Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon karlnapp » Di 25. Okt 2011, 13:52

und wenn sich so eine ratte naehert einfach umdrehen und ihr einen dezenten bauchschuss verpassen.

Diese Art von Gegenwehr landet fast immer vor Gericht und alle Zeugen werden "Stein und Bein" schwören, dass der Übeltäter Sie ja nur nach der Uhrzeit fragen wollte. Der Richter wird sein Urteil nach Beweislage fällen und Sie landen für einige Jahre in einem bras. Gefängnis.

Die gesamte Sippschaft wird laut weinend vor Gericht erscheinen und lauthals behaupten, dass wohlerzogene, junge Mann sich gerade bei einer Schule etc. angemeldet hatte, um später zu studieren und dass Sie denen den zukünftigen Ernährer genommen haben.
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon cabof » Di 25. Okt 2011, 20:20

Markuslanz - Du bist ja ein ganz rabiater... bist Du nicht christlich erzogen? [-o< Erinnere Dich an

Lukas 6, Vers 29

Wenn dir einer auf die eine Wange schlägt, halt ihm auch die andere hin.



im übertragenen Sinne, gib dem Dieb das Bargeld und gleich die Bankkarte dazu...
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon Itacare » Di 25. Okt 2011, 22:37

markuslanz hat geschrieben:ich empfehle zur selbstverteidigung eine kleinkalibrige taschenpistole, die ist so klein das sie fast legal ist, und stoert kaum beim tragen. und wenn sich so eine ratte naehert einfach umdrehen und ihr einen dezenten bauchschuss verpassen. das haelt auch garantiert alle anderen umherstehenden ratten ab. danach setzt man seinen weg fort ohne sich auch nur einmal umzudrehen. so als ob man den schuss nie abgegeben hat. mit der zeit wird das alles wie eine reine formsache.

in brasilien muss man eiskalt sein um selbst nicht unterzugehen. :mrgreen:


Selbst mit einem Schuss ins Herz aus einer kleinkalibrigen kann Dir jemand noch sein volles Magazin reinpumpen. Wenn dann großes Kaliber mit Stoppwirkung. Aber mein Ding wärs so oder so nicht.
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon karlnapp » Mi 26. Okt 2011, 13:26

Aber mein Ding wärs so oder so nicht.

Das ist auch besser so, denn im Ernstfall gilt ein "pivete" mehr als ein "dahergelaufener gringo" !!!
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon markuslanz » Do 27. Okt 2011, 16:39

@cabof: irgendwann hat man einfach keine lust mehr zu teilen.

@itacare: hier in salvador haben die ratten aber keine pistolen bei ihren raubueberfaellen. da sie sich diese nicht leisten koennen. im gegenteil vor dem kauf einer wumme wuerden die sich eher drogen, schnaps oder vieleicht einen hotdog kaufen. schusswaffen besitzen eigentlich hier nur die dealer in den favelas und die wuerden nie jemanden ausrauben. die sorgen sogar noch dafuer das du nach dem kauf von stoff wieder sicher aus dem viertel rauskommst. selbst wenn man nichts kauft sind das nette und stolze menschen.

@karlnapp: meiner erfahrung nach: wenn man z.b. am rand von pelorinho als weisser mensch in eine rangelei geraet und die policia sieht das. braucht man nur zu schreien # eles quer rouba me # und die brasil ratten werden von der PM niedergeknuepelt und mitgenommen. auch bekommt man noch einen haendedruck von den beamten und den freundlichen hinweis sich in sein hotel zu begeben.

ich kann nur sagen oder empfehlen sich nachts immer in naehe von stark befahrenen strassen aufzuhalten. falls sich eine ratte naehert immer versuchen in die mitte der strasse zu kommen und ein riesen theater zu machen. meistens haut der taeter dann ab, weil er nicht viel zeit hat und jeden augenblick ein streifenwagen vorbeikommen kann.
lasst euch nicht alles gefallen !!!! was hier die ratten sind, sind bei euch zuhause in de, ch, oder at die krimminelen migranten mit moslemischen hintergrund. ein pack das durch eine anstaendige buergerwehr ausgeschalten gehoert. =D>
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon Frankfurter » Do 27. Okt 2011, 16:48

@ markuslanz

... uuups. Da bringst Du mit Bürgerwehr aber "harte Argumente" Kommt mir irgendwie bekannt vor: In D in den U und S Bahnen sind Hinweise " ... nicht wegschauen" . Im Wegschauen sind die Br. m.E. große Meister. Stimmt schon , wenn die ordentlichen Mitbürger stärker zusammen halten würden, ist es für die Bösen viel viel schwerer :!:
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon Itacare » Do 27. Okt 2011, 20:04

@ markuslanz, schön wenn Du die Gepflogenheiten der "Ratten" in Deinem Gäu kennst.

Lässt sich aber nicht verallgemeinern und beliebig auf andere Orte übertragen. Es kommt auf die Situation an, und die muss schon gut für mich sprechen bevor ich wegen ein paar Mücken meine Gesundheit riskiere. Diese Situation - die einzige in 25 Jahren - hatte ich schon. Deshalb kann ich aber lange noch nicht meine damalige Vorgehensweise als Allgemeinempfehlung aussprechen. Könnt mich sonst zum Mörder von Neulingen machen.
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon karlnapp » Do 27. Okt 2011, 22:03

Mehrere Male wurde ich schon beraubt, in Brasilien und Afrika.
In allen Fällen hatten mich die Täter schon lange vorher im Visier und nutzten eine kleine Unaufmerksamkeit oder Ablenkung, um mir zielgerecht exakt in die Tasche zu greifen, in die ich vorher das letzte Wechselgeld gesteckt hatte. Routinemäßig verteile ich mein Geld über mehrere Taschen, sodass der Schaden nie besonders hoch war. Gegen diese Profis, die jahrein, jahraus nichts anderes tun als stehlen, haben mitunter selbst die Erfahrensten kaum eine Chance.

An einigen Touristenzielen Brasiliens ist man dazu übergegangen die Touristen mit einer Spezialeinheit besonders zu schützen, wie in Rio die Strandpolizei. Man sollte sich dadurch jedoch nicht zu falschen Annahmen verleiten lassen.
Nach vielen traurigen Vorfällen und anschließenden "Säuberungen" hat es den Anschein, dass man der PM mittlerweile einigermaßen trauen kann. Früher ging der Spruch um, dass man sich eher vor der Polizei fürchten musste, als vor den ladroes.
Die Bürgerwehren (speziell in Rio) erwarben sich nach einigen präventiven Morden einen derartig schlechten Ruf, sodass über deren Übeltaten in den 80-er Jahren sogar im deutschen Fernsehen berichtet wurde.
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon Itacare » Fr 28. Okt 2011, 08:25

Rio und die Strandpolizei.. na ja. Ist zwar schon einige Jährchen her, aber als ich mal die Atlantica entlang schlenderte, griff mir einer von hinten in die rechte vordere Hosentasche. Pech für ihn, war nur ein Kassenbon drin. Ca. 100 m weiter ein Posten der Strandpolizei, denen ich den Vorfall schilderte. Sie sagten mir, sie seien von ihnen aus gesehen nur nach rechts zuständig, nicht nach links, da sei unbewacht….!

Das mit den „präventiven Morden“ muss man auch mal aus der richtigen Perspektive betrachten. Nicht dass ich das gutheißen würde, aber stell Dir mal vor, Du bist Polizist und nach einer gefährlichen Schießerei verhaftest Du einen Gauner…der sich kurz danach wieder auf freiem Fuß befindet und Dir die nächste Schießerei liefert. Wie oft machst Du das mit, bis Du sagst, beim nächsten Mal gibt es keine Gefangenen? Wird ein Polizist erschossen, heißt es, das ist eben ein gefährlicher Job, wird ein Gauner erschossen, geht es durch die Weltpresse.
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon karlnapp » Fr 28. Okt 2011, 09:55

Nicht dass ich das gutheißen würde, aber stell Dir mal vor

Ich brauche mir nichts vorzustellen; die Video-Beweise, die seinerzeit landesweit x-mal im bras. TV gezeigt wurden, ließen keinen anderen Schluß zu, als polizeiliche Willkür. Letztlich waren es die unzähligen, unwiderlegbaren Video-Aufnahmen, die die bras. Politik und Justiz zum Handeln zwang.
Die Bürgerwehren, mit denen sich die Ladenbesitzer gegen die ausufernde Kriminalität zur Wehr setzten, entpuppten sich rasch als kriminelle Todesschwadron-Mörder, die wahllos auf jugendliche Kriminelle schossen. Erst auf internationalen Druck hin unternahm die bras. Politik und Justiz etwas gegen diese Auswüchse.

Machen wir uns nichts vor, in Deutschland wären die Beschaffungskriminalitäts-Verhältnisse ähnlich, gäbe es nicht die viel bescholtene Hartz 4-Stütze.
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