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 Betreff des Beitrags: Schweizer erwachten zu spät - 1:2 gegen Brasilien
BeitragVerfasst: 15 Nov 2006 22:33 
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Registriert: 09 Aug 2005 20:22
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Basel. Si/baz. Die Schweiz hat ihr letztes Länderspiel des Jahres verloren. Luisao und Kaka schossen den Rekordweltmeister Brasilien im Basler St. Jakob-Park zum verdienten 2:1. Den Treffer für die Schweiz erzielte Maicon mit einem Eigentor.

In der 70. Minute verkürzte Maicon, Brasiliens Rechtsverteidiger, auf 1:2 und löste beim Schweizer Team endlich die Handbremse. Nur vier Minuten später hätte Tranquillo Barnetta aus zehn Metern den Ausgleich erzielen müssen, doch Goalie Helton parierte spektakulär. Ein Remis wäre aber auch zuviel Lohn gewesen für eine ingesamt enttäuschende Schweizer Leistung. Fast eine Stunde lang liess sich die Equipe von Köbi Kuhn vorführen. Nachdem Luisao einen Eckball mit dem Kopf zur brasilianischen Führung verwertete hatte (22.), verlor der WM-Achtelfinalist den Faden. Bestes Beispiel hierfür war das 2:0 durch Kaka. Pascal Zuberbühler schoss in der 35. Minute mit seinem Befreiungschlag Johan Djourou an, der Ball landete einschussbereits vor den Füssen des Milan-Spielmachers.

Erstmals seit der Europameisterschaft 2004 hat die Schweiz zwei Länderspiele in Folge verloren. Rasch zeigte sich beim ersten Auftritt im neu ausgebauten St. Jakob-Park vor 39 000 Zuschauern, dass die unschöne Niederlage gegen Österreich (1:2) Spuren hinterlassen hat. Der Schweizer Nationalmannschaft gelangen lange Zeit so gut wie keine nenneswerten Kombinationen. Vor allem im Spielaufbau tat sie sich schwer. Johann Vogel und Ricardo Cabanas waren im defensiven Mittelfeld zwar eifrig, doch in der Vorwärtsbewegung ohne Wirkung.

Von Johan Vonlanthen, der in der ersten Halbzeit auf der ungewohnten Position im rechten Mittelfeld spielte, kamen keine Impulse. Die gefährlichsten Aktionen erspielte sich Tranquillo Barnetta, der neben seiner vergebenen Grosschance in der Startviertelstunde zu zwei Abschlüssen kam und Ludovic Magnin. Der Linksverteidiger zwang Brasiliens Goalie Helton mit zwei Freistössen (14./57.) zu den einzigen Interventionen in der ersten Stunde der Partie.

Wie überlegen Brasilien bis zur Schweizer Schlussoffensive agierte, zeigte sich an den Reaktionen der beiden Schweizer Stürmer, Alex Frei und Marco Streller, die nach einer halben Stunde kurz nacheinander ihrem Frust freien Lauf liessen: Frei beschimpfte den Schiedsrichter-Assistenten, Streller traktierte eine Werbebande. Nach der Pause bildeten Vonlathen und Frei die Sturmspitze, Xavier Margairaz übernahm die rechte Flanke und Blerim Dzemaili ersetzte Vogel. Und die Schweizer Leistung wurde immer besser. Helton hatte in der Schlussviertelstunde deutlich mehr zu tun als Zuberbühler.

Positiv aus Schweizer Sicht war sicherlich die Reaktion nach dem 1:2. Dadurch konnte die Mannschaft, die in diesem Jahr dem Pubikum viel Freude bereitet hat, die vielen Zuschauer im St. Jakob-Park nochmals begeistern. Kuhn wird zudem mit Befriedigung festgestellt haben, dass Stephan Lichtsteiner auf der rechten Abwehrseite ein zufriedenstellendes Länderspieldebüt gab. Der Verteidiger von Lille war der 32. Neuling unter Köbi Kuhn.
http://www.baz.ch/newsticker/index.cfm



o sol nasce pra todos; a sombra pra quem merece.


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 Betreff des Beitrags: Bericht und Aufstellung
BeitragVerfasst: 16 Nov 2006 06:22 
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Beiträge: 1917
:2 Schlappe gegen Brasilien

15.11.2006 | 23:13:02

Nach einem dummen Fehler von Zubi reicht auch eine starke zweite Halbzeit nicht zu einem Erfolg gegen Brasilien.

Ein Kopfball von Inter Mailands Aussenverteidiger Maicon ins falsche Tor veränderte das Drehbuch einer bis dahin einseitigen Partie grundlegend. Statt 0:3 – Cabanas hatte zuvor einen Ball auf der Linie abgewehrt – stand es aus dem Nichts 1:2. Nicht mehr die im FIFA-Ranking Topklassierten kontrollierten alles, sondern die kaum mehr erkennbaren Aussenseiter. Tranquillo Barnetta scheiterte nach einer traumhaften Kombination mit Margairaz am brillant parierenden Goalie Helton, wenige Minuten später verpasste der aufgerückte Philipp Senderos den Ball und das fast sichere 2:2.

Diverse Wechsel von Kuhn trugen jenen bereits beim blamablen 1:2 in Österreich vermissten Spirit ins Schweizer Team zurück. Die nach dem 0:2 aufgekommene Unruhe im Publikum wich in den letzten Minuten dem Applaus. Es ist den Schweizern anzurechnen, dass sie ihre Verunsicherung nach dem 1:2 ohne weitere Verzögerung abzulegen wussten. Feststellbar war hingegen abermals, dass zu viele Spieler des Kerns (u.a. Vogel, Streller, Djourou, Zuberbühler) ausser Form sind.
Die schweren Fehler

Zwei gravierende (Stellungs-)Fehler beschleunigten die Negativspirale der Schweizer. Luisão lenkte Elanos Corner in der 22. Minute ohne Gegenwehr zum wegweisenden 1:0 ins Tor. Die Schweizer, allen voran Marco Streller, reagierten nicht oder wie im Falle des glücklosen VfB-Stürmers viel zu spät. Beim zweiten Gegentreffer (35.) verhielten sich die Einheimischen noch dilettantischer. Johan Djourou deckte nach einem Rückpass den Ball gegen Kaka ab, ehe er vom zögernden Pascal Zuberbühler angeschossen wurde und Kaka das 2:0 so praktisch auf dem Silbertablett servierte.

Erheblich zur weitaus besseren Vorstellung in der zweiten Hälfte trugen Kuhns taktische Retouchen bei. Dzemaili fand mit seiner leidenschaftlichen Art sofort Anerkennung. Und Xavier Margairaz wertete die Schweizer Offensive dank seiner auch auf gehobenem internationalen Niveau überdurchschnittlichen Ballsicherheit spürbar auf. Gleiches liess sich vom in der 73. Minute eingewechselten Hakan Yakin und dem dem etwas später eingetretenen David Degen – er ersetzte im rechten Couloir Johan Vonlanthen – sagen.



Schweiz - Brasilien 1:2 (0:2)

St.-Jakob-Park, Basel. - 39 000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Merk (De).

Tore: 22. Luisão 0:1. 35. Kaká 0:2. 70. Maicon (Eigentor) 1:2.

Schweiz: Zuberbühler; Lichtsteiner (85. Inler), Djourou (66. Müller), Senderos, Magnin; Vonlanthen (79. David Degen), Cabanas (73. Hakan Yakin), Vogel (46. Dzemaili), Barnetta; Frei, Streller (46. Margairaz).

Brasilien: Helton; Maicon, Luisão, Juan, Adriano; Elano (89. Diego), Fernando (62. Tinga), Dudu (92. Daniel Carvalho); Kaká; Rafael Sobis (70. Ricardo Oliveira), Robinho (62. Ronaldinho).

Bemerkungen: Schweiz ohne Philipp Degen, Behrami (beide verletzt), Benaglio, Gygax, Huggel und Lustrinelli (auf der Tribüne). Länderspieldebüt von Lichtsteiner. - Verwarnung: 61. Lichtsteiner (Foul).



Gruss brasilmen Thomas
http://www.brasilmen.de


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