalen" Preis abschließe ist keine Entbindung in den nächsten 12 Monaten inbegriffen. Ich müsste also einen höheren Beitrag zahlen, damit mein Kind entbunden wird. Uma grande sacanagem... Vermutlich bin ich einfach etwas zu blauäugig gewesen. In (deutschen) Auslandskrankenversicherungen sind i.d.R. auch keine Entbindungen inbegriffen.
Hat jemand von euch Erfahrung mit solch einer Situation? Oder einen Tipp für eine Krankenversicherung? Wir leben im Bundesstaat Sao Paulo im Interior.


Ich würde Dir als deutsche Frau sehr empfehlen, Dir das Zimmer zeigen zu lassen, auf dem Du nach der Entbindung liegst. Mein Sohn ist in Jaboatao dos Guararapes quase in Recife geboren in einem öffentlichen Krankenhaus. Hätte ich diesen sage ich mal Saal vorher gesehen, hätte ich das niemals zugelassen, das meine Frau dort entbindet. 20 Frauen im selben Raum ohne Klimaanlage, Blut an den Wänden, Betten die unter aller Ehre waren usw. Normalerweise brauchst Du auch eine Person, die bei dir im öffentlichen Krankenhaus bleibt und das für Dich erledigt, für was Du noch zu schwach bist. Meine Frau hat damals ihre Mutter mitgenommen, die dann 2 Tage auf einem Stuhl neben dem Bett geschlafen hat. Frag auf alle Fälle nach, ob Du auch eine Person brauchst, die Dich in der Zeit dann betreut. Ich durfte meinen Sohn 5 Minuten täglich sehen dann kam der Sicherheitsfutzi und hat mich rausgeführt. Da half auch jedes Theater nichts.

2. Geburt in Deutschland
All das oben aufgezählte hat uns noch auf eine andere Idee gebracht. Ich könnte das Kind vielleicht auch in Deutschland bekommen. Da ich aber in Deutschland keinen Hauptwohnsitz mehr habe, ist dieser Plan sicherlich auch nicht ganz barrierefrei... Angenommen ich würde den Plan verfolgen, um was müsste ich mich im Vorfeld kümmern? Habe ich in Deutschland irgendeinen Krankenkassenanspruch? Das einzige, das ich weiß, ist dass Fluggesellschaften eine Schwangere ab einer bestimmten Woche nicht mehr mitnehmen- aus verständlichen Gründen.
Und gibt es irgendwelche Vorteile unser Kind in Deutschland zur Welt zu bringen?


Du müßtest Dich hal irgendwo bei Familie oder einer Freundin anmelden. In Deutschland gibt es mittlerweile das Gesetz, das Du krankenversichert sein mußt. Nimm mit der letzten gestzlichen Krankenkasse, bei der Du warst Kontakt auf und schließ eine Krankenversicherung für Erwerbslose ab (liegt irgendwo zwischen 150 und 200 Euro im Monat). Ich weiss nur nicht genau, wie das mit der Schwangerschaft dann ist, solltest DU auf alle Fälle erwähnen :wink:

Über die Vorteile brauchen wir glaube ich nicht zu sprechen. Sauberkeit, Sicherheit, bessere medizinische Versorgung und eine niedrigere Sterberate bei der Geburt. Erst gestern hat meine Frau mir am Telefon eine unglaubliche Geschichte erzählt, warum das Baby der Nachbarin in Brasilien bei der Geburt verstorben ist. Ich persönlich hätte das Krankenhaus auseinander genommen. Soll Dir jetzt aber keine Angst machen die meisten Babys überleben ja.


3. Papiere
Für den wahrscheinlicheren Fall, dass unser Kind in Brasilien zur Welt kommt, wird es Brasilianer sein. Da ich Deutsche bin, wird es doch auch problemlos einen deutschen Pass bekommen, oder? Und bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres hat es dann beide Staatsangehörigkeiten, oder?
Und für den Fall, dass das Kind in Deutschland das Licht der Welt erblicken sollte, ist dann alles genauso? Deutsche Mama, brasilianischer Papa = doppelte Staatsangehörigkeit?


Es ist vollkommen egal, wo Dein Kind zur Welt kommt. Mein Sohn hat den brasilianischen, sowie den deutschen Pass. Wenn Du die Geburt Deines Kindes hier beim Standesamt eintragen lassen möchtest, brauchst Du aber nicht nur die Heiratsurkunde, sondern auch die Geburtsurkunde Deines Mannes, denn mein Standesamt hier, hat obwohl auch in der Heiratsurkunde der volle Name des Ehepartners steht, diese nicht anerkannt. Aber vielleicht ist da das eine oder andere Standesamt unterschiedlich kulant oder genau. Aber nochmal, egal wo Dein Kind zur Welt kommt, hat es automatisch beide Staatsangehörigkeiten.


4. sonstiges
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Wenn Ihr euer Kind in Brasilien zur Welt bringt, denk blos an den Geburtenschein, denn ohne diesen wirst Du keine Geburtsurkunde beim Cartorio beantragen können. Auf dem Geburtenschein, wird ein Fußabdruck Deines Babys gemacht. Ich mußte etliche Male nach diesem Schein fragen. Ich glaub wenn Du mal aus der Klinik draußen bist, ohne diesen Schein, wer weiss was dann auf Dich zukommen kann, denn wer weiss ob die Geburt nicht auch einfach mal vergessen wird im Geburtenbuch eingetragen zu werden, in Brasilien halte ich Alles für möglich.

Wenn Ihr es Euch leisten könnt, die 2 oder 3 Tage eine Privatklinik für die Geburt zu bezahlen, dann würde ich das tun. Vielleicht können ja auch Opa und Oma was dazugeben.

Mir wurde versprochen, ich könne bei der Geburt meines Sohnes dabei sein. Als er aber dann geboren wurde konnte ich doch nicht dabei sein, weil zur gleichen Zeit eine andere Frau ihr Kind geboren hat und diese Klinik nur einen Kreißsaal hatte, also hieß es Papa muß draußen bleiben. Ich hätte am gernsten das Krankenhaus zerlegt.

Ich weiss jetzt zum Schluß nicht was ich Euch raten soll, wo Ihr Euer Kind zur Welt bringen sollt. Wenn Ihr zusammen sein wollt und die Geburt zusammen in einer schönen Umgebung erleben wollt, rate ich Euch nach Deutschland zu gehen. Wenn Euch die Umgebung nbicht so wichtig ist, macht es dort, aber es ist was komplett anderes als hier in Deutschland. Man kommt sich echt vor wie in einem Stall. Vielleicht habe Ihr ja auch ein besseres Hospital.

Auch nach der Geburt, sind z.B. Windeln, Babytücher uns Cremes hier in Deutschland auf alle Fälle billiger. Ich hab in Brasilien ein halbes Vermögen ausgegeben für den bunda meines Sohnes :mrgreen:

Ich wünsche Euch auf alle Fälle eine supergute und gesunde Schwangerschaft und auch Geburt. Vielleicht könnt Ihr ja den Verlauf hier ein bissl schreiben, so dass wir auf dem laufenden bleiben und Euer Baby dann zu gegebener Zeit Willkommen heißen können, ob hier in Deutscheland oder in Brasilien.


Liebe Grüße
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