Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon Frankfurter » So 2. Okt 2011, 14:26

Gestern Nachmittag wurde meine Frau in Belo Horizote 100 Meter von Assembleia, also eine recht ordentliche Gegend, überfallen. Geld , Handy und Papiere weg. Das sind ja nicht die schlimmsten Dinge. Sondern das Mentale. Nicht mehr sicher alleine aus dem Haus gehen zu können. Plötzlich sind alle Menschen/Männer in Deiner Nähe gegen Dich......Räuber... Verbrecher.... Frau ist eingesperrt in ihrer eigenen Angst.

Ich bin leider z.Z. in D. Meine Frau muss noch einige Wochen drüben bleiben, um geschäftliche Dinge zu erledigen.

Daher meine Frage: Welche "Hilfsmittel" gibt es in Br. die legal am Körper getragen werden können. Wie hier in D. Reizgas ( ja ja wegen bösen Hunden .. :roll: ) oder Schreckschußwaffen.???

Kampfkunst ist nicht effektiv, denn das benötigt ständiges Training.Und das wird dann doch nicht eingehalten :cry:
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon cabof » So 2. Okt 2011, 14:44

Frankfurter, tut mir leid wegen Deiner Frau, wünsche ihr, das sie sich schnell von dem Schrecken/Vorfall erholt. Ist eine sch...
Sache.
Grundsätzlich - wenn man kein ausgebildeter Nahkämpfer (Ledernacken, Capi blanc etc.) sollte man überhaupt nicht darüber nach-
denken bei einem Überfall Gegenwehr zu leisten, das geht 1:0 für den Dieb aus, sofern er bewaffnet ist. Das gilt übrigens nicht
nur für Brasilien, - ich sage immer, wenn es passieren sollte, den Schaden so gering wie möglich halten - dumm ist es, wenn man
alle Papiere/Dokumente verliert - ist es immer nötig mit seinem "privaten Büro" durch die Gegend zu laufen? Gilt auch für Touris.

Also, vergiß die Zimmerflak und hoffe, es passiert kein 2. Mal - alles Gute!
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon Frankfurter » So 2. Okt 2011, 15:56

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vielen Dank für Deine Zeilen.

Privates Büro ? : Du weißt ja, was frau so braucht für einen Kauf, Auftrag ... CPF usw... #-o

Gegenwehr: Grundsätzlich hast Du ja Recht. Ich bin als Jugendlicher so um die 11-13 Jahre ( dünn und lang wie ich war,) in einer schlimmen Gegend in Offenbach aufgewachsen. Abribben gabs auch schon damals. Und daher kenne ich das Gefühl, so hilflos und mit Angst aus dem Haus zu gehen. Es sind ja meist die gleichen Typen. Ich habe so 2,3 der Typpen aufgelauert, wenn sie alleine waren. Ich hatte soviel Angst, habe sie überwunden, und einer landete dann für 3 Wochen im Krankenhaus. NEIN ich bin kein Schläger geworden. Ich wolle nur wieder frei sein, und OHNE Angst raus auf die Strasse. ( Die haben mich dann in Ruhe gelassen )
Daher kenne ich das Gefühl, glauben ohnmächtig zu sein, und sich von anderen "vergewaltigen" zu lassen. Selbst wenn es Schrammen gibt, ist das immer noch besser, als mit der ständigen Angst zu leben :!: Für mich ist das eine Frage des Selbstbewusstseins und der Freiheit, meiner Freiheit.

Und dafür muss mann, m.E. auch bereit zu sein zu kämpfen .

( mit 66 Jahren habe ich auch Kampfkunst gemacht, und kenne den Spruch: Weglaufen ist immer noch besser als ein eingeschlagener Schädel :oops: )
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon cabof » So 2. Okt 2011, 17:50

Frankfurter, klar fällt in die Kategorie: Bewältigung und abarbeiten der erlebten Situation, was da so im einzelnen möglich ist oder
auch von 2. Seite angeboten wird, weiß ich nicht.

Brasilienbezug: man muß schon davon ausgehen, das diese Klondollis meist unter enthemmenden Drogen stehen, haben nichts zu verlieren
und bei geringstem Widerstand auch von der Waffe Gebrauch machen. Ich habe Videos und Fotos von diesen Typen gesehen, diese Fratzen
unter Drogen zeigen keine menschlichen Züge mehr und bereiten den Polizisten ganz schön Arbeit bei einer Festnahme... es ist traurig
und leider nicht nur auf Brasilien bezogen, Stichwort hier: die U-Bahnschläger.
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon Christian B. » Mo 3. Okt 2011, 12:43

Frankfurter hat geschrieben:
Und dafür muss mann, m.E. auch bereit zu sein zu kämpfen .

Was ist das wieder für ein Schwachsinn? Willst jetzt Dein Weib kämfen lassen mit Reizgas oder ähnlichem Zeug gegen zugedröhnte Verbrecher ohne Hemmschwelle.
So ist es halt in Brasilien. Unterm Strich hat sie Glück gehabt.
Lass Dein Weib nicht allein. Geschäfte hin oder her.
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon Elsass » Mo 3. Okt 2011, 14:04

Passiert anscheinend oefters:
Ich kenne persoenlich 2 Frauen in Salvador, die in den letzten 2 Jahren alle ihre Papiere und einges mehr verloren haben auf die Weise.
Frauen mit Handtaschen sind die bevorzugten Opfer. Maenner laufen in Brasilien sehr selten mit Handtaeschchen durch die Gegend. Eine Handtasche laesst sich halt einfach wegreissen. Es gibt aber auch Ueberfaelle mit vorgehaltener Pistole. Kenne einen Fall aus dem interior, den der mutige Ueberfallene nicht ueberlebt hat. Hat seine eigene Pistole gezogen und den Angreifer erledigt, nur hat der eben noch schnell zurueckgeschossen - tragisch.
Grundregel: Nie mehr als noetig auf die Strasse mitnehmen. Ausweispapiere und andere wichtige Sachen wenn moeglich unauffaellig am Koerper tragen.


Brasilien driftet langsam ab: o pais do futuro :evil:
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon Frankfurter » Mo 3. Okt 2011, 15:57

@ Christian B.

meine Frage war nicht "Schwachsinn", sondern welche legale Hilfsmittel für Selbstverteidigung in Brasilien zugelassen sind. Vielen Dank im Voraus, wenn Du hierzu im Forum etwas beitragen könntest.

Ja ist klar, nichts mitnehmen: Handy ... war ein billiges. Geld ca. RS 100,00 . Papiere: wegen einem Vorvertrag mit einem Makler. Die Jungs wollen eben immer alles sehen, kopiern und und..

Es dreht sich nicht zuerst um das Materielle. Sondern um die Angst, die beim Überfallenden erzeugt wird. Die Angst nicht mehr frei auf die Strasse gehen zu können, ohne solche Erlebnisse befürchten zu müssen. Die Uhrzeit war Samstag nachmittag, und das nicht in Rio oder Salvador in den Favelas.
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon Itacare » Di 4. Okt 2011, 09:49

@ Frankfurter, was meinst Du mit legal? Legal zu erwerben oder in der Anwendung?

Wenn ich mich gegen Gauner mit illegalen Waffen wehren wollte, würde ich mich keinen Deut darum kümmern, ob meine Bewaffnung legal ist oder nicht.
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon travelexpert » Mi 5. Okt 2011, 00:08

Persönlich würde ich von Verteidigung abraten. Sicher war der Dieb nicht allein. Für meine eigene Psyche ist es das beste, wenn ich weiß, daß die "Spitzbuben" (wie man im Süden sagt), die erbeuteten 10 R$ auf 5 Köpfe verteilen müssen.

Im konkreten Fall hilft das der Frau vom Frankfurter wohl nicht weiter. Bedenke, beim nächsten mal kann die Situation ganz anders aussehen.
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Re: Selbstverteidigung - Legale "Hilfsmittel/Waffen"

Beitragvon cabof » Mi 5. Okt 2011, 06:19

Hallo Amigo Frankfurter, wie Du siehst raten Dir resp. Deiner Frau alle davon ab, Gegenwehr zu leisten. In der Tat sind diese
Strauchdiebe nie alleine, Stichwort "cobertura" die den handeldenden Räuber im Umfeld schützen und bei "Problemen" sofort ein-
greifen und das Opfer "kaltmachen" - ähnlich ist es in DE bei den Balkanbanden die ihr Unwesen treiben, allerdings begnügen die
sich im Erfolsfalle "nur" die Beute weiter zu reichen.... wäre ich Resident und hätte die Möglichkeit.... ich würde mir einen
trainierten Kampfhund halten, das schreckt schon mal ab - ist aber auch kein Garant.
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