brasilblog hat geschrieben:
Diter_Rio hat geschrieben:
und wer ueber die problematik als solche was aktuelles lesen will, der gehe zu SPIEGEL ONLINE.
"Jede fünfte Schwangerschaft weltweit wird abgebrochen..
..Besonders in Ländern, in denen Abtreibung unter Strafe steht, würden Frauen unter der fehlenden medizinischen Betreuung leiden...
...Die fehlende ärztliche Betreuung berge dabei für die Frauen ein großes Risiko....
...Die Legalisierung gewollter Schwangerschaftsabbrüche könne dabei helfen, das Risiko zu vermindern"
ich persoenlich hab da eigentlich nichts hinzuzufuegen.
Wie sagte neulich der Drogenabhängige: Die Legalisierung von harten Drogen und dem damit verbundenen Preisverfall könne ihm dabei helfen, nicht mehr so oft Tankstellen überfallen zu müssen.
Oder der gehörnte Ehemann: Die Legalisierung von Mord könne ihm helfen, nicht ständig dem Liebhaber seiner Frau über den Weg zu laufen.
Mal ganz offen: In Brasilien gibt es dieses Gesetz bzgl. Abtreibung. Daran sollte man sich halten. Wenn man nicht schwanger werden will, darf man eben keinen vaginalen Geschlechtsverkehr haben. (Und jetzt bitte nicht mit den wirklich bemitleidenswerten Vergewaltigungsopfern kommen, die sie absolut in der Unterzahl - da eine Ausnahme zu machen geht auch nicht, weil sonst jede abtreibungswillige Frau eine Anzeige gegen Unbekannt machen würde, nur um in den Genuss der Ausnahmeregelung zu kommen). Ansonsten müssen beide sich zu ihrer Verantwortung bekennen.
Schwangere werden hier in Brasilien gut bis sehr gut betreut. Natürlich gibt es keine ärztliche Betreuung für Abtreibungen. Und nun soll lt. Spiegel am besten das Gesetz geändert werden, damit sich irgendeine Gruppe nicht kriminalisiert anstelle das sich die Bürger an die Gesetze halten und Leben schützen? Tja, man kann es sich auch ganz einfach machen.
Oi gente,
dafuer dass du hier keine Moraldebatte wolltest hast du deinen Post aber sehr komisch formuliert

Recht (Gesetze) bedeuten nicht gleich Gerechtigkeit. Und dass eben jenes Vergewaltigungsopfer eventuell das Kind NICHT haben moechte/kann/will duerfte doch zumindestens jedem einleuchten, oder? Mit deinem Post argumentierst du aehnlich wie Todesstrafenbefuerworter: "Naja, wenn 1 Unschuldiger unter 100 Schuldigen ist muessen wir das halt verschmerzen, dafuer wurden 99 zu Recht verurteilt". Erklaer das mal dem Vergewaltigungsopfer. Und diese auf die gleiche Stufe wie Moerder zu stellen finde ich etwas sehr...ungluecklich.
Man kann ja zu Abtreibung stehen wie man will. Meiner Meinung nach sollte es jedem selbst ueberlassen sein. Und es ist sinnfrei Frauen zu kriminalisieren (die im Endeffekt nach meiner Auffassung nichts unrechtmaessiges getan haben), zu verurteilen und in grandiose Gefaengnisse zu stecken - als haette man im Land keine anderen Probleme. Dann hat man wieder eine paar mehr aus denen nichts mehr wird, sehr gut. Ehrlich gesagt, lieber ein gewolltes Kind als fuenfzig ungewollte Kinder die ihres Lebens nicht gluecklich werden.
Gruss